Datenschutz Datenvermeidung ist der beste Schutz

Mehr Gesetze, mehr Rechte, mehr Personal – die Politik reagiert auf den illegalen Datenhandel mit veralteten Konzepten. Wer heute schützen will, muss vor allem sparsam sein. Ein Kommentar

Da haben nun also die Grünen gefordert , Datenschutz müsse im Grundgesetz stehen. "Jeder muss wissen und bestimmen können, wer hat meine Daten, was passiert mit ihnen und wer bekommt sie. Dafür muss das Grundgesetz überarbeitet werden", sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast. Das wäre nicht weiter schlimm, würden ihre Worte nicht als Reaktion der Politik auf den illegalen Handel mit Kontodaten gewertet. So aber ist es geradezu tragisch. Denn was Renate Künast da formulierte, gibt es längst. Es nennt sich Recht auf informationelle Selbstbestimmung und hat Verfassungsrang.

Künasts Äußerungen sind nur ein Beleg, dass die Politik das Thema Datenschutz seit Jahren ignoriert und auch jetzt, wo es fast schon zu spät ist, nur halbherzig daran herumfummelt.

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Dieses Grundrecht beispielsweise verdanken wir nicht Politikern, sondern dem Bundesverfassungsgericht. Genau wie der zweite Pfeiler des Verbraucherschutzes in diesem Bereich, das Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme , wurde es sogar als Brandmauer gegen Pläne der Politik entwickelt und festgeschrieben. Und doch haben beide nicht verhindern können, dass die Kontodaten von Millionen von Deutschen für Betrüger zugänglich waren. Genauso wenig wie es das Bundesdatenschutzgesetz konnte, eines der umfassendsten seiner Art weltweit. Die Probleme sind ganz andere.

Das Strafrecht kann auch nicht verhindern, dass Verbrechen begangen werden. Aber es bietet wenigstens die Möglichkeit, sie anschließend zu ahnden – dank einem großen und schlagkräftigen Apparates aus Ermittlern und Verfolgern. Dem Datenschutz fehlt genau dieser.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) forderte daher gleich den Einsatz von Datenfahndern, ähnlich den Steuerermittlern. Hübsch. Aber bei den Datenschutzbeauftragten der Länder gibt es bisher nicht einmal genug Mitarbeiter, um all den Hinweisen effektiv nachzugehen, die von allein an sie herangetragen werden.

Wenn man denn überhaupt mit dieser alten Idee eines regulierenden Datenschutzes etwas bewirken kann. Immerhin leben wir in einer Zeit, in der jedes technische System Informationen produziert. Es scheint längst unmöglich, Technik allein durch Recht einzudämmen; damit dies bei Daten funktioniert, bräuchte es eine zentralisierte Informationsverarbeitung. Die gibt es nicht.

Die Verfassungsrichter stärken daher seit Jahren die Rechte der Betroffenen. Das aber nützt nur etwas, wenn diese ihre Rechte auch durchsetzen. Doch die Betroffenen nutzen sie noch viel zu wenig und holen sich lieber eine Payback-Karte . Und wenn sie ihre Rechte einmal wahrnehmen, hat es kaum Konsequenzen. Bei Lidl beispielsweise wurde bisher niemand für die Bespitzelung von Angestellten und Kunden verurteilt. Datenschutz ist ein totes Recht, er spielt keine Rolle.

Und wird er wohl auch nie. Zu groß sind die Versuchungen. Von den drei Kräften, die unsere Gesellschaft formen – Staat, Wirtschaft und Bürger – haben zwei kaum ein Interesse daran, die Daten der dritten Seite zu schützen. Die Wirtschaft verdient mehr, wenn sie viel über ihre Kunden weiß; dem Staat fällt es leichter, sie zu kontrollieren, wenn er seine Bürger genau kennt .

Es braucht nicht noch mehr Gesetze und Regeln, wie Daten zu schützen sind, wenn sie denn einmal vorliegen. Es braucht ein neues Denken, eine Übereinkunft, dass Daten zu vermeiden sind, wo es nur geht. Es braucht den Willen, mehr zu löschen, als zu sammeln; die Einsicht, dass der beste Schutz noch immer ist, Daten und somit Probleme gar nicht erst anzuhäufen.

Doch leider ist dieses Denken nicht in Sicht. Nicht in der Wirtschaft und schon gar nicht beim Staat und bei den Politikern, die nun neue Gesetze fordern. Was sie denn wirklich tun, wenn sie handeln, zeigt sich in einem einzigen Wort: Vorratsdatenspeicherung – Datensammlung für alle Fälle.

 
Leser-Kommentare
  1. Vor einigen Monaten hatte ich die Abbuchung eines dubiosen Online-Casinos auf dem Konto, in Höhe von 9,95. Da ich meine Auszüge genau kontrolliere, habe ich die Abbuchung sofort bemerkt und die Lastschrift zurückgegeben. Es kam nichts mehr, aber ich fragte mich, die diese Leute an meine Kontodaten gekommen waren, mit denen ich in meinen Augen immer sorgfältig umgegangen war. Wenn ich jetzt lesen muss, dass Kontodaten von der Süddeutschen Klassenlotterie geklaut werden (bei der auch ich vor Jahren mal gespielt habe), dann stellen sich mir die Nackenhaare auf! Wenn man nicht mal mehr einer halbstaatlichen Lotterie seine Kontodaten anvertrauen kann, wem dann eigentlich überhaupt noch? Ich jedenfalls habe meine Lektion gelernt. Auf Staat und Unternehmen darf man sich in punkto Datenschutz nicht verlassen; im Gegenteil. Also muss man selber Datenweitergabe nach Möglichkeit vermeiden, aber das widerspricht der uns angeborenen Bequemlichkeit. Ich benutze jedenfalls für Zahlungen im Internet mittlerweile eine separate Kreditkarte und eine eigene E-mail-Adresse, die ruhig zugespamt werden darf. Online-Banking verwende ich nur in Ausnahmefällen. Ich habe nie mehr als eine Karte (Bank- oder Kreditkarte) im Portemonnaie. Ich bin nicht in so genannten „sozialen Netzwerken“ (Stichwort: Web 2.0) zu finden und nehme nicht mehr an Kundenbindungsprogrammen (Payback) teil. Ich zahle lieber bar als mit Karte und stehe nicht mehr im Telefonbuch. Meine private E-mail-Adresse und Telefonnummer gebe ich nur an Menschen weiter, denen ich persönlich begegnet bin und die ich als vertrauenswürdig erachte. Ich kenne mittlerweile die Daten, die die Schufa über mich gespeichert hat. Ich nehme nicht an kostenlosen Gewinnspielen teil, nicht mehr an Marketingumfragen und ich lehne Haustürgeschäfte ab. Ich kaufe keine Handyverträge auf der Straße und lasse mir keine kostenlosen Probe-Abos mehr aufschwatzen. Ich habe das Gefühl, ich werde langsam elektronisch unsichtbar. Und das scheint mir zunehmend der einzige Weg zu sein. Die Flut an Werbemüll im Briefkasten und der Spam in meinem E-mail-Postfach haben jedenfalls deutlich abgenommen.  Ach ja: An einer Klassenlotterie werde ich auch nicht mehr teilnehmen. Ich spiele höchstens noch Lotto – gegen Bares.   

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    Guter Kommentar. Doch, wenn Sie bei Zeit-Online schreiben oder überhaupt anderswo, sind sie schon jetzt klassifiziert von anonymen Datensammlern.

    Guter Kommentar. Doch, wenn Sie bei Zeit-Online schreiben oder überhaupt anderswo, sind sie schon jetzt klassifiziert von anonymen Datensammlern.

  2. Wie der Artikel richtig sagte, der Datenschutz ist im Grundgesetz verankert. So weit so gut. Da man aber viel Geld mit persönlichen Daten verdienen kann z.b. in welchem Ort und Stadtteil (daraus Schluss auf Einkommen), Beruf, Vorlieben, Bankverbindungen, wenig krank oder viel, körperliche oder geistige Gebrechen u.s.w. Die Daten gehen an die private Wirtschaft, einige davon  versuchen mit allen Tricks legal oder räuberisch an unser Geld zu kommen. Nach der Krankenkassenreform in Deutschland sind so Millionen von Krankendaten (die nur der Hausarzt normalerweise hat) an die privaten Gesellschaften, die mit unserer Gesundheit (Im Pott 250 Milliarden jährlich) sich bereichern können, abgenickt von unseren Volksvertretern. Sogar unsere Tätigkeiten in den Suchmaschinen werden aufgezeichnet und ausgewertet. Na ja, unsere Kommentare sind auch im Google aufzurufen. Der BND kann auch unsere Gesinnung  und Wahlverhalten nachschnüffeln.  Hier sollte man drastische Strafen verhängen die je nach Größe der Unternehmen bis viele Milliarden kosten sollten.

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    • ttob
    • 19.08.2008 um 21:28 Uhr

    "Sogar unsere Tätigkeiten in den Suchmaschinen werden aufgezeichnet und ausgewertet."Das trifft auf Google zu, allerdings ist im Normalfall kein Rückschluß auf die Person möglich.

    Meines Wissens können nur die IP-Adressen einem bestimmten Suchverhalten zugeordnet werden, allerdings hat eine Firma idR nur mit Hilfe der Staatsanwaltschaft eine Möglichkeit an die Zuordnung von IP zu Tel.Nr. zu kommen. Auch die Speicherung des Suchverhalten nützt da nicht viel, da die Provider früher oder später die Zuordnungsdaten löschen, länger als 6 Monate müssen sie diese imho nicht speichern. Eine nachträgliche Zuordung ist also auch eher schwer denkbar.Prinzipiell ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass die Provider die Daten an Google verhökern. Allerdings wäre das vermutlich Selbstmord für den Provider, falls das jemals rauskäme. Die finanziellen Auswirkungen des momentanen Skandals auf die SKL sind auch noch nicht abschätzbar, könnten aber erheblich sein."Na ja, unsere Kommentare sind auch im Google aufzurufen."Dazu ist das Internet schliesslich da. Das ZEIT-Forum soll schliesslich auch andere anlocken. Wichtig ist nur, dass man nicht zuviel von sich preisgibt, etwa Namen oder Foto.

    • ttob
    • 19.08.2008 um 21:28 Uhr

    "Sogar unsere Tätigkeiten in den Suchmaschinen werden aufgezeichnet und ausgewertet."Das trifft auf Google zu, allerdings ist im Normalfall kein Rückschluß auf die Person möglich.

    Meines Wissens können nur die IP-Adressen einem bestimmten Suchverhalten zugeordnet werden, allerdings hat eine Firma idR nur mit Hilfe der Staatsanwaltschaft eine Möglichkeit an die Zuordnung von IP zu Tel.Nr. zu kommen. Auch die Speicherung des Suchverhalten nützt da nicht viel, da die Provider früher oder später die Zuordnungsdaten löschen, länger als 6 Monate müssen sie diese imho nicht speichern. Eine nachträgliche Zuordung ist also auch eher schwer denkbar.Prinzipiell ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass die Provider die Daten an Google verhökern. Allerdings wäre das vermutlich Selbstmord für den Provider, falls das jemals rauskäme. Die finanziellen Auswirkungen des momentanen Skandals auf die SKL sind auch noch nicht abschätzbar, könnten aber erheblich sein."Na ja, unsere Kommentare sind auch im Google aufzurufen."Dazu ist das Internet schliesslich da. Das ZEIT-Forum soll schliesslich auch andere anlocken. Wichtig ist nur, dass man nicht zuviel von sich preisgibt, etwa Namen oder Foto.

  3. Guter Kommentar. Doch, wenn Sie bei Zeit-Online schreiben oder überhaupt anderswo, sind sie schon jetzt klassifiziert von anonymen Datensammlern.

  4. Die haben mmer noch viel zu wenig Daten von uns allen. die Datenflut muss noch viel höher anschwellen - hin zu einem allumfassenden Weissen Rauschen. Dann hilft das Sammeln nicht mehr, weil die Auswertung scheitert.Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
    Ludwig Wittgenstein

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    Aber wir haben es heute nicht mehr mit Megabites, auch nicht mit Gigabites und wahrscheinlich auch nicht mehr mit Terrabites zu tun, sondern mit Rechnern, die in Sekunden alles auswerten können, was auszuwerten ist.
    Auch ich war mal der Meinung, was juckts mich, ich habe nichts zu verbergen und irgendwann wird die Masse an Daten so erschlagend, dass sie unauswertbar werden. Aber weit gefehlt.
    Leider kann man Daten so oder so interpretieren. Was dem einen positiv erscheint, erscheint dem anderen negativ und bringt mich am Ende des Tages in Erklärungsnot. Beispiel gefällig? Ich kommentiere in der Zeit, gelte also manch einem als interessiert, gebildet, aktiv am politischen Geschehen teilnehmend. Klingt alles durchaus positiv. Aber mein Arbeitgeber könnte es auch so interpretieren, würde er an die Daten kommen: Hat zu viel Zeit, kann sich nicht konzentrieren, kann Wichtiges nicht von Unwichtigem trennen ect. pp. Und schon bin ich in Erklärungsnot. Dass mein Kollege in der gleichen Zeit, wie ich mal im Internet ein paar Zeilen schreibe, eine Rauchen geht, kann man dann so, oder eben auch so sehen. Du siehst, so einfach ist es leider nicht und noch leben wir in einem Rechtsstaat, wo wir uns mit Chance noch gegen Datenklau wehren können. Aber das war nicht immer so und wer garantiert uns, dass das immer so bleiben muss? Daten sind auch in 5 Jahren noch interpretierbar.
    Fakt ist, wir User haben zu leichtfertig im Internet auf ein offenes Medium vertraut. Wir haben uns innerhalb kürzester Zeit bis auf die Knochen nackt ausgezogen und jetzt haben wir den Salat. Wir tragen also Mitschuld am Datenklau, denn wir haben großzügig alles mit Daten befeuert, was möglich war.

    Aber wir haben es heute nicht mehr mit Megabites, auch nicht mit Gigabites und wahrscheinlich auch nicht mehr mit Terrabites zu tun, sondern mit Rechnern, die in Sekunden alles auswerten können, was auszuwerten ist.
    Auch ich war mal der Meinung, was juckts mich, ich habe nichts zu verbergen und irgendwann wird die Masse an Daten so erschlagend, dass sie unauswertbar werden. Aber weit gefehlt.
    Leider kann man Daten so oder so interpretieren. Was dem einen positiv erscheint, erscheint dem anderen negativ und bringt mich am Ende des Tages in Erklärungsnot. Beispiel gefällig? Ich kommentiere in der Zeit, gelte also manch einem als interessiert, gebildet, aktiv am politischen Geschehen teilnehmend. Klingt alles durchaus positiv. Aber mein Arbeitgeber könnte es auch so interpretieren, würde er an die Daten kommen: Hat zu viel Zeit, kann sich nicht konzentrieren, kann Wichtiges nicht von Unwichtigem trennen ect. pp. Und schon bin ich in Erklärungsnot. Dass mein Kollege in der gleichen Zeit, wie ich mal im Internet ein paar Zeilen schreibe, eine Rauchen geht, kann man dann so, oder eben auch so sehen. Du siehst, so einfach ist es leider nicht und noch leben wir in einem Rechtsstaat, wo wir uns mit Chance noch gegen Datenklau wehren können. Aber das war nicht immer so und wer garantiert uns, dass das immer so bleiben muss? Daten sind auch in 5 Jahren noch interpretierbar.
    Fakt ist, wir User haben zu leichtfertig im Internet auf ein offenes Medium vertraut. Wir haben uns innerhalb kürzester Zeit bis auf die Knochen nackt ausgezogen und jetzt haben wir den Salat. Wir tragen also Mitschuld am Datenklau, denn wir haben großzügig alles mit Daten befeuert, was möglich war.

  5. Das stimmt, wir alle mussten uns registrieren, damit wir hier schreiben dürfen.Dem Bürger selber ist es doch unmöglich empfindliche Daten zu vermeiden. Wir reden jetzt nicht von einer Payback Karte oder so. Durch die einführung des neuen Reisepasses, wurden die Bürger mittlerweile auf die Stufe eines Schwerverbrechers,Mörders gestellt, da wir unsere Fingerabdrücke abgeben müssen um diesen neuen Reisepass zu bekommen. Diesen neuen brauchen wir aber, wenn wir z.B. Urlaub in den USA machen wollen.Ich hatte eine Diskussion mit Jugendlichen und war entsetzt.Wie wenig sie sich um das Thema Datenschutz kümern. Ihnen ist es gerade zu Egal. Solange es irgendwo nen tolles nerviges Musikhandy zu gewinnne gibt. Äusserungen wie: "Ist doch schön, wenn die Werbung auf mich abgestimmt ist." zählten da schon zu den  harmloseren bemerkungen.Aber alle regten sich über zugespamte Postfächer auf... Solch eine Generation hat sich doch die Wirtschaft und der Staat schon seit langem gewünscht. Man hat die Bürger nach und nach zu gläsernen Menschen erzogen. Nun ja Zeiten ändern sich, vor 70 Jahren zu NS Zeiten hieß es noch "terror", wenn Menschen bespitzelt worden sind, heute heißt es demokratie. (In anspielung auf die USA, wo Nachbarn auffällige Menschen an das FBI melden soll)[Mit dieser Bemerkung sollte auf keinen Fall die schrecken der NS Herrschaft heruntergespielt werden.]little by little w gave you everything you ever dreamed of

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    Ich kaufe hauefiger im Internet ein - Produkte, die ich vor Ort einfach nicht bekomme. Schon haeufig bin ich dabei auf Anbieter getroffen, die abgesehen von den notwendigen Daten noch mehr wissen wollten - wie z.B. das Geburtsdatum - verweigerte man das Ausfuellen dieser Sparte, funktionierte das online Formular nicht mehr. Solche Einkaufsvorgaenge breche ich heute schnell ab. Ich unterhalte zudem fuer diese Einkaeufe eine emailadresse, die ich sonst nie verwende. Kataloge und Werbebriefe, die ich nicht bestellt habe landen mit der Aufschrift "unerwuenscher Werbemuell" unfrei direkt wieder beim Absender. So halte ich die Spamflut halbwegs unter Kontrolle.

    Ich kaufe hauefiger im Internet ein - Produkte, die ich vor Ort einfach nicht bekomme. Schon haeufig bin ich dabei auf Anbieter getroffen, die abgesehen von den notwendigen Daten noch mehr wissen wollten - wie z.B. das Geburtsdatum - verweigerte man das Ausfuellen dieser Sparte, funktionierte das online Formular nicht mehr. Solche Einkaufsvorgaenge breche ich heute schnell ab. Ich unterhalte zudem fuer diese Einkaeufe eine emailadresse, die ich sonst nie verwende. Kataloge und Werbebriefe, die ich nicht bestellt habe landen mit der Aufschrift "unerwuenscher Werbemuell" unfrei direkt wieder beim Absender. So halte ich die Spamflut halbwegs unter Kontrolle.

  6. Obwohl ich aus Deutschland weggezogen bin, mich abgemeldet habe und auch kein Deutscher Staatsbürger bin, will das Finanzamt von mir wissen was ich den im Ausland tue, wieviel ich jetzt im Ausland verdiene, ob ich mich weiter in Deutschland  (auch gelegentlich) aufhalte und zu welchem Zwecke. Ob ich noch zukünftig Einkünfte in Deutschland erziele, eine Wohnung in Deutschland benütze.
    Die Datensammlungswut ist ein wichtiger Grung für mich gewesen, aus Deutschland weg zu ziehen und jetzt verfolgen die mich sogar im Ausland. Alle Angaben zu mir sind auch im Kreisverwaltungsreferat einsehbar, im Arbeitsamt, auf dem Gewerbeamt usw. die Behörden wollen alles kontrollieren, welche Freiheit soll dies in einer  Demokratie des sein?
    Meine Antwort werden bedacht ausfallen, den ich habe immer noch ein paar Anker und auch Freunde in Deutschland, aber selbst bei Besuch und bei Übernachtungen fühle ich mich schon halb kriminell.
    Das Argumente: man hat nichts zu befürchten wenn man legal seine Geschäfte und Tätigkeiten nachgeht wird durch den Misbrauch legaler Datentransfers ad Absurdum geführt. Der Staat hat das selbe Interesse an den Bürgern wie die Wirtschaft, sie möchte an ihm verdienen.
    Ich mache mir Sorgen über die teilnahmslose Bevölkerung in Deutschland die nur zusieht wie sie immer mehr selbst zu einem Wirtschaftsgut des Staates und der Wirtschaft wird, das macht mir Angst, wenn ich sehe wie wenig Wiederstand sich seitens der Bevölkerung regt. Es scheint das Volk ist gefangen und hilflos gegenüber der  Probagandamaschine Staat und Wirtschaft.

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    Mal ganz ehrlich, ich kann mir kaum vorstellen, dass es in einem anderem Land, in dem es sich (wirtschaftlich) zu leben lohnt, viel anders ist.Finanzämter gibt es überall.Und das Datenschutzbewusstseit dürfte in den meisten Industrieländern dieser Erde noch viel mangelhafter ausgeprägt sein.Noch leben wir in einem Rechtsstaat. Klar zahle ich nicht gerne Steuern. Wer tut das schon? Aber was juckt es mich, wenn der Staat/Bund/Land/Gemeinde/Amt alle meine Daten kennen würde? Solange!!! es nicht an Dritte fällt, ist es mir wurscht. Soll doch Herr Sachbearbeiter Müller wissen, dass ich im Monat XXX für YYY ausgebe. Was soll der damit schon anfangen?Wenn mein Hobby allerdings Steuerbeschiss ist, dann hätte ich da natürlich was gegen. --
    http://www.faustjucken.de

    Schreiben Sie (wenn überhaupt) dem hiesigen Fi-Amt, Sie seien Steuerausländer ohne inländische Einkünfte. Und wenn das Fi-Amt antwortet, das könne es besser beurteilen, dann schreiben Sie ihm, ein Richter könne das am allerbesten beurteilen, und der Weg, bitteschön, geht über die beiden Außenminister.Und überhaupt: Wenn sich herumspräche, wie hoch die Erfolgsquote der Kläger vor dem Finanzgericht ist, wären wir alle Prozeßhansel.

    Mal ganz ehrlich, ich kann mir kaum vorstellen, dass es in einem anderem Land, in dem es sich (wirtschaftlich) zu leben lohnt, viel anders ist.Finanzämter gibt es überall.Und das Datenschutzbewusstseit dürfte in den meisten Industrieländern dieser Erde noch viel mangelhafter ausgeprägt sein.Noch leben wir in einem Rechtsstaat. Klar zahle ich nicht gerne Steuern. Wer tut das schon? Aber was juckt es mich, wenn der Staat/Bund/Land/Gemeinde/Amt alle meine Daten kennen würde? Solange!!! es nicht an Dritte fällt, ist es mir wurscht. Soll doch Herr Sachbearbeiter Müller wissen, dass ich im Monat XXX für YYY ausgebe. Was soll der damit schon anfangen?Wenn mein Hobby allerdings Steuerbeschiss ist, dann hätte ich da natürlich was gegen. --
    http://www.faustjucken.de

    Schreiben Sie (wenn überhaupt) dem hiesigen Fi-Amt, Sie seien Steuerausländer ohne inländische Einkünfte. Und wenn das Fi-Amt antwortet, das könne es besser beurteilen, dann schreiben Sie ihm, ein Richter könne das am allerbesten beurteilen, und der Weg, bitteschön, geht über die beiden Außenminister.Und überhaupt: Wenn sich herumspräche, wie hoch die Erfolgsquote der Kläger vor dem Finanzgericht ist, wären wir alle Prozeßhansel.

    • Anonym
    • 19.08.2008 um 13:08 Uhr

    Das Recht eines jeden Bürgers vor Datenmissbrauch sollte nachträglich gleich den Menschenrechten im Grundgesetz durch eine entsprechende Erklärung garantiert werden. Wie ein solcher Artikel inhaltlich zu lauten hat, wäre Aufgabe der besten Köpfe aus der Politik und schließlich der Verfassungsorgane.

    • Anonym
    • 19.08.2008 um 13:15 Uhr

    #7) Das Recht eines jeden Bürgers auf Schutz vor Datenmissbrauch... (sollte es heißen, sorry)

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