Nicht nur für Mädchen!
Weibliche Vorbilder entstehen nicht nur in den Charts, den Modemagazinen, der Werbung und in Filmen, sondern auch in der Literatur. In dieser kleinen Auswahl von Büchern spielen Frauen meist die Hauptrollen. Sogar rote Haare sind dabei manchmal wichtig.
Frauenfiguren, in der Darstellung von männlichen und weiblichen Autoren, sind oft abhängig, machen abhängig, sind Täter oder Opfer, kleine oder große Luder. Können diese Figuren Vorbilder sein, oder sind sie eher Anti-Rollenmodelle? Sind die Frauen so, wie Männer sie sich vorstellen? Oder sind sie, wie Frauen sie gerne sähen?
Lesen Sie hier, welche literarischen Vorbilder sich für Jungs und Männer eignen.
- Datum 26.09.2008 - 16:22 Uhr
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Außer Pippi Langstrumpf, der Roten Zora und Katharina Blum sind die genannten Romanfiguren keine wirklichen weiblichen Vorbilder.Sexuell hörige Frauen? Depressive, kaufsüchtige, gelangweilte Frauen? - Nicht gerade Idole.
Auch ich kann in den meisten dieser Bücher keine Vorbilder für Frauen erkennen, sondern lediglich die Vorstellungen von Männern. Entweder sind die Frauen hier als gefährliche Monster dargestellt oder als Lustobjekte. Vielleicht hätte der Artikel besser von einer Frau geschrieben werden sollen. Der Autor hat eine Menge Klassiker möglicherweise nie gelesen, weil sie ihn als Mann gar nicht ansprechen. Zum Beispiel: Bewohnte Frau (Gioconda Belli), Emma (Jane Austen), Die Päpstin (Donna W. Cross), Kalifornische Sinfonie (Gwen Bristow) aber auch Tausend strahlende Sonnen (Khaled Hosseini). Viele starke Frauen in vielen schönen Büchern!
Auch ich kann in den meisten dieser Bücher keine Vorbilder für Frauen erkennen, sondern lediglich die Vorstellungen von Männern. Entweder sind die Frauen hier als gefährliche Monster dargestellt oder als Lustobjekte. Vielleicht hätte der Artikel besser von einer Frau geschrieben werden sollen. Der Autor hat eine Menge Klassiker möglicherweise nie gelesen, weil sie ihn als Mann gar nicht ansprechen. Zum Beispiel: Bewohnte Frau (Gioconda Belli), Emma (Jane Austen), Die Päpstin (Donna W. Cross), Kalifornische Sinfonie (Gwen Bristow) aber auch Tausend strahlende Sonnen (Khaled Hosseini). Viele starke Frauen in vielen schönen Büchern!
Ja'ara in Zeruya Shalev's Liebesleben ist eine "starke" frau. sie arbeitet sich durch das hindurch, wohinein sie eine männerphantasie einfach eingesperrt hätte. die meisten männer, habe ich mir sagen lassen, mögen dies buch übrigens nicht. vielleicht, weil es über porno und por-No hinausgeht. so ähnlich wie die "feuchtgebiete".
"Feuchtgebiete" gehen so ziemlich über alles hinaus, nicht nur über die Frau als pornographisches Allroundobjekt, was uns Frauen ja freuen würde. Wer Charlotte Roches Alter Ego tatsächlich als Vorbild der Frauen einspannen möchte, nur weil sie Männern nicht gefällt, macht sich ja schon wieder von ihrem Urteil abhängig. (Damit unterstelle ich allerdings nicht Ihnen, Rahab, diese Meinung, ich schließe mich Ihrem Kommentar nur inhaltlich an) Scheidensekret zu sammeln und "Blumenkopf"-Ausschlag am Hintern blutig zu rasieren ist meiner Meinung nach jedenfalls nicht ein Zeichen für vorbildhafte Emanzipation. Die einzig richtige Pauschalisierung ist, dass alle Pauschalisierungen falsch sind.
www.happy-hummel.de
"Feuchtgebiete" gehen so ziemlich über alles hinaus, nicht nur über die Frau als pornographisches Allroundobjekt, was uns Frauen ja freuen würde. Wer Charlotte Roches Alter Ego tatsächlich als Vorbild der Frauen einspannen möchte, nur weil sie Männern nicht gefällt, macht sich ja schon wieder von ihrem Urteil abhängig. (Damit unterstelle ich allerdings nicht Ihnen, Rahab, diese Meinung, ich schließe mich Ihrem Kommentar nur inhaltlich an) Scheidensekret zu sammeln und "Blumenkopf"-Ausschlag am Hintern blutig zu rasieren ist meiner Meinung nach jedenfalls nicht ein Zeichen für vorbildhafte Emanzipation. Die einzig richtige Pauschalisierung ist, dass alle Pauschalisierungen falsch sind.
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in den "Feuchtgebieten" bilden das Motive für eine ungewollte Komik. Habe ich übrigens auch gelesen.
"Feuchtgebiete" gehen so ziemlich über alles hinaus, nicht nur über die Frau als pornographisches Allroundobjekt, was uns Frauen ja freuen würde. Wer Charlotte Roches Alter Ego tatsächlich als Vorbild der Frauen einspannen möchte, nur weil sie Männern nicht gefällt, macht sich ja schon wieder von ihrem Urteil abhängig. (Damit unterstelle ich allerdings nicht Ihnen, Rahab, diese Meinung, ich schließe mich Ihrem Kommentar nur inhaltlich an) Scheidensekret zu sammeln und "Blumenkopf"-Ausschlag am Hintern blutig zu rasieren ist meiner Meinung nach jedenfalls nicht ein Zeichen für vorbildhafte Emanzipation. Die einzig richtige Pauschalisierung ist, dass alle Pauschalisierungen falsch sind.
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"große literatur"? nachdem wir - selbstverständlich - "große literatur" gelesen haben. andere lesen wir nicht? höchsten heimlich, versteckt vor uns selbst?und noch schöner: "vorbildhafte emanzipation". da möchte ich glatt etymologisch werden und ety-mythologisch dazu. sich aus der hand hinausbegeben, vielleicht auch hinausgelassen werden - das steckt da doch drin. ja, dann möchte es bitte auch vorbildhaft sein und bleiben. damit die hand das auch in zukunft verantworten kann, ihre 'schützlinge' aus ihrer obhut zu entlassen. aber sie wacht doch wohlwollend, wohlsorgend und wohlanständig weiter...feuchtgebiete sagt so ungefähr: na, dann wach mal schön weiter. ich guck mir die popel und das, was drunter liegt, selber an. so gesehen eine literarisch verkleidete studie.und was sagen wir zu Zeruya Shalevs "Liebesleben"?
Nein, wir lesen auch nicht hohe Literatur und ja, wir lesen auch einfach zur Entspannung und müssen nicht in jedem Satz von T. Mann'scher Sprachgewalt über-mannt werden. Mein Ausdruck der "vorbildhaften" Emanzipation bezos isch nur auf die vielen Rezensionen, die Roche aufgrund ihres Buch in eine Reihe mir Alice Schwarzer oder Mutter Theresa als "starke" Frauen gestellt haben. Und hierzu denke ich: Wenn sich die Stärke einer Frau an der genauen Kenntnis ihres Poloches messen lässt, wäre dies traurig. Das Buch ist weder schockierend, noch geistreich, noch innovativ, noch einfach nur schön zu lesen; es bietet genau genommen gar nichts, nicht einmal ein paar schöne Lesestunden. Was ich Roche - und da könnte man am ehesten von einer "starken" Frau sprechen, zugestehe ist die Tatsache, dass, FALLS sie es bewusst berechnet und sich heimlich über die vielen empörten Reaktionen belustigt hat, dem angeblich ach so toleranten, in Wahrheit jedoch alles Fremde ausschließenden Bildungsbürgertum wunderbar den Spiegel vorgehalten, den Mechanismus des Marktes durchschaut und damit viel Geld verdient hat. Warum nicht. Zu Shalev muss ich sagen, dass ich ihr Buch im Wesentlichen als Gegenstück zur "Venus im Pelz" sehe, mit dem ich wenig anfangen kann. Ich mag ihren sehr schönen Schreibstil, ich erkenne auch dieses Werk als durchaus bemerkenswertes Zeugnis einer zwischen zwei Männern gefangenen und sich am Ende doch loslösenden Frau an, muss jedoch für meinen konkreten Fall sagen, dass es mir persönlich nicht sehr viel gegeben hat. Aber das mag für andere mit Fug und Recht anders sein. Die einzig richtige Pauschalisierung ist, dass alle Pauschalisierungen falsch sind.
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Nein, wir lesen auch nicht hohe Literatur und ja, wir lesen auch einfach zur Entspannung und müssen nicht in jedem Satz von T. Mann'scher Sprachgewalt über-mannt werden. Mein Ausdruck der "vorbildhaften" Emanzipation bezos isch nur auf die vielen Rezensionen, die Roche aufgrund ihres Buch in eine Reihe mir Alice Schwarzer oder Mutter Theresa als "starke" Frauen gestellt haben. Und hierzu denke ich: Wenn sich die Stärke einer Frau an der genauen Kenntnis ihres Poloches messen lässt, wäre dies traurig. Das Buch ist weder schockierend, noch geistreich, noch innovativ, noch einfach nur schön zu lesen; es bietet genau genommen gar nichts, nicht einmal ein paar schöne Lesestunden. Was ich Roche - und da könnte man am ehesten von einer "starken" Frau sprechen, zugestehe ist die Tatsache, dass, FALLS sie es bewusst berechnet und sich heimlich über die vielen empörten Reaktionen belustigt hat, dem angeblich ach so toleranten, in Wahrheit jedoch alles Fremde ausschließenden Bildungsbürgertum wunderbar den Spiegel vorgehalten, den Mechanismus des Marktes durchschaut und damit viel Geld verdient hat. Warum nicht. Zu Shalev muss ich sagen, dass ich ihr Buch im Wesentlichen als Gegenstück zur "Venus im Pelz" sehe, mit dem ich wenig anfangen kann. Ich mag ihren sehr schönen Schreibstil, ich erkenne auch dieses Werk als durchaus bemerkenswertes Zeugnis einer zwischen zwei Männern gefangenen und sich am Ende doch loslösenden Frau an, muss jedoch für meinen konkreten Fall sagen, dass es mir persönlich nicht sehr viel gegeben hat. Aber das mag für andere mit Fug und Recht anders sein. Die einzig richtige Pauschalisierung ist, dass alle Pauschalisierungen falsch sind.
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Nein, wir lesen auch nicht hohe Literatur und ja, wir lesen auch einfach zur Entspannung und müssen nicht in jedem Satz von T. Mann'scher Sprachgewalt über-mannt werden. Mein Ausdruck der "vorbildhaften" Emanzipation bezos isch nur auf die vielen Rezensionen, die Roche aufgrund ihres Buch in eine Reihe mir Alice Schwarzer oder Mutter Theresa als "starke" Frauen gestellt haben. Und hierzu denke ich: Wenn sich die Stärke einer Frau an der genauen Kenntnis ihres Poloches messen lässt, wäre dies traurig. Das Buch ist weder schockierend, noch geistreich, noch innovativ, noch einfach nur schön zu lesen; es bietet genau genommen gar nichts, nicht einmal ein paar schöne Lesestunden. Was ich Roche - und da könnte man am ehesten von einer "starken" Frau sprechen, zugestehe ist die Tatsache, dass, FALLS sie es bewusst berechnet und sich heimlich über die vielen empörten Reaktionen belustigt hat, dem angeblich ach so toleranten, in Wahrheit jedoch alles Fremde ausschließenden Bildungsbürgertum wunderbar den Spiegel vorgehalten, den Mechanismus des Marktes durchschaut und damit viel Geld verdient hat. Warum nicht. Zu Shalev muss ich sagen, dass ich ihr Buch im Wesentlichen als Gegenstück zur "Venus im Pelz" sehe, mit dem ich wenig anfangen kann. Ich mag ihren sehr schönen Schreibstil, ich erkenne auch dieses Werk als durchaus bemerkenswertes Zeugnis einer zwischen zwei Männern gefangenen und sich am Ende doch loslösenden Frau an, muss jedoch für meinen konkreten Fall sagen, dass es mir persönlich nicht sehr viel gegeben hat. Aber das mag für andere mit Fug und Recht anders sein. Die einzig richtige Pauschalisierung ist, dass alle Pauschalisierungen falsch sind.
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dass z.B. die Tiffany-Aching-Bücher noch nicht zur Weltliteratur gehören
In Ihrer Auswahl vermisse ich doch einige Grand Ladies. Wie wäre es mit Jenny Treibel, Jane Eyre, Rebecca Sharp? Nie gehört? Schade, die Bekanntschaft lohnt sich und macht - wiewohl oder gerade weil: Weltliteratur - Spaß.Wem diese starken Frauen von Fontane, Charlotte Charlotte Brontë oder William Thackeray zu altbacken sind, sei Enid Lambert aus den Korrekturen ans Herz gelegt.
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