Durch das umfangreiche Maßnahmenpaket seien die außerbilanziellen wie auch die bilanziellen Ausfallrisiken komplett abgesichert worden, sagte IKB-Chef Bräunig auf der Hauptversammlung in Düsseldorf. Hierzu gehört vor allem die Kapitalerhöhung um 1,25 Milliarden Euro, die der traditionsreichen Bank durch die Zeichnung von Aktien durch ihren Noch-Hauptanteilseigner KfW zufließen werden.

Die staatseigene Bankengruppe hatte in der vergangenen Woche ihren Anteil von gut 90 Prozent an den US-Finanzinvestor Lone Star verkauft. Die Transaktion soll im Oktober unter anderem nach Zustimmung durch die EU-Kommission und der Finanzaufsicht Bafin abgeschlossen werden. Bräunig: "Der erfolgreiche Abschluss des Verkaufs gibt der IKB als Mittelstandsbank in Deutschland eine zweite Chance."

Mit der Übernahme habe der neue Eigentümer ein Bekenntnis zum Geschäftsmodell der IKB abgelegt, sagte Bräunig. So bleibe die Eigenständigkeit und der Name des Instituts erhalten. Nach der Kapitalerhöhung und zusätzlichen Eigenkapitalmaßnahmen von Lone Star weise die IKB ganz andere Bilanzrelationen auf.

Die IKB war durch risikante Engagements auf dem US-Hypothekenmarkt im vergangenen Jahr in eine schwere Schieflage geraten. Nur durch eine konzertierte Rettungsaktion von KfW, Bund und Bankenwirtschaft wurde die Mittelstandsbank vor dem Zusammenbruch gerettet. Diese deckten nach letzten Angaben Risiken in Höhe von 9,8 Milliarden Euro ab.