Kino Sex im Alter

Der Film "Wolke 9" sorgt für Aufsehen. Ein Videointerview mit Regisseur Andreas Dresen

Andreas Dresen ist ein bescheidener Mann. Als sein Film im April in Cannes lief, war er sprachlos angesichts der Begeisterung, die ihm entgegenschlug. Eine ältere Dame hätte ihn nach der Premiere mit Tränen in den Augen umarmt. Die Festivalleitung begrüßte ihn mit: „Welcome to the family“.

Wolke 9 , dieser ungewöhnliche Film über eine ungewöhnliche Liebe, schaffte in Cannes, was selten gelingt: Publikum und Kritiker gleichermaßen für sich einzunehmen. Dabei hätte alles ganz anders kommen können: Wolke 9 behandelt ein Tabuthema. Sex im Alter. Schnell kann man sich da in der Tonart und dem Genre vertun.

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Dresens Film umschifft diese Gefahren geschickt. Die Natürlichkeit, mit der seine drei Hauptdarsteller Ursula Werner, Horst Rehberg, Horst Westphal und der Regisseur sich dem Thema nähern, ist beeindruckend. Nichts wirkt peinlich, nichts gestellt. Wie schon in Halbe Treppe (2002) arbeitete Dresen für Wolke 9 mit einem kleinen, eingeschworenen Team. Der semidokumentarische Zugang, der einige seiner besten Arbeiten auszeichnet, ist in Wolke 9 das Fundament der Geschichte. Er ermöglicht erst, dass man die erzählte Geschichte ernst nimmt.

Leser-Kommentare
  1. und fand die Szene mit den beiden ziemlich peinlich.Wenn ich mich recht erinnere, lachen sie darüber wie alt sie sind.Das Ganze schien so extrem bemüht authentisch und sympathisch zu sein, dass es bei mir ganz das Gegenteil bewirkte.Aber das ist nicht der erste Film, der an der Ambition ein angeblich tabuisiertes (uuuuuuh) Thema zu enttabuisieren (ooooooh) kläglich scheitert.

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    Einen Film als gescheitert zu bezeichnen, nachdem man den Trailer, und nichts als eben diesen, gesehen hat, ist ziemlich naiv. Oder hat nur mit Wichtigtuerei zu tun. Es tut mir leid, aber auf dieser Seite hätte ich fundamentiertere Kommentare erwartet.

    Einen Film als gescheitert zu bezeichnen, nachdem man den Trailer, und nichts als eben diesen, gesehen hat, ist ziemlich naiv. Oder hat nur mit Wichtigtuerei zu tun. Es tut mir leid, aber auf dieser Seite hätte ich fundamentiertere Kommentare erwartet.

  2. Einen Film als gescheitert zu bezeichnen, nachdem man den Trailer, und nichts als eben diesen, gesehen hat, ist ziemlich naiv. Oder hat nur mit Wichtigtuerei zu tun. Es tut mir leid, aber auf dieser Seite hätte ich fundamentiertere Kommentare erwartet.

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    ist sehr wichtig.Vor allem in diesem Fall, da nicht versucht wurde die Handlung anhand von verschiedenen Szenen aus dem Film zu resümieren, sondern einfach nur eine einzige, echte, rel. lange (kam mir lang vor) Szene gezeigt wurde. Da kann man sich schon ein Bild davon machen, wie der Film das Thema anfasst.

    ist sehr wichtig.Vor allem in diesem Fall, da nicht versucht wurde die Handlung anhand von verschiedenen Szenen aus dem Film zu resümieren, sondern einfach nur eine einzige, echte, rel. lange (kam mir lang vor) Szene gezeigt wurde. Da kann man sich schon ein Bild davon machen, wie der Film das Thema anfasst.

  3. ist sehr wichtig.Vor allem in diesem Fall, da nicht versucht wurde die Handlung anhand von verschiedenen Szenen aus dem Film zu resümieren, sondern einfach nur eine einzige, echte, rel. lange (kam mir lang vor) Szene gezeigt wurde. Da kann man sich schon ein Bild davon machen, wie der Film das Thema anfasst.

    Antwort auf "Wichtigtuerei"

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