Kaukasus-Krise Die russisch-westliche Zäsur
Bundeskanzlerin Merkel kritisiert in Sotschi erstmals öffentlich Russland. Einige Rätsel bereitet aber immer noch der eigentliche Kriegsverlauf
Moskau Der Krieg in Georgien stellt eine Zäsur in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen dar. Erstmals seit dem Ende der Sowjetunion hat Russland seine militärische Macht außerhalb der Landesgrenzen eingesetzt. Einen Hinweis darauf, wie die russische Staatsführung denkt, gab Wladimir Putin bereits mit seiner beinharten Rede auf der vorjährigen Münchner Sicherheitskonferenz. Damals hatte er als Präsident den Moskauer Anspruch verkündet, auf dem Globus anerkannt zu werden und mitzubestimmen, ohne sich einzupassen.
Die zwei Leitmotive des "Wir sind wieder da" und "Wir fühlen uns eingekreist" verschmolzen nun in Südossetien zum Feldzug als dem äußerstem Ausdruck jener klassischen Machtpolitik, mit der sich Russland auf einer Höhe mit den USA fühlt. „Des Rivalen Verlust ist mein Gewinn“, lautet die Losung.
Es ging nun keineswegs nur um den Schutz der Südosseten in der von Georgien abtrünnigen Republik. Russlands Ziel ist es, die eigene Einflusszone im Südkaukasus zu erweitern, Georgiens militärische Infrastruktur zu zerstören und die Regierung in Tiflis zu stürzen.
Der Kriegszug passt sich in die Logik der Entwicklung des Verhältnisses zum südlichen Nachbarland während der vergangenen 17 Jahre ein. Zum Ende der Sowjetunion hatten die Moskauer Geheimdienste eine altbekannte Waffe neu erfunden: Sie unterstützten kleine, separatistische Völker, um dem erwachenden Wunsch vieler Sowjetrepubliken nach Souveränität zu schaden.
Alarmiert hat der Kaukasus-Krieg vor allem jene Länder, die mit russischer Hegemonialmacht prägende Erfahrungen gemacht haben: Estland, Lettland, Litauen, Polen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte aufgrund ihrer persönlichen Biografie für den gewaltbereiten Druck aus Moskau sensibilisiert sein.
- Datum 21.04.2009 - 20:59 Uhr
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Fakt ist, dass ohne Intervention der EU und des franzoesischen Ratspraesidentschaft, die von der Bundesregierung in ihren Bemuehungen unterstuetzt wird, Georgien jetzt ein teilweise oder ganz besetztes Land waere. Damit relativiert sich zunaechst das Problem der abtruennigen Provinzen.
Frau Merkels Besuch bei Medwedew wird kaum eine Auswirkung auf das weitere Geschehen haben (dafuer muesste sie schon mit Putin sprechen, wie es Sarkozy getan hat). Das gleiche gilt fuer Frau Rices Besuch in Tiflis, denn mehr als humanitaere Hilfe zu leisten koennen im Moment auch die USA nicht. Wichtig wird das weitere Vorgehen der EU sein, da allein allseits akzeptierte Vermittler dafuer sorgen koennen, dass die Russen nicht in Georgien bleiben.
Uff, endlich hat die Kanzlerin mal gelesen, was die Transatlantiker von Russland halten, wurde auch ZEIT."Der Krieg in Georgien stellt eine Zäsur in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen dar."- Ja, bitte, bitte, Angela, guck mal grimmig, dann ist endlich die Zäsur da die wir uns wünschen."Erstmals seit dem Ende der Sowjetunion hat Russland seine militärische Macht außerhalb der Landesgrenzen eingesetzt."- A thing we would never do, except for .... well..... war, humanitarian interventions and things like that. "Einen Hinweis darauf, wie die russische Staatsführung denkt, gab
Wladimir Putin bereits mit seiner beinharten Rede auf der vorjährigen
Münchner Sicherheitskonferenz."- Und der Russe traut sich das auch noch mit Ansage. Beinhart wie `n Rocker."Damals hatte er als Präsident den Moskauer Anspruch verkündet, auf dem
Globus anerkannt zu werden und mitzubestimmen, ohne sich einzupassen."- Der traut sich echt was! "Anerkannt", "Mitbestimmen", das könnte denen so passen. Vor allem ohne sich "einzupassen", das darf nur einer...ähmm.... also wurde mir bei der Atlantikbrücke so gesagt."Die zwei Leitmotive des "Wir sind wieder da" und "Wir fühlen uns
eingekreist" verschmolzen nun in Südossetien zum Feldzug als dem
äußerstem Ausdruck jener klassischen Machtpolitik, mit der sich
Russland auf einer Höhe mit den USA fühlt."How dare you, Russia! My ...ähmm... favourite holiday destination is the only Super-Super-Power."Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte aufgrund ihrer persönlichen
Biografie für den gewaltbereiten Druck aus Moskau sensibilisiert sein."Leider konnten wir Transatlantiker sie noch nicht genug erziehen, immer Ärger mit den Ossis."Zugleich gilt Deutschland in der westlichen Gemeinschaft als weicher
Verhandlungspartner Russlands, der während der Amtszeit von Gerhard
Schröder sogar in plumpe Anbiederung niedersank."Jawohl! Wir müssten auch beinhart auftreten! Nicht so weich wie die Sozis. Wir müssten Russland .... ähmmm.... Jajaja, ich relativier das gleich im "Netz gegen Nazis"."Einige Rätsel bereitet immer noch der eigentliche Kriegsverlauf."Rätselhaft, also wie war das ...hmmmm....die Georgier haben angegr... nein... sich präventiv gewehrt und dann....naja....dann.... lassen wir das mal raus."In Russland ist jedoch ein Großteil der zugänglichen Informationen propagandistisch und widersprüchlich."- In Georgien ist dagegen alles frei und supi....also sagt mein Praktikant, dem glaube ich mal. "Es zeichnet sich ab, dass der Kriegswille Georgiens zumindest
Militärkorrespondenten und Kaukasusexperten seit Monaten bekannt war."And the ZEIT did not intervene, oh my god...well... there are some Kaukasusexperten amongst you, aren't there?"Oder wartete Moskau nur darauf, die georgischen Truppen in die Falle laufen zu lassen und dann nach Süden vorzudringen?"Those tricky, tricky Russians. Good, we did not fall for it at the Fulda Gap!"Russische Journalisten, die in der Stadt waren, berichten, dass die
russische 58. Armee entgegen aller Kriegspropaganda erst am dritten Tag
Zchinwali erreichte, viel später als im russischen Fernsehen vermeldet.
Zuvor war die Stadt weitgehend in georgischer Hand."Hmmm...das müssen wir dem Kreml melden. Da hat doch tatsächlich der gesamte Zensur-Überwachungsapparat in Moskau gepennt."Präsident Medwedjew hatte während einer seiner ersten öffentlichen
Auftritte von „mehreren Tausenden“ gesprochen, ohne seine Quelle zu
offenbaren."Arbeitet ohne Quellen, na na na, würden wir nie machen.
Wenn sich jetzt Europäer und Russen in die Haare kriegen, wer wird dann lachen? Wenn die polnischen Altstars die Amerikaner Raketen aufstellen lassen, wer wird damit in Gefahr gebracht? Ein Bündniss ist nach meinem Verständniss nur solange Bündniss, solange ich mich darauf verlassen kann, von meinen Partnern nicht in Gefahr gebracht zu werden.Wie viele Konfliktherde dieser Welt sind durch amerikanische Intervention erst zu Bränden geworden? Es wird Zeit, dass wir mal ernsthaft nachdenken, bevor es zu spät ist. Die Werbung zeigt immer nur, was ein Produkt dem Hersteller und er sich selbst wert ist. Vertrauen und Dummheit kommen oft in den gleichen Anzügen.
Das verbreiten von "Opferzahlen" ist Grundlage jeder propagandistischen Kriegsführung. Wir erinnern uns, wie im Libanonkrieg die gleichen Leichen an verschiedenen Stellen immer wieder ausgegraben wurden. Der "Stern" hatte damals mitgeholfen diese manipulierten Bilder zu publizieren. Eine aufmerksame Bloggergemeinde war ihm aber auf die Schliche gekommen. Nun zu Georgien. Aus Moskau wurde schon nach Stunden die Zahl von 2000 Toten verkündet, dann 1600. Im Krankenhaus der Hauptstadt Süd-Ossetiens kamen aber "nur" über 40 davon an. Jetzt - nach Tagen - will der russische Präsident Beweise vorlegen. Gleichzeitig dürfen Journalisten nicht nach Süd-Ossetien rein. Warum nur ? Nur der freie und unzensierte Zutritt unabhängiger Journalisten kann Licht ins Dunkel werfen. Unabhängige Journalisten gibts aber in Russland kaum mehr. Viele von ihnen wurden schon ermordet.
Prinzipiell haben Sie damit recht, und es ist immer sehr schwierig die Wahrheit von der Dichtung zu unterscheiden, zumal es einen Unterschied zwischen Fakten und Wahrheit gibt. Das geht in der täglichen Informationsflut der Informationsgesellschaften schlicht unter, bedeutet aber: Fakten kann in den meisten Fällen eine jede Konfliktseite liefern, die Wahrheit allerdings besteht aus den beiden zusammen, in einem historischen Kontext, erweitert durch eine Chronologie des Aktuellen. DAS ist aber die Aufgabe der unabhängigen Journalisten und Beobachtern und bedeutet investigative, harte Arbeit wie einen großen pers. Einsatz in den gefährlichen Krisengebieten vor Ort. .Aber nun konkret zu Ihrem Kommentar Nr.4, Zitat:"Aus Moskau wurde schon nach Stunden die Zahl von 2000 Toten verkündet,
dann 1600. Im Krankenhaus der Hauptstadt Süd-Ossetiens kamen aber "nur"
über 40 davon an. Jetzt - nach Tagen - will der russische Präsident
Beweise vorlegen. Gleichzeitig dürfen Journalisten nicht nach
Süd-Ossetien rein. Warum nur ?".Aus bestimmten privaten Gründen sitze ich in den letzten zwei Wo. zuhause und habe mir die ganzen Reportagen und Berichte der ÖR- sowie der privaten Sender im Fernsehen wie des DeutschlandRadio Kultur im Rundfunk "reingezogen", von den unzähligen ausl. Quellen im Internet ganz zu schweigen; nicht besonders spaßig das Ganze, aber ich habe das, was Sie behaupten, leider nicht vernehmen können. Vielmehr ist z.Bsp. der Herr Roth (ARD) m.W. bereits in Süd- wie Nordossetien gewesen, ich habe mit meinen Augen diese Berichte gesehen und gehe zunächst mal davon aus, dass das ganze Filmmaterial tatsächlich dort und nicht sonstwo aufgenommen wurde. Die Georgien-Berichte von Th. Roth sind hier zu finden (ARD)..Und da man m.E. zur Bildung einer eigenständigen Meinung nie genug an Quellen haben kann, ... könnten Sie viell. die Links dazu (=Quellenangaben) posten?.MfGZack34
Prinzipiell haben Sie damit recht, und es ist immer sehr schwierig die Wahrheit von der Dichtung zu unterscheiden, zumal es einen Unterschied zwischen Fakten und Wahrheit gibt. Das geht in der täglichen Informationsflut der Informationsgesellschaften schlicht unter, bedeutet aber: Fakten kann in den meisten Fällen eine jede Konfliktseite liefern, die Wahrheit allerdings besteht aus den beiden zusammen, in einem historischen Kontext, erweitert durch eine Chronologie des Aktuellen. DAS ist aber die Aufgabe der unabhängigen Journalisten und Beobachtern und bedeutet investigative, harte Arbeit wie einen großen pers. Einsatz in den gefährlichen Krisengebieten vor Ort. .Aber nun konkret zu Ihrem Kommentar Nr.4, Zitat:"Aus Moskau wurde schon nach Stunden die Zahl von 2000 Toten verkündet,
dann 1600. Im Krankenhaus der Hauptstadt Süd-Ossetiens kamen aber "nur"
über 40 davon an. Jetzt - nach Tagen - will der russische Präsident
Beweise vorlegen. Gleichzeitig dürfen Journalisten nicht nach
Süd-Ossetien rein. Warum nur ?".Aus bestimmten privaten Gründen sitze ich in den letzten zwei Wo. zuhause und habe mir die ganzen Reportagen und Berichte der ÖR- sowie der privaten Sender im Fernsehen wie des DeutschlandRadio Kultur im Rundfunk "reingezogen", von den unzähligen ausl. Quellen im Internet ganz zu schweigen; nicht besonders spaßig das Ganze, aber ich habe das, was Sie behaupten, leider nicht vernehmen können. Vielmehr ist z.Bsp. der Herr Roth (ARD) m.W. bereits in Süd- wie Nordossetien gewesen, ich habe mit meinen Augen diese Berichte gesehen und gehe zunächst mal davon aus, dass das ganze Filmmaterial tatsächlich dort und nicht sonstwo aufgenommen wurde. Die Georgien-Berichte von Th. Roth sind hier zu finden (ARD)..Und da man m.E. zur Bildung einer eigenständigen Meinung nie genug an Quellen haben kann, ... könnten Sie viell. die Links dazu (=Quellenangaben) posten?.MfGZack34
Diese Gelegenheit läßt sich der "Apparatschik" der russischen Volksvertreter nicht nehmen nun mal kräftig ihre lauten Panzermotoren im Dauerton heulen zu lassen. Frau Merkel hatte da wohl Schwierigkeiten gehabt sich Gehör zu verschaffen. Zumal man wieder die alte Machtgeige der alten Sowjetzeit aus der Kremlkammer geholt hat. Man spielt die Musik des erstarkten Rußlands. Dank, des noch hohen Ölpreises schwimmt man im Geld und die russischen Militärs erneuern ihre Schrottkisten (aber noch verdammt gefährlich) mit den modernsten militärischen Errungenschaften der heutigen Zeit. Da kam ihnen der Bruder Leichtsinn der Georgier gerade recht.
Was soll Frau Merkel schon sagen ? Genau wie wir alle und die Russen auch weiss sie natürlich das der US Praesident um seine Wahlkaempfe zu finanzieren Geld von der US Waffenindustrie bekommt! Und George W. Bush hat in seiner allgemein bekannten Weitsicht genau den falschen Abnehmer für Waffen gefunden die er verkaufen muss um die Waffenindustrie in Spandierlaune zu halten - und Putin hat natürlich genau daruf gewartet das Saakaschwili die Waffen auch ausprobiert! Höchstwahrscheinlich sind Bush und Rice jetzt so knatschig weil Putin die schönen Waffen in die Luft jagt und Saakaschwilli sie noch nicht bezahlt hat hihihihi.........
Es scheint mir, als ob die Propaganda-Maschine schon im vollen Gange wäre. Es scheint mir, als ob wir von der Politik und der Massenpresse auf einen neuen Kalten Krieg vorbereitet würden. Leute, passt auf! Wenn es demnächst keine Massendemos geben wird, könnte es schon sehr bald zu spät sein... Diesbezüglich habe ich folgenden Text verfasst - bitte liest ihn aufmerksam, solange das Ganze nicht außer Kontrolle geraten ist:http://kommentare.zeit.de...
Prinzipiell haben Sie damit recht, und es ist immer sehr schwierig die Wahrheit von der Dichtung zu unterscheiden, zumal es einen Unterschied zwischen Fakten und Wahrheit gibt. Das geht in der täglichen Informationsflut der Informationsgesellschaften schlicht unter, bedeutet aber: Fakten kann in den meisten Fällen eine jede Konfliktseite liefern, die Wahrheit allerdings besteht aus den beiden zusammen, in einem historischen Kontext, erweitert durch eine Chronologie des Aktuellen. DAS ist aber die Aufgabe der unabhängigen Journalisten und Beobachtern und bedeutet investigative, harte Arbeit wie einen großen pers. Einsatz in den gefährlichen Krisengebieten vor Ort. .Aber nun konkret zu Ihrem Kommentar Nr.4, Zitat:"Aus Moskau wurde schon nach Stunden die Zahl von 2000 Toten verkündet,
dann 1600. Im Krankenhaus der Hauptstadt Süd-Ossetiens kamen aber "nur"
über 40 davon an. Jetzt - nach Tagen - will der russische Präsident
Beweise vorlegen. Gleichzeitig dürfen Journalisten nicht nach
Süd-Ossetien rein. Warum nur ?".Aus bestimmten privaten Gründen sitze ich in den letzten zwei Wo. zuhause und habe mir die ganzen Reportagen und Berichte der ÖR- sowie der privaten Sender im Fernsehen wie des DeutschlandRadio Kultur im Rundfunk "reingezogen", von den unzähligen ausl. Quellen im Internet ganz zu schweigen; nicht besonders spaßig das Ganze, aber ich habe das, was Sie behaupten, leider nicht vernehmen können. Vielmehr ist z.Bsp. der Herr Roth (ARD) m.W. bereits in Süd- wie Nordossetien gewesen, ich habe mit meinen Augen diese Berichte gesehen und gehe zunächst mal davon aus, dass das ganze Filmmaterial tatsächlich dort und nicht sonstwo aufgenommen wurde. Die Georgien-Berichte von Th. Roth sind hier zu finden (ARD)..Und da man m.E. zur Bildung einer eigenständigen Meinung nie genug an Quellen haben kann, ... könnten Sie viell. die Links dazu (=Quellenangaben) posten?.MfGZack34
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