John McCain Das Rennen ist offen
Er kann nicht gewinnen, hieß es allenthalben über John McCain. Doch plötzlich steht der Republikaner glänzend da. Was ist geschehen?
Vor einem Jahr lag John McCain am Boden. Sein Wahlkampfteam war pleite, seine Wahlchance so groß wie ein Sechser im Lotto. Und wer wollte schon auf einen Republikaner wetten, irgendeinen Republikaner, nach acht Jahren George Bush und seinem dramatisch gescheiterten Versuch, die Gesetze der politischen Physik auszuhebeln?
Ein Jahr später, zu Beginn des Nominierungsparteitages der Republikaner, steht John McCain glänzend da. Die vergangenen vier Wochen hätten besser nicht laufen können. Ohne Zweifel ist das Moment der Wahlkampagne zu McCain gependelt. So stark setzt er neuerdings seinem Kontrahenten zu, dass Barack Obama sich bei seinem eigenen Nominierungsparteitag in der vergangenen Woche beständig in der Defensive sah. Einen Sprung nach vorne hat Obama in den Umfragen nicht gemacht, obwohl das nach dem Wahlparteitag üblich ist. Stattdessen zeigen die meisten Institute McCain nur knapp zurück. Andere sehen sogar ein Patt und wagen keine Prognose. Die Republikaner jedenfalls entdecken ihre legendäre Siegeszuversicht wieder.
Was also ist da los? Warum steht der Mann, der eigentlich nicht gewinnen kann, so gut da? Drei Ansätze zu einer Antwort: Er hat den wunden Punkt seines Kontrahenten gefunden; er hat die Partei geeinigt; er setzt neuerdings die Themen.
Anfangs schien der “Prominenten-Werbespot” nicht mehr als ein Witz zu sein. Barack Obama war soeben zurückgekehrt von seiner politischen Weltreise im Gewande des Staatsmannes und hatte 200.000 Berlinern seine Weltvision präsentiert, da warf ihm McCain eine TV-Anzeige entgegen. Obama, so suggerierte der Spot, sei nicht mehr als eine verwöhnte Berühmtheit wie Paris Hilton und Britney Spears. Ein politisches Hollywood-Sternchen ohne Substanz. Ein Verpackungskünstler ohne Tiefgang. Der Spot hatte etwas Schlechtgelauntes. Es schien, als wolle McCain Obama die furiose Welttour miesmachen. War McCain nur neidisch, selbst kaum je ein paar Tausend Zuhörer anziehen zu können? Zeigte sich hier die Handschrift des neuen Wahlkampf-Managers Steve Schmidt, den McCain von George Bushs Team übernommen hatte und der nun für Aggressivität sorgen sollte?
Tatsächlich schlug der Spot nur deshalb ein wie eine Bombe, weil er eine Gefühlslage aufgriff, die es bis tief hinein in die Demokratische Partei gibt: Wer ist eigentlich dieser Barack Obama? Und wofür steht er? Den “perfekten Fremden” nennt Obama der konservative Kolumnist Charles Krauthammer. Der Kandidat sei anregend, elegant und brillant, aber eben ein “mysteriöser Gatsby”. Ein Mann, mit dem die ganze Partei eine Affäre habe, die nun bis zur Hochzeit führe. Und doch frage sich die Partei, wen sie soeben geheiratet habe. Tatsächlich haben das Fremde seiner Biografie und das Ungreifbare seines Programms die Demokraten den ganzen Parteitag lang beschäftigt.
- Datum 22.01.2009 - 15:32 Uhr
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liebe Zeit.
„Mit der Ernennung der unbekannten Senatorin aus Alaska zur Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin ist McCain ein politischer Streich gelungen“.
denn:
derzeitig in Amerika Thema Nr. 1 (noch vor „Gustav) die Urteilskraft McCains, der Sarah Palin vergangenen Freitag als seine Vize Kandidatin bestellt hatte.
Grund ist die Teenager -Schwangerschaft der Tochter der „moralfesten“ Vizekandidatin.
Dabei ist dies beileibe nicht das erste Problem, das die aussichtsreiche Kandidatin McCains Team bereitet.
Neben einem anhängigen Ethikverfahren gegen sie ist es vor allem ihre mangelnde politische Erfahrung auf dem „großen Parkett“, genau das, was man Obama immer gern vorwirft.
Einen solchen Artikel noch mit dem Zusatz "zu vergolden" „ist McCain ein politischer Streich gelungen“ zeugt keinesfalls davon, aktuell recherchierte Artikel ins Netz zu stellen oder gar auf der "Höhe der ZEIT" zu informieren.
Na mal abwarten....Es ist nicht immer alles so wie es scheint und bei den Amis da dreht und wendet sich immer alles recht schnell und wendig und bis zum 4.November ist ja noch ein bisschen hin.
Sicher ist wohl, dass wir uns nun alle, nach den beiden Parteitagen und der beidseitigen Kandidaten und Vizepraesidentenkuer, auf eine echte Messerwetzerei zwischen den beiden Kandidaten einstellen duerfen, denn weder die Demokraten noch die Republikaner werden sich ethisch moralisch in irgendeiner Weise zurueck halten und drauf hauen was die Muskelkraft hergibt. Es wird wohl recht dirty zu gehen.
Die Parteitagsrede Obamas hat gezeigt dass da nicht nur gehaltlose mysterioese Verpackung daher kommt, sondern jemand der so einiges anzubieten hat, auch in Punkto Offensive.
Obamas grosser Schwachpunkt ist seine Hautfarbe und es bleibt abzuwarten, ob die vielen erzkonservativen (und ungebildeten small town) americans farbenblind werden.
McCains grosser Schwachpunkt ist sein Alter, seine Naehe zu Bush, seine Entscheidungen der vergangenen Jahre, die fast alle mit denen Bushs uebereinstimmten und nun auch die Ernennung der neuen Vizepraesidentin, die es versaeumt hat ihrer 17 jaehrigen Tochter Aufklaerung ueber Verhuetungsmittel zu geben und die daher mit 44 Jahren aktuell Grossmutter wird.
Die neue Vizepraesidentin bietet den Demokraten so einiges zum reinbeissen. Als da waeren zum Beispiel so knackige Themen wie sie es schafft zwar einerseits strickte Abtreibungsgegnerin zu sein, dann aber wieder die Todesstrafe zu befürworten. Homosexuelle mag sie nicht und ausserdem moechte sie das Fach "intelligent design" gleichwertig neben oder in der regulaeren Biologiestunde in den US Schulen einfuehren.
Fuer die die nicht wissen was "intelligent design" ist: es ist eine nicht allzu intelligente Weltanschauung ultrakonservativer bibelfester US Gruppen die alles wissenschaftlich darwinistische Wissen über unsere Abstammung in Frage stellen und kurz zusammen gefasst an Adam und Eva, die werte Schlange und den Apfel glauben.
Den Demokraten wird es ueberlassen sein diesen hohlen Apfel kraeftig zu entkernen. Die haben hoffentlich genug Hunger entwickelt in den vergangenen 8 Jahren..
Ein politisch blasser, farbiger Schönling und Dampfplauderer tritt gegen einen gestandenen Vietnamveteranen an.
Ein "Liberal" (zu deutsch, ein Ultralinker, dem man Kinderschändung und sogar, noch viel schlimmer, Naturschutz auf Kosten der Ölindustrie zutraut) tritt an gegen einen, der mit Waffengewalt alles lösen kann.
Wahlberechtigt ist ein Wahlvolk, das einen Faulenzer mit Komunikationstalent und Schauspielererfahrung und später einen grenzdebilen Kriminellen jeweils zwei mal gewählt hat.
Wer hier krasser Außenseiter ist, liegt auf der Hand.
Ja was ist denn das fuer ein Kommentar?????vielleicht verstehe ich Sie nicht ganz richtig aber
sonst ist das ja wohl ein wenig polemisch durchdacht.
Dampf ablassen? ja das tun Sie wohl
aber wohl aus anderen Gruenden?
Ja was ist denn das fuer ein Kommentar?????vielleicht verstehe ich Sie nicht ganz richtig aber
sonst ist das ja wohl ein wenig polemisch durchdacht.
Dampf ablassen? ja das tun Sie wohl
aber wohl aus anderen Gruenden?
Wenn das Rennen knapp ist, entscheiden die Wahlmaschinen, oder wer sie gerade manipulieren kann. McCain muss nur in den Umfragen nahe genug herangekommen sein, damit es nicht so auffällt, wie vor acht Jahren. Da in den meisten Staaten oder Wahlbezirken Republikaner an den Schaltstellen sitzen werden, sollte der Drops für McCain gelutscht sein. Wetten?
@dumbatzSie machen Ihrem code name alle Ehre.Soviel Ignoranz nach 8 Jahren ist nicht verzeihbar.In Florida (Dade und Broward County) gab es keine Wahlmaschinen, es waren Punch Cards die mit einem Stylus gepunched werden mußten.Beide Counties sind fest in demokratischen Händen und sie haben trotzdem verloren. Gore hat dann das Florida Supreme Court angerufen was zu der Zeit aus 6 dem. und 1 rep. Richter zusammengesetzt war. Das Gericht war im Begriff die Wahlregeln (von den Demokraten aufgestellt) nach!!! der Wahl zu ändern um das Ergebnis zu beeinflussen. Erst zu diesem Zeitpunkt hat GWB das US Supreme Court angerufen und die haben der Charadeein Ende gesetzt. Bis jetzt waren es immer nur die Demokraten diebetrügen bei den Wahlen - Siehe JFK - In Chicago ist es schon Tradition, daß im Notfall ganze Friedhöfe wählen gehen, so im Fall JFK wurde das Cook County Wahlergebnis zurückgehalten, bis feststand wieviele Stimmen er brauchte um gegen Nixon zu gewinnen. Das 'Ergebnis' wurde gemelded und am nächsten Morgen waren alle Stimmzettel 'aus Versehen' eingestampft. Was für ein Zufall, so wenn Sie Wahlbetrug vermuten sehen Sie sich bei den Demokraten um.Gerd, Chicago
@dumbatzSie machen Ihrem code name alle Ehre.Soviel Ignoranz nach 8 Jahren ist nicht verzeihbar.In Florida (Dade und Broward County) gab es keine Wahlmaschinen, es waren Punch Cards die mit einem Stylus gepunched werden mußten.Beide Counties sind fest in demokratischen Händen und sie haben trotzdem verloren. Gore hat dann das Florida Supreme Court angerufen was zu der Zeit aus 6 dem. und 1 rep. Richter zusammengesetzt war. Das Gericht war im Begriff die Wahlregeln (von den Demokraten aufgestellt) nach!!! der Wahl zu ändern um das Ergebnis zu beeinflussen. Erst zu diesem Zeitpunkt hat GWB das US Supreme Court angerufen und die haben der Charadeein Ende gesetzt. Bis jetzt waren es immer nur die Demokraten diebetrügen bei den Wahlen - Siehe JFK - In Chicago ist es schon Tradition, daß im Notfall ganze Friedhöfe wählen gehen, so im Fall JFK wurde das Cook County Wahlergebnis zurückgehalten, bis feststand wieviele Stimmen er brauchte um gegen Nixon zu gewinnen. Das 'Ergebnis' wurde gemelded und am nächsten Morgen waren alle Stimmzettel 'aus Versehen' eingestampft. Was für ein Zufall, so wenn Sie Wahlbetrug vermuten sehen Sie sich bei den Demokraten um.Gerd, Chicago
Ich hätte mir Gustav Stresemann für die USA gewünscht - aber im Ernst: Warum machen wir hier in Deutschland so einen Wirbel um die Wahlschacht-Götzenparade der USA? Blicken wird doch besser auf uns selbst und betrachten unsere Großen der Politik, welche so zweckmäßig an der Placenta bzw. Eutheria des Uterus ihrer Parteien ankleben, um die Reifungsperiode wohlgenährt und erfolgreich zu ..
Tippfehler, sorry, Wahlschlacht.. müsste es heißen
Tippfehler, sorry, Wahlschlacht.. müsste es heißen
Hi @ll
Etwas OT.
Das Problem von John McCain ist das er
-weiss
-männlichen Geschlechts
-gedienter Soldat
ist.
Diese drei Punkte disqualifizieren ihn in den Augen der deutschen Mainstream-Presse gründlich.
Bsp.
Titelblatt des Spiegel "McCain Der kalte Ktrieger"
Barak Obama ist
-farbig (10 Bonuspunkte)
-männlich (nimmt man in Kauf, 0 Bonus)
-ungedient (20 Bonuspunkte)
Zwei der drei Punkte lösen in der deutschen Presse schon fast besoffenen Freudentaumel aus.
Bsp.
Titelblatt des Stern "Obama der neue Heilsbringer?" , wenn auch als Frage formuliert, so war der betreffende Artikel schon fast Hofberichterstattung.
Ich wage die Prognose das beide als Präsidenten im Zweifel nach der Devise verfahren "USA First".
Gruss
Rene
Obama verspricht einen Wechsel in der amerikanischen Politik, und das ist wohl der Hauptgrund, warum viele Deutsche ihn sich als Präsidenten wünschen. Alle anderen von Ihnen angeführten Gründe sind schlichtweg Mumpitz. Viele Deutsche (und übrigens auch viele Europäer) haben die Rhetorik der Bush-Administration und der US-Neocons gründlich satt!Im Übrigen verstehe ich nicht, warum sie Ihren Blick auf die "deutsche Presse" verengen. Es gibt sicher auch in den USA viele Zeitungen (New York Times, Washington Post etc.), die Obama unterstützen.
Obama verspricht einen Wechsel in der amerikanischen Politik, und das ist wohl der Hauptgrund, warum viele Deutsche ihn sich als Präsidenten wünschen. Alle anderen von Ihnen angeführten Gründe sind schlichtweg Mumpitz. Viele Deutsche (und übrigens auch viele Europäer) haben die Rhetorik der Bush-Administration und der US-Neocons gründlich satt!Im Übrigen verstehe ich nicht, warum sie Ihren Blick auf die "deutsche Presse" verengen. Es gibt sicher auch in den USA viele Zeitungen (New York Times, Washington Post etc.), die Obama unterstützen.
http://www.huffingtonpost.com/robert-j-elisberg/the-worst-vice-presidenti_b_122491.htmlhört sich ja nicht so gut an...In der Kurzfassung, was spricht also alles gegen Palin:- Mgl. kann McCain ein paar Frauen aus dem unabhängigen Lager oder von den Demokraten ziehen, die sonst Hillary gewählt hätten. - Er wird aber mit Sicherheit mindestens genausoviel Reps verlieren die keine Frau wählen mögen (und erst Recht so eine unerfahrene.)- Mit der Nominierung von Palin hat McCain praktisch gesagt , dass er sie für die qualifizierteste Person im rep. Lager hält Vizepräsident(in) zu werden. - Selbst wenn wir mal alle Männer aussen vor lassen, ws ist mit Christine Todd Whitman, Kay Bailey Hutchison, Elizabeth Dole, Susan Collins, oder gar Condoleezza Rice. Oder Carly Fiorina.- Sarah Palin ist seit etwas über 18 Monaten Gouverneur von Alaska. Alaska hat 683.000 Einwohner. - Damit ist Alaska gerade mal die 17-grösste Stadt der USA (wenn es eine Stadt wäre), knapp vor Fort Worth. - Davor war sie Bürgermeisterin von Wasilla, Alaska, 9.000 Einwohner. - Ich weiss das Reps Kleinstadtwerte schätzen, aber das geht etwas zu weit, oder?- Aber von basispolitischen Bemühungen her, haben sich die Reps DIE EINZIGE Waffe gegen Obama genommen, nämlich den Vorwurf er sei zu unerfahren. Im Vergleich zu Palin wirkt Obama jetzt FDR, Winston Churchill und Julius Caesar zusammen. - wenn die Hoffnung war, Frauen die Hillary unterstützt haben auf die Seite der Reps zu ziehen, dann geht der Schuss wohl mächtig nach hinten los. Hillary hätte wohl in jedem Fall die Trommeln für Obama gerührt, aber sie hat ein Interesse als DAS Sprachrohr der Frauen zu gelten (für eine evtl. Wahl in 2012 oder 2016 und deswegen wird sie sich voll ins Zeug werfen.- Ihre Rede war dünn, leer nichtig. Das war eine Rede um Vorsitzender der Handelskammer zu werden. Vergleiche das mit der Rede von Joe Biden, als Obama ihn vorgestellt hat. Eloquent, erhaben und unverblümt erklärend warum McCain nicht Präsident werden sollte. - Joe Biden wird wohl auch die Rede von Palin gesehen haben, um sich Notizen für das Fernsehduell zu machen und er wird gedacht haben: "Das ist nicht fair" (im Sinne von: "das wird zu einfach")- Was Palin´s Nominierung macht, ist den Focus auf McCains Alter zu lenken. Die Nominierung wurde während seines Geburtstags, seines 72, bekanntgegeben. Während die Anwesenden "Happy Birthday" sangen, konnte man durch das verbissene Lächeln McCains beinah fühlen wie er dachte: "Herzlichen Dank auch dass ihr mich daran erinnert."--mfg Mattes
Tippfehler, sorry, Wahlschlacht.. müsste es heißen
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