US-Republikaner Ovationen für Sarah Palin

Die Antrittsrede von McCains Vize-Kandidatin war mit großer Spannung erwartet worden. Doch sie hat die Generalprobe glänzend bestanden. Sie griff Barack Obama scharf an

Sarah Palin, mit Ehemann Todd und ihrem fünften Kind

Sarah Palin, mit Ehemann Todd und ihrem fünften Kind

Es ist, als hätten die Republikaner auf ihrem Parteitag in Minneapolis pausenlos Red Bull getrunken. Sie fallen sich andauernd in die Arme, sie jubeln und jauchzen. Ihre Begeisterung gilt nicht ihrem Präsidentschaftskandidaten. Nein, ihre Herzen fliegen Sarah Palin zu, der Gouverneurin von Alaska und Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin. Seit die bis vor wenigen Tagen noch völlig unbekannte Dame aus dem hohen Norden plötzlich vom Himmel fiel, sind die Republikaner wie aufgeputscht. Alle wollen sie sehen, ihre Rede ist jetzt die wichtigste: für die Partei, für McCain, für seine Siegeschance – und nach den turbulenten vergangenen Tagen ebenso für Sarah Palin und ihre politische Zukunft.

Sie hat am Mittwochabend die Generalprobe glänzend bestanden. Palin war temperamentvoll und angriffslustig, einfühlsam und authentisch, unterhaltsam und ironisch. Die Parteibasis geriet außer Rand und Band, Sarah Palin ist eine Politikerin nach ihrem Geschmack. Und an diese republikanische Gefolgschaft war ihre Rede auch in erster Linie gerichtet. Die auf die große politische Bühne gestoßene Palin wollte und musste die Zweifler in ihrer Partei davon überzeugen, dass John McCain mit ihr die richtige Wahl getroffen hatte.

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Der Ring ist frei und Palin hat gezeigt, wie sie kraftvoll kämpfen wird. Die Strategie gegen Barack Obama und die Demokraten ist klar: einfache Leute gegen elitäre Liberale, bodenständige Kleinstädter gegen abgehobene Großstädter, knallharte Bürgermeistererfahrung gegen schöne Rhetorik. Mit einem schmerzenden Seitenhieb auf den schwarzen Senator sagte sie: In der Politik gebe es Menschen, die mit dem Begriff "Wandel" allein die eigene Karriere förderten, aber ebenso Leute wie John McCain, die mit ihrer Karriere den Wandel beschleunigen wollten. Sarah Palin zollte Obama keinen Respekt, verlor kein lobendes Wort. Im Gegenteil, sie ließ kein gutes Haar an ihm und biss unaufhörlich zu. Sie machte sich sogar über seine Tätigkeit als Sozialarbeiter lustig und darüber, dass er eine Autobiografie geschrieben hat. "Diese Wahl," rief sie ihren frenetisch applaudierenden Anhängern zu, "sollte keine Reise der persönlichen Selbstentdeckung sein."

Damit ist allerdings auch die Schonzeit für Sarah Palin vorbei. Wenn sie morgen, nachdem der Jubel verebbt ist, aufwacht, wird sie schnell und hart erfahren: Es ist das eine, Begeisterungsstürme in der eigenen Partei auszulösen, aber etwas völlig anderes, die Nation für sich einzunehmen. Jetzt muss sie dem politischen Gegner auf Augenhöhe begegnen. Diese Prüfung steht ihr noch bevor, und niemand kann voraussehen, wie sie diesen zweiten, entscheidenden Test bestehen wird.

Leser-Kommentare
  1. Hillary Clinton hat mit Dreck auf Obama geworfen, bevor sie verloren hat, wie Bush senior Angst-Kampagnen gegen Bill Clinton gefahren hat, als er seinen Niedergang gespürt hat.... Wenn Palin gleich so anfängt: nicht gut für sie. Den independents wird das gar nicht gefallen. Und wenn Palin auch noch den Begriff "change" auf McCain und sich münzen will, zeigt das die ganz entscheidende Schwäche der "GOP": sie übernehmen die Sprache der Dems, sie machen sich zur Kopie. Die Kopie wird nie gewinnen. siehe auch cnn: "Poll gives Obama edge in two of three key states"

  2. Eine angeblich aufgeklärte Gesellschaft bejubelt eine ehemalige Sportreporterin, die gerne auf Elche schießt, im Biologieunterricht den Kreationismus fördert und nicht an die vom Menschen verursachte globale Klimaerwärmung glaubt.
    Eine unheimliche Welt ist das. 

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    • TDU
    • 04.09.2008 um 10:22 Uhr

    Nun ja, wenn die von Menschen verursachte Klimaerwärmung Glaubenssache ist, braucht sie auch nicht dran zu glauben, denn auch in USA gilt ja noch die Glaubensfreiheit. Und so wie in der Wirtschaft gilt auch bei den Meinungen noch das Konkurrenzprinzip, die Anhänger der Evolutionstrheorie haben auch was zu sagen und zu fördern.
    Im Gegensatz zu Deutschland, wo man eigentlich die Herrschaft einer Sicht der Dinge bevorzugt und eine Konkurrenz der Meinungen immer mehr geringschätzt und zunehmend die einseitige Weltanschauung gefördert wird. Das ist natürlich nur gut und edel, denn wirtschaftliche und Machtinteressen spielen dabei in Deutschland natürlich keine Rolle. Selbstverständlich darf auch der aufgeklärte Mensch niemals auf Tiere schießen. Das Töten von Tieren zur Nahrungsaufnahme hat er gefälligst der organisierten Ausübung der Schlachthöfe zu überlassen.Und natürlich sind in Deutschland die Politiker in aller Regel akademische Spitzenkräfte, die Ihren Verstand an den kompliziertesten wissenschaftlichen Aufgaben gemessen haben. Mit freundlichen Grüßen, ein angeblich Aufgeklärter. 

    "nicht an die vom Menschen verursachte globale Klimaerwärmung glaubt."Wissenschaft muss man nicht "glauben". Und über den Beitrag der Menschheit zur Klimaerwärmung ist das letzte wissenschaftliche Wort noch nicht gesprochen.Was Sie stattdessen hätten erwähnen sollen: Ein großer Teil der US-Amerikaner negiert die Tatsache, dass es überhaupt wärmer auf der Erde wird. Und das ist pure Ignoranz.

    • TDU
    • 04.09.2008 um 10:22 Uhr

    Nun ja, wenn die von Menschen verursachte Klimaerwärmung Glaubenssache ist, braucht sie auch nicht dran zu glauben, denn auch in USA gilt ja noch die Glaubensfreiheit. Und so wie in der Wirtschaft gilt auch bei den Meinungen noch das Konkurrenzprinzip, die Anhänger der Evolutionstrheorie haben auch was zu sagen und zu fördern.
    Im Gegensatz zu Deutschland, wo man eigentlich die Herrschaft einer Sicht der Dinge bevorzugt und eine Konkurrenz der Meinungen immer mehr geringschätzt und zunehmend die einseitige Weltanschauung gefördert wird. Das ist natürlich nur gut und edel, denn wirtschaftliche und Machtinteressen spielen dabei in Deutschland natürlich keine Rolle. Selbstverständlich darf auch der aufgeklärte Mensch niemals auf Tiere schießen. Das Töten von Tieren zur Nahrungsaufnahme hat er gefälligst der organisierten Ausübung der Schlachthöfe zu überlassen.Und natürlich sind in Deutschland die Politiker in aller Regel akademische Spitzenkräfte, die Ihren Verstand an den kompliziertesten wissenschaftlichen Aufgaben gemessen haben. Mit freundlichen Grüßen, ein angeblich Aufgeklärter. 

    "nicht an die vom Menschen verursachte globale Klimaerwärmung glaubt."Wissenschaft muss man nicht "glauben". Und über den Beitrag der Menschheit zur Klimaerwärmung ist das letzte wissenschaftliche Wort noch nicht gesprochen.Was Sie stattdessen hätten erwähnen sollen: Ein großer Teil der US-Amerikaner negiert die Tatsache, dass es überhaupt wärmer auf der Erde wird. Und das ist pure Ignoranz.

  3. http://marcambinder.theatlantic.com/archives/2008/09/mccain_campaign_touts_palins_p.php
     
    Sarah Palin hat 86% Zustimmung in Alaska fuer Ihre Arbeit bekommen. 63% geben Ihr sogar eine hohe Zustimmung.
    98% der Republicaner stehen hinter Ihr.
    75% der Democraten unterstuetzen sie.
    Irgendwas muss Sie schon richtig machen.
    Herr Stenkamp. Mit solchen Aussagen spicht Sie die Sprache die fuer Deutsche oder Europaeische Ohren extrem klingt aber in Amerika durch aus ueblich ist. Glauben Sie nicht das die Demokraten so viel anders rueberkommen. Andere Laender andere Sitten.
     
    Volvic. Da Change ja das Schluesselwort der Demokraten ist kann man ja davon ausgehen das die Republikaner das ein oder andere mal darauf eingehen werden,oder? Ausserdem ist es ja wohl legitim das was man als die  schwaechen des Gegners ansieht anspricht. Palin hat den Handschuh geworfen und Ihre Position klargemacht.
     
     

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    palin sagt einerseits: obama ist zu jung und unerfahren, und andererseits strahlend: ich bin genauso wie er! :) das wird nix werden...

    palin sagt einerseits: obama ist zu jung und unerfahren, und andererseits strahlend: ich bin genauso wie er! :) das wird nix werden...

  4.  
    Wenn eine Moslem sagen würde “Der Krieg gegen Amerika ist Gott gewollt“ der würde gleich nach Guantanamo verfrachtet. Der wird beschuldigt die Gesellschaft des schönen Westens zu Bekämpfen, den schönen “Freiheitlichen Demokratischen Grundordnung des Westen“. Wie soll man mit Frau Sarah Palin umgehen die in eine Kirche vor der Gemeinde den Krieg gegen Irak Gottgewollt bezeichnet. Achja Sie ist ja eine AMERIKANERIN; SORRRRRRRRRRY

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    vor so einer Weltmacht?

    vor so einer Weltmacht?

  5. palin sagt einerseits: obama ist zu jung und unerfahren, und andererseits strahlend: ich bin genauso wie er! :) das wird nix werden...

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    Mal abwarten. Auch auf konservativer Seite wird immer wieder darauf hingewiesen das jetzt nicht mehr mit Obamas Unerfahrenheit argumentiert werden kann. Aber... damit werden zwei Personen verglichen die sich fuer unterschiedliche Aemter bewerben. Der Praesidentschaftskandidat steht auf der gleichen Stufe wie der Vize. Also auf der einen Seite wird Unerfahrenheit vielleicht eine Rolle spielen falls McCain eine eventuelle Amtszeit nicht erfuellen kann, auf der anderen haben wir sie sofort. Presto

    Mal abwarten. Auch auf konservativer Seite wird immer wieder darauf hingewiesen das jetzt nicht mehr mit Obamas Unerfahrenheit argumentiert werden kann. Aber... damit werden zwei Personen verglichen die sich fuer unterschiedliche Aemter bewerben. Der Praesidentschaftskandidat steht auf der gleichen Stufe wie der Vize. Also auf der einen Seite wird Unerfahrenheit vielleicht eine Rolle spielen falls McCain eine eventuelle Amtszeit nicht erfuellen kann, auf der anderen haben wir sie sofort. Presto

  6. Habe mir diesen Mist auf CNN angeschaut. Die Menschen in den USA sind schon sehr speziell, wenn es um das Feiern ihrer Kandidaten geht. Dortige Wahlveranstaltungen erinnern an Sektenveranstaltungen, wie man sie von Televangelisten-Sendungen kennt. In jedem Fall pathologisch signifikant - aber auch unfreiwillig komisch. Als Frau Palin ihren Auftritt hatte, konnte ich mich vor Lachen kaum noch halten. Sie überbietet in ihrer Lächerlichkeit und Heuchelei beinahe Bushs Ehefrau.

    • TDU
    • 04.09.2008 um 10:22 Uhr

    Nun ja, wenn die von Menschen verursachte Klimaerwärmung Glaubenssache ist, braucht sie auch nicht dran zu glauben, denn auch in USA gilt ja noch die Glaubensfreiheit. Und so wie in der Wirtschaft gilt auch bei den Meinungen noch das Konkurrenzprinzip, die Anhänger der Evolutionstrheorie haben auch was zu sagen und zu fördern.
    Im Gegensatz zu Deutschland, wo man eigentlich die Herrschaft einer Sicht der Dinge bevorzugt und eine Konkurrenz der Meinungen immer mehr geringschätzt und zunehmend die einseitige Weltanschauung gefördert wird. Das ist natürlich nur gut und edel, denn wirtschaftliche und Machtinteressen spielen dabei in Deutschland natürlich keine Rolle. Selbstverständlich darf auch der aufgeklärte Mensch niemals auf Tiere schießen. Das Töten von Tieren zur Nahrungsaufnahme hat er gefälligst der organisierten Ausübung der Schlachthöfe zu überlassen.Und natürlich sind in Deutschland die Politiker in aller Regel akademische Spitzenkräfte, die Ihren Verstand an den kompliziertesten wissenschaftlichen Aufgaben gemessen haben. Mit freundlichen Grüßen, ein angeblich Aufgeklärter. 

    Antwort auf "Ganz schön unheimlich"
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    Trophäenjagd vs. Wildbret. Zweiteres find ich völlig ok.Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
    Ludwig Wittgenstein

    • cvs
    • 08.09.2008 um 6:24 Uhr

    Endlich mal ein erfrischender Kommentar. Warum sind denn alle Deutschen so verbittert? Ich bin persoenlich kein Palin Fan, aber warum muss man den ganz Amerika verdammen wenn so eine Frau die Erlaubnis hat in der Oeffentlichkeit zu sprechen. Verfasser TDU hat vollkommen recht mit seinen Ansichten ueber Meinungs/Glaubens Freiheit in den USA. Oberlehrer Deutschland macht natuerlich alles besser als die dummen Amis...und isst keine Elche. Ich erinnere mich noch gut wie sich ganz Deutschland ueber Schwarzenegger lustig machte. Nun stellt sich heraus, das er seinen Job als Governor von Kalifornien zu hoechster Zufreidenheit der Kalifornier erledigt. Die Deutschen finden ihn wahrscheinlich immer noch laecherlich. Schade, dass in Deutschland nicht zaehlt was ein Mensch leistet, sondern was seine  Zeugnisse und Herkunft aussagen. Die Amerikaner lieben die Deutschen und sind sehr aufgeschlossen Europaern gegenueber. Schade, dass so viele Deutsche engstirning und verbittert sind und sich nicht freuen koennen, dass auf der anderen Seite der Welt Menschen leben, die enthusiastisch und aufgeschlossen sind. 

    • Gnosis
    • 15.09.2008 um 13:32 Uhr

    @TDU
    Die Klimaveränderungen sind keine Glaubenssache, sondern eindeutige meteologische Daten. Insoweit sind sich die Fachwissenschaftler einig.
    Bei derSuche nach den Ursachen dieser Daten, insbesondere dem Anteil menschlicher Aktivitäten wie Abgasemissionen etc scheiden sich die Geister, das ist bei der Kapitalschwere der beteiligten Interessen auch kein Wunder.
    In den USA hat man die finanziellen Auswirkungen von Filteranlagen immer überschätzt und im Gegensatz zu den Europäern den damit verbundenen Innovationsschub unterschätzt, daher der nachhaltige Widerstand gegen Kyoto.

    Was nun die von Ihnen angesprochene Auseinandersetzung zwischen Creationists und Evolutionstheoretikern angeht, "Die Schöpfung der Welt durch Gott" ist weder eine Theorie noch irgendwie in der gleichen Liga wie Wissenschaft: Sie ist eine schlichte Behauptung. Sie wörtlich zu nehmen und ihr Vorrang vor allem "Menschenwerk" einzuräumen, ist eine Form des Realitätsverlusts, den man bei Herrschaften in gehobener Stellung doch nicht haben möchte, oder?

    Trophäenjagd vs. Wildbret. Zweiteres find ich völlig ok.Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
    Ludwig Wittgenstein

    • cvs
    • 08.09.2008 um 6:24 Uhr

    Endlich mal ein erfrischender Kommentar. Warum sind denn alle Deutschen so verbittert? Ich bin persoenlich kein Palin Fan, aber warum muss man den ganz Amerika verdammen wenn so eine Frau die Erlaubnis hat in der Oeffentlichkeit zu sprechen. Verfasser TDU hat vollkommen recht mit seinen Ansichten ueber Meinungs/Glaubens Freiheit in den USA. Oberlehrer Deutschland macht natuerlich alles besser als die dummen Amis...und isst keine Elche. Ich erinnere mich noch gut wie sich ganz Deutschland ueber Schwarzenegger lustig machte. Nun stellt sich heraus, das er seinen Job als Governor von Kalifornien zu hoechster Zufreidenheit der Kalifornier erledigt. Die Deutschen finden ihn wahrscheinlich immer noch laecherlich. Schade, dass in Deutschland nicht zaehlt was ein Mensch leistet, sondern was seine  Zeugnisse und Herkunft aussagen. Die Amerikaner lieben die Deutschen und sind sehr aufgeschlossen Europaern gegenueber. Schade, dass so viele Deutsche engstirning und verbittert sind und sich nicht freuen koennen, dass auf der anderen Seite der Welt Menschen leben, die enthusiastisch und aufgeschlossen sind. 

    • Gnosis
    • 15.09.2008 um 13:32 Uhr

    @TDU
    Die Klimaveränderungen sind keine Glaubenssache, sondern eindeutige meteologische Daten. Insoweit sind sich die Fachwissenschaftler einig.
    Bei derSuche nach den Ursachen dieser Daten, insbesondere dem Anteil menschlicher Aktivitäten wie Abgasemissionen etc scheiden sich die Geister, das ist bei der Kapitalschwere der beteiligten Interessen auch kein Wunder.
    In den USA hat man die finanziellen Auswirkungen von Filteranlagen immer überschätzt und im Gegensatz zu den Europäern den damit verbundenen Innovationsschub unterschätzt, daher der nachhaltige Widerstand gegen Kyoto.

    Was nun die von Ihnen angesprochene Auseinandersetzung zwischen Creationists und Evolutionstheoretikern angeht, "Die Schöpfung der Welt durch Gott" ist weder eine Theorie noch irgendwie in der gleichen Liga wie Wissenschaft: Sie ist eine schlichte Behauptung. Sie wörtlich zu nehmen und ihr Vorrang vor allem "Menschenwerk" einzuräumen, ist eine Form des Realitätsverlusts, den man bei Herrschaften in gehobener Stellung doch nicht haben möchte, oder?

    • TDU
    • 04.09.2008 um 10:32 Uhr

    Das war nun mal eine ebenso so intellektuell dumme wie inhaltlich unrichtige Behauptung, es sei denn, man denkt in Kategorien, die vor  2000 Jahren herrschten. Natürlich werden sich auch die Islamisten nicht auf Allah beziehen, aber die pauschale Kritik an allem, was "westlich" ist und war, als Rechtfertigung zur Durchführung von Terroranschlägen zu nutzen, hat intellektuell die gleiche "Qualität". 

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    da es auf der Erde über 6 Mrd. Götter (für jeden Mensch mindestens einen)gibt, war er für sie Gottgewollt. Jeder glaubt doch an einen leicht anderen Gott (oder etwas anderes), auch jeder der christlichsten Christen hat ein leicht anderes Gottesbild. Da sich die Götter nicht melden, wird dies auch so bleiben.
    Und für jemand, bei der die Erde in 6 Werktagen geschaffen ist, Eva aus Adams Rippe ist halt der Irakkrieg Gottgewollt.
    In den USA ist es bei politischen Reden üblich, alles und jedes als Gottes Wille auszugeben. Dies ist bei uns halt nicht üblich und befremdet deswegen. Und auch bei uns ist der verdummte Wähler, welcher nur noch TV sieht (und davon nur das Unterhaltungsprogramm), wahlentscheident und will mit nicht zu komplizierten populistischen Parolen geworben werden.
     
     
     
     

    da es auf der Erde über 6 Mrd. Götter (für jeden Mensch mindestens einen)gibt, war er für sie Gottgewollt. Jeder glaubt doch an einen leicht anderen Gott (oder etwas anderes), auch jeder der christlichsten Christen hat ein leicht anderes Gottesbild. Da sich die Götter nicht melden, wird dies auch so bleiben.
    Und für jemand, bei der die Erde in 6 Werktagen geschaffen ist, Eva aus Adams Rippe ist halt der Irakkrieg Gottgewollt.
    In den USA ist es bei politischen Reden üblich, alles und jedes als Gottes Wille auszugeben. Dies ist bei uns halt nicht üblich und befremdet deswegen. Und auch bei uns ist der verdummte Wähler, welcher nur noch TV sieht (und davon nur das Unterhaltungsprogramm), wahlentscheident und will mit nicht zu komplizierten populistischen Parolen geworben werden.
     
     
     
     

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