Lernen Lob des Übens
Üben gilt zumeist als gestrig, als das Gegenteil von Entdeckerlust und Selbstverwirklichung. Aber das ist ein Zerrbild. Erster Teil einer Sommermeditation
I. Fallen
Ein Lob des Übens ausgerechnet im Sommer, während die meisten Schüler noch große Ferien haben und auch Erwachsene im Urlaub endlich mal nichts tun müssen? Gerade jetzt! Man schaue sich nur Kinder an, wie sie am Strand oder an Pfützen Wasser schöpfen und gießen. Scheinbar machen sie ständig das Gleiche. Schöpfen und gießen. Oder man werfe einen Blick auf die Sommercamps, die nun Jahr für Jahr zahlreicher werden. In kurzer Zeit erzielen Kinder und Jugendliche dort unglaubliche Leistungen und zum Schluss gibt es Tränen. Sie wollen nicht mehr weg und immer weiter so lernen, Theater spielen und zusammen sein. Im Trainingszentrum des FC Bayern von Jürgen Klinsmann soll mehr geübt werden und mehr Freude aufkommen, damit es endlich auch in der Champions League klappt.
Bei der uralten Spielkunst der Kinder, in den neuen Sommercamps und bei Klinsmanns Empowerment -Fußball kann man entdecken, was intelligentes, lustvolles und durchaus auch anstrengendes Üben vermag. Es hat wenig mit der Zwangsumschulung des Linkshänders zum Rechtshänder oder mit dem Einbläuen von Flötentönen gemein. Aber genau diese Qual ist für viele noch der Inbegriff von Üben: alles nur Drill und Unfreiheit. Demzufolge wurde dann das Kind wieder mal mit dem Bade ausgeschüttet und aufs Üben ganz verzichtet. Aber der Abstand zwischen einengendem Übezwang und herausfordernder Übelust ist so groß wie der zwischen dem Exerzieren auf dem Kasernenhof und den Exerzitien in einem Zen-Kloster.
Gehen wir heute erst mal zu den kleinen Kindern.

Reinhard Kahl schreibt für ZEIT ONLINE die Bildungskolumne Wurzeln und Flügel
Ein Baby zieht sich am Stuhl hoch und fällt hin. Es zieht sich am Hosenbein des Vaters hoch und wieder fällt es. Auch die ersten selbstständigen Schritte enden auf dem Boden. Das Laufen beginnt mit dem Fallen und so geht das monatelang. Erwachsene hätten längst aufgegeben. Aber das Kind macht weiter.
Am Lerngenie der Kinder kann man viel begreifen. Mit ihrer angeborenen Lust am Neuen nehmen sie sich etwas vor. Ihre ebenfalls angeborene Lust, zum Ziel zu gelangen, treibt sie, bis die Sache mit größter Leichtigkeit und wie automatisch gelingt. Die Erfolge dieses Lernens lassen sich gar nicht aufhalten. Irgendwann kann jeder laufen. Das Laufen selbst ist ja eine schöne Metapher auf unser Thema. Physiologisch gesehen ist es aufgefangenes Fallen, und dieser Wechsel von Stabilität in Instabilität bleibt ein Leben lang. Beim Laufenlernen macht jeder seinen Grundkurs im Üben. Wir lernen von Fall zu Fall und wir lernen uns im Fallen zu fangen.
- Datum 04.09.2009 - 22:58 Uhr
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- Serie Bildungskolumne
- Quelle ZEIT ONLINE
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Üben halte ich auch den Zeitbegriff. Der wird nämlich völlig unwichtig neben der Versenkung, mit der z.B. Kinder sich etwas aneignen. So geht nach meiner Beobachtung auch das Schaffen von Kunst - indem man Dinge wiederholt, bis sie nicht mehr zu verbessern sind. Und dabei die Zeit völlig vergißt. Außer, man ist Genie. Der große Rest ist aber fleißig.
Laufen lernen, sprechen lernen mit der Aneignung von schulischen Wissen zu vergleichen, das sollte doch endlich einmal ein Ende finden. Mathematischen Formeln beherrschen und anwenden zu können benötigt eine wesentliche andere Einstellung zum üben, als freiwillig das Wasser von einem Loch in das andere zu schütten.
die lust an der übung mathematischer formeln benötigt die erfahrung, dass wasser von einem loch ins andere schütten eine anspruchsvolle und lustvolle tätigkeit ist. anders gesagt: die erfahrung von den ersten greifversuchen an, dass diese mit respekt begleitet werden.
die lust an der übung mathematischer formeln benötigt die erfahrung, dass wasser von einem loch ins andere schütten eine anspruchsvolle und lustvolle tätigkeit ist. anders gesagt: die erfahrung von den ersten greifversuchen an, dass diese mit respekt begleitet werden.
die lust an der übung mathematischer formeln benötigt die erfahrung, dass wasser von einem loch ins andere schütten eine anspruchsvolle und lustvolle tätigkeit ist. anders gesagt: die erfahrung von den ersten greifversuchen an, dass diese mit respekt begleitet werden.
Und Formeln (also abstrahierte "Realität" [mit Absicht in Gänsefüßchen gesetzt!] ) möge mensch nicht beHERRschen sondern mit ihnen spielen!!!!Wer nur anwendet ohne zu fragen WARUM? hält höxtwahrscheinlich auch die Leute, welche tagtäglich ihr Kieselsteinfeld rechen und neue Muster reinziehen für bekloppte Idioten, ich find sowas "cool"!Und es ist auch möglich, daß Sisyphos ein erfülltes Leben hatte!!
Und Formeln (also abstrahierte "Realität" [mit Absicht in Gänsefüßchen gesetzt!] ) möge mensch nicht beHERRschen sondern mit ihnen spielen!!!!Wer nur anwendet ohne zu fragen WARUM? hält höxtwahrscheinlich auch die Leute, welche tagtäglich ihr Kieselsteinfeld rechen und neue Muster reinziehen für bekloppte Idioten, ich find sowas "cool"!Und es ist auch möglich, daß Sisyphos ein erfülltes Leben hatte!!
Und Formeln (also abstrahierte "Realität" [mit Absicht in Gänsefüßchen gesetzt!] ) möge mensch nicht beHERRschen sondern mit ihnen spielen!!!!Wer nur anwendet ohne zu fragen WARUM? hält höxtwahrscheinlich auch die Leute, welche tagtäglich ihr Kieselsteinfeld rechen und neue Muster reinziehen für bekloppte Idioten, ich find sowas "cool"!Und es ist auch möglich, daß Sisyphos ein erfülltes Leben hatte!!
was die rezeption der mythologie der griechen so alles verbockt hat.
Sisyphos hatte tatsächlich, soweit ich mich an ein Gespräch von Prof. Lesch erinnern kann, ein erfülltes Leben. Denn er hatte nur einen Antrieb, den Stein nach oben zu bringen. Es war nicht sein Antrieb das der Stein oben bleiben sollte....Ich habe gerade bei Wikipedia gesehen, dass diese Interpretation wohl von Camus stammt.
...hat Sisyphos nicht aufgegeben! Alá: "Irgendwann bleibt dieser sch...öne Brocken oben und kullert auf der anderen Seite gen Tal".@ wikipedia (hab ich grade auch mal geguckt), da haben wohl zwei unabhängig voneinander das Rad erfunden haha. Jetzt bleibt u.a. noch zu klären, warum der Lauf der (westlichen) Geschichte eher Platon als Sokrates gefolgt ist und ob am Ende nicht doch die Frauen an allem Schuld sind haha.Ich denke nämlich, daß Xantippe ihren Ollen daheim niedergemacht hat und meinte: "Ej Alta, den ganzen Tag laberst du nur mit jungen Menschen oder malst komische Figuren in den Sand, geh endlich arbeiten, ich brauch mal wieder ne Amphore fürs Olivenöl, die alte süfft und außerdem muß ich mal wieder zum Frisör und außerdem, was sollen denn die Nachbarn denken" *g*...Und mal im Ernst, es täte jedem/jeder gut, sich dran zurückzuerinnern, wie das war und welchen ernsthaften Spaß es gemacht hat, im Sandkasten mit ner Schaufel einen Haufen zu bauen, auch auf die Gefahr hin, daß den ein anderer oder der Regen wieder egalisiert hat!!!
...hat Sisyphos nicht aufgegeben! Alá: "Irgendwann bleibt dieser sch...öne Brocken oben und kullert auf der anderen Seite gen Tal".@ wikipedia (hab ich grade auch mal geguckt), da haben wohl zwei unabhängig voneinander das Rad erfunden haha. Jetzt bleibt u.a. noch zu klären, warum der Lauf der (westlichen) Geschichte eher Platon als Sokrates gefolgt ist und ob am Ende nicht doch die Frauen an allem Schuld sind haha.Ich denke nämlich, daß Xantippe ihren Ollen daheim niedergemacht hat und meinte: "Ej Alta, den ganzen Tag laberst du nur mit jungen Menschen oder malst komische Figuren in den Sand, geh endlich arbeiten, ich brauch mal wieder ne Amphore fürs Olivenöl, die alte süfft und außerdem muß ich mal wieder zum Frisör und außerdem, was sollen denn die Nachbarn denken" *g*...Und mal im Ernst, es täte jedem/jeder gut, sich dran zurückzuerinnern, wie das war und welchen ernsthaften Spaß es gemacht hat, im Sandkasten mit ner Schaufel einen Haufen zu bauen, auch auf die Gefahr hin, daß den ein anderer oder der Regen wieder egalisiert hat!!!
...hat Sisyphos nicht aufgegeben! Alá: "Irgendwann bleibt dieser sch...öne Brocken oben und kullert auf der anderen Seite gen Tal".@ wikipedia (hab ich grade auch mal geguckt), da haben wohl zwei unabhängig voneinander das Rad erfunden haha. Jetzt bleibt u.a. noch zu klären, warum der Lauf der (westlichen) Geschichte eher Platon als Sokrates gefolgt ist und ob am Ende nicht doch die Frauen an allem Schuld sind haha.Ich denke nämlich, daß Xantippe ihren Ollen daheim niedergemacht hat und meinte: "Ej Alta, den ganzen Tag laberst du nur mit jungen Menschen oder malst komische Figuren in den Sand, geh endlich arbeiten, ich brauch mal wieder ne Amphore fürs Olivenöl, die alte süfft und außerdem muß ich mal wieder zum Frisör und außerdem, was sollen denn die Nachbarn denken" *g*...Und mal im Ernst, es täte jedem/jeder gut, sich dran zurückzuerinnern, wie das war und welchen ernsthaften Spaß es gemacht hat, im Sandkasten mit ner Schaufel einen Haufen zu bauen, auch auf die Gefahr hin, daß den ein anderer oder der Regen wieder egalisiert hat!!!
hätte er sie mit-buddeln lassen sollen?
...und Mathe und sollten sich demzufolge raushalten hahaha...Und Mädels haben auch nicht im Dreck zu wühlen sondern mit trinkenden und pinkelnden Puppen "für die junge Mutti" zu spielen!!! (Letzteres wurde zum Sonderpreis in einem Kaufhallenprospekt mit ebenjener Begründung angeboten, welchen ich heut früh während meiner fast tagtäglichen Nazi-Spielminuten ["Wie Adolf Hitler sitz ich hier-die braune Masse unter mir!"] durchblätterte) *g*...Und jetzt noch zwei Geschichten, die mir dieletzt übern Weg liefen und aktuelle Thmen streifen:1. (aus ner "Spektrum der Wissenschaft"-Ausgabe) Es wurde festgestellt, daß die Muster der Kachelung von Moscheen teilweise "Fraktale" darstellen und andere die Optimierung verschiedeneckiger sich ergänzender geometrischer Objekte darstellen, welche auf mathematischen Weg bis jetzt nur durch Näherung zusammenzubringen sind. (Übrigens ist die Aussage daß 1+1 wirlich 2 sind, mathematisch ein Axiom, also eine "Annahme", man könnts auch Dogma nennen haha...)2. (erzählte mir mein Bruder, ist eher ne Fabel) Ein bekannter chinesischer Künstler wurde von einem einflußreichen Mitbürger beauftragt, eine kurz vor dem Sprung sich befindende Katze zu zeichnen, der Künstler nahm den Auftrag an. Der Auftraggeber fragte zwei Tage später durch nen Boten nach, der Künstler sagte "Richte aus, daß ich noch nicht dazu gekommen bin". Nach zwei Wochen kommt abermals ein Bote vorbei, um die Zeichnung abzuholen; Künstler meinte "Habs noch nicht geschafft."Nach nem Monat kommt der Auftraggeber selber vorbei, leicht verärgert und wollte seine Mieze auf Papier sehen. Der Künstler zeichnete in einem Strich eine fast perfekt aussehende sich im Sprung befindliche Katze. Auftraggeber: "Und warum läßt du mich für fünf Minuten zeichnen einen Monat lag warten???" Der Künstler schwieg, lächelte und öffnete einen Schrank aus dem ein Blätterschwall an Zeichnungen herausquoll!
...und Mathe und sollten sich demzufolge raushalten hahaha...Und Mädels haben auch nicht im Dreck zu wühlen sondern mit trinkenden und pinkelnden Puppen "für die junge Mutti" zu spielen!!! (Letzteres wurde zum Sonderpreis in einem Kaufhallenprospekt mit ebenjener Begründung angeboten, welchen ich heut früh während meiner fast tagtäglichen Nazi-Spielminuten ["Wie Adolf Hitler sitz ich hier-die braune Masse unter mir!"] durchblätterte) *g*...Und jetzt noch zwei Geschichten, die mir dieletzt übern Weg liefen und aktuelle Thmen streifen:1. (aus ner "Spektrum der Wissenschaft"-Ausgabe) Es wurde festgestellt, daß die Muster der Kachelung von Moscheen teilweise "Fraktale" darstellen und andere die Optimierung verschiedeneckiger sich ergänzender geometrischer Objekte darstellen, welche auf mathematischen Weg bis jetzt nur durch Näherung zusammenzubringen sind. (Übrigens ist die Aussage daß 1+1 wirlich 2 sind, mathematisch ein Axiom, also eine "Annahme", man könnts auch Dogma nennen haha...)2. (erzählte mir mein Bruder, ist eher ne Fabel) Ein bekannter chinesischer Künstler wurde von einem einflußreichen Mitbürger beauftragt, eine kurz vor dem Sprung sich befindende Katze zu zeichnen, der Künstler nahm den Auftrag an. Der Auftraggeber fragte zwei Tage später durch nen Boten nach, der Künstler sagte "Richte aus, daß ich noch nicht dazu gekommen bin". Nach zwei Wochen kommt abermals ein Bote vorbei, um die Zeichnung abzuholen; Künstler meinte "Habs noch nicht geschafft."Nach nem Monat kommt der Auftraggeber selber vorbei, leicht verärgert und wollte seine Mieze auf Papier sehen. Der Künstler zeichnete in einem Strich eine fast perfekt aussehende sich im Sprung befindliche Katze. Auftraggeber: "Und warum läßt du mich für fünf Minuten zeichnen einen Monat lag warten???" Der Künstler schwieg, lächelte und öffnete einen Schrank aus dem ein Blätterschwall an Zeichnungen herausquoll!
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