Olympia Allen geht es gut, alle sind glücklich

Die Pressefreiheit gewährt das IOC immer noch nicht. Während der Spiele stellt es sich sogar tauber als das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei

Giselle Davies, Kommunikationsdirektorin des IOC

Giselle Davies, Kommunikationsdirektorin des IOC

Eine der spannendsten Sportarten bei diesen Olympischen Spielen ist weder Fechten noch Schwimmen. Der vielleicht härteste Kampf wird jeden Morgen von 11.15 bis 12 Uhr gefochten, bei der täglichen Pressekonferenz von IOC und BOCOG, dem chinesischen Organisationskomitee der Spiele.

Eine hoch politische Veranstaltung ist das, man erkennt es allein daran, dass viele Kollegen in Hemd, Sacko und mitunter sogar Krawatte auftauchen; wir Sportschluffis in halblangen Hosen und T-Shirt sind in der Unterzahl. Im großen Pressekonferenzsaal Nr. 1 sieht es ein bisschen aus wie bei der Bundespressekonferenz in Berlin, nur dass die dominierende Farbe hier nicht blau, sondern rot ist. Aber wie beim American Football oder beim Basketball gibt es auch hier eine Abteilung Attacke: die Journalisten, hauptsächlich die aus England und den Vereinigten Staaten. Und dann ist da die Defense, die Verteidiger, die jeden Angriff abzuwürgen versuchen. Sie ist deutlich in der Unterzahl und besteht in der Regel aus drei Leuten: Giselle Davies, Kommunikationsdirektorin des IOC, Wang Wei, BOCOG-Generalsekretär, und sein Mediendirektor Sun Weide, der die Konferenz in schnippischem Ton leitet.

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Wie ein sportlicher Wettkampf hat auch dieses Match eine Aufwärmphase, in der sich die Gegner belauern. Wang Wei verliest von einem Zettel die statistischen Daten des vergangenen Tages, wie viele Wettbewerbe, wie viele Medaillen, wie viele Zuschauer, wie viele VIPs. Und zum Schluss wie immer: das Wetter. Mitunter folgt dann noch ein Statement zu einem Vorfall, der alle interessieren dürfte. Heute früh war das ein Verkehrsunfall auf dem Weg zum Kanu- und Kajakwildwasser, bei dem ein Athletenbus mit einem kleinen privaten LKW zusammenstieß. Die Bilanz: zwei Tote (im LKW), mehrere Verletzte, aber alle Athleten sind wohlauf.

Und dann beginnt schon das taktische Spiel. Um zu zeigen, wie toll man hier informiert wird, gibt Wang Wei selbst kleine Details weiter: dass der LKW die Verkehrsregeln missachtete, es sich um einen Ford gehandelt habe und die Papiere gültig gewesen seien.

Jetzt sind die Angreifer dran. Zunächst auch hier taktisches Vorgeplänkel: Wie finden Sie, dass sich die spanischen Basketballer für eine Anzeige mit Schlitzaugen haben fotografieren lassen? Unangemessen. Aber sie haben sich entschuldigt, und damit ist gut.

Was halten Sie davon, dass amerikanische Badminton-Fans vom chinesischen Publikum ausgebuht werden? Ich war nicht dabei, aber wir ermutigen das Publikum, immer beide Seiten anzufeuern.

Leser-Kommentare
    • Crest
    • 14.08.2008 um 13:17 Uhr

    Zunächst mal Respekt für den britischen Kollegen, dass er es wirklich "wissen" wollte:Ist es dem IOC nicht peinlich, dass die Chinesen ihre Zusagen in punkto
    Pressefreiheit und Offenheit nicht eingehalten haben? Viermal stellt
    der britische Kollege die Frage, viermal gibt Giselle Davies
    Ausweichmanöver zum Besten, die einem Box-Olympiasieger zur Ehre
    gereichen würden: Wie froh das IOC sei, so eine tolle
    Sportveranstaltung hinbekommen zu haben......
    Und nun der Vorschlag: Wenn die Pressekonferenzen tatsächlich so unergiebig sind,
    dann hätte man auf Journalistenseite nichts zu verlieren, wenn man sich vorab
    absprechen würde, dass jeder der Journalisten bei Ausweichmanövern dieselbe
    Frage reih um wieder und wieder und wieder..... usw. stellen würde. Sie finden das kindisch? Nun, vielleicht haben Sie recht, aber dann wäre man zumindest auf Augenhöhe ;-)Herzlichst Crest

    • Crest
    • 14.08.2008 um 13:43 Uhr

    Zunächst mal Respekt für den britischen Kollegen, dass er es wirklich "wissen" wollte:
    Ist es dem IOC nicht peinlich, dass die Chinesen ihre Zusagen in punkto
    Pressefreiheit und Offenheit nicht eingehalten haben? Viermal stellt
    der britische Kollege die Frage, viermal gibt Giselle Davies
    Ausweichmanöver zum Besten, die einem Box-Olympiasieger zur Ehre
    gereichen würden: Wie froh das IOC sei, so eine tolle
    Sportveranstaltung hinbekommen zu haben......

    Und nun der Vorschlag: Wenn die Pressekonferenzen tatsächlich so unergiebig sind,
    dann hätte man auf Journalistenseite nichts zu verlieren, wenn man sich vorab
    absprechen würde, dass jeder der Journalisten bei Ausweichmanövern dieselbe
    Frage reih um wieder und wieder und wieder..... usw. stellen würde. Sie finden das kindisch? Nun, vielleicht haben Sie recht, aber dann wäre man zumindest auf Augenhöhe ;-)
    Herzlichst Crest

  1. Im Zeiten des Sports das auch einnbisschen als Sport zu begreifen und so verständlich zu machen ist mal eine recht frische Idee die ich persönlich genossen hab. Man könnte auch von Training reden vo man China imer erfolgreicher beibringt wie man mit der westliche presse umzugehen hat und wie man auf ihre Fragen zu reagiren hat. Viellecht kann man schon blad in China frei und friedlich demostrieren wie hier auch nur das niemand darüber berichtet oder es in den Median gezeigt wird wie hier auch. Olymipa heist wohl dieses mal für alle lernen sich auf einen Neue Situation und damitauch auf neie Regeln einzustellen. China scheint sich öffnen zu wollen, aber es will halt nicht 100% westlich werden soder China blaiben, das wird der Westen wohl oder über begreifen müssen, so wie China den Kritiken dann wohl eher ruhiger entgegnen wird und Kritiker nicht mehr verstummen lässt sonder mit Standart Briefen sich für die politische Idee bedankt und sie dann ignoriert wie man es hier auch macht. Das IOC sthet nun zwischen beiden Seiten und hat damit wohl die undankbare aufgabe von beiden Seiten einzusteken und die ander Seite erklären zu müssen, ohne jemals die chanse zu haben selbst auszuteilen oder auch nur recht zu bekommen.

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    • Anonym
    • 14.08.2008 um 18:25 Uhr

    Meinungsfreiheit heißt noch lange nicht Meinungsvielfalt. Zuerst kommt die Meinungsfreiheit, oder anders herumg sollte die VR China für eine Meinungsvielfalt sorgen, wenn Meinungsfreiheit noch nicht geht, weil ... eine Demokratie wachsen muß.Gelinde gesagt, nach dem heutigen Stand der Dinge, das mache ich nicht an den Olympischen Spielen 2008 fest, sondern an der Unmöglichkeit überhaupt die Kritik von Seiten der Berichterstatter selbst entgegen nehmen zu wollen. Wer das noch nicht einmal will, der kann meines Erachtens nach, mit der Presse nur auf Kriegsfuß stehen.Wäre ich dort, als freier Journalist, Sie können mir glauben, in einem solchen Falle, wie dem jetzigen Vorfall während der besagten Pressekonferenz, hätte ich mich sofort zum Flughafen begeben und wäre nach Hause geflogen. Wie soll man ein Verhältnis der VR China mit ihren Gästen aus aller Welt verstehen, wenn die eingeladenen Presseleute, geradezu an der Ausübung ihres Berufes gehindert werden. Und Sie suggerieren hier fortlaufend und immer wieder, daß es eine Sportveranstaltung sein. Nun, für manche mehr oder weniger, für die VR China bleibt es für mich eine Selbstdarstellung der politischen Kaste der KP Chinas.Nicht weniger, auch nicht mehr oder wenn Sie es anders verstehen wollen, meinetwegen auch.Es geht hier nicht um das Verständnis von China und dem Westen, es geht um die Anerkennung von Menschenrechten, die zugesagt wurden, sie "zumindest" während der Olympischen Spiele 2008 in Beijing, VR China, anzuwenden.Diese Maske hat die Regierung der VR China bereits verloren, da können Sie lamentieren, wie Sie wollen. Das haftet bei vielen Menschen in der Welt, nicht nur bei den Sportlern und hat Auswirkungen auf weitere Sportsendungen weltweit, auch aus der VR China.debrasseur

    dass sich viele Chinesen oeffnen wollen fuer mehr Freiheit und Demokratie. Jedoch der Traum ist mit Staerkung der KPC ausgetraeumt indem man auf die Foerderer dieses Traums einschlug und sie Luegner und Verraeter Chinas schimpfte. Die KPC geht gestaerkt aus dem Schlamassel hervor, die meisten Regime Kritiker sind verschwunden oder werden in Gefaengnissen gefoltert. Die Internetkontrolle war noch nie so hoch wie gerade jetzt und wieso sollten jetzt mit zerschlagenen Kraeften die Demokratie wiederbelebt werden, da doch wie einer hier mal sagte 99.9 % der Chinesen hinter der KP stehen.

    • Anonym
    • 14.08.2008 um 18:25 Uhr

    Meinungsfreiheit heißt noch lange nicht Meinungsvielfalt. Zuerst kommt die Meinungsfreiheit, oder anders herumg sollte die VR China für eine Meinungsvielfalt sorgen, wenn Meinungsfreiheit noch nicht geht, weil ... eine Demokratie wachsen muß.Gelinde gesagt, nach dem heutigen Stand der Dinge, das mache ich nicht an den Olympischen Spielen 2008 fest, sondern an der Unmöglichkeit überhaupt die Kritik von Seiten der Berichterstatter selbst entgegen nehmen zu wollen. Wer das noch nicht einmal will, der kann meines Erachtens nach, mit der Presse nur auf Kriegsfuß stehen.Wäre ich dort, als freier Journalist, Sie können mir glauben, in einem solchen Falle, wie dem jetzigen Vorfall während der besagten Pressekonferenz, hätte ich mich sofort zum Flughafen begeben und wäre nach Hause geflogen. Wie soll man ein Verhältnis der VR China mit ihren Gästen aus aller Welt verstehen, wenn die eingeladenen Presseleute, geradezu an der Ausübung ihres Berufes gehindert werden. Und Sie suggerieren hier fortlaufend und immer wieder, daß es eine Sportveranstaltung sein. Nun, für manche mehr oder weniger, für die VR China bleibt es für mich eine Selbstdarstellung der politischen Kaste der KP Chinas.Nicht weniger, auch nicht mehr oder wenn Sie es anders verstehen wollen, meinetwegen auch.Es geht hier nicht um das Verständnis von China und dem Westen, es geht um die Anerkennung von Menschenrechten, die zugesagt wurden, sie "zumindest" während der Olympischen Spiele 2008 in Beijing, VR China, anzuwenden.Diese Maske hat die Regierung der VR China bereits verloren, da können Sie lamentieren, wie Sie wollen. Das haftet bei vielen Menschen in der Welt, nicht nur bei den Sportlern und hat Auswirkungen auf weitere Sportsendungen weltweit, auch aus der VR China.debrasseur

    dass sich viele Chinesen oeffnen wollen fuer mehr Freiheit und Demokratie. Jedoch der Traum ist mit Staerkung der KPC ausgetraeumt indem man auf die Foerderer dieses Traums einschlug und sie Luegner und Verraeter Chinas schimpfte. Die KPC geht gestaerkt aus dem Schlamassel hervor, die meisten Regime Kritiker sind verschwunden oder werden in Gefaengnissen gefoltert. Die Internetkontrolle war noch nie so hoch wie gerade jetzt und wieso sollten jetzt mit zerschlagenen Kraeften die Demokratie wiederbelebt werden, da doch wie einer hier mal sagte 99.9 % der Chinesen hinter der KP stehen.

    • Anonym
    • 14.08.2008 um 18:25 Uhr

    Meinungsfreiheit heißt noch lange nicht Meinungsvielfalt. Zuerst kommt die Meinungsfreiheit, oder anders herumg sollte die VR China für eine Meinungsvielfalt sorgen, wenn Meinungsfreiheit noch nicht geht, weil ... eine Demokratie wachsen muß.Gelinde gesagt, nach dem heutigen Stand der Dinge, das mache ich nicht an den Olympischen Spielen 2008 fest, sondern an der Unmöglichkeit überhaupt die Kritik von Seiten der Berichterstatter selbst entgegen nehmen zu wollen. Wer das noch nicht einmal will, der kann meines Erachtens nach, mit der Presse nur auf Kriegsfuß stehen.Wäre ich dort, als freier Journalist, Sie können mir glauben, in einem solchen Falle, wie dem jetzigen Vorfall während der besagten Pressekonferenz, hätte ich mich sofort zum Flughafen begeben und wäre nach Hause geflogen. Wie soll man ein Verhältnis der VR China mit ihren Gästen aus aller Welt verstehen, wenn die eingeladenen Presseleute, geradezu an der Ausübung ihres Berufes gehindert werden. Und Sie suggerieren hier fortlaufend und immer wieder, daß es eine Sportveranstaltung sein. Nun, für manche mehr oder weniger, für die VR China bleibt es für mich eine Selbstdarstellung der politischen Kaste der KP Chinas.Nicht weniger, auch nicht mehr oder wenn Sie es anders verstehen wollen, meinetwegen auch.Es geht hier nicht um das Verständnis von China und dem Westen, es geht um die Anerkennung von Menschenrechten, die zugesagt wurden, sie "zumindest" während der Olympischen Spiele 2008 in Beijing, VR China, anzuwenden.Diese Maske hat die Regierung der VR China bereits verloren, da können Sie lamentieren, wie Sie wollen. Das haftet bei vielen Menschen in der Welt, nicht nur bei den Sportlern und hat Auswirkungen auf weitere Sportsendungen weltweit, auch aus der VR China.debrasseur

  2. schon so dumm ist sich auf eine Stufe mit der KPC zu stellen so wird es fuer all die schwierig werden wieder in ihr eigenes Land zurueckzukehren. Die Fragen werden wieder kommen und die Karriere ist fuer diese Herren und Damen gelaufen. Dann macht man eben nicht China fuer die schlechte Menschenrechtslage verantwortlich sondern das IOC und deren Vorsitzende und Funktionaere werden in der Presse ein wenig tiefer beleuchtet. Das beste fuer diese Herren und Damen waere wenn man sie nach China nach der Olympiade zurueckschickt, ihr Geld und Vermoegen einfriert und sie mal ein Jahr unter chinesischen Verhaeltnissen leben, damit sie merken was sie so leicht verkauften und veraten haben was vom Geist Olympias noch uebrig war.

  3. dass sich viele Chinesen oeffnen wollen fuer mehr Freiheit und Demokratie. Jedoch der Traum ist mit Staerkung der KPC ausgetraeumt indem man auf die Foerderer dieses Traums einschlug und sie Luegner und Verraeter Chinas schimpfte. Die KPC geht gestaerkt aus dem Schlamassel hervor, die meisten Regime Kritiker sind verschwunden oder werden in Gefaengnissen gefoltert. Die Internetkontrolle war noch nie so hoch wie gerade jetzt und wieso sollten jetzt mit zerschlagenen Kraeften die Demokratie wiederbelebt werden, da doch wie einer hier mal sagte 99.9 % der Chinesen hinter der KP stehen.

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