Datenschutz

Nichts bleibt privat

© Fotos: ddp, photocase; [M] ZEIT ONLINE Grafik

Alle Menschen hinterlassen digitale Datenspuren, niemand kann das vermeiden. Die Versicherer haben Datenbanken, die Schufa führt über jeden Kontoinhaber Buch. Gespeichert werden Telefon-Verbindungsdaten, Konsumverhalten und persönliche Vorlieben. Vor allem die Privatwirtschaft ist sammelwütig, aber der Staat holt auf. Der biometrische Pass ist beschlossen, jeder Bürger erhält in diesen Wochen eine lebenslang gültige Steuernummer. Staatliche Ermittler führen Datenbanken mit Gen-Profilen und Terrorverdächtigen. Dass die Sammelwut Betrügern Tür und Tor öffnet, beweist der Skandal, der am Dienstag bekannt wurde: Daten von Tausenden Bürgern – auch deren Kontoverbindungen – wurden unerlaubt weitergegeben und möglicherweise dazu genutzt, illegal Geld abzubuchen. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wer welche Daten sammelt.

Leser-Kommentare
  1. Beim 12. Punkt (Microsoft-Programme) nicht vergessen: Windows selber - egal ob 2000, XP oder Vista - ist von Microsoft und niemand ausser Microsoft hat gewissheit darüber, welche Daten windows wann nach Hause oder "sonstwohin" funkt!Windows ist, wie nahezu alle Microsoft-Programme, abgeschlossen gegen Blicke der Kunden und natürlich auch gegen Blicke einer interessierten Fachwelt, die gerne wüssten, wie sicher oder unsicher Windows denn nun ist, ob es Hintertüren für Geheimdienste gibt oder nicht und ob Verschlüsselungen unter Umständen schwächer sind als der Kunde es gerne hätte - schlicht, damit es den Nachrichtendiensten im Zweifelsfall möglich ist, Kommunikation eines jeden beliebigen Windows-Rechners zu entschlüsseln.Schmerzlich vermisst habe ich Skype in der Liste:Skype, das vorgab, sicher zu verschlüsseln, das aber nie offen gelegt hat, wie sie konkret vorgehen. Skype, das so "baby-einfach" zu installieren ist und sich durrch jede Firewall "hindurch mogelt". Niemand kann sagen, was Skype genau tut - jenseits von formalem "umsonst telefonieren"! Und so kann es sehr gut sein, dass auch Skype genutzt wird, um Beziehungsgeflechte zu analysieren und um evtl. Menschen auszuspionieren. Selbst wenn man nicht meinen muss, dass irgendwelche amerikanischen Geheimdienste dahinter stehen: Skype selber könnte durch intelligentes Analysieren der Kommunikation unglaublich viele und vermutlich auch höchst brisante Informationen erhalten. Skype ist in meinen Augen einer der größten Unsicherheitsfaktoren der Internet-Kommunikation - und da ein privates Unternehmen ist muss es auch daan interessiert sein, aus allem Geld zu machen, was es in die Finger bekommt. Wer oder was immer hinter Skype sitzt - diejenigen haben sehr extrem viel unkontrollierte Macht über ihre Nutzer. Für eine Firma müsste das die rationale Konsequenz haben, dass sie jeden feuert, der innerhalb des Unternehmens Skype nutzt ..Ach ja, mittlerweile ist auch offiziell bestätigt, dass auch europäische Geheimdienste Gespräche unverschlüsselt mitschneiden können - so viel zum Thema vertrauliche Kommunikation ..Bruce Schneier, ein in Fachkreisen  hoch angesehener Krypto-Experte, hat einmal auf die Frage, warum er nur Verschlüsselungs-Software heraus bringen würde, deren Quellcode jeder lesen kann geantwortet: Weil ihn sonst niemand ernst nehmen könnte. Entsprechend sollte man den Mist bewerten, der seit nunmehr 25 jahren aus Redmond in die Welt gepustet wird: Man darf ihm schlicht nicht vertrauen!F. Mayer

  2. 2. Skype

    Skype verschlüsselt recht zuverläsig den Weg vom Anrufer zum Server sowie vom Server zum Angerufenen.Wenn jemand mithören will, muss er nur auf dem Server mitlauschen. Entsprechende Tools stellt Skype jeder Behörde mit entsprechener Legimitation bereit.Ein brechen der Verschlüsselung ist deshalb für Behörden garnicht nötig. Die können alles Haarklein von Skype direkt bekommen.Wozu ausgerechnet Skype dann als Argument für den Bundestrojaner herhalten musste, wird wohl noch einige Zeit das sahnige Geheimnis der Polizeibehörden bleiben.

  3. Diese Galerien sind echt die unkomfortabelste Art, einen Webseitenbesucher Inhalte zu präsentieren. Zumal die Bilder nichteinmal gehaltvoll sind und einer Galerie damit ohnehin jede Berechtigung fehlt. Zugegeben, sie treiben's noch nicht so schlimm, wie die Konkurrenz, aber auch 11 Seiten Inhalt sind schon zu viel. Ich glaube nach der dritten Seite habe ich mit dem lesen aufgehört und die Werbung auf der letzten Seite habe ich mir gar nicht erst angeschaut.Naja, Hauptsache ein paar Klicks mehr, nicht wahr? 

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • FrauM
    • 19.08.2008 um 9:39 Uhr

    Hallo Achetero,natürlich geht es hierbei um ein paar Klicks mehr, die bringen schließlich Werbeeinnahmen. Und glauben Sie nicht, dass die ZEIT dabei vernachlässigt, ihr Klickverhalten in Bezug zu bringen zu Ihrem Geburtdatum, Geschlecht, sexuellen Vorlieben und Ihrem Einkaufsverhalten.Willkommen in der schönen neuen Welt. Wohl dem, der meint, nichts zu verbergen zu haben.

    • FrauM
    • 19.08.2008 um 9:39 Uhr

    Hallo Achetero,natürlich geht es hierbei um ein paar Klicks mehr, die bringen schließlich Werbeeinnahmen. Und glauben Sie nicht, dass die ZEIT dabei vernachlässigt, ihr Klickverhalten in Bezug zu bringen zu Ihrem Geburtdatum, Geschlecht, sexuellen Vorlieben und Ihrem Einkaufsverhalten.Willkommen in der schönen neuen Welt. Wohl dem, der meint, nichts zu verbergen zu haben.

    • FrauM
    • 19.08.2008 um 9:39 Uhr

    Hallo Achetero,natürlich geht es hierbei um ein paar Klicks mehr, die bringen schließlich Werbeeinnahmen. Und glauben Sie nicht, dass die ZEIT dabei vernachlässigt, ihr Klickverhalten in Bezug zu bringen zu Ihrem Geburtdatum, Geschlecht, sexuellen Vorlieben und Ihrem Einkaufsverhalten.Willkommen in der schönen neuen Welt. Wohl dem, der meint, nichts zu verbergen zu haben.

    • sixtus
    • 25.09.2008 um 23:53 Uhr

    Et tu Wolfgang? (seufz...)

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