Kosmos

Hubbles Marathon im All

© ESA

Es sieht aus wie eine riesige, schillernde Blechbüchse. Doch im Inneren des 11 Tonnen schweren Kolosses von der Größe eines Kleinbusses schlummert so etwas wie der heilige Gral der Astronomie. Hubble, das wohl bekannteste Weltraumteleskop begeistert seit über 18 Jahren nicht nur professionelle Sternengucker. Aus dem Erdorbit blickt es in ferne Galaxien, schießt Fotos explodierender Sterne und nie gesehener Details unserer Planeten. Dank tausender außergewöhnlicher Bilder hat Hubble inzwischen auch unter Laien eine große Fangemeinde. Zum 100.000 Mal umrundet die Hightech-Dose nun unseren Planeten. Mehrere Male stand die Mission im Laufe der Jahre vor dem Aus. Doch immer wieder wurde sie gerettet. Ein bebilderter Rück- und Ausblick auf die Geschichte des orbitalen Entdeckers.

Leser-Kommentare
  1. 1. Hubble

    Die Hubbles und die Beteiligten an dieser Forschung haben mit der Erweiterung unseres Blicks weitere Voraussetzungen dafuer geschaffen, auch unsere geistigen Perspektiven zu veraendern und zu einem neuen Selbstverstaendnis zu kommen.Klaus Moll  

  2. Kann es sein, dass sich auf Seite 2 ein Fehler eingeschlichen hat? Meines Wissens konnte doch Hubble Objekte bis weit über 1 Mrd. Lichtjahre aufnehmen. Da müsste man an die angegebenen 100 Billionen km wohl noch einige Nullen ranhängen (1 Lj = 9,5 Billionen km).
    Meinem Vorposter Klaus Moll kann ich uneingeschränkt zustimmen. Hubble ebenso wie Voyager haben nicht nur das menschliche Selbstverständnis und unsere Rolle im Universum neu definiert, sondern erinnern uns auch immer wieder an die ureigensten Träume des Menschen, an den frontier spirit und eine vage Vorstellung von den grenzenlosen Möglichkeiten im Universum. Ein Blick "durch" Hubble in die Tiefen des Weltalls gemahnt uns letztlich auch einer Popperschen Weisheit: selbst in den kommenden Jahrhunderten wird unsere Wissenschaft lediglich in der Lage sein, wohl weit weniger als den Bruchteil eines Prozentes der Geschehnisse unseres Universums zu verstehen. Er gemahnt uns, scheinbar fixe Thesen und Gesetze stets zu hinterfragen und von absoluten Positionen abzuweichen. Hubble und sein Blick ins Grenzenlose und All-Mögliche ist für mich verheißungsvolles Mahnmal gegen Totalitärismus und Absolutheitsdenken jeder Art.
     

  3. Redaktion

    Liebe Leser,

    Die Angabe, wie weit Hubble denn nun ins All blicken kann, war fehlerhaft. Es sind tatsächlich 12 Milliarden Lichtjahre, weit mehr also als 100 Billionen Kilometer. (1 Lichtjahr entspricht etwa 9,5 Billionen Kilometer).

    Grüße, Sven Stockrahm

    Volontär Wissen, ZEIT ONLINE

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