Kino Sex im AlterSeite 2/2
Inge (Werner), beinahe 70, hat sich verliebt - in den 76-jährigen Karl (Westphal). Ihr Ehemann Werner (Rehberg), mit dem sie seit 30 Jahren verheiratet ist, ahnt davon nichts. Sie liebt ihren Mann. Weiter mit ihm zusammenleben kann sie nicht. Inge fühlt sich wie ein verliebter Teenager, wenn sie Karl sieht, und ist zugleich am Boden zerstört, wenn sie an ihr Leben denkt. Alles in ihr ist leicht und trotzdem kann alles nur in der Katastrophe enden.
Das ist die Tragik von Wolke 9 . Das Drama, der Konflikt, sei notwenig, sagt Dresen in unserem Videointerview . Man könne eine Liebesgeschichte zwischen alten Menschen nicht gleich erzählen wie zwischen jungen. Die Fallhöhe sei eine andere. Zum einen rechne man in diesem Alter nicht mehr unbedingt mit so großen Gefühlen, andererseits sei es ein Unterschied, ob man mit 40 oder mit 70 verlassen werde.
Die schönsten Szenen von Wolke 9 sind diejenigen, in denen die in die Jahre gekommenen Akteure sich ein ganzes Filmgenre aneignen. Wie sie Verliebtheit spielen und damit zugleich die Bilder zahlreicher mittelprächtiger Twentysomething -Liebeskomödien vergessen machen, das ist berührend. Auch dieses Mal wieder lässt Dresen seinen Akteuren viel Raum für Improvisation. Nie setzt er sie der Gefahr aus, ihre Würde zu verlieren. Selbst, wenn er sie bei der Liebe filmt, wirkt das behutsam.
Dass Sex auch im hohen Alter ein so großes Thema sei, habe ihn im Laufe der Recherchen zu Wolke 9 zumindest überrascht. Ausgangspunkt sei der kurze Dokumentarfilm Die Männer meiner Oma von Piet Eekman gewesen. Der Film beginnt mit der schönen Schrifttafel: „Mein Produzent wollte einen Film über Sex. Machen wir, sagte meine Oma.“ Für Dresen war dieser kleine Film der erste Erzählimpuls zu Wolke 9 . In einer Kinolandschaft, die kein Problem hat, Liebesgeschichten zwischen Zwanzig- und Dreißigjährigen im Dutzend Monat für Monat auf die Leinwand zu hieven, wirkt Wolke 9 wie ein Fremdkörper. Es ist ein schönes Argument für einen Film.
- Datum 15.12.2008 - 11:52 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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und fand die Szene mit den beiden ziemlich peinlich.Wenn ich mich recht erinnere, lachen sie darüber wie alt sie sind.Das Ganze schien so extrem bemüht authentisch und sympathisch zu sein, dass es bei mir ganz das Gegenteil bewirkte.Aber das ist nicht der erste Film, der an der Ambition ein angeblich tabuisiertes (uuuuuuh) Thema zu enttabuisieren (ooooooh) kläglich scheitert.
Einen Film als gescheitert zu bezeichnen, nachdem man den Trailer, und nichts als eben diesen, gesehen hat, ist ziemlich naiv. Oder hat nur mit Wichtigtuerei zu tun. Es tut mir leid, aber auf dieser Seite hätte ich fundamentiertere Kommentare erwartet.
Einen Film als gescheitert zu bezeichnen, nachdem man den Trailer, und nichts als eben diesen, gesehen hat, ist ziemlich naiv. Oder hat nur mit Wichtigtuerei zu tun. Es tut mir leid, aber auf dieser Seite hätte ich fundamentiertere Kommentare erwartet.
Einen Film als gescheitert zu bezeichnen, nachdem man den Trailer, und nichts als eben diesen, gesehen hat, ist ziemlich naiv. Oder hat nur mit Wichtigtuerei zu tun. Es tut mir leid, aber auf dieser Seite hätte ich fundamentiertere Kommentare erwartet.
ist sehr wichtig.Vor allem in diesem Fall, da nicht versucht wurde die Handlung anhand von verschiedenen Szenen aus dem Film zu resümieren, sondern einfach nur eine einzige, echte, rel. lange (kam mir lang vor) Szene gezeigt wurde. Da kann man sich schon ein Bild davon machen, wie der Film das Thema anfasst.
ist sehr wichtig.Vor allem in diesem Fall, da nicht versucht wurde die Handlung anhand von verschiedenen Szenen aus dem Film zu resümieren, sondern einfach nur eine einzige, echte, rel. lange (kam mir lang vor) Szene gezeigt wurde. Da kann man sich schon ein Bild davon machen, wie der Film das Thema anfasst.
ist sehr wichtig.Vor allem in diesem Fall, da nicht versucht wurde die Handlung anhand von verschiedenen Szenen aus dem Film zu resümieren, sondern einfach nur eine einzige, echte, rel. lange (kam mir lang vor) Szene gezeigt wurde. Da kann man sich schon ein Bild davon machen, wie der Film das Thema anfasst.
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