Montags-Kolumne Amerikas Schwäche
Der Westen und Russland sind wegen des Kaukasus-Kriegs in einer strategischen Sackgasse gelandet

© Getty Images; ZEIT ONLINE Grafik
Russland und der Westen auf Konfrontationskurs
Die Olympischen Spiele sind mit einer beeindruckenden „ show of force “ der Volksrepublik China zu Ende gegangen. Mit seinen 51 Goldmedaillen hat China nicht nur den ersten Platz unter den teilnehmenden Nationen errungen, mit der Präsentation dieser Spiele hat es auch der ganzen Welt gegenüber seinen Fortschritt und seine Macht demonstriert.
Vielleicht wird man im Rückblick eines Tages feststellen, dass diese Demonstration chinesischer Stärke eines der wenigen „ehrlichen“ Ergebnisse der Olympischen Spiele 2008 gewesen ist. Denn in der Tat ist China mit Riesenschritten auf dem Weg zur Weltmacht, und die Politik Amerikas hat dazu nicht wenig beigetragen.
Zeitgleich mit Chinas olympischer Machtdemonstration schlitterte der Westen wegen des Kaukasus-Krieges in eine Konfrontation mit Russland; eine Konfrontation, die sich sowohl für Amerika und Europa wie auch für Russland als weitere strategische Sackgasse erweisen wird.
Mit seiner Irak-Politik manövrierte George W. Bush den Westen bereits in die erste strategische Sackgasse. Die USA vergeuden dort ihre Kraft und Glaubwürdigkeit, um am Ende – wenn es gut geht! - einen nur mühselig aufrechtzuerhaltenden Status quo zu hinterlassen, in dem Iran zur neuen regionalen Hegemonialmacht aufgestiegen ist. Bushs politisches Erbe ist eine Konfrontation des Westens mit der islamischen Welt, deren Ende noch nicht absehbar ist.
Man stelle sich nur einmal vor, wo die Welt heute stünde, wenn die USA nach dem 11. September 2001 - als ihr noch die Mehrheit der Weltbevölkerung moralisch und politisch beiseite stand - eine multilaterale Anstrengung zur Lösung der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten und zur Bekämpfung von Armut und Korruption gestartet hätten. George W. Bush ließ diese historische Chance ungenutzt verstreichen.
Von Amerikas Desaster im Irak profitieren heute viele, allerdings nicht der Westen und auch nicht die Sache der Menschenrechte oder der Demokratie. Ein regionaler Nutznießer ist Iran, der globale aber heißt China. Während die westliche Führungsmacht USA ihre Glaubwürdigkeit und Macht im sogenannten „Krieg gegen den Terror“ – sprich: gegen weite Teile der islamischen Welt – verschleißt, wächst China im Windschatten dieser strategischen Torheit kräftig heran.
- Datum 08.05.2009 - 10:11 Uhr
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Welches Problem auch immer die Welt bewegt, Fischers Diagnose kommt immer zum gleichen Ergebnis wie auch heute:"Nötig sind stattdessen eine Stärkung des transatlantischen Bündnisses und vor allem der EU,..."_______________________________________________________
Die Interessen der ZEIT:
http://www.mein-parteibuc...
Was derzeit wirklich passiert:
http://www.pelastop.de/20...
Wann meldet sich Herr Fischer eigendlich endlich freiwillig für den Fronteinsatz im Afghanistan Krieg, für welchen er sonst kräftig die Werbetrommel rührt?
Das ist von einem ehemaligen Außenminister sehr dürftig. Nach den politischen Enwicklungen der letzten Jahre wird es Zeit, sich zu Rußland zu bekennen. Die USA werden mit Obamas neuen Mann noch mehr Völkerrecht brechen(http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/08/mit-biden-als-vize-hat-obama-seine.html)
und dann Gnade uns Gott, wenn wir Verbündete dieser aggressiven Großmacht bleiben.
Vor Rußland habe ich keine Angst, aber vor der ungerechten Großmachtpolitik der USA schon.
Bin auch der Meinung!!!
Wenn man bedenkt,dass zusammengenommen der grösste Nutzniesser amerikanischer Aussenpolitik Europa war...Europa ist nicht in der Lage sich selbst zu verteidigen,stattdessen wird immer nach Amerika geschrien ,andererseits sollten Teile von Europas Elite ihren Unterwürfigkeitsreflex abstreifen und einsehen dass die strategischen Interessen Europas und Amerikas viele Gemeinsamkeiten doch in wichtigen Punkten auch Unterschiede aufweisen wie zB in der Sicherheitspolitk im Nahen und Mittleren Osten...waere nett wenn das Europa einsehen und beherzigen würde.
Bin auch der Meinung!!!
Wenn man bedenkt,dass zusammengenommen der grösste Nutzniesser amerikanischer Aussenpolitik Europa war...Europa ist nicht in der Lage sich selbst zu verteidigen,stattdessen wird immer nach Amerika geschrien ,andererseits sollten Teile von Europas Elite ihren Unterwürfigkeitsreflex abstreifen und einsehen dass die strategischen Interessen Europas und Amerikas viele Gemeinsamkeiten doch in wichtigen Punkten auch Unterschiede aufweisen wie zB in der Sicherheitspolitk im Nahen und Mittleren Osten...waere nett wenn das Europa einsehen und beherzigen würde.
Eine "Stärkung des transatlantischen Bündnisses" hat bereits S.P.Huntington in seinem Buch "Der Kampf der Kulturen" gefordert: "Im Kampf der Kulturen werden Europa und Amerika vereint marschieren müssen oder sie werden getrennt geschlagen." (S.531) Dies zielt auf Konfrontation, statt Kooperation. Das Klima- und andere Weltprobleme bedürfen weltinnenpolitischer Kooperation im Dialog der Kulturen über eine noch zu stärkende UNO. Dazu müsste allerdings nicht nur der Glaubwürdigkeitsverlust durch die US-Politikder letzten Jahre, sondern auch der Hass überwunden werden, der durch diese Politik der Stärke und Machtdemonstration - insbesondere im Irak - entstanden ist. Die Entwicklungen im Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan .... und natürlich Palästine/Israel geben viele Gründe zur größten Besorgnis.
Die Zukunft steht also auf Konfrontation, egal welcher Himmelsrichtung man sich zuwendet. Russland darf als Grossmacht nicht bestehen, China darf nicht zur Weltmacht aufsteigen und der Islam darf keine Grösse im Mittleren Osten sein. Wer bestimmt eigentlich, wer was darf und was nicht? Der Klarstellung wegen: Russland ist eine Grossmacht, Chinas Weg zur Weltmacht ist nicht ein "ob" sondern ein "wann" und der Islam ist ein Machtfaktor im Mittleren Osten. Die sind Realitäten, aber offenbar sind diese weit entfernt von der Vorstellungskraft transatlantischer Bestrebungen.Wir brauchen also Russland, aber nur so lange es den Aufstieg Chinas verlangsamt. Wir brauchen China, aber nur so lange es Russland von Osten bedroht. Wir brauchen den Islam, aber nur so lange seine totalitären Vertreter uns die Rohstofflieferungen sichern. Diese Theoie ist grausam, sie verkündet: Wir gegen den Rest der Welt. Welche Perspektiven bieten sich uns dann noch an? Die Frage der Aufrüstung Europas ist damit schon beantwortet. Polen ist nur der erste Schritt dahin, Georgien ein weiterer.Welthegemonie und Allmachtswahn, eine furchtbare Kombination ungezügelter Besessenheit.
http://de.youtube.com/wat...soweit zum Friedensbringer USAFrau Merkel hat in ihrem letzten Interview behauptet die deutschen Interessen zu vertreten (Kaukasus).
Dies veranlasst mich natürlich bei der nächsten wahl besonders gründlich darüber nachzudenken, wo ich mein Kreuzchen mache.
Unsere Bundesregierung rennt doch auch nur dem Amerikaner hinterher, nur eben etwas verschleierter...
Auf der Homepage des russischen Radiosenders "Die Stimme Russlands"
(man kann die Sprache in Deutsch einstellen) - wo in der Vergangenheit
nicht nur regierungsfreundliche Kommentare abgegeben wurden - sieht man
den Sachverhalt etwas anders.
So z.B. auch die Aktivitäten der NATO im Schwarzen Meer, in den Raum,
der unmittelbar an die Verantwortungszone der russischen Flotte
grenzt... auch die Türkei spielt da eine Rolle, die sich bislang - wie
zu lesen - gegen eine Durchfahrt der Schiffe wehren konnte....
Meine sehr geehrten Damen und Herren.
Historisch sind die Vereinigten Staaten von Amerika ein einzigartiges Produkt der europäischen Aufklärung, entstanden 1776 aus nüchtern räsonierender Auflehnung gegen die imperiale Macht Grossbritanniens. Die Revolte des selbstbewussten Bürgertums in der britischen Kolonien lieferte der Französischen Revolution, die wenige Jahre später einsetzte, die ideelle wie politische Vorlage. Weil ideologischer geprägt, etwa vom totalitären gesellschaftspolitischen Gedankengut Jean Jacques Rousseaus, fiel der französische Aufstand gegen die absolutistische Macht des Gottesgnadentums allerdings viel radikaler und weit blutiger aus.
Zusammen haben diese kontrastierenden Revolutionen unsere westliche Moderne geprägt. Die Franzosen mit <Liberte, Egalite, Fraternute> eher abstraktideell, die Amerikaner mit dem <Pursuit of happiness> hingegen praktisch. Politisch wie wirtschaftlich wie kulturell.
Das gern als geschichtslos belächelte Amerika schöpft aus seiner vergleichsweise kurzen Geschichte eine einzigartige Kraft. Die Gründerväter der Republik haben eine Identität geschaffen <(Government of the people, by the peopel, for the peopel)>, deren Sendungbewusstsein sich nicht nur mit dem eklatanten Erfolg ihres Modells erklärt. Auch Religiosität und Frömmigkeit haben einen einzigartigen missionarischen Eifer geformt. Im Selbstverständnis der amerikanischen Gesellschaft sind Gott und die Bibel in einem Mass Identitätstiftend, wie es uns säkularisierenten Europäern fremd geworden ist. Womit wir eine der massgeblichen Triebfedern amerikanischen Handelns ignorant übersehen, wenn es darum geht, Amerika in seiner Widersprüchlichkeit zu verstehen.
Ausgerechnet das aus einer koloniale Revolte hervorgegangene Amerika muss sich heute vorwerfen lassen, es verhalte sich wie eine klassische imperiale Macht. Doch nicht immer haben die Vereinigten Staaten nur aus puren Egoismus gehandelt. Amerika hat Europa in zwei Weltkriegen aus der Selbstzerstörung befreit. Amerika hat 1945 Grossbritannien und Frankreich daran gehindert, ihre Kolonialreiche wieder aufzurichten. Amerika hat sich in Korea Stalins Expansionsdrang entschlossen widersetzt. Amerika hat während gut vierzig Jahren die Hauptlast des Kalten Krieges getragen. Dagegen müssen sich die USA den sinnlosen Vietnam-Krieg anrechnen lassen, ihre hemdsärmligen Interventionen in Mittel- und Südamerika sowie den visionslosen Umgang mit den Konflikten im Mittleren Osten. Wie die <pax romana> in der Regel nicht mit Ideen, sondern mit Bajonetten geschaffen worden.
Jetzt muss es heißen: Council of Foreign Relations.
Freiherr Antonio von SALIS
Im Ersten haben sie eingegriffen, weil die Niederlage der Engländer & Franzosen den Zusammenbruch ihres Finanzsystems nach sich gezogen hätte, im Zwoten, weil die Nazi - Ideologie ein Feind in ihrem Inneren war (Henry Ford & Co). Ansonsten haben sie in den letzten 100 Jahren 200 Kriege geführt. Wie friedliebend...Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
Ludwig Wittgenstein
Damit wir aber nicht alle dumm sterben, hier eine Beschreibung desgelobten CFR, des Council on Foreign Relations.
Im Ersten haben sie eingegriffen, weil die Niederlage der Engländer & Franzosen den Zusammenbruch ihres Finanzsystems nach sich gezogen hätte, im Zwoten, weil die Nazi - Ideologie ein Feind in ihrem Inneren war (Henry Ford & Co). Ansonsten haben sie in den letzten 100 Jahren 200 Kriege geführt. Wie friedliebend...Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
Ludwig Wittgenstein
Damit wir aber nicht alle dumm sterben, hier eine Beschreibung desgelobten CFR, des Council on Foreign Relations.
Nachtrag: Der Artikel hatte streckenweise lichte Momente und trotzdem sind die Schlussfolgerungen unproduktiv. Ich habe keine Lust auf eine solche Zukunft und niemand hat das Recht uns diese Düseternis aufzuzwingen. Wer vertritt eigentlich die Interessen der Bürger dieses Staates. Weder Merkel noch Steinmeier erfüllen Ihre Aufgabe, die Politik in Deutschland muss sich ein Totalversagen vorwerfen lassen. Aussenpolitisch sind wir die Ja-Sager von Bush und Rice, aber auf keinen Fall ein ernst zu nehmende Partner. Dies hat nichts mit mangelnder Bewaffnung sondern mit dem Fehler von Rückgrat zu tun.
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