Georgienkrieg Krieg als Therapie
Moskau beruft sich neuerdings auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker und gefährdet den eigenen Staat

© Marco Longari/AFP/Getty Images
Russische Panzer in Georgien, 22. August 2008
Kann ein Krieg Therapie sein? Für viele Russen ist der Kaukasuskrieg etwas ganz Neues. Keine existenzielle Gefahr wie der deutsche Überfall im Zweiten Weltkrieg, keine verbissen hilflose Dauerschlacht wie die russischen Feldzüge in Tschetschenien. Wenn der Krieg so kurz und beherrschbar daherkommt wie die Rückeroberung von Südossetien und der Einmarsch tief nach Georgien, dann verliert er sein furchtbares Gesicht. Er wird gewissermaßen zur kaukasischen Höhenlufttherapie.
Die russische Führung findet in dieser Invasion eine Selbstbestätigung, die sie lange entbehren musste. Eine prompte Antwort auf einen Angriff der georgischen Artillerie, ein bestens eingeübter Truppenvormarsch, der innerhalb von drei Tagen das gewünschte Ziel erreicht. Ganz gleich, wie chaotisch die Kriegsrealität für den Infanteristen aussah. Für die Propagandisten des Kreml war es ein Feldzug nach Maß.
Dieser Krieg heilt das verletzte Selbstgefühl, als die Nato 1999 wider lauten russischen Protest Milosevics Serbien bombardierte. Er macht die russischen Phantomschmerzen um den Balkan vergessen, die Serie der Demütigungen, das Nicht-gefragt-Werden, die Hilflosigkeit angesichts westlicher Interventionen von Serbien bis zum Irak – all das heilt der Waffengang am Kaukasus.
Präsident Dmitrij Medwedjew revanchierte sich für die westliche Anerkennung Kosovos im Februar, als er diese Woche die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens von Georgien absegnete. Heute ist es der Westen, der ohnmächtig zusehen muss, der nicht gefragt wird, der vorgeführt wird, ohne dass er eingreifen kann oder will. In Moskau sagt man: „Yes, we can.“
Das demonstrativ vorgeführte Muskelspiel lässt die Nachbarn Russlands und die Europäer fragen, wohin das Übermaß an Selbstbewusstsein Moskau noch trägt. In die abtrünnigen Teilrepubliken Georgiens, so viel ist gewiss. Wie Moskau die offiziell beglaubigte Unabhängigkeit der Splitterstaaten mit der gleichzeitigen Ausgabe russischer Pässe an die Südosseten in Einklang bringen will, ist noch unklar. Deutlich aber zeichnet sich hier das Hinausschieben der russischen Grenze ab, zum ersten Mal seit 1991. Neue Grenzen brauchen neue vorgeschobene Sicherheitszonen, und so rangieren russische Panzer weiter zwischen den Verkehrsknotenpunkten und Hauptexportpipelines Georgiens hin und her.
Wie nun weiter? In Georgien selbst werden sich der Westen und Russland voraussichtlich ein langes diplomatisches Tauziehen um die Grenzen und Unversehrtheit des Kaukasusstaates liefern. Die Zukunft des Landes steht dabei auf dem Spiel, denn jenseits des Radius russischer Panzertruppen ist das Land kaum lebensfähig.
- Datum 08.05.2009 - 10:12 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 48
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Unglaublich, da ruft man nach Thumann und schon ist er da :)http://kommentare.zeit.de...
Für die heimtückischen Amerikaner wären Inguschetien und Dagestan lohnende Ziele der Destabilisierung Russlands. So könnte man mit Hilfe der NED und NGO´s wie in Ukraine und unserem neuen Frontstaat der Demokratie und Freiheit Georgien die richtigen Leute nach vorne bringen, ggf. die Regionen zur Unruhe bringen. Moskau würde dann in Regionalkonflikte versinken und das wäre der USA nur Recht.Dieser Ostküstenelite ist wirklich alles zuzutrauen.(Anmerkung: Bitte versuchen Sie, auf Pauschalisierungen zu verzichten. Die Redaktion/jk)
Könnte mir gut vorstellen, dass diese "Ostküstenelite" derartige Gegenmaßnahmen ergreift. Warum denn auch nicht? Schließlich machens die Oligarchen von Moskau nicht anders. Ist ja nichts Schlimmes. Schließlich will Putin und Co großen Globalpoker spielen. Warum Sie in Ihren Kommentaren die US-Amerikanische Machtpolitik kritisieren, die russische aber nicht einmal erwähnen, bleibt mir schleierhaft.
Könnte mir gut vorstellen, dass diese "Ostküstenelite" derartige Gegenmaßnahmen ergreift. Warum denn auch nicht? Schließlich machens die Oligarchen von Moskau nicht anders. Ist ja nichts Schlimmes. Schließlich will Putin und Co großen Globalpoker spielen. Warum Sie in Ihren Kommentaren die US-Amerikanische Machtpolitik kritisieren, die russische aber nicht einmal erwähnen, bleibt mir schleierhaft.
"Kam die Anerkennung Kosovos im Februar zur rechten Zeit?"
Aber Herr Thumann! Kosovo ist bereits wieder zu einem beachtlichen Drogendrehkreuz für Europa herangereift, unter der Aufsicht des dortigen Premiers und Chefmafioso Hashim Thaci und mit tatkräftiger Unterstützung des Westens. Seitdem Afghanistan unter Nato-Aufsicht seine Mohnproduktion auf bislang ungekannte Höhen steigerte, muß das Zeugs jetzt schließlich auch unters Volk. Deswegen war es mit Kosovo auch langsam Zeit.
Zu Russland: Ich begrüße sehr, dass Moskau jetzt das Selbstbestimmungsrecht der Völker zu seiner obersten Prämisse macht. Seit Russland so schön prosperiert, werden die westlichen Sezessionspläne für russische Teilvölker ein feuchter Traum bleiben. Selbst die Tschetschenen fühlen sich heute pudelwohl mit Moskau.
Umso dringender sollten jetzt einige Abspaltungen in Westeuropa auf die tagesordnung kommen: Flandern und Wallonen (Teilung von Belgien), Schottlands Lossagung von London, Baskenland, Katalonien, Zypern, Südtirol, Italiens Teilung in Nord und Süd, Korsika, Teilung der Ukraine in Ost und West. Es gibt viel zu tun und ich unterstütze sehr das Selbstbestimmungsrecht dieser Völker. Und die EU will bei uns auch niemand mehr haben. Es geht erst los und Russland sitzt am Abzug. Allen noch einen schönen Tag, ich geh' jetzt feiern.
"Aber Herr Thumann! Kosovo ist bereits wieder zu einem beachtlichen
Drogendrehkreuz für Europa herangereift, unter der Aufsicht des
dortigen Premiers und Chefmafioso Hashim Thaci und mit tatkräftiger
Unterstützung des Westens."Haben Sie Beweise für Ihre gewagten Thesen oder streuen Sie einfach mal etwas Verleumdung unters Volk? Übrigens werden auch über Restjugoslawien beträchtliche Drogenmengen geschmuggelt. Warum hetzen Sie also nicht auch gegen Serbien?"Zu Russland: Ich begrüße sehr, dass Moskau jetzt das
Selbstbestimmungsrecht der Völker zu seiner obersten Prämisse macht.
Seit Russland so schön prosperiert, werden die westlichen
Sezessionspläne für russische Teilvölker ein feuchter Traum bleiben.
Selbst die Tschetschenen fühlen sich heute pudelwohl mit Moskau."Klar, die Tschetschenen freuen sich heute noch darüber, wie liebevoll sie seinerzeit von Russlands Soldateska zusammen gebombt wurden. Sicher stehen die drauf, in feuchten Ruinen zu hausen. Mann, Mann, soll das Ironie sein oder sind Sie einfach nur so zynisch veranlagt? (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen dieser Art. Die Redaktion/jk)"Umso dringender sollten jetzt einige Abspaltungen in Westeuropa auf
die tagesordnung kommen: Flandern und Wallonen (Teilung von Belgien),
Schottlands Lossagung von London, Baskenland, Katalonien, Zypern,
Südtirol, Italiens Teilung in Nord und Süd, Korsika, Teilung der
Ukraine in Ost und West. Es gibt viel zu tun und ich unterstütze sehr
das Selbstbestimmungsrecht dieser Völker."Warum nur bei diesen Völkern? Weil da garantiert kein russisches Territorium verlustig geht? "Und die EU will bei uns auch
niemand mehr haben."Bei Ihnen? Wo wäre das denn - Moskau? Nur so interessehalber..."Es geht erst los und Russland sitzt am Abzug. Allen
noch einen schönen Tag, ich geh' jetzt feiern."Wo denn? Bei Interfax oder doch eher in der Ljubjanka? Personalkantine natürlich....
toll,mal jemand der nicht wischiwaschi schreibt.
"Aber Herr Thumann! Kosovo ist bereits wieder zu einem beachtlichen
Drogendrehkreuz für Europa herangereift, unter der Aufsicht des
dortigen Premiers und Chefmafioso Hashim Thaci und mit tatkräftiger
Unterstützung des Westens."Haben Sie Beweise für Ihre gewagten Thesen oder streuen Sie einfach mal etwas Verleumdung unters Volk? Übrigens werden auch über Restjugoslawien beträchtliche Drogenmengen geschmuggelt. Warum hetzen Sie also nicht auch gegen Serbien?"Zu Russland: Ich begrüße sehr, dass Moskau jetzt das
Selbstbestimmungsrecht der Völker zu seiner obersten Prämisse macht.
Seit Russland so schön prosperiert, werden die westlichen
Sezessionspläne für russische Teilvölker ein feuchter Traum bleiben.
Selbst die Tschetschenen fühlen sich heute pudelwohl mit Moskau."Klar, die Tschetschenen freuen sich heute noch darüber, wie liebevoll sie seinerzeit von Russlands Soldateska zusammen gebombt wurden. Sicher stehen die drauf, in feuchten Ruinen zu hausen. Mann, Mann, soll das Ironie sein oder sind Sie einfach nur so zynisch veranlagt? (entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen dieser Art. Die Redaktion/jk)"Umso dringender sollten jetzt einige Abspaltungen in Westeuropa auf
die tagesordnung kommen: Flandern und Wallonen (Teilung von Belgien),
Schottlands Lossagung von London, Baskenland, Katalonien, Zypern,
Südtirol, Italiens Teilung in Nord und Süd, Korsika, Teilung der
Ukraine in Ost und West. Es gibt viel zu tun und ich unterstütze sehr
das Selbstbestimmungsrecht dieser Völker."Warum nur bei diesen Völkern? Weil da garantiert kein russisches Territorium verlustig geht? "Und die EU will bei uns auch
niemand mehr haben."Bei Ihnen? Wo wäre das denn - Moskau? Nur so interessehalber..."Es geht erst los und Russland sitzt am Abzug. Allen
noch einen schönen Tag, ich geh' jetzt feiern."Wo denn? Bei Interfax oder doch eher in der Ljubjanka? Personalkantine natürlich....
toll,mal jemand der nicht wischiwaschi schreibt.
...und die Online Kompanie des russischen Ministeriums für die Aufklärung der wirklich wahren Wahrheit ist auch schon da...auf gehts. Ich fang schon mal an:-böser Thuman-böser Joffe-böse Zeit-böses Amerika-böses Georgien-böses Europa-böses Israel-böse, böse, böse, alles böseausser Mütterchen Russland. Da ist alles gut.Bitte um Verzeihung wenn ich was Böses vergessen habe.(Anmerkung: Bitte versuchen Sie, auf Pauschalisierungen zu verzichten. Die Redaktion/jk)
in dieser Aufzählung wirklich noch erwähnen können, ein paar stichworte genügen ja schon, warum diese so böse sind... oder sind die etwa alle lieb nur Russland ist böse?Ja? ;-) “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
a
hier postet eben regelmäßig die Abteilung "Aufklärung und Propaganda" der Staatssicherheit -dank üppiger West-Renten geht es diesem Gelichter prima, und Zeit haben die alten Herren von der "Firma" ja nun im Überfluss.Schließlich kann die PDS - äh, Linkspartei, nicht auf allen Kanälen spielen, da wäre sie denn doch personell überfordert....Und Speichellecken vor Moskau gehörte bei diesen Herrschaften ja schon zur Grundausbildung...
in dieser Aufzählung wirklich noch erwähnen können, ein paar stichworte genügen ja schon, warum diese so böse sind... oder sind die etwa alle lieb nur Russland ist böse?Ja? ;-) “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
a
hier postet eben regelmäßig die Abteilung "Aufklärung und Propaganda" der Staatssicherheit -dank üppiger West-Renten geht es diesem Gelichter prima, und Zeit haben die alten Herren von der "Firma" ja nun im Überfluss.Schließlich kann die PDS - äh, Linkspartei, nicht auf allen Kanälen spielen, da wäre sie denn doch personell überfordert....Und Speichellecken vor Moskau gehörte bei diesen Herrschaften ja schon zur Grundausbildung...
.. zu Herrn Joffe ist Herr Thumann nicht ganz von der Vernunft verlassen. Ich finde, dass recht viel aus dem Kommentar auch tatsächlich stimmt.Deutlich aber zeichnet sich hier das Hinausschieben der russischen Grenze ab, zum ersten Mal seit 1991Abchasien und Südossetien sind noch nicht zur russischen Föderation beigetreten. Es ist auch noch unklar, ob Abchasien das noch vor hat. Im Gegenteil zu Südossetien kann Abchasien glänzend alleine zurechtkommen, sobald der Tourismus richtig läuft. Wenn Südossetien aus Kremlsicht unabhängig ist, dann also auch
Transnistrien, der zwischen der Ukraine und der Moldau eingeklemmte
Wurmfortsatz Moskaus?Das ist hier die Frage. Vieles hängt von den USA ab. Wenn man Moldau genau wie Georgien aufrüstet und zu einem Überfall auf Transnistrien ermutigt, dann haben wir wahrscheinlich ein ähnliches Problem. Allerdings ist Moldau den USA wahrscheinlich vollkommen egal, sodass sich der Konflikt hoffentlich mit EU Hilfe friedlich lösen lässt. Ja.. Fragen über Fragen. Interessanter Artikel trotz allem.
und einzige Überlebenschance für eine korrupte, kriegstreiberische und nationalistische georgische Regierung. Dann stimmt es wieder.Die werden zum Lohn für ihre Freundlichkeiten sichrlich mit neuem NATO-tauglichen "Piff-Paff" belohnt und die "Wiederaufbau"-Hilfe wird den schon hohen georgischen Korruptionsfaktor in neue schwindelnde Höhen treiben. Glückauf.Natürlich tanken Georgier gerne russisches Öl und wärmen sich, ich bin sicher, ohne allzu große Furcht, zu 100% auch in diesem Winter mit russischem Gas.Lesen lohnt sich auf caucaz.com! Die gehen auch mit den Russen knallhart ins Gericht, aber hier finden sich die entsprechenden Berichte zur "georgischen Spielart" der Demokratie, zur Korruption auf Regierungsebene, zur Gesellschaft der Waffenhändler und Berater am Kaukasus, zu den privaten Sicherheitstrupps und ihrer Metzgerarbeit, in der langen Aggressorengeschichte zwischen Georgien, Abchasien und Südossetien, seit 1991/1992 . Hier finden die Leser die Berichte über die Klinkenputzer und Türöffner mit den Geldkoffern aus Texas.Zweite, äußerst lesenswerte Quelle: Die Dossiers von Human Rights Watch zu Georgien,Abchasien und Südossetien. Auch hier nicht die ZEIT-Einseitigkeit, sondern klare und plausible Analysen.Wann wird auf ZEIT-Online endlich wieder analysiert, statt Meinung propagiert? GrüßeChristoph Leusch
"Wann wird auf ZEIT-Online endlich wieder analysiert, statt Meinung propagiert?"Lieber Colon, das wird erst geschehen wenn gewisse Geldgeber, Investoren und Herausgeber ihre Koffer packen und gehen, in diesem Falle wird wohl die erste Adresse die Ostküste der USA sein.
Eine gute Seite, die sie verlinkt haben. Aber da steht das Gleiche, wie in den "westlichen" Medien. Mein Lieblingssatz zu den Bombardierungen von zivilen Zielen durch die Russen: "Russia contradicted the majority of its information, but independent observers confirmed much of it." Mehr gibts da nicht zu zu sagen....
"Wann wird auf ZEIT-Online endlich wieder analysiert, statt Meinung propagiert?"Lieber Colon, das wird erst geschehen wenn gewisse Geldgeber, Investoren und Herausgeber ihre Koffer packen und gehen, in diesem Falle wird wohl die erste Adresse die Ostküste der USA sein.
Eine gute Seite, die sie verlinkt haben. Aber da steht das Gleiche, wie in den "westlichen" Medien. Mein Lieblingssatz zu den Bombardierungen von zivilen Zielen durch die Russen: "Russia contradicted the majority of its information, but independent observers confirmed much of it." Mehr gibts da nicht zu zu sagen....
"Wann wird auf ZEIT-Online endlich wieder analysiert, statt Meinung propagiert?"Lieber Colon, das wird erst geschehen wenn gewisse Geldgeber, Investoren und Herausgeber ihre Koffer packen und gehen, in diesem Falle wird wohl die erste Adresse die Ostküste der USA sein.
Gute Frage!Sehen sie sich unsere öffentlichen Sender der ARD und des ZDF an, so stellen sie fest, dass sie zu Regierungstreuen Sendern geworden sind. Nur noch wenig einenekritische und härtere Nachfragen an unsere Politprominenz. In den hauseigenen Magazinsendungen zur späten Stunde sind Ansätze von wirklicher Kritik noch zu erkennen. In den täglichen politischen Berichterstattungen ist meist die eigene Meinung an die Meinung der Regierenden unterordnend, angelehnt. Eine gewisse Unterwürfigkeit einiger Berichterstatter und Kolumnisten vom Schlage eines Herrn Hahne und Herrn Frey läßt dieses oftmals erkennen.In den deutschen Tageszeitungen kann man diesen Trend genauso erkennen.So nach dem Schema : Alles muß richtig sein, weil unsere Regierung, das so sieht. Diese wirkliche Kritiklosigkeit tut manchmal schon weh und muß doch für den gesamten Journalismus beschämend sein. Haben wir das mal wieder von Amerika übernommen, auch dort wird beklagt, dass nach dem 11.09. die Medien in absolute Unterwürfigkeit zur Bush- Administration verfallen sind. Viele Zeitungen in den USA haben dieses erkannt und fangen langsam an sich wieder aus dieser Umklammerung zu lösen. Vielleicht wird auch in Deutschland der journalistische Mut, vor der redaktionellen Meinungsvorgabe Vorrang haben.MfG Orpheus13437
Gute Frage!Sehen sie sich unsere öffentlichen Sender der ARD und des ZDF an, so stellen sie fest, dass sie zu Regierungstreuen Sendern geworden sind. Nur noch wenig einenekritische und härtere Nachfragen an unsere Politprominenz. In den hauseigenen Magazinsendungen zur späten Stunde sind Ansätze von wirklicher Kritik noch zu erkennen. In den täglichen politischen Berichterstattungen ist meist die eigene Meinung an die Meinung der Regierenden unterordnend, angelehnt. Eine gewisse Unterwürfigkeit einiger Berichterstatter und Kolumnisten vom Schlage eines Herrn Hahne und Herrn Frey läßt dieses oftmals erkennen.In den deutschen Tageszeitungen kann man diesen Trend genauso erkennen.So nach dem Schema : Alles muß richtig sein, weil unsere Regierung, das so sieht. Diese wirkliche Kritiklosigkeit tut manchmal schon weh und muß doch für den gesamten Journalismus beschämend sein. Haben wir das mal wieder von Amerika übernommen, auch dort wird beklagt, dass nach dem 11.09. die Medien in absolute Unterwürfigkeit zur Bush- Administration verfallen sind. Viele Zeitungen in den USA haben dieses erkannt und fangen langsam an sich wieder aus dieser Umklammerung zu lösen. Vielleicht wird auch in Deutschland der journalistische Mut, vor der redaktionellen Meinungsvorgabe Vorrang haben.MfG Orpheus13437
in dieser Aufzählung wirklich noch erwähnen können, ein paar stichworte genügen ja schon, warum diese so böse sind... oder sind die etwa alle lieb nur Russland ist böse?Ja? ;-) “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
a
Ich hab nur eine generelle Zusammenstellung der zu erwartenden Kommentare gegeben. Mit meiner Meinung zum Thema (Georgien-Russland Konflikt) hat das nichts zu tun. Es erscheinen momentan viele Artikel und Kolumnen zu dem Thema und die Kommentare enthalten irgendwann (wenn die liebevoll zurechtgelegten "Argumente" unwiederbringlich dahin sind?) die von mir etwas zusammenkondensierten Grundgedanken. Wenn J.Joffe drüber steht, ist das sogar themenunabhängig. Ich versuche nur ironisch auf diesen traurigen Fakt hinzuweisen.
Ich hab nur eine generelle Zusammenstellung der zu erwartenden Kommentare gegeben. Mit meiner Meinung zum Thema (Georgien-Russland Konflikt) hat das nichts zu tun. Es erscheinen momentan viele Artikel und Kolumnen zu dem Thema und die Kommentare enthalten irgendwann (wenn die liebevoll zurechtgelegten "Argumente" unwiederbringlich dahin sind?) die von mir etwas zusammenkondensierten Grundgedanken. Wenn J.Joffe drüber steht, ist das sogar themenunabhängig. Ich versuche nur ironisch auf diesen traurigen Fakt hinzuweisen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren