Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) sank die Zahl der Arbeitslosen auf 3.196.000. Damit waren 510.000 Menschen weniger arbeitslos als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 7,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte diese noch 8,8 Prozent betragen.

Damit setzt sich der Aufschwung am Arbeitsmarkt fort - wenn auch mit gebremster Dynamik. Im ersten Quartal war die Zahl der Arbeitslosen noch im Durchschnitt jeden Monat um 67.000 gesunken.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte, die positive Grundtendenz am Arbeitsmarkt halte an. Von der Abschwächung der konjunkturellen Dynamik zeige sich der Arbeitsmarkt bisher unbeeindruckt. Der Rückgang im August bewegte sich in der Größenordnung der letzten beiden Jahre. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl im August um 40.000  zurückgegangen.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag mit 40,31 Millionen um 560.000 über dem Wert des Vorjahres. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm binnen Jahresfrist um 596.000  zu. In Westdeutschland waren im August 2.109.000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung, in Ostdeutschland 1.087.000.

Arbeitsmarkt-Experten bezeichneten den Rückgang als stärker als erwartet. "Das zeigt, dass der Arbeitsmarkt ein spätzyklischer Indikator ist. Die Unternehmen haben auf die konjunkturelle Abschwächung noch nicht reagiert. Viele haben Angst, durch Personalabbau wertvolle Fachkräfte zu verlieren. Wir glauben aber, dass sich die Abschwächung noch in diesem Jahr am Arbeitsmarkt widerspiegeln wird", sagte Eckart Tuchtfeld von der Commerzbank.

"Das sind starke Zahlen vom Arbeitsmarkt", sagte Sebastian Wanke von der Dekabank. "Wir hatten mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet, aber in geringerem Ausmaß. Die erfreuliche Entwicklung am Arbeitsmarkt können wir aber nicht mehr weit in die Zukunft fortschreiben. Der Arbeitsmarkt wird spätestens im Winter auf die schwächere Konjunktur reagieren."