Mobile Computer Minicomputer für unterwegsSeite 2/2
Auch der taiwanische Hersteller Asus hatte für seinen Eee-PC eigentlich asiatische Käufer im Auge. Dank 7-Zoll-Bildschirm und Verzicht auf Festplatte und Windows-Betriebssystem kam er Ende 2007 für unter 300 Dollar auf den Markt. Reißenden Absatz fand er dann jedoch in den USA und Europa. In Deutschland begann der Verkauf im Januar, seit dieser Woche ist bereits die dritte, deutlich verbesserte Version im Angebot – mit 160-Gigabyte-Festplatte, einem 10-Zoll-Bildschirm, der Internet-Seiten in voller Auflösung darstellen kann, und dem Betriebssystem Windows XP. Das hatte der Software-Riese aus Seattle eigentlich bereits durch Vista ersetzt, für Netbooks mit ihren schwächeren Rechenchips dann aber doch noch einmal freigegeben.
Auch Acer, Medion und MSI bieten inzwischen ähnliche Netbooks an, HP will demnächst nachziehen. Deutlich unter 400 Euro ist allerdings keines der vergleichsweise üppig ausgestatteten Geräte mehr zu haben. Wer ohne unnötigen Ballast im Internet surfen, E-Mail- und Office-Anwendungen nutzen will, ist gut damit bedient. Selbst 10-Finger-Schreiber kommen mit der um rund zehn Prozent geschrumpften Tastatur nach kurzer Eingewöhnungszeit recht gut klar. Wer die vorinstallierte Software allerdings aus eigenen Beständen ergänzen will, scheitert zunächst daran, dass allen Netbooks ein CD-Laufwerk fehlt. Mit einem Heimnetzwerk oder der Verwandlung eines USB-Sticks in ein virtuelles Laufwerk lässt sich dieses Problem zwar umschiffen, für technische Laien ist das jedoch nichts.
Als Ersatz eines PCs unter oder eines Notebooks auf dem Schreibtisch sind Netbooks nicht gedacht. Wer länger daran arbeitet, sehnt sich nach einem anständigen Bildschirm, wer Videos sehen oder Musik hören möchte, wird ihre scheppernden Miniaturlautsprecher verfluchen. Netbooks sind mobile Zweitgeräte. Schade, dass auch der drahtlose Abgleich von Kalender, Adressbuch und Dateien mit dem Hauptrechner („Synchronisation“) fortgeschrittene Computerkenntnisse erfordert. Wer es ohne sie versucht, sitzt am Ende vor zwei schmucken Geräten, die ihre Inhalte gegenseitig gelöscht haben.
- Datum 09.09.2008 - 13:57 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 2
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






ohne die leidige debatte hinsichtlich des "richtigen" betriebssystems wieder eröffnen zu wollen, frage ich mich dennoch, warum ein grossteil der interessanten netbooks (also die aktuellen books mit grossem akku und 9 zoll display ) in deutschland nur mit windows xp ausgeliefert wird. in anderen ländern hat man meist die wahl zwischen xp und linux. warum wird eigentlich ein neu auf den markt kommendes netbook eines der grössten computerhersteller der welt in amerika wahlweise mit xp oder ubuntu ausgeliefert, in deutschland aber nur mit xp? da kommt bei mir die frage nach dem vertriebsmodell auf.grüsse itac
... dass diese "Mini-Notebooks" erschwinglich werden.Ich warte jetzt auf das erste Netbook, das mit einem Notebook vollkommen mithalten kann.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren