Auf den Spuren der Spiritualität
Was ist ein heiliger Ort? Für die Religionen fungiert er als wichtiges Symbol und als Stätte zur Ausübung bestimmter Rituale. Doch darüber hinaus gibt es Orte, die eine ganz besondere Wirkung auf uns haben, ohne dass wir dies näher erklären könnten. Manchmal sind es außergewöhnlich schöne Plätze in der Natur (hier zu sehen ist einer der Smaragdseen in Neuseeland, eine heilige Stätte der Maoris). Aber auch viele Bauwerke faszinieren uns auf eine magische Weise, selbst wenn wir ihren religiösen Hintergrund gar nicht kennen. Die Autorin Rebecca Hind hat sich in ihrem Bildband Dem Göttlichen nahe – Heilige Orte der Welt auf die Suche nach ebensolchen Stätten gemacht. Fündig geworden ist sie dabei auf allen Kontinenten und auf unterschiedliche Weise. Sie zeigt nicht nur Kirchen und Tempel der großen Weltreligionen, sondern auch Plätze, die von längst vergangenen Kulturen genutzt wurden, und um deren genaue Bedeutung man gar nicht immer weiß. Viele sind bekannt, wie die Tempel der Maya in Mexiko, die Pyramiden in Ägypten oder die Felsenstadt Petra in Jordanien. Aber die Autorin beschreibt auch unbekanntere Orte wie das White Horse in Uffington oder die Felsen von Bandiagara in Mali, deren Höhlen den Dogon als Schreine für die Ahnen dienen. Einige der Naturaufnahmen bräuchten eigentlich keine nähere Erklärung, da ihre Schönheit für sich spricht. Dieser Bildband regt dazu an, auf der nächsten Reise offen für die Magie bestimmter Orte zu sein. Ob man sich dabei erleuchten lässt, bleibt dann jedem selbst überlassen.
- Datum 26.09.2008 - 10:57 Uhr
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