Olympia-Höhepunkte am 11.08. Silber für Deutschland

Die zweite Medaille für das deutsche Team, fünfter Weltrekord im Schwimmen, zweites Gold für Michael Phelps und der erste Dopingfall im Radsport: der Olympiatag

Patrick Hausding und Sascha Klein nehmen ihre Silbermedaillen entgegen

Patrick Hausding und Sascha Klein nehmen ihre Silbermedaillen entgegen

Synchronspringen: Silber für Deutschland

Patrick Hausding und Sascha Klein haben die zweite Medaille für die deutsche Mannschaft gewonnen. Der 19 Jahre alte Hausding, Schüler aus Berlin und sein drei Jahre älterer Partner Sascha Klein vom SV Neptun Aachen machten in ihrem Wettbewerb ein Wechselbad der Gefühle durch. Anfangs lagen die Europameister auf dem geteilten dritten Rang, nach einem leichten Patzer beim vierten Sprung fielen sie aus den Medaillenrängen. Doch mit dem sechsten und letzten Sprung eroberten sie sich mit 450,42 Punkten überraschend den zweiten Platz. Olympia-Gold gewannen die Chinesen Yue Lin und Liang Huo. Den dritten Platz belegten Gleb Galperin und Dmitri Dobroskok aus Russland. Für Deutschlands Wasserspringer war es bereits die zweite Medaille im zweiten Wettbewerb. Am Sonntag waren Ditte Kotzian aus Berlin und Heike Fischer aus Leipzig im Synchron-Wettbewerb vom 3-Meter-Brett zu Bronze gesprungen.

Handball: Niederlage für deutsche Damen

Die deutschen Handball-Frauen müssen um den Einzug in das Viertelfinale bangen. Der WM-Dritte verlor am Montag in Peking nach schwacher Leistung sein zweites Spiel gegen Südkorea mit 20:30. Gegen die schnellen Asiatinnen waren Grit Jurack und Anna Loerper mit jeweils vier Treffern noch beste deutsche Werferinnen. Bundestrainer Armin Emrich verlangte nach der mauen Vorstellung eine Trotzreaktion seiner Mannschaft. Die Deutschen müssen nun noch zwei Spiele gewinnen, um in die K.o.-Runde zu kommen. Erste Chance dazu ist am Mittwoch gegen die Ungarinnen.

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Badminton: Deutscher Meister im Achtelfinale

Marc Zwiebler aus Bonn gewann auch sein zweites Einzel in drei Sätzen mit 16:21, 21:12, 21:17 gegen den Engländer Andrew Smith. „Nach der Auslosung hatte ich mir das Achtelfinale als Ziel gesetzt. Ich bin natürlich total glücklich“, sagte der 24-Jährige, der nach dem Matchball Bundestrainer Jeroen van Dijk jubelnd in die Arme sprang. Zwiebler hatte nach einem schweren Bandscheibenvorfall erst im September 2007 wieder mit seinem Sport angefangen. Bei den Damen erreichte die deutsche Medaillenhoffnung Wuaiwen Xu das Viertelfinale. Sie besiegte die Britin Tracey Hallam klar mit 21:10 und 21:7.

Schwimmen: Neue Weltrekorde

In einem packenden Finale über 4x100-Meter-Freistil der Männer hat sich Michael Phelps seine insgesamt achte olympische Goldmedaille gesichert. Der sechsfache Gewinner von Athen legte als Startschwimmer den Grundstein zum Triumph des US-Quartetts in der Weltrekordzeit von 3:08,24 Minuten. Das französische Team schwamm in 3:08,32 Minuten Europarekord. Bronze ging an Australien in 3:09,91 Minuten. Die US-Staffel verbesserte ihren eigenen Weltrekord aus dem Vorlauf noch einmal um fast vier Sekunden. Der Australier Eamon Sullivan erzielte als Startschwimmer zudem einen 100-Meter-Weltrekord. Das deutsche Quartett mit Steffen Deibler, Jens Schreiber, Benjamin Starke und Paul Biedermann war im Vorlauf ausgeschieden.

Leser-Kommentare
  1. Ein Traum für jeden Weichspülerjournalisten. Endlich kam man wieder über ein sportliches Grossereignis berichten ( Als hätten wir dieses Jahr noch nicht genug davon gehabt )Aber komisch, man könnte auch die Artikel der letzten 20 Jahre zu Olympia nehmen, ein paar andere Namen und ein paar andere Fotos und fertig sind die Schlgazeilen. Und schaut man sich die zum Teil enthusiasischen "Reporagen" an, mag man vielleicht ein wenig verstehen, wie und warum auch 1936 die Olympiade ein voller Erfolg war. Ich finde es traurig, das angeblich "unabhängige" Medien zu Erfüllungsgehilfen des IOC's und deren Werbepartnern werden. Auf der anderen Seite wird gerade von diesen Medien ein abwandern der Kundschaft beklagt, die sich lieber per Internet umfassender und nach eigenem Geschmack informieren möchte.Aber warum sollte man ein Konzept, welches schon im alten Rom bekannt war, ändern wollen. Also auf zum nächsten Weltrekord, der Dank vieler bunter Piillen und Spritzen schon erreicht werden wird.

  2. wo bleibt der kritische Journalismus? Fragt mal einen Schwimmsportler, welche Kraft nötig ist, mit solcher Geschwindigkeit am gesamten Feld vorbeizuziehen - vor allem, wenn die auch nicht langsam sind.Nein - da ist Schummel in Spiel. warum traut sich das keiner zu sagen und entsprechend zu handeln. Verzichten Sie bitte auf solche unkritschen Jubelberichte aus dem dem Spritzensport!

    • Anonym
    • 11.08.2008 um 10:28 Uhr

    aus 'Jetzt' bei der Süddeutschen : Mit gemaltem Kuchen den Hunger stillen...;-)..

  3. Ich freue mich sehr für Deutschland.

  4. Herrjeh! Man weiß nicht, ob die Journalisten objektiv berichten, die Fernsehbilder wurden auch schon "angepasst" und jetzt den ersten Doping-Fall. Das macht doch gar keinen Spaß mehr beim Zugucken. Ich habe noch nie so wenig Olympia geschaut wie diesmal. Was mir auch durch den Kopf geht: Ich bin jetzt 44 Jahre und in einer Welt aufgewachsen, in der Bilder nicht manipuliert werden konnten und es kein Doping gab (jedenfalls habe ich damals nichts davon gehört). Mein Sohn wächst mit all diesen Un-Wahrheiten auf. Wie soll ich ihm denn erklären, dass es wirklich wichtig ist, immer ehrlich zu sein?Ja, das führt hier eigentlich zu weit. Aber das musste mal raus. Paul

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