Internet-Kriminalität Die Speerfischer greifen anSeite 2/2
Entsprechende Daten finden die Kriminellen beispielsweise in „sozialen Netzwerken“ wie MySpace oder Facebook oder bei Ebay. In den USA werden Kreditkartendaten im zweistelligen Millionenbereich illegal von den Servern von Einzelhändlern kopiert . Aus Deutschland erfuhr man kürzlich - so berichtete Report München -, dass einige Einwohnermeldeämter die Daten von 500.000 Bürgern im Internet zugänglich gemacht hatten. Auf die Einwohnermeldedaten von Potsdam, Neuhardenberg und Hennigsdorf wurde offenbar bereits unberechtigt zugegriffen . Gut möglich, dass alle diese Daten demnächst im Internet angeboten werden. Und der Staat verlangt die Sammlung weiterer Daten - oder er beabsichtigt, das selbst zu tun. Das künftige Online-Bundesmelderegister könnte bis zu 60 Einträge enthalten – von der Anschrift bis zur zentralen Steuernummer.
Setzt der Staat die Gesellschaft insgesamt und ihre Daten einem Risiko aus? Verisign-Direktor Matthew Richard antwortet vorsichtig: „Die Angreifer werden alle Daten nutzen, die sie kriegen können. Ich würde aber nicht davon sprechen, dass die Daten oder die Gesellschaft in Gefahr sind. Doch es besteht die Möglichkeit, dass sie in Gefahr geraten.“
Eines ist sicher: Die Cyberkriminalität ist ein extrem profitables Geschäft. Es gibt Fachleute, die eine Gewinnmarge von sagenhaften 2500 Prozent für möglich halten. Damit wäre Cybercrime profitabler als Drogenschmuggel und Prostitution.
- Datum 18.08.2008 - 12:02 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Tja, wenn unser Staat seinem Michel suggeriert, daß Datenschutz, insbesondere Datenschützer lediglich Terroristen schützen, kann man doch wirklich nicht erwarten, daß die Sensibilität von seinen eigenen Daten recht hoch ist. "Ich bin doch eine gestzestreuer Bürger, ich hab doch nichts zu verbergen" - so schallt der Tenor des braven Bürgers und ist damit einverstanden, daß er erfasst, katalogisiert und gespeichert wird, ja sogar jegliche Vorsicht bei freiwilliger Bekanntgabe seiner sensiblen Daten fahren läßt.Dieses sorgenfreie Klima spielt den Gaunern natürlich alle Asse in die Hände. Die zünden vermutlich regelmäßig eine Kerze für unseren Promie-Schläfer Schäuble an und beten inbrünstig darum, daß dieser Tölpel weiterhin so gut für sie tätig ist. Bereits in der Grundschule sollte die persönliche Datensicherheit unter anderem im Internet Inhalt des Schulstoffes sein, um die einfachste Form des Datenklaus zu erschweren. Nur müßte dann auch über die Sicherheit gespeicherter Daten und die Möglichkeiten eines Datenangriffs unterrichtet werden. Auch wenn eine Personalisierung unter einer Nummer und deren Verknüpfung mit allen Lebensbereichen eines Bürgers die Arbeit der staatlichen Verwaltung erleichtert: Der Schaden ist unermesslich, wenn diese Daten in die falschen Hände fallen- und ich spreche hier nicht nur von dem wirtschaftlichen Schaden. Eine Steuernummer (!) ab Geburt- alleine diese perverse Idee sollte einem Bürger Schauer über den Rücken jagen. Die Terroristen können Ihre Arbeit einstellen und umlernen, sie haben Ihr Ziel erreicht. Den Rest erledigt die natürliche Gier des Menschen.Zetti
unser Schäuble wirds schon richten. Ansonsten ist dem Artikel, sowie dem vorangegangenen Kommentar nichts mehr hinzu zu fügen.
z. B. im Verwaltungsrecht. Wer weiß, dass Anhörungsbögen des Ordnungsamtes nicht online zugestellt werden dürfen, ist schon mal klar im Vorteil (wie sollten sie im Beispielsfalle denn auch? Ordnungsbehörden haben dann Nummernschild und Halter des Fahrzeugs, aber nicht seine e-Mail-Adresse.).
Da stimme ich meinen Vor-Kommentatoren absolut zu.
Zu Wissen hilft:
es ist nicht nur so, dass ein ganz klein wenig Wissen über die Bürokratie helfen würde, auch ein bisschen Wissen übers Internet kann nicht schaden. Wenn z.B. HMTL-eMails nicht zugelassen werden, dann kann man sehen, wohin ein Link führt. Wenn man z.B. weiß, dass die Absender-Adresse problemlos gefälscht werden kann, dann ist man weniger leichtgläubig.
Und sonst die übliche Technik: nicht als Admin arbeiten, Virenscanner aktuell halten, prüfen, was man herunter lädt...
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