Nato & Russland Verschobene Machtbalance
Georgien wurde eine Nato-Mitgliedschaft zugesagt. Doch ist Russland nicht mehr so einfach abzuschrecken - egal, was das Bündnis verspricht

© Uriel Sinai/Getty Images
Russische Panzer in einem potenziellen Nato-Land: Gori in Georgien, 14. August 2008
Wenn live am Fernsehschirm die Panzer rollen, wirkt die Versicherung irgendwie beruhigend, man habe diesen Waffengang verhindern können. Vielleicht fällt dann ja wenigstens der nächste Krieg dank präventiver Diplomatie aus. Ob im Wall Street Journal , in The New Republic oder auch in diesen Spalten - überall im Westen kann man in diesen Tagen lesen, was die Nato, was Amerika, was auch Deutschland hätte tun sollen, um den Frieden in Georgien zu bewahren.
Gewiss, hätten Amerika und Europa genauer hingeschaut, so wäre ihnen aufgefallen, dass Russlands sogenannte "Friedenstruppen" den Konflikt in Abchasien und Süd-Ossetien eher köcheln ließen denn beruhigten. Die Truppe um neutrale Soldaten zu ergänzen wäre sicher hilfreich gewesen. Natürlich hätte der Westen auch seinen unberechenbaren Verbündeten, Georgiens frei gewählten Präsidenten Sakaschwili, besser in Schach halten sollen. Wie konnte er nur - ungehindert - in die russische Falle laufen, auf Provokationen militärisch reagieren und damit Russland die erwünschte (Über-)Reaktion ermöglichen? Ja, mag sein, dass hier Defizite westlicher Politik zu suchen sind.
Das Kernargument derer, die dem Westen Versagen vorhalten, zielt aber auf die Abschreckung Russlands. Die sei nämlich möglich gewesen, hätte die Nato sich im April beim Gipfel in Bukarest nur einig gezeigt und Georgien den Weg in Richtung Nato-Beitritt geebnet. Das Beitrittsprogramm Membership Action Plan (MAP) sei das Vehikel gewesen. Die MAP-Aufnahme Georgiens hätte Russland überzeugt, nicht folgenlos marschieren zu dürfen.
An dieser Stelle kommt Deutschland ins Spiel. Denn es war Kanzlerin Angela Merkel, die sich in Bukarest gegen eine allzu schnelle Aufnahme Georgiens (und der Ukraine) aussprach. Drum trage die von Deutschland angeführte Minderheit der Nato-Mitglieder Mitschuld am Krieg, wie etwa der estnische Präsident Toomas Ilves meint. Die Westeuropäer hätten "den Russen grünes Licht gegeben". Das Versagen Washingtons sehen amerikanische Analytiker vor allem darin, Deutschland nicht überzeugt oder, notfalls, auf Kurs gezwungen zu haben.
Die Vorstellung von einer Verhinderung des Krieges durch Nato-Schutz mag reizvoll sein. Sie übersieht allerdings ein paar Fakten. Deutschland hat sich nämlich in Bukarest nicht durchgesetzt. Am Ende stand ein bizarres Ergebnis. Georgien und die Ukraine kamen zwar nicht in jenes MAP-Programm, das zur Aufnahme in die Allianz führen kann, aber nicht muss. Stattdessen erhielten beide Ländern das bedingungslose Versprechen einer späteren Aufnahme. Wie kommt es also, dass Russland sich durch eine weiterreichende Nato-Zusage an Georgien weniger abgeschreckt fühlte?
Die Antwort lautet: Das alles spielte wahrscheinlich keine Rolle. Egal, was die Nato sagt oder verspricht: Russland ist nicht mehr so einfach abzuschrecken. Moskau hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass es weitere Nato-Erweiterungen bis an seine Grenzen heran nicht zulassen will. Bloß nahm das im Westen niemand ernst, weil das postsowjetische Reich arm und schwach war. Inzwischen ist Russland reich, neuerlich autoritär geführt und hat in Öl und Gas eine neue Waffe entdeckt. Zugleich ist Amerika durch Überdehnung geschwächt. Warum also steht Russland in Georgien? Weil niemand es daran hindern konnte. An dieser Einschätzung der neuen globalen Machtverhältnisse hätte nicht einmal eine Blitz-Aufnahme Georgiens auf dem Nato-Gipfel in Bukarest etwas geändert. Russlands Machthaber Vladimir Putin verstand bloß schneller als andere, wie sich die Machtbalance auf der Welt verschoben hat. Und er handelte.
- Datum 22.08.2008 - 17:15 Uhr
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ich kann es nicht mehr hören. wie hätten denn bitte die amerikaner in einem vergleichbaren fall reagiert? wenn z.b. mexiko in einen russlandgeführten pakt einsteigen wollte? und wer gibt ausgerechnet george bush das recht, sich über illegitime kriege zu echauffieren??die ewige doppelmoral des westens.
Die Reaktion der USA gab es schon: Die Invasion Grenadas durch Ronald Reagan 1983.
Damals ging es nicht darum Menschleben zu schützen, den USA paßte einfach die Politik von Maurice Bishop nicht !
Aber natürlich sind die USA die Engel und die Russen die Teufel !
Die Reaktion der USA gab es schon: Die Invasion Grenadas durch Ronald Reagan 1983.
Damals ging es nicht darum Menschleben zu schützen, den USA paßte einfach die Politik von Maurice Bishop nicht !
Aber natürlich sind die USA die Engel und die Russen die Teufel !
dieses, und noch vieler anderer Artikel zum Thema Russland, stört ist der angebliche Zwang primär "abschreckende" Massnahmen gegenüber diesem Land ergreifen zu müssen !? Immer mal daran erinnernd das jemand 54% und Russland 5% der globalen Militärbudgets unterhält. Wieviel % Abschreckung soll es den zukünftig noch sein? Mir währe es sympatischer der nette Hr. S aus den südlichen Regionen würde aufhören sich so aufzuspielen (mit den starken "Freunden" als Deckungsschutz). Schon hat Er sich dazu herabgelassen den Russen ein Olivenzweiglein zu reichen... Dank der angestellten PR Agenturen wird auch das wieder ein weiterer Propagandaschlag gegen die Russen oder wie soll man Verstehen das die sich aufeinmal wieder dazu herablassen mit Hr. S reden zu wollen wo Sie dies doch vorher kategorisch ausgeschlossen haben?Warum nur ist es so schwer Artikel zu finden in den zum Beispiel Begriffe wie Handreichung, Freundschaft, Partnerschaft, Kulturaustausch, Reisefreiheit zusammen mit Russland vorkommen? Auf der anderen Seite werden wir geradezu damit überschwemmt wenn es um Georgien bzw. dessen Hr. S. geht obwohl dieser mächtig Bomben über die Grenze geworfen hat.Auch wenn Russland konstant als Agressor betitelt wird sieht die Situation für mich doch anders aus. Russland ist nicht mehr die Sovjet Union die es mal war, wir dagegen sind immer noch die alten geblieben und scheinen in den alten Denkmustern zu versumpfen und verkalken...Nun währe, seit 20 Jahren schon, die Chance da auch in unsere Denkweisen frischen Wind zu bringen. Aber nein, wir wollen offenschtlich nicht's anderes als den Russen eines "über die Rübe" zu hauen. Am liebsten währe es doch gewesen wenn das Land schwach und langweilig am Boden liegen würde so das wir unsere Wahrheiten weiterhin kritiklos verbreiten könnten...Wohin wollen wir die Russen mit unseren "abschreckungsszenarien" den bringen? Was genau wollen wir von diesem Land und was erwarten wir für Reaktionen wen wir nicht's anderes zustandebringen als vor der Tür zu stehen und zu schimpfen, beschuldigen und zu poltern?---------------------------
"...wenn ich den armen zu Essen geben werde ich zum Heiligen. Wenn ich frage warum sie nicht's zu Essen haben schimpfen sie mich Kommunist...".
Die Reaktion der USA gab es schon: Die Invasion Grenadas durch Ronald Reagan 1983.
Damals ging es nicht darum Menschleben zu schützen, den USA paßte einfach die Politik von Maurice Bishop nicht !
Aber natürlich sind die USA die Engel und die Russen die Teufel !
Viele Artikel (auch in der Zeit) werden so geschrieben das man Sie als
anti-russisch aufassen kann.
Und wenn die Kommentare der Leser abgedruckt werden stellt sich heraus
das diese überwiegend pro-russisch gehalten sind.
Folgende Frage wirft sich mir auf:
Gibt es noch soetwas wie Pressefreieheit in Deutschland?
Tja in gewisser Weise dienen die Massemedien dazu die Menschen zu manipulieren und nicht zu informieren. Ziemlich deutlich wird solchs mE im Fall Andrea Ypsilanti/SPD, wo grundsätzlich schlechte Stimmung gemacht wird- es wird so getan als wolle niemand eine rot-grüne-rote Regierung (obwohl es darum gar nicht geht). Dann heisst es zB "Kurt Beck hat schwewiegende Bedenken" - obwohl er sich nur neutral geäussert hat.
Ähnlich im Fall NATO vs. Rußland. Rußland hat in Deutschland traditionell Sympathien und umgekehrt. Es gibt sicher kein Land wo soviel Russen gelesen und gespielt werden wie 'schland. Wenn man allerdings das Radio anschaltet oder in die Zeitung schaut bekommt man den Eindruck wir würden nur aus bayerischen Provinzfürstchen und NWO-Strategen bestehen. Das ist auch eine Form der Manipulation, weil die Berichterstattung nicht objektiv ist.
Es besteht demnach eine Diskrepanz zwischen politischer Elite (Medien eingeschlossen) und Volk. Das hat sich schon in Heiligendamm gezeigt. Das gibt noch Zoff.
Ihre Frage ist leicht zu beantworten.Es ist kein Geheimnis, dass ganz viele Kommentare durch gekaufte Image-Pfleger geschrieben werden.Diese Methode bedienen sich auch die Chinesen.Ich lese Internationale Foren zu diesem Thema, ob Sie glauben oder nicht, überall gleiche Zustimmung und Verständnis für Russisches Vorgehen im Kaukasus. Sogar in Polen, wo die Bevölkerung den Russen gegenüber sehr mild ausgedrückt misstraut, finden sie auf den Foren auf wunderbare Weise sehr viele gleiche pro - russische Kommentare. Meine Frage an Sie wäre; ist das Ihre Meinung oder haben Sie einen Auftrag ausgeführt?
Das hat nichts mit Pressefreiheit zu tun, sondern mit dem unterschiedlichen Niveau zwischen den Artikeln der Zeitung und den Leserkommentaren, wobei letztere an Naivität beinahe überhaupt nicht mehr überboten werden können. Dies betrifft auch Ihren Kommentar, da Sie bestimmt einsehen, dass die "Zeit" durchaus nicht das einzige Presseorgan in Deutschland ist. Außerdem spricht es doch eher für eine gewisse Freiheit, wenn Kommentare, dazu massenhaft, abgedruckt werden, die sich mit dem Artikel nicht einverstanden erklären. Ich weiß nicht, was Sie unter Pressefreiheit verstehen? Ich habe in den letzten Wochen durchaus Artikel lesen können, die versucht haben, die Ereignisse im Kaukasus differenziert zu betrachten. Es ist aber nicht Aufgabe einer Zeitung, Artikel zu verfassen, die im Sinne der Mehrheit jener sind, die hier die Möglichkeit besitzen, Kommentare zu verfassen. Ich verstehe auch nicht, wie man die Pressefreiheit hier in Deutschland in solch einem Maße: "Gibt es noch soetwas wie Pressefreiheit in Deutschland?" angreifen kann. Das ist schlicht traurig, dass man hier solche Fragen findet. Wenn Sie in der Lage sind, Dinge objektiv zu beurteilen, dann lesen Sie bitte einmal russische Nachrichten, zum Beispiel "www.russiatoday.com" und versuchen Unterschiede zu den bekannten westlichen Medien festzustellen.Ich habe den Eindruck, dass viele hier keine Ahnung davon haben, was Zensur wirklich bedeutet.
Tja in gewisser Weise dienen die Massemedien dazu die Menschen zu manipulieren und nicht zu informieren. Ziemlich deutlich wird solchs mE im Fall Andrea Ypsilanti/SPD, wo grundsätzlich schlechte Stimmung gemacht wird- es wird so getan als wolle niemand eine rot-grüne-rote Regierung (obwohl es darum gar nicht geht). Dann heisst es zB "Kurt Beck hat schwewiegende Bedenken" - obwohl er sich nur neutral geäussert hat.
Ähnlich im Fall NATO vs. Rußland. Rußland hat in Deutschland traditionell Sympathien und umgekehrt. Es gibt sicher kein Land wo soviel Russen gelesen und gespielt werden wie 'schland. Wenn man allerdings das Radio anschaltet oder in die Zeitung schaut bekommt man den Eindruck wir würden nur aus bayerischen Provinzfürstchen und NWO-Strategen bestehen. Das ist auch eine Form der Manipulation, weil die Berichterstattung nicht objektiv ist.
Es besteht demnach eine Diskrepanz zwischen politischer Elite (Medien eingeschlossen) und Volk. Das hat sich schon in Heiligendamm gezeigt. Das gibt noch Zoff.
Ihre Frage ist leicht zu beantworten.Es ist kein Geheimnis, dass ganz viele Kommentare durch gekaufte Image-Pfleger geschrieben werden.Diese Methode bedienen sich auch die Chinesen.Ich lese Internationale Foren zu diesem Thema, ob Sie glauben oder nicht, überall gleiche Zustimmung und Verständnis für Russisches Vorgehen im Kaukasus. Sogar in Polen, wo die Bevölkerung den Russen gegenüber sehr mild ausgedrückt misstraut, finden sie auf den Foren auf wunderbare Weise sehr viele gleiche pro - russische Kommentare. Meine Frage an Sie wäre; ist das Ihre Meinung oder haben Sie einen Auftrag ausgeführt?
Das hat nichts mit Pressefreiheit zu tun, sondern mit dem unterschiedlichen Niveau zwischen den Artikeln der Zeitung und den Leserkommentaren, wobei letztere an Naivität beinahe überhaupt nicht mehr überboten werden können. Dies betrifft auch Ihren Kommentar, da Sie bestimmt einsehen, dass die "Zeit" durchaus nicht das einzige Presseorgan in Deutschland ist. Außerdem spricht es doch eher für eine gewisse Freiheit, wenn Kommentare, dazu massenhaft, abgedruckt werden, die sich mit dem Artikel nicht einverstanden erklären. Ich weiß nicht, was Sie unter Pressefreiheit verstehen? Ich habe in den letzten Wochen durchaus Artikel lesen können, die versucht haben, die Ereignisse im Kaukasus differenziert zu betrachten. Es ist aber nicht Aufgabe einer Zeitung, Artikel zu verfassen, die im Sinne der Mehrheit jener sind, die hier die Möglichkeit besitzen, Kommentare zu verfassen. Ich verstehe auch nicht, wie man die Pressefreiheit hier in Deutschland in solch einem Maße: "Gibt es noch soetwas wie Pressefreiheit in Deutschland?" angreifen kann. Das ist schlicht traurig, dass man hier solche Fragen findet. Wenn Sie in der Lage sind, Dinge objektiv zu beurteilen, dann lesen Sie bitte einmal russische Nachrichten, zum Beispiel "www.russiatoday.com" und versuchen Unterschiede zu den bekannten westlichen Medien festzustellen.Ich habe den Eindruck, dass viele hier keine Ahnung davon haben, was Zensur wirklich bedeutet.
Liebe ZEIT-Redaktion,wird es nicht langsam langweilig, hier unentwegt Propagandabeiträge als Journalismus verbreiten zu wollen/müssen.Dass der Herr Kleine-Brockhoff als Geschäftsleitungsmitglied einer so dubiosen Infiltrierungsorganisation wie den "German Marshall Fund of the US" derlei Lobbyarbeit für die US-Rüstungsindustrie verrichtet, ist ja nun keine echte Überraschung.Zitat:"Denn ein Land, das nur noch 1,3 Prozent seines Bruttosozialprodukts für
die Verteidigung ausgibt, wird im Ernstfall kaum durch die eigene
Armee, stattdessen aber durch den Beistand der Verbündeten verteidigt."Allerdings hätte ich nicht für möglich gehalten, dass der alte britische Gründungsauftrag ihres Blattes noch immer derart unkritisch umgesetzt wird...
Der Kommentar von morgenrot trifft voll in´s Schwarze. Die NATO, ein ABWEHRBÜNDNIS mit ihrem Ziel der Abschreckung ist durch den Zerfall des Warschauer Paktes überflüssig wie ein Kropf, solange nicht eine neue Aufgabenstellung dafür gefunden wird. Wen will die NATO eigentlich noch abschrecken? Aus dem Abwehrbund der auf Angriffe reagieren sollte, ist doch längst ein Werzeug hegemonaler Ansprüche geworden, das aktiv seinen Einfluß zu erweitern sucht. Daß sich hier Rußland, aber mit Sicherheit einge andere Staaten bedroht fühlen, dürfte dem Dümmsten klar sein. Nur unseren Politikern nicht, die seit 20 Jahren ihr Denken an den alten Machtblöcken festnageln, die es nicht mehr gibt.Für Rußland kann die NATO nur lästig sein. den Einfluß, und damit auch Macht, baut dieses Land mit einem Mittel auf, das ursprünglich dem "Westen" vorbehalten war: GELD! Und Geld hat, wer auf den Resourcen sitzt. Deshalb hat Rußland es gar nicht mehr nötig, eine Expansionspolitik wie die NATO, tschuldigung Europa und Amerika, zu verfolgen, es kauft sich weltweit in die Volswirtschaften ein. So wie es die arabischen Länder, aber auch Japan bereits seit Jahren praktizieren. Die stecken Ihr Geld lieber in die Weltwirtschaft als in die Rüstung.Für was also bitteschön eine NATO?Europa kann nur dann im Konzert der Großen weiterspielen, wenn es sich auf seine eigenen Stärken besinnt. Und stärke heißt heute nicht mehr "Ich hab die meißten Panzer" sondern "ich habe das meißte Geld in Form von Beteiligungen und Rohstoffen" Zetti
fakt ist doch, dass georgien einen angriff gegen südossetien gestartet hat. dies wird in den medien nicht mehr als erwähnenswert betrachtet. es wird vielmehr der eindruck vermittelt, dass russland an der ganzen problematik schuld sei. inwiefern es sich beteiligen sollte, sei erstmal außen vor gelassen.nun spricht man von einer nato-aufnahme. wie ist dies möglich? wie ist es möglich, dass ein land an einem besagten datum einen angriff unternimmt und nun als "dank" dafür in die nato aufgenommen werden soll?
Wie bei unseren „unabhängigen“ Medien mit unerwünschter Wahrheit verfahren
wird.Einer der grössten TV-Nachrichtensender Amerikas, Fox-News,
interviewed Zeugen aus dem Kriegsgebiet in Georgien. Als diese sagen, Georgien
ist der Aggressoren, werden sie ganz schnell abgeklemmt.
In ihrer Nachrichtensendung präsentiert FOX-News ein 12-jähriges Mädchen und
Ihre Tante, die gerade in Südossetien die Kriegsgeschehnisse erlebt haben und
nach San Francisco zurückgekommen sind. Am Anfang beschreibt der Moderator in
aller Länge und voller Emotionen, wie schrecklich es sein muss bombardiert zu
werden. Das Mädchen wird gefragt was es erlebt hat.
Es erzählt ihre Geschichte und sagt dann,"bevor
ich weiter erzähle, möchte ich sagen, ich lief von georgischen Truppen davon,
es waren die Georgier die unsere Stadt bombardiert haben und nicht russische
Truppen. Ich möchte mich bei den russischen Truppen bedanken die uns raus
geholfen haben." Und ihre Tante sagt: "Es war schrecklich
für uns alle. Das wichtigste was ich sagen will, hier im TV, ist wer der
Schuldige für diesen blutigen Konflikt ist, es ist Herr Saakashvili der diesen
Krieg angefangen hat, er ist der Aggressor, und für zwei Tage sind meine
südossetischen Landsleute bombardiert worden, 2'000 Menschen wurden dabei
getötet ..." der Moderator unterbricht das Interview und
sagt, wir müssen für eine Werbepause wegschalten. Sie bekommen nach der Werbung
nur noch wenige Sekunden um zu sagen "Nicht die georgische Bevölkerung ist dafür
verantwortlich, sondern die georgische Regierung und sie muss zurücktreten."
Der Moderator sagt dann, die Zeit ist abgelaufen und das Interview war ganz
schnell fertig. Offensichtlich ist den Fox-Leuten ein Fehler passiert und sie
haben die "falschen Zeugen" aus dem Kriegsgebiet ins Studio gebeten,
nämlich die, welche die Georgier als die Kriegsverbrecher beschreiben und nicht
die welche die Propagandalüge, es waren die bösen Russen, bestätigen. So was
kann bei einer Live-Schaltung schon passieren, dass die Interview-Partner sich
nicht an die Vorgaben halten. Sie wollten sicher hören, wie die Russen die
Bomben geschmissen haben und nicht, dass sie die Retter waren. Die Wahrheit
passt überhaupt nicht ins Bild und wird abgeklemmt.
Wenn Sie Fox News nicht nur über Youtube & Co. kennen würden, dann wüssten Sie, dass das Vorgehen dort üblich ist - es ist zwar ein Nachrichtensender, und er hat auch den ganzen Tag Zeit um seinen Senf zu verkünden, aber das Programm ist ultrakurz geschnitten und wird dem Zuschauer häppchenweise gezeigt. Da passiert sowas, das Abwürgen von Interviewpartnern, öfter - ein Glück dass in Deutschland das mit der Werbung im TV besser geregelt wird. Es war aber definitiv nicht nur weil die beiden Unbequemes gesagt haben.Aber unabhängig davon: Sog. Augenzeugen im Fernsehen Glauben zu schenken, das ist wirklich naiv. Wir kennen doch überhaupt keine Hintergründe! Der Einmarsch im Irak in den 90ern wurde auch mit Augenzeugenberichten begründet (Sie wissen schon, die Sache mit dem Krankenhaus und den Neugeborenen...). Da haben die USA geflunkert. Es wäre töricht, die Russen zu unterschätzen und zu glauben, dass sie nicht auch so eine Taktik anwenden würden. In diesem Spiel ist keiner unschuldig! (Nicht dass ich bestreiten will, dass die Georgier "angefangen" haben, aber das macht Russland noch lange nicht zum Ritter in schimmernder Rüstung: die Reaktion war schlicht und ergreifend unverhältnismäßig. Die strittigen Territorien besetzen und für Sicherheit sorgen ist eine Sache, wichtige georgische Infrastruktur und andere den Russen nicht gefährliche Einrichtungen und Gerätschaften zerstören, das ist was ganz anderes.)Insgesamt möchte ich außerdem noch all diejenigen, die sich über mangelnde Pressefreiheit usw. beschweren, mal daran erinnern, welche Freiheiten Sie hier geniessen! Versuchen Sie mal diese Diskussion mit entsprechend angepassten Rollen in China, Iran oder Nordkorea zu führen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Bürger der "freien Welt" hin und wieder vergessen, wie frei sie doch sind, insbesondere im Vergleich zum Rest der Welt. Und nur weil man bei uns T-Shirts mit der "US World Domination Tour - Bombing A Country Near You" darauf kaufen kann, aber nicht mit den gleichen "Tourdaten" für andere Staaten, bedeutet das nicht, dass diese nicht mindestens genausoviel Dreck am Stecken haben. Denn auch wenn die Kalter-Kriegs-Rhetorik mancher Kommentatoren unangebracht ist, so darf man nicht vergessen, dass an der russischen Duma immer noch Hammer und Sichel prangen, auch nach sovielen Jahren.
Wenn Sie Fox News nicht nur über Youtube & Co. kennen würden, dann wüssten Sie, dass das Vorgehen dort üblich ist - es ist zwar ein Nachrichtensender, und er hat auch den ganzen Tag Zeit um seinen Senf zu verkünden, aber das Programm ist ultrakurz geschnitten und wird dem Zuschauer häppchenweise gezeigt. Da passiert sowas, das Abwürgen von Interviewpartnern, öfter - ein Glück dass in Deutschland das mit der Werbung im TV besser geregelt wird. Es war aber definitiv nicht nur weil die beiden Unbequemes gesagt haben.Aber unabhängig davon: Sog. Augenzeugen im Fernsehen Glauben zu schenken, das ist wirklich naiv. Wir kennen doch überhaupt keine Hintergründe! Der Einmarsch im Irak in den 90ern wurde auch mit Augenzeugenberichten begründet (Sie wissen schon, die Sache mit dem Krankenhaus und den Neugeborenen...). Da haben die USA geflunkert. Es wäre töricht, die Russen zu unterschätzen und zu glauben, dass sie nicht auch so eine Taktik anwenden würden. In diesem Spiel ist keiner unschuldig! (Nicht dass ich bestreiten will, dass die Georgier "angefangen" haben, aber das macht Russland noch lange nicht zum Ritter in schimmernder Rüstung: die Reaktion war schlicht und ergreifend unverhältnismäßig. Die strittigen Territorien besetzen und für Sicherheit sorgen ist eine Sache, wichtige georgische Infrastruktur und andere den Russen nicht gefährliche Einrichtungen und Gerätschaften zerstören, das ist was ganz anderes.)Insgesamt möchte ich außerdem noch all diejenigen, die sich über mangelnde Pressefreiheit usw. beschweren, mal daran erinnern, welche Freiheiten Sie hier geniessen! Versuchen Sie mal diese Diskussion mit entsprechend angepassten Rollen in China, Iran oder Nordkorea zu führen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Bürger der "freien Welt" hin und wieder vergessen, wie frei sie doch sind, insbesondere im Vergleich zum Rest der Welt. Und nur weil man bei uns T-Shirts mit der "US World Domination Tour - Bombing A Country Near You" darauf kaufen kann, aber nicht mit den gleichen "Tourdaten" für andere Staaten, bedeutet das nicht, dass diese nicht mindestens genausoviel Dreck am Stecken haben. Denn auch wenn die Kalter-Kriegs-Rhetorik mancher Kommentatoren unangebracht ist, so darf man nicht vergessen, dass an der russischen Duma immer noch Hammer und Sichel prangen, auch nach sovielen Jahren.
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