Fusion perfekt Deutsche Bank kauft PostbankSeite 2/2
Der große Gewinner eines Zusammengehens von Deutscher Bank und Postbank wäre nach Einschätzung des Bankenexperten Dirk Schiereck Deutsche-Bank-Chef Ackermann: «Damit hält er die Zügel bei der weiteren Konsolidierung der deutschen Privatkundenlandschaft fest in der Hand.» Schiereck hält sowohl für denkbar, dass die Deutsche Bank - trotz gegenteiliger Äußerungen Ackermanns aus der Vergangenheit - die Postbank komplett übernimmt als auch, dass die Bank ihren Postbank-Anteil in einigen Jahren mit Gewinn wieder verkauft, wenn sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten gelegt und Bankaktien wieder erholt haben.
Eine Komplettübernahme der Postbank durch die Deutsche Bank hält der Kölner Wirtschaftswissenschaftler Thomas Hartmann-Wendels allerdings für wenig sinnvoll. «Es liegen Welten zwischen beiden Banken, bei der Kultur und beim Image», sagte er. Commerzbank und Dresdner Bank passten im Vergleich besser zusammen. «Sie sind vom Image und Kunden her ähnlich aufgestellt.»
- Datum 14.09.2008 - 12:16 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 3
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Da hat man sich vor vielen Jahren gegen die Deutsche Bank und für die Postbank entschieden, die - mittlerweile inkl. BHW - den ganzen privaten Finanzkram verwaltet. Und jetzt das! Ich will nicht, dass die Deutsche Bank ihre Finger in meinen Finanzen hat! *seufz*
Kann ich nachvollziehen. Da wurde damals Deutsche Bank Kunden eher gezwungen zur Bank 24 zu wechseln, weil sie die Privatkunden nicht wollten. Ging dann aber schief und wurde schnell wieder aufgelöst. Viele haben damals aus Frust zur Postbank gewechselt und nun das. Schweinerei, will auch nicht bei einer Bank sein deren Chef ein gieriger asozialer eigentlich auch Verbrecher ist, der nur genug Kohle hatte um sich aus dem Mannesmann-Prozeß freikaufen konnte.
Dass die Ackermann-Bank die Postbank nicht aus dem Auge verlieren würde, war mir klar. Sie zierte sich zunächst, um jetzt endlich zuzupacken.
Ackermann hat im Postbank-Falle strategisch klug gehandelt.
Die Postbank gelangt folglich in Etappen in den Schoß der A-Bank.
Der 1. Etappensieg bringt der A-Bank einen PB-Anteil von wohl 29,75 %.
Die 2. Etappe soll in zwei Jahren letztlich den Rest bringen, was durch ein entsprechendes Vorkaufsrecht gedealt wird.
Die A-Bank muss fürs Erste einmal 2,5 Mrd € hinblättern. Das dürfte ohne "Verrenkung" dem A möglich sein.
Heute hat der Aufsichtsrat seine "postalischen Absichten" definitiv auf den Markt gebracht.
Für die Banken-Neuordnung ist das Zusammengehen der beiden Banken positiv zu bewerten.
Im konkreten Fall hat die A-Bank das Massengeschäft mit 14,5 Mill. Privatkunden unter ihren Fittichen.
Wie sich nach dem Kraftakt die Personaleinsparungen rechnen, ist wohl noch nicht bezifferbar. Die Postbank zählt jetzt 21 000 Beschäftigte. Darunter sind 7 000 Beamte, die besondere Probleme bereiten dürften.
Die Gewerkschaft Verdi geht davon aus, dass nach einer Übergangszeit von zwei Jahren Tausende ihren Arbeitsplatz verlieren werden.
Verdi hat schon angekündigt, den Verkauf abzulehnen.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren