Solarstrom

Andalusiens Sonne ernten

© Solar Millennium AG

Hier sehen Sie das größte solarthermische Kraftwerk der Welt, das in diesen Tagen ans Netz geht. Auf zwei Quadratkilometern Fläche reihen sich  die Parabolspiegel von "Andasol" aneinander, um die Sonne einzufangen und aus ihrer Wärme Strom zu produzieren. Das Projekt hat Vorzeigecharakter, denn es erzeugt Solarstrom im großen Stil. So kann der Ökostrom mit dem bislang noch günstigeren Kohlestrom konkurrieren.

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Leser-Kommentare
    • ttob
    • 22.10.2008 um 16:53 Uhr

    ... tolle Bilder! Einige Zahlen hätten mich noch interessiert, etwa der Wirkungsgrad (soll angeblich bei 60% Sonnenlichtausbeute liegen) usw. aber da spricht halt der Techniker.

    Ein Hieb für alle alternative-Energie-Pessimisten und Atom-/Kohlestromjünger.

    Es depremiert mich zwar ein bisschen, dass der Strom letztlich nur wieder über die brachiale Wasserdampfmethode erzeugt wird, aber mein Gott, wenn's wirtschaftlich ist. Reine Photopholtaik ist leider immer noch nicht der Bringer, da scheint man nicht über 20% Wirkungsgrad herauszukommen :-( Keine Ahnung wo es da hängt, vermutlich noch in der Grundlagenforschung.

    • Colon
    • 22.10.2008 um 17:20 Uhr

    Prima.
    Jeden Tag so eine gute Botschaft und wir schauen wieder optimistischer in die Zukunft.

    Übrigens kostet ein Kernkraftwerk in den Dimensionen jenes erwähnten Projektes für Ägypten auch 4,5 Milliarden Euro und bräuchte eine Menge Kühlwasser. Mit fossilen Kraftwerken dürfte es sich ähnlich verhalten, jedoch fallen die Investitionskosten niedriger aus.

    Weiter so!

    Grüße

    C. Leusch

    PS: Frage, Wasserbedarf des spanischen Solarkraftwerks?

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    Ich vermisse bei der Kostenberechnung bei Atomkraftwerken immer die gesamten Entwicklungskosten bis zur ersten Inbetriebnahme dieser. Soviel ich weiß wurden auch da enorme Subventionen durch den Staat gewährt. Nichts anderes passiert derzeit bei der Solarenergie. Ohne Forschungsgelder läuft eben nichts, außerdem ist das Geld auch sinnvoll investiert.
    willy

    Ich vermisse bei der Kostenberechnung bei Atomkraftwerken immer die gesamten Entwicklungskosten bis zur ersten Inbetriebnahme dieser. Soviel ich weiß wurden auch da enorme Subventionen durch den Staat gewährt. Nichts anderes passiert derzeit bei der Solarenergie. Ohne Forschungsgelder läuft eben nichts, außerdem ist das Geld auch sinnvoll investiert.
    willy

  1. Das Projekt sei nur deshalb wirtschaftlich, weil der spanische Staat 27 cents pro kw/h fuer 25 Jahre garantiert. Also ist es noch unwirtschaftlich und es steckt wohl die Hoffnung dahinter, dass durch Massenproduktion der Geraete irgendwann Wirtschaftlichkeit entsteht. Nur muesste man hier noch einmal mit dem spitzen Bleistift kalkulieren, damit eben diese Massenproduktion Chancen hat und stattfindet. Bei der Beschleunigung innovativer Methoden ist die Privatwirtschaft alleine zu wenig hilfreich. So finden zum Beispiel auch die Brennstoffzelle oder die neue Lichttechnologie oder die Wasserstoffwirtschaft oder die Lithiumbatterieentwicklung zu wenig Enthusiasmus, weil eingefahrene Systeme nicht ueberwunden werden. (Bitte vergleichen Sie doch einmal die Kosten). Eines davon ist auch die Strasse als Transportweg (fast eine Million Tote pro Jahr). Wir koennten vieles besser machen, wenn der politische und wirtschaftliche Wille/Bereitschaft vorhanden waeren.

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    • drelux
    • 22.10.2008 um 18:37 Uhr

    Sie schreiben „Das Projekt sei nur deshalb wirtschaftlich, weil der spanische Staat 27 cents pro kw/h fuer 25 Jahre garantiert.“ Was glauben Sie denn, wie teuer die kWh aus Kernenergie wäre, wenn alle Kosten eingepreist würden?

    Z.B. die Kosten der Entsorgung und Endlagerung radioaktiven Mülls, die Sicherung und gegebenenfalls Wartung dieses Endlagers, das noch gar nicht existiert, über einen Zeitraum von Zehntausenden von Jahren. Ich möchte nur daran erinnern, dass das Lager Asse gerade absäuft und wenn überhaupt, dann nur mit Milliarden saniert werden kann. Gedacht war es für die „Ewigkeit“.

    Ein Versicherungsschutz für die Bevölkerung, der auch größere Störfälle abdeckt, existiert bislang nicht, da er nicht zu bezahlen wäre (aber Störfälle sind bei unseren Kernkraftwerken ja ausgeschlossen :-> ).

    Irgendwann müssen Kernkraftwerke demontiert werden, hoffentlich sind dann ausreichend Rückstellungen zur Durchführung dieser Arbeiten vorhanden.

    Brennstoffzellen, die Wasserstoffwirtschaft oder die Lithiumbatterien sind keine Energiequellen, sondern Energieträger, können also überhaupt nicht mit der Solartechnologie, auch nicht mit den aus fossilen Brennstoffen oder Uran beruhenden Anlagen zur Elektrizitätserzeugung verglichen werden. Wasserstoff kann sowohl aus fossilen Brennstoffen als auch durch Elektrolyse hergestellt werden.

    Unabhängig davon, wie lange die Vorräte an fossilen Brennstoffen, die als Brennstoffe eigentlich zu schade sind, noch reichen, irgendwann neigen sie dem Ende zu.

    Die wichtigste Energiequelle wird dann die Sonne sein. Wind, Wasser, Geothermie und die Gezeiten können sicherlich regional einen Beitrag liefern. Ob die Photovoltaik oder „die brachiale Wasserdampfmethode“ wirtschaftlicher sein wird, sei einmal dahingestellt.

    Für mich ist die Anlage in Andalusien ein ermutigendes Signal.

    • drelux
    • 22.10.2008 um 18:37 Uhr

    Sie schreiben „Das Projekt sei nur deshalb wirtschaftlich, weil der spanische Staat 27 cents pro kw/h fuer 25 Jahre garantiert.“ Was glauben Sie denn, wie teuer die kWh aus Kernenergie wäre, wenn alle Kosten eingepreist würden?

    Z.B. die Kosten der Entsorgung und Endlagerung radioaktiven Mülls, die Sicherung und gegebenenfalls Wartung dieses Endlagers, das noch gar nicht existiert, über einen Zeitraum von Zehntausenden von Jahren. Ich möchte nur daran erinnern, dass das Lager Asse gerade absäuft und wenn überhaupt, dann nur mit Milliarden saniert werden kann. Gedacht war es für die „Ewigkeit“.

    Ein Versicherungsschutz für die Bevölkerung, der auch größere Störfälle abdeckt, existiert bislang nicht, da er nicht zu bezahlen wäre (aber Störfälle sind bei unseren Kernkraftwerken ja ausgeschlossen :-> ).

    Irgendwann müssen Kernkraftwerke demontiert werden, hoffentlich sind dann ausreichend Rückstellungen zur Durchführung dieser Arbeiten vorhanden.

    Brennstoffzellen, die Wasserstoffwirtschaft oder die Lithiumbatterien sind keine Energiequellen, sondern Energieträger, können also überhaupt nicht mit der Solartechnologie, auch nicht mit den aus fossilen Brennstoffen oder Uran beruhenden Anlagen zur Elektrizitätserzeugung verglichen werden. Wasserstoff kann sowohl aus fossilen Brennstoffen als auch durch Elektrolyse hergestellt werden.

    Unabhängig davon, wie lange die Vorräte an fossilen Brennstoffen, die als Brennstoffe eigentlich zu schade sind, noch reichen, irgendwann neigen sie dem Ende zu.

    Die wichtigste Energiequelle wird dann die Sonne sein. Wind, Wasser, Geothermie und die Gezeiten können sicherlich regional einen Beitrag liefern. Ob die Photovoltaik oder „die brachiale Wasserdampfmethode“ wirtschaftlicher sein wird, sei einmal dahingestellt.

    Für mich ist die Anlage in Andalusien ein ermutigendes Signal.

  2. Allerdings sind die Investitionskosten für die Kraftwerke und Stromleitungen enorm. Allein für das Gaza-Projekt in Ägypten, einem Modellvorhaben, das bis zu drei Millionen Menschen im Gaza-Streifen mit sauberem Strom und Wasser versorgen könnte, veranschlagen die Planer fünf Milliarden Euro
    jetzt setze man das mal in Relation zu dem, was uns die achso innovative "Finanzindustrie" kosten wird...

    • drelux
    • 22.10.2008 um 18:37 Uhr

    Sie schreiben „Das Projekt sei nur deshalb wirtschaftlich, weil der spanische Staat 27 cents pro kw/h fuer 25 Jahre garantiert.“ Was glauben Sie denn, wie teuer die kWh aus Kernenergie wäre, wenn alle Kosten eingepreist würden?

    Z.B. die Kosten der Entsorgung und Endlagerung radioaktiven Mülls, die Sicherung und gegebenenfalls Wartung dieses Endlagers, das noch gar nicht existiert, über einen Zeitraum von Zehntausenden von Jahren. Ich möchte nur daran erinnern, dass das Lager Asse gerade absäuft und wenn überhaupt, dann nur mit Milliarden saniert werden kann. Gedacht war es für die „Ewigkeit“.

    Ein Versicherungsschutz für die Bevölkerung, der auch größere Störfälle abdeckt, existiert bislang nicht, da er nicht zu bezahlen wäre (aber Störfälle sind bei unseren Kernkraftwerken ja ausgeschlossen :-> ).

    Irgendwann müssen Kernkraftwerke demontiert werden, hoffentlich sind dann ausreichend Rückstellungen zur Durchführung dieser Arbeiten vorhanden.

    Brennstoffzellen, die Wasserstoffwirtschaft oder die Lithiumbatterien sind keine Energiequellen, sondern Energieträger, können also überhaupt nicht mit der Solartechnologie, auch nicht mit den aus fossilen Brennstoffen oder Uran beruhenden Anlagen zur Elektrizitätserzeugung verglichen werden. Wasserstoff kann sowohl aus fossilen Brennstoffen als auch durch Elektrolyse hergestellt werden.

    Unabhängig davon, wie lange die Vorräte an fossilen Brennstoffen, die als Brennstoffe eigentlich zu schade sind, noch reichen, irgendwann neigen sie dem Ende zu.

    Die wichtigste Energiequelle wird dann die Sonne sein. Wind, Wasser, Geothermie und die Gezeiten können sicherlich regional einen Beitrag liefern. Ob die Photovoltaik oder „die brachiale Wasserdampfmethode“ wirtschaftlicher sein wird, sei einmal dahingestellt.

    Für mich ist die Anlage in Andalusien ein ermutigendes Signal.

    Antwort auf "Sonnenenergie"
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    Ich bin mit Ihren Bemerkungen zu Atomenergie und der nicht erneuerbren - sowie umweltverschmutzenden - fossilen Energie einverstanden. Es gibt dort erhebliche, nicht kontabilisierte versteckte Kosten. Mir ging es um etwas anderes: Die Langsamkeit, mit der die Dinge vorangetrieben werden und die Zufriedenheit, die wir schon mit kleinen Dingen an den Tag legen, wobei groessere Zusammenhaenge uebersehen werden. Bei der Energiewirtschaft ist das Sparpotential sehr hoch. Ich habe die Dinge durchaus nicht verwechselt, sondern beziehe die Energieersparnismoeglichkeiten in die Betrachtung mit ein. Meine Kritik bezieht sich auf die mangelnde Bereitschaft, das Ganze zu sehen und so zu handeln, wie man das als vorausplanender Mensch, und daher weder als auf kurzfristige Gewinne oder als auf die Stimmen der naechsten Wahl ausgerichteter Wirtschafter oder Politiker planen wuerde. Es ist also in gewisser Weise eine konstruktive Systemkritik mit der Forderung, erst einmal einen Ueberblick ueber das Ganze zu schaffen.

    (Die Redaktion / ft)

    Ich bin mit Ihren Bemerkungen zu Atomenergie und der nicht erneuerbren - sowie umweltverschmutzenden - fossilen Energie einverstanden. Es gibt dort erhebliche, nicht kontabilisierte versteckte Kosten. Mir ging es um etwas anderes: Die Langsamkeit, mit der die Dinge vorangetrieben werden und die Zufriedenheit, die wir schon mit kleinen Dingen an den Tag legen, wobei groessere Zusammenhaenge uebersehen werden. Bei der Energiewirtschaft ist das Sparpotential sehr hoch. Ich habe die Dinge durchaus nicht verwechselt, sondern beziehe die Energieersparnismoeglichkeiten in die Betrachtung mit ein. Meine Kritik bezieht sich auf die mangelnde Bereitschaft, das Ganze zu sehen und so zu handeln, wie man das als vorausplanender Mensch, und daher weder als auf kurzfristige Gewinne oder als auf die Stimmen der naechsten Wahl ausgerichteter Wirtschafter oder Politiker planen wuerde. Es ist also in gewisser Weise eine konstruktive Systemkritik mit der Forderung, erst einmal einen Ueberblick ueber das Ganze zu schaffen.

    (Die Redaktion / ft)

  3. huebsche anlage !

    Der wirkungsgrad ist bei solchen anlagen nicht so einfach darzustellen - genauso wie bei Kernkraftwerken eigentlich die kosten fuer Herstellung und ENTSORGUNG des Muells berechnet werden muessten - was aber nicht getan wird...

    In der technik wird die "Energieausbeute pro gesamte einstrahlende Energiedichte" genannt. Diese betraegt bei standard Silizium-Solarzellen mittlerweile um die 25%.
    Fuer Satelliten werden andere (Germanium u.a. ) Zellen verwendet, die zwar viel teurer sind, sich in der Raumfahrt aufgrund ihres wirkungsgrades von 35% allerdings bezahlt machen.
    Es gibt eine weitere, ganz neue art von Solarzellen : Algenteppiche :-)
    Die stecken bei einer Lebensdauer von ein paar Tagen zwar noch in den Kinderschuhen - haben aber ein grosses Potential.
    Alle diese Solarzellen haben gemein, dass sie teuer und schmutzig in der Herstellung sind und eine begrenzte Lebensdauer haben.

    Hier liegen zZt die Vorteile der Solarthermie : Ein Medium per Sonneneinstrahlung erhitzen (hier gibts mehrere Methoden) und durch eine Turbine jagen, die Strom erzeugt. Der technische Wirkungsgrad liegt meines Wissens ueber den 35% der Zellen und die Anlagen kosten weniger in Anschaffung und Wartung.

    Der Energiespeicher dieser spanisch / deutschen Anlage ist wirklich eine super idee !

    Allerdings Herr Leusch, Ihre Frage ist berechtigt : wo Turbinen eingesetzt werden, benoetigt man ein Temperaturgefaelle - also Kuehlwasser !

  4. Ich bin mit Ihren Bemerkungen zu Atomenergie und der nicht erneuerbren - sowie umweltverschmutzenden - fossilen Energie einverstanden. Es gibt dort erhebliche, nicht kontabilisierte versteckte Kosten. Mir ging es um etwas anderes: Die Langsamkeit, mit der die Dinge vorangetrieben werden und die Zufriedenheit, die wir schon mit kleinen Dingen an den Tag legen, wobei groessere Zusammenhaenge uebersehen werden. Bei der Energiewirtschaft ist das Sparpotential sehr hoch. Ich habe die Dinge durchaus nicht verwechselt, sondern beziehe die Energieersparnismoeglichkeiten in die Betrachtung mit ein. Meine Kritik bezieht sich auf die mangelnde Bereitschaft, das Ganze zu sehen und so zu handeln, wie man das als vorausplanender Mensch, und daher weder als auf kurzfristige Gewinne oder als auf die Stimmen der naechsten Wahl ausgerichteter Wirtschafter oder Politiker planen wuerde. Es ist also in gewisser Weise eine konstruktive Systemkritik mit der Forderung, erst einmal einen Ueberblick ueber das Ganze zu schaffen.

    Antwort auf "Die leidigen Kosten"
  5. (Die Redaktion / ft)

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