Konjunktur Deutschland auf dünnem EisSeite 2/2
ZEIT ONLINE: Die deutsche Wirtschaft wurde lange vom Export getragen. Der bricht jetzt ein. Wiegt das nicht viel schwerer als die Hoffnung, der Konsum möge wieder steigen?
Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz-Gruppe, zu der auch die Dresdner Bank gehört
Heise: Der Exportmotor ist nach Jahren des Aufschwungs abrupt zum Stillstand gekommen. Es zeigt sich erneut, wie stark wir mit der Weltwirtschaft verflochten sind und dass wir vor allem auf zyklische Güter spezialisiert sind, wie Autos oder Maschinen. Steckt die Weltwirtschaft in Schwierigkeiten, so wie jetzt, bricht gerade die Nachfrage nach solchen Gütern ein. Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Export unsere Wirtschaft im zweiten Halbjahr nicht mehr antreibt. Deshalb ist der Konsum ja so wichtig. Ich glaube aber nicht, dass es eine leere Hoffnung ist, auf seine Zunahme zu setzen, denn die Masseneinkommen werden real wieder steigen.
ZEIT ONLINE: Was halten Sie von der Forderung, die Kaufkraft der Verbraucher weiter zu stärken, etwa durch Steuersenkungen oder indem man die Pendlerpauschale wieder einführt?
Heise: Für Steuersenkungen bin ich sehr zu haben. Aber sie sollten kein kurzfristiges Konjunkturprogramm sein, sondern die Bürger langfristig entlasten. Die Steuerbelastung ist über lange Zeit gestiegen, ohne dass die Menschen real besser gestellt waren. Vor allem die Bezieher unterer und mittlerer Einkommen werden in Deutschland mit Abgaben und Steuern vergleichsweise stark belastet. Man zahlt schon ab einem Jahreseinkommen von 7600 Euro Einkommenssteuer, und wenn das Einkommen in diesen Bereichen wächst, steigt auch der Grenzsteuersatz schnell an. Das müsste man ändern. Konjunkturelle Wirkungen wären da eher ein Nebeneffekt.
ZEIT ONLINE: Worum geht es dann?
Heise: Das Thema ist gerade vor dem Hintergrund der Diskussion über die Frage, wie gerecht oder ungerecht Niedriglohnjobs sind, wichtig. Man kann das nicht debattieren, ohne die Abgabenbelastung der unteren Einkommensklassen mitzudenken. Von der Pendlerpauschale hingegen halte ich nichts. Es hat viel Kraft gekostet, die gegenwärtige Regelung zu finden. Jetzt sollte man auch dabei bleiben.
Die Fragen stellte Alexandra Endres
- Datum 27.08.2008 - 11:25 Uhr
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ein interessanterer artikel und darauf folgender thread zu besteuerung der deutschen ist hier zu leseen .eine der kernaussagen ist : die am wenigsten verdienenden 20% aller steuerzahler ( bis 11 000 euro im jahr) zahlen im jahr zusammen 175 milionen euro einkommensteuer.das am besten verdienende 1 % der steuerzahler ( ueber 162 000 euro im jahr) bezahlen 34,9 milliarden euro einkommensteuersteuer ( = 20% der steuereinnahmen) wuerde man die einkommensteuer dieses einen prozent der bestverdienenden nur um 0.5% erhoehen ( += 175 millionen euro ) koennte man den 20 % der geringverdienenden die einkommensteuer komplett erlassen ! das wuerde den konsum anregen und das eine 1% der bestverdienenden wuerden nicht weniger konsumieren ... geschweige denn ueberhaupt bemerken , dass sie weniger geld haben ... wie man das noch weiter optimieren kann ist offensichtlich.
Das mag ja alles so stimmen, aber die wichtigsten Punkte haben Sie bei Ihrer Überlegung unberücksichtigt gelassen!
das am besten verdienende 1 % der steuerzahler verfügt über 100% der Medienmacht; und, vor allem: Bundestagsabgeordnete gehören zu dem am besten verdienende 1 % der steuerzahler.
Das mag ja alles so stimmen, aber die wichtigsten Punkte haben Sie bei Ihrer Überlegung unberücksichtigt gelassen!
das am besten verdienende 1 % der steuerzahler verfügt über 100% der Medienmacht; und, vor allem: Bundestagsabgeordnete gehören zu dem am besten verdienende 1 % der steuerzahler.
Das mag ja alles so stimmen, aber die wichtigsten Punkte haben Sie bei Ihrer Überlegung unberücksichtigt gelassen!
das am besten verdienende 1 % der steuerzahler verfügt über 100% der Medienmacht; und, vor allem: Bundestagsabgeordnete gehören zu dem am besten verdienende 1 % der steuerzahler.
muss es in kurzen kommentaren geben ... sie haben mit ihrem einwand sicher recht : der wille dieses "steuergeschenk" zu machen tendiert gegen null.in zusammenhang mit dem lamento im artikel selber , das auf eine (imaginaere) wuenschenswerte (?) kaufkrafterhoehung ahebt, sollte mein kommentar nur die praktisch einfache machbarkeit genau dessen anhand eines einfachen beispiels belegen. die faktische verweigerung des staates bezuglich solcher maßnahmen hat weitreichende ursachen wie die grundsaetzlich weiterverschuldung des volkes in ihre abhaengigkeit zur macht. in sofern gilt zu resumieren, das der artikel hier das uebliche gewaesch eines desinformativen meinungsmonopols ohne jegliche realpolitische relevanz bleibt und der weiteren verdummung und hinhaltestrategie der gegenwaertigen politik dient. schoene gruesse
Aufgrund langjähriger massiver Umverteilungsprozesse von unten nach oben ist der Apparat zur Volksmanipulation, Volksüberwachung und Volksgängelung gezwungenermaßen immer größer geworden. Das bedeutet, er schluckt immer mehr Resourcen, die somit nicht produktiv eingesetzt werden können. Das verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit natürlich.
Ferner haben die damit verbundenen Tendenzen - Verlogenheit und Geistlosigkeit im Informationssektor, Polizeistaatspraktiken usw. Deutschland unattraktiv für die gemacht, die problemlos auch eine Arbeit z.B. in der Schweiz, in Dänemark oder den USA bekommen können: Für die besten Arbeitskräfte. Das macht sich natürlich auch bemerkbar.
Weiterhin ist der aggressiv-expansive Wachstumskurs deutscher Konzerne längst auf massiven internationalen Widerstand gestossen: Polen arbeiten mit Briten zusammen, um Springer in Polen unten zu halten, die EU dreht die deutschen Großkonzerne durch die Mangel und so weiter.
Die deutschen Ober-Raffkes haben nicht nur keine Moral, sondern auch keinen Rundumblick und keine Phantasie. Sie sind einfach dabei, sich ihre eigenen Gräber zu schaufeln.
Winfried Sobottka, ein Sprecher der Anarchistinnen und Anarchisten in Österreich und der BRD.
muss es in kurzen kommentaren geben ... sie haben mit ihrem einwand sicher recht : der wille dieses "steuergeschenk" zu machen tendiert gegen null.in zusammenhang mit dem lamento im artikel selber , das auf eine (imaginaere) wuenschenswerte (?) kaufkrafterhoehung ahebt, sollte mein kommentar nur die praktisch einfache machbarkeit genau dessen anhand eines einfachen beispiels belegen. die faktische verweigerung des staates bezuglich solcher maßnahmen hat weitreichende ursachen wie die grundsaetzlich weiterverschuldung des volkes in ihre abhaengigkeit zur macht. in sofern gilt zu resumieren, das der artikel hier das uebliche gewaesch eines desinformativen meinungsmonopols ohne jegliche realpolitische relevanz bleibt und der weiteren verdummung und hinhaltestrategie der gegenwaertigen politik dient. schoene gruesse
Aufgrund langjähriger massiver Umverteilungsprozesse von unten nach oben ist der Apparat zur Volksmanipulation, Volksüberwachung und Volksgängelung gezwungenermaßen immer größer geworden. Das bedeutet, er schluckt immer mehr Resourcen, die somit nicht produktiv eingesetzt werden können. Das verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit natürlich.
Ferner haben die damit verbundenen Tendenzen - Verlogenheit und Geistlosigkeit im Informationssektor, Polizeistaatspraktiken usw. Deutschland unattraktiv für die gemacht, die problemlos auch eine Arbeit z.B. in der Schweiz, in Dänemark oder den USA bekommen können: Für die besten Arbeitskräfte. Das macht sich natürlich auch bemerkbar.
Weiterhin ist der aggressiv-expansive Wachstumskurs deutscher Konzerne längst auf massiven internationalen Widerstand gestossen: Polen arbeiten mit Briten zusammen, um Springer in Polen unten zu halten, die EU dreht die deutschen Großkonzerne durch die Mangel und so weiter.
Die deutschen Ober-Raffkes haben nicht nur keine Moral, sondern auch keinen Rundumblick und keine Phantasie. Sie sind einfach dabei, sich ihre eigenen Gräber zu schaufeln.
Winfried Sobottka, ein Sprecher der Anarchistinnen und Anarchisten in Österreich und der BRD.
Anamnese richtig
Diagnose teilweise richtig
Therapie komplett falsch
kann man nur sagen zu dem Artikel.
Richtig:
- Das reale Arbeitseinkommen insbesondere der unteren Einkommensschichten ist gefallen in den letzten Jahren.
- Wir haengen stark am Export.
- Die Weltwirtschaft ist oder rutscht in eine Rezension.
- Der Binnenkonsum sollte gestaerkt werden.
- Falsch: Die Steuerquote ist in den letzten Jahren gestiegen.
Die Steuerquote und insbesondere die Staatsquote ist in den letzten Jahren bestaendig GEFALLEN!
- Falsch: Die Steuern sollten gesenkt werden.
Die Steuern sollten NICHT gesenkt werden! Wie meine Vorkommentatoren genau richtig geschrieben haben: die kalte Progression sollte abgeschafft werden. Aber: auf Kosten der Einkommensstarken. Insbesondere sollten Kapitaleinkommen sehr viel hoeher besteuert werden.
muss es in kurzen kommentaren geben ... sie haben mit ihrem einwand sicher recht : der wille dieses "steuergeschenk" zu machen tendiert gegen null.in zusammenhang mit dem lamento im artikel selber , das auf eine (imaginaere) wuenschenswerte (?) kaufkrafterhoehung ahebt, sollte mein kommentar nur die praktisch einfache machbarkeit genau dessen anhand eines einfachen beispiels belegen. die faktische verweigerung des staates bezuglich solcher maßnahmen hat weitreichende ursachen wie die grundsaetzlich weiterverschuldung des volkes in ihre abhaengigkeit zur macht. in sofern gilt zu resumieren, das der artikel hier das uebliche gewaesch eines desinformativen meinungsmonopols ohne jegliche realpolitische relevanz bleibt und der weiteren verdummung und hinhaltestrategie der gegenwaertigen politik dient. schoene gruesse
Aufgrund langjähriger massiver Umverteilungsprozesse von unten nach oben ist der Apparat zur Volksmanipulation, Volksüberwachung und Volksgängelung gezwungenermaßen immer größer geworden. Das bedeutet, er schluckt immer mehr Resourcen, die somit nicht produktiv eingesetzt werden können. Das verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit natürlich.
Ferner haben die damit verbundenen Tendenzen - Verlogenheit und Geistlosigkeit im Informationssektor, Polizeistaatspraktiken usw. Deutschland unattraktiv für die gemacht, die problemlos auch eine Arbeit z.B. in der Schweiz, in Dänemark oder den USA bekommen können: Für die besten Arbeitskräfte. Das macht sich natürlich auch bemerkbar.
Weiterhin ist der aggressiv-expansive Wachstumskurs deutscher Konzerne längst auf massiven internationalen Widerstand gestossen: Polen arbeiten mit Briten zusammen, um Springer in Polen unten zu halten, die EU dreht die deutschen Großkonzerne durch die Mangel und so weiter.
Die deutschen Ober-Raffkes haben nicht nur keine Moral, sondern auch keinen Rundumblick und keine Phantasie. Sie sind einfach dabei, sich ihre eigenen Gräber zu schaufeln.
Winfried Sobottka, ein Sprecher der Anarchistinnen und Anarchisten in Österreich und der BRD.
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