US-Demokraten Obamas KrönungsmesseSeite 2/2
Selbst die Reden auf den Konfettibühnen waren oft hochpolitisch. Hillary Clinton demonstrierte, dass sich die Zukunft nur gemeinsam und einig bewältigen lässt. Bill Clinton zeichnete die großen Herausforderungen der Gegenwart auf. Al Gore widmete sich leidenschaftlich den Auswirkungen der immer bedrohlicher werdenden Klimakatastrophe. Und Barack Obama wies schließlich in seiner Schlussrede Amerika den Weg in das 21. Jahrhundert. Hart ging er mit seinem Konkurrenten John McCain und der Ära Bush ins Gericht. Ob Patriotismus, Waffenkontrolle oder die Aufgaben eines Oberbefehlshabers, kein für ihn heikles Thema ließ er unerwähnt. Er schlug einen großen Bogen und blieb zugleich konkret. Obama sprach von notwendigen schmerzlichen Einsichten und der Pflicht zur moralischen und politischen Erneuerung. "Amerika", rief er, "wir können nicht umkehren. Nicht bei derart vielen Aufgaben, die vor uns liegen." Und unter dem ohrenbetäubenden Jubel seiner 80.000 Anhänger rief er: Es sei an der Zeit, dass die Republikaner ihre Fehler eingestehen und die Demokraten den notwendigen Wandel vollziehen. "Acht Jahre sind genug", wird der Schlachtruf in den nächsten Wochen lauten.
Warum sollten die Delegierten nicht auch feiern, tanzen und Luftballons in die Luft werfen? Warum sollten sie bei aller Ernsthaftigkeit nicht auch Spaß haben? Schon die alten Griechen wussten die Kunst politischer Rhetorik mit Unterhaltungsspielen zu verbinden, die Römer standen ihnen in nichts nach. Gerade der Wahlkampf 2008 hat viele Amerikaner aus ihrer politischen Lethargie gerissen. Millionen Freiwillige, unter ihnen besonders viele junge Menschen, helfen neue Wähler zu registrieren. Es entsteht eine urdemokratische Bewegung. Zeugt das von politischem Verfall?
Amerika ist ein Kontinent. Auf ihm leben die unterschiedlichsten Völker, es ist ein riesiger Mischmasch aus Hautfarben und Sprachen. Die Delegierten kamen von den Hügeln West Virginias und der Wüste Arizonas, aus dem Schmelztiegel New York und den einsamen Wäldern Montanas. Viele haben sich Tausende von Kilometern auf den Weg gemacht und sollen, wenn sie wieder daheim sind, die Menschen für ihren Präsidentschaftskandidaten begeistern. Kein Wunder also, dass sie vorher selber euphorisiert und, ja, auch ein bisschen erweckt werden wollen. Es gibt keinen Grund, darüber die Nase zu rümpfen. Einige deutsche Politiker, die in dieser Woche zu Gast bei den Demokraten waren, wünschten sich, ein wenig von diesem Amerika würde auch auf ihre tristen Parteien abfärben.
Am Ende der großen Show zwängen sich die 80.000 Besucher auf ihrem Nachhauseweg durch ungezählte Betonbarrieren und Sicherheitszäune, für eine Meile benötigt man anderthalb Stunden. Doch die Menschen sind fröhlich und gelassen, es gibt keinerlei Gedränge. Mittendrin steht ein Mann, der Obama-Mützen verkauft. "Noch nicht im Amt", scherzt er, "und schon schafft Obama neue Jobs." Auf einer abgesperrten Straße bringen Lastwagen bereits die ersten Säulen des Obama-Olymps weg. Ab sofort beginnt der härteste Teil des Wahlkampfs, und Barack Obama begibt sich in die Niederungen.
- Datum 22.01.2009 - 15:32 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Obama war drei Jahre als Community Organizer (CO) an der Basis tätig.
Wenn es ihm gelingt, diese von Saul David Alinsky entwickelte und auch in den Schlachthöfen von Chicago angewandte Idee mit Leben zu erfüllen, dann könnte das, was der Autor mit "Erweckung" andeutet, zu einer Welle des *EMPOWERMENTS* führen. Einer Welle, die sich Bahn bricht - nicht nur in USA.
Mehr unter
http://www.thenation.com/doc/20070416/moberg
http://de.wikipedia.org/wiki/Saul_Alinsky
http://www.dico-berlin.org/
http://www.youtube.com/watch?v=htnL6QRCqK0
Viele andere User haben es anlässlich ähnlicher Artikel bereits angemerkt, und dieser bestätigt es ein weiteres Mal: Es steht nicht gut um den deutschen Journalismus. Statt sich der politischen Aussagen anzunehmen, wird herumgeschwafelt.Ich habe mir die Rede im Original auf den Seiten der New York Times angesehen und -gehört, und da war nichts von Messe oder ähnlich sakralem Geraune zu spüren. Das waren glasklare politische Aussagen. Ob Obama das alles wird umsetzen können, steht freilich auf einem anderen Blatt, aber man konnte spüren, dass der Mann wirklich weiß, was nötig ist, und dass er die Kraft hat, die Menschen guten Willens (ja, ich denke die gibt es noch) mitzureißen.Wahrscheinlich wird es so kommen wie es immer kommt: Während Amerika sich mit Fleiß, Enthusiasmus und neuer Zuversicht aus der Krise zieht, werden die Deutschen erst nochmal 16 Jahre dieselben Fehler wiederholen, mit denen das Bush-Amerika die letzten acht Jahre die von den Neocons heraufbeschworene Lage unerbittlich verschärft hat. Dass die drögen deutschen Parteien einen wie Obama gut gebrauchen können, ist wohl wahr. Genauso wahr ist aber auch, dass sie so einen wohl niemals hervorbringen könnten.
Es fiel mir nicht leicht diesem Text zu folgen, weil er mir immer wieder in den Augen verschwamm... Ein bisschen war´s wohl die Scham, selbst schon inneren Zweifeln gefolgt zu sein, darüber dass auch er nur eine intelligente Inszenierung ist, nur ein verdammt guter Aufmacher ohne wirklich, wirkliche Absichten... Vielmehr als das, überkam mich aber eine lodernde Freude, diesen überzeugten Artikel in der ersten Reihe unserer Meinungsinspiratoren lesen zu können. Es lacht soviel Hoffnung und Euphorie aus diesen Worten, dass ich nicht anders kann als bestätigt zu finden, dass jener Geist wirklicher Erkenntnis, sich auch bei uns schon recht wohl und sicher ist.Wie sagen wir so schön..? Wer´s glaubt wird seelig. Das wollen wir doch, oder?Danke.
Aber für das Geld was die Shoe gekostet hat, solte man schon was erwarten. Das Politische Problem der Lobbys ist zwar nett angesprochen wurden, auch zwischen den Zeilen, aber es bleibt immer noch die FRage ob der Mann es wirklich schaffen wird sich nicht von ihnen zu sehr beeinflissen zu lassen. Schon im Wahlkampf hat man ja ein ändern der positionen gemerkt hin zu den die man in den Lobbys beser vertreten kann. Aber aus deutscher Sicht ist er wohl die bessere Lösung, da er sich wohl wieder mehr um die Vöklerverständigung kümmern wird als MC Cain, was allerdings nach den Lied "Bomb Iran" auch wirklich nicht schwer fallen dürfte.
Ich hab keine Ahnung was Obamas Schuhe gekostet haben, aber ansonsten können Sie beruhigt sein, die Amerikaner werden niemals einen Neger zum Präsidenten wählen.[Anmerkung: Bitte seien Sie vorsichtig mit Ausdrücken wie "Neger", sie können beleidigend aufgefasst werden./ Die Redaktion; ew]
Ich hab keine Ahnung was Obamas Schuhe gekostet haben, aber ansonsten können Sie beruhigt sein, die Amerikaner werden niemals einen Neger zum Präsidenten wählen.[Anmerkung: Bitte seien Sie vorsichtig mit Ausdrücken wie "Neger", sie können beleidigend aufgefasst werden./ Die Redaktion; ew]
Ich hab keine Ahnung was Obamas Schuhe gekostet haben, aber ansonsten können Sie beruhigt sein, die Amerikaner werden niemals einen Neger zum Präsidenten wählen.[Anmerkung: Bitte seien Sie vorsichtig mit Ausdrücken wie "Neger", sie können beleidigend aufgefasst werden./ Die Redaktion; ew]
Der "Dampfer" USA wird seine Fahrtrichtung ändern - schon aus Gründen des Selbsterhalts. Ich wünschte mir, wir hätten in den Gemeinde von HH bis Muc viele solche inspirierende Politiker, die den Menschen jeder Hautfarbe und Herkunft Mut machen, an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben, sich - vernetzt mit anderen - mit Energie und Zuversicht in die Gestaltung ihrer eigenen Um- und Mitwelt einzumischen.
Was diese Welt heute braucht ist eine Tausendfüßler-Revolution von "oben" und von "unten". Barack Obama ist durch seine eigene Entwicklung wie kein anderen prädestiniert, eine solche Überzeugung in die Herzen und in den Verstand der Menschen zu tragen.
Diese Botschaft aufzunehmen, sie umzusetzen - dafür werden immer mehr Menschen bereit und offen sein; diese Energie des Wandelns zu spüren, sie zu verinnerlichen und sie weiterzugeben. - YES, we can! - Schließen Sie sich an!
Der "Dampfer" USA wird seine Fahrtrichtung ändern - schon aus Gründen des Selbsterhalts. Ich wünschte mir, wir hätten in den Gemeinde von HH bis Muc viele solche inspirierende Politiker, die den Menschen jeder Hautfarbe und Herkunft Mut machen, an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben, sich - vernetzt mit anderen - mit Energie und Zuversicht in die Gestaltung ihrer eigenen Um- und Mitwelt einzumischen.
Was diese Welt heute braucht ist eine Tausendfüßler-Revolution von "oben" und von "unten". Barack Obama ist durch seine eigene Entwicklung wie kein anderen prädestiniert, eine solche Überzeugung in die Herzen und in den Verstand der Menschen zu tragen.
Diese Botschaft aufzunehmen, sie umzusetzen - dafür werden immer mehr Menschen bereit und offen sein; diese Energie des Wandelns zu spüren, sie zu verinnerlichen und sie weiterzugeben. - YES, we can! - Schließen Sie sich an!
Der "Dampfer" USA wird seine Fahrtrichtung ändern - schon aus Gründen des Selbsterhalts. Ich wünschte mir, wir hätten in den Gemeinde von HH bis Muc viele solche inspirierende Politiker, die den Menschen jeder Hautfarbe und Herkunft Mut machen, an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben, sich - vernetzt mit anderen - mit Energie und Zuversicht in die Gestaltung ihrer eigenen Um- und Mitwelt einzumischen.
Was diese Welt heute braucht ist eine Tausendfüßler-Revolution von "oben" und von "unten". Barack Obama ist durch seine eigene Entwicklung wie kein anderen prädestiniert, eine solche Überzeugung in die Herzen und in den Verstand der Menschen zu tragen.
Diese Botschaft aufzunehmen, sie umzusetzen - dafür werden immer mehr Menschen bereit und offen sein; diese Energie des Wandelns zu spüren, sie zu verinnerlichen und sie weiterzugeben. - YES, we can! - Schließen Sie sich an!
Wenn sich "Wissen und Glauben ergänzen" und warum die JUNGEN das spüren : Lesen Sie nochmals Heinz Bude unter
http://www.zeit.de/2005/02/Titel_2fBude_02?page=2
Glauben Sie wirklich das was Sie hier schreiben? Es trieft ja nur Obama anhimmelnden Attributen. Obama ist ein arroganter, hochnäsiger Senator der sich in Illinois im Senat über 120 mal und im US Senat über 220 durch no/present votes ausgezeichnet hat. Vielleicht werden wir auch bald eine Antwort darauf bekommen was aus den $100Mio geworden ist, die für die Ausbildung von unterpreviligierten schwarzen Kindern an der Südseite von Chicago bestimmt waren. Er war für das Geld verantwortlich als er die Annenberg Foundation, die von seinem bombenwerfenden Freund Bill Ayers gegründet wurde und an Obama übergeben wurde, geleitet hat. I don't want to rain on your parade aber Obama ist nur Symbolismus und keine Substanz.
Gerd, Chicago
Glauben Sie wirklich das was Sie hier schreiben? Es trieft ja nur Obama anhimmelnden Attributen. Obama ist ein arroganter, hochnäsiger Senator der sich in Illinois im Senat über 120 mal und im US Senat über 220 durch no/present votes ausgezeichnet hat. Vielleicht werden wir auch bald eine Antwort darauf bekommen was aus den $100Mio geworden ist, die für die Ausbildung von unterpreviligierten schwarzen Kindern an der Südseite von Chicago bestimmt waren. Er war für das Geld verantwortlich als er die Annenberg Foundation, die von seinem bombenwerfenden Freund Bill Ayers gegründet wurde und an Obama übergeben wurde, geleitet hat. I don't want to rain on your parade aber Obama ist nur Symbolismus und keine Substanz.
Gerd, Chicago
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