New Orleans: Stadt ohne Arme
Heute vor drei Jahren wurde New Orleans überflutet. Noch immer wird sozial Benachteiligten die Rückkehr verweigert – sie stören beim lukrativen Umbau der Stadt

© Friedrich Schorb und Christian Jakob
Aus Sozialwohnblocks wie diesem wurden die Bewohner nach der Flut vertrieben
Die Fahrt vom Louis Armstrong International Airport, dem nach dem berühmtesten Einwohner und schwarzen Jazz-Trompeter benannten Flughafen von New Orleans, in die Innenstadt weckt Erinnerungen an afrikanische Metropolen. Mit der Hautfarbe der wenigen Menschen, die auf den Straßen zu sehen sind, hat das nur am Rande zu tun. Weite Teile der Außenbezirke sind verwahrlost, und nur der Staub, der statt Schlamm die Straßen bedeckt, versichert: Die Flut ist schon lange vorbei.
Ihre Schäden aber sind noch da: schimmelige, halb eingedrückte Holzhäuser, Autowracks, verrammelte Fenster, verlassene Geschäfte. Die wenigen Läden, die geöffnet haben, sind meist Pfandleiher und Payday Loan Shops , in denen man sich bis zum Zahltag am Ende des Monats zu horrenden Zinssätzen einen Vorschuss auf seinen Lohn leihen kann.
Am 25. August 2005 traf der Hurrikan Katrina auf die Küste von Louisiana. Der Sturm richtete die schwersten Schäden an, die je durch einen Wirbelsturm in den USA hervorgerufen wurden. Mehr als 1800 Menschen starben, der Sachschaden wird auf umgerechnet 125 Milliarden Euro geschätzt.
Infolge des Hurrikans brachen am 29. August die Deiche des Industrial Canals in New Orleans, der den großen Lake Pontchartrain im Norden der Stadt mit dem Mississippi verbindet. Das eindringende Wasser überflutete weite Teile des Stadtgebietes. Drei von vier Bewohnern wurden evakuiert oder flüchteten.
Drei Jahre nach der Flut leben knapp 300.000 Menschen wieder in New Orleans. Mehr als 150.000 aber wollten oder konnten nicht dorthin zurückkehren. Der Bevölkerungsverlust ist dabei unter den sozial benachteiligten Gruppen besonders hoch. Im Frühjahr 2008 lag die Zahl der Haushalte in New Orleans zwar bei etwa 70 Prozent des Vor-Katrina-Niveaus. Doch die Zahl der Empfänger von Medicaid, der staatlichen Krankenversicherung für Bedürftige, ist um 46 Prozent gesunken, die der Rentner mit Anspruch auf Sozialhilfe um 50 Prozent und die der staatlich alimentierten Arbeitsunfähigen und Behinderten gar um 59 Prozent.
Die Anmeldungen an öffentlichen Schulen – in den USA ein verlässlicher Indikator für Schichtzugehörigkeit und Hautfarbe gleichermaßen – sank seit Katrina um mehr als die Hälfte. Und obwohl die Bevölkerung stark geschrumpft ist, leben doppelt so viele Menschen auf der Straße wie vor der Flut: Etwa 12.000 Obdachlose zählt man derzeit in New Orleans. Das ist jeder 25. Bewohner der Stadt.





Es gibt noch einen anderen Grund, warum die Politik die Rückkehr der Armen behindert. Die hohe Kriminalitätsrate die dann noch weiter wachsen würde. New Orleans ist schon seit Jahren eine der gefährlichsten Städte der USA. Mit einer Mordrate von 70 auf 100000 Einwohner in 2007 wurden wieder neue Rekorde aufgestellt. Selbst in den gefährlichsten deutschen Städten liegt diese Rate selten über 10 auf 100000 Einwohner. Auf ganz Deutschland bezogen sogar nur bei 1,4 zu 100000. Dir Rückkehr von Menschen die wenige Einkommen haben und noch dazu ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, würde wahrscheinlich zu noch mehr Kriminalität führen.
welche befürchtung steckt hinter solchem zahlenwerk? dass die vielen armen die wenigen reichen abmurksen - kann ja, da es nicht sooo viele reiche gibt, die zahlen nicht so gewaltig in die höhe treiben. oder dass die armen sich untereinander abmurksen - dann sollen sie das bitte woanders tun? oder ist das eine einfach nur völlig unpassende begründung, die mit irgendwelchen ängsten (woher die wohl kommen mögen?) spielen möchte?
wurden stieg die Zahl der Morde und Gewaltverbechen an und besonders grosse suedliche Staedte wie Houston und auch Atlanta finden waeren mehr als erleichtert wenn diese Menschen nach New Orleans zurueck kehren wuerden.
Life is complicated, think small.
welche befürchtung steckt hinter solchem zahlenwerk? dass die vielen armen die wenigen reichen abmurksen - kann ja, da es nicht sooo viele reiche gibt, die zahlen nicht so gewaltig in die höhe treiben. oder dass die armen sich untereinander abmurksen - dann sollen sie das bitte woanders tun? oder ist das eine einfach nur völlig unpassende begründung, die mit irgendwelchen ängsten (woher die wohl kommen mögen?) spielen möchte?
wurden stieg die Zahl der Morde und Gewaltverbechen an und besonders grosse suedliche Staedte wie Houston und auch Atlanta finden waeren mehr als erleichtert wenn diese Menschen nach New Orleans zurueck kehren wuerden.
Life is complicated, think small.
welche befürchtung steckt hinter solchem zahlenwerk? dass die vielen armen die wenigen reichen abmurksen - kann ja, da es nicht sooo viele reiche gibt, die zahlen nicht so gewaltig in die höhe treiben. oder dass die armen sich untereinander abmurksen - dann sollen sie das bitte woanders tun? oder ist das eine einfach nur völlig unpassende begründung, die mit irgendwelchen ängsten (woher die wohl kommen mögen?) spielen möchte?
Fakt ist nun mal, dass Kriminalität deutlich mit Armut korreliert. Waren Sie schon mal in New Orleans? Mir sind aus den Vor-Katrina Zeiten die "Wanted for" Poster in den Straßen etwas abseits der Touristenhorden noch gut in Erinnerung. An jeder zweiter Laterne hing so ein Aufruf, mit Bild, Staftat und Belohung; wie im Wilden Westen.Die Politik kann versuchen Armut zu bekämpfen (schwer) oder dir Rückkehr zu behindern (leicht). Ich habe nicht gesagt, das das sozial wäre oder die Menschenwürde bei einer solchen Politik geachtet würde. Ich habe nur aufgeführt, dass die Politik hier noch andere Beweggründe hat, außer ein Jazz Disneyland zu bauen.
Fakt ist nun mal, dass Kriminalität deutlich mit Armut korreliert. Waren Sie schon mal in New Orleans? Mir sind aus den Vor-Katrina Zeiten die "Wanted for" Poster in den Straßen etwas abseits der Touristenhorden noch gut in Erinnerung. An jeder zweiter Laterne hing so ein Aufruf, mit Bild, Staftat und Belohung; wie im Wilden Westen.Die Politik kann versuchen Armut zu bekämpfen (schwer) oder dir Rückkehr zu behindern (leicht). Ich habe nicht gesagt, das das sozial wäre oder die Menschenwürde bei einer solchen Politik geachtet würde. Ich habe nur aufgeführt, dass die Politik hier noch andere Beweggründe hat, außer ein Jazz Disneyland zu bauen.
Fakt ist nun mal, dass Kriminalität deutlich mit Armut korreliert. Waren Sie schon mal in New Orleans? Mir sind aus den Vor-Katrina Zeiten die "Wanted for" Poster in den Straßen etwas abseits der Touristenhorden noch gut in Erinnerung. An jeder zweiter Laterne hing so ein Aufruf, mit Bild, Staftat und Belohung; wie im Wilden Westen.Die Politik kann versuchen Armut zu bekämpfen (schwer) oder dir Rückkehr zu behindern (leicht). Ich habe nicht gesagt, das das sozial wäre oder die Menschenwürde bei einer solchen Politik geachtet würde. Ich habe nur aufgeführt, dass die Politik hier noch andere Beweggründe hat, außer ein Jazz Disneyland zu bauen.
Barbarisch und und unmenschlich - alles, was existiert, existiert aus Gier. Wer sowas toll findet, hat die Freiheit, FDP oder CDU zu wählen, dann kommen die goldenen Zeiten auch hier. Und erinnern Sie die C-Parteien nicht an diese kommunstische Bergpredigt: Was immer die unter christlicher Politk verstehen ist etwas komplett anderes.Von den USA lernen, heisst, Unmenschlichkeit lernen.Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
Ludwig Wittgenstein
den durch die Katastrophe freigewordenen Boden meistbietend zu verhoekern unterliegt dem schlichten Gesetz des Kapitalismus'. Damit der Kriminalitaet Herr zu werden ist selbstverstaendlich eine Maer, eine Illusion, verlagert man das Problem doch nur zeitlich wie geografisch. Am Hamburger Hauptbahnhof freut sich jetzt auch jeder, der dort frueher angesiedelten Junkyszene nicht mehr zu begegnen, verschwunden ist sie deswegen noch lange nicht, nur verlagert. Keine Stadt in Amerika sowie hier wird in der Lage sein, die Armut / Kriminalitaet auszurotten, indem sie sie verbannt. Die Menschen werden sich immer dort ansiedeln, wo es am ehesten fuer sie etwas zu holen gibt und wenn das durch Slums oder Ghettos geschieht, die sich um die Stadt herumlegen. Menschlichkeit ist im Kapitalismus nicht zu erwarten, aber seinen Illusionen sollte er sich auch nicht hingeben. Er forciert die soziale Ungleichheit und wird sich deshalb immer mit ihr konfrontiert sehen.
Da der Flair der Stadt eh mit den enuen Projecten verschwunden sein dürfte, ist es wohl nicht mehr Schade drum wenn man die Stadt völlig vergist. Auch wenn es Mentshcen immer noch nicht so recht glauben wollen, aber war es denn von Anfang an nicht schon so geplant ? Warum die Späte Evakuirung der Armen ? Warum die mangelde hilfe ? warum die FEMA-Trailer die billig produziert waren und krankmachende Supstenzen enhielten ? Warum nun die Ausgliderung der Armen ? Glaubt denn irgent jemand das die Reichen sich so hätten behandeln lassen ? Ist es nicht eher so das die Armen halt nicht Protestieren und keinen Druk auf die Politik ausüben und so abgeschoben werden können ? Man stelle sich mal al die Reichen for in schlechen Notquatiren, die würden genug Druk machen das der zusaändige politiker abgesetzt wird und ihre Wüntsche in erfüllung gehen.Und so gescheit es denn in der Staat das die Mentschen vergessen haben das beide Seiten Arm und Reich für ihre Ziehle kämpfen müssen um so den mittelweg der für beide erträglich ist zu finden. Und so wird es überall da geschehen wo eine Seite nicht mehr kämpfen möchte da sie glaubt nicht erreichen zu können. Die Lobbys werden immer kämpfen und nur für ihre Ziehle, wenn die Armen also zurückwollen werden auch sie dafür Kämpfen müssen, in einen Wahljahr in den USA wohl durchaus möglich.
New Orleans ist das Zeugnis einer Sozialpolitik, die an Inkompetenz, Unchristlichkeit, Gewissenlosigkeit und Ignoranz kaum zu überbieten ist. Und das trotz Bürgermeister! Und informierter Öffentlichkeit! Es fing schon mit den halbherzigen Rettungsmanövern an.
... aber mit den Einflusslosen kann man ja derartig umgehen, auch wenn sicherlich viele der Betroffenen gar keine Einflussnahme-Kompetenzen (mehr) haben bzw. nie die Möglichkeit hatten, diese zu erlernen.
wurden stieg die Zahl der Morde und Gewaltverbechen an und besonders grosse suedliche Staedte wie Houston und auch Atlanta finden waeren mehr als erleichtert wenn diese Menschen nach New Orleans zurueck kehren wuerden.
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