Großer Erfolg beim schwachen Geschlecht ist für echte Kerle offenbar doch nicht so wichtig, wie gemeinhin angenommen. Stattdessen stellt Ehrenhaftigkeit für Männer viel eher den Inbegriff von Männlichkeit dar. Das haben Wissenschaftler des Kinsey Institutes an der Universität Indiana jetzt in einer internationalen Umfrage herausgefunden.

Eigentlich wollten dabei zunächst die Forscher den Zusammenhang zwischen Männlichkeits-Ideal und der Hemmnis beleuchten, wegen Errektionsstörungen einen Arzt aufzusuchen. Dafür befragten sie 27. 000 Männer mit und ohne Potenzproblemen nach ihrer Definition von Männlichkeit und ihrer Idealvorstellung von einem schönen Leben. Die Männer kamen aus acht Staaten, unter anderem aus Deutschland, den USA, Frankreich und Italien, waren zwischen 20 und 75 Jahre alt und wurden im Rahmen von Telefon-Interviews befragt.

"Von anderen als ehrenhaft angesehen werden", war die beliebteste Antwort bei der Männlichkeitsdefinition (33 Prozent). Auf Platz zwei der männlichsten Eigenschaften landete  "Das Leben unter Kontrolle haben" (27 Prozent). Dieser Punkt war vor allem für die deutschen Umfrageteilnehmer entscheidend. Nur drei Prozent aller befragten Männer gaben an, ein aktives Sexleben sei der Inbegriff des Mannseins.

Für ein glückliches Leben wünschten sich 29 Prozent aller Männer eine gute Gesundheit. Auf Platz zwei folgte das harmonische Familienleben (25 Prozent) und auf Platz drei mit 23 Prozent die gute Beziehung zur eigenen Frau oder zum Partner. Auch hier landete das befriedigende Sexleben weit abgeschlagen mit zwei Prozent auf dem letzten Platz. Für beide Fragestellungen - Männlichkeit und Glück -  gab es keine Abweichungen zwischen  und impotenten Männern. "Wir müssen uns von den üblichen Vorurteilen und Stereotypen verabschieden", lautete daher das Fazit der Studie.