Internetwerbung Angst vor bösen Cookies
Inhaltsbezogene Werbung nervt den Surfer weniger und bringt mehr Umsatz. Auf der anderen Seite behindern immer mehr Nutzer die dafür nötige Technik, weil sie lieber anonym surfen (Adblocker Teil 2)
„Wir von Microsoft denken auch, dass zielgerichtete Werbung eine Menge Vorteile hat”, sagt Daniel Melanchthon, Technologie-Berater bei Microsoft Deutschland. „Aber wir glauben einfach, dass die Nutzer das Recht haben, zu erfahren, was passiert. Und dass sie vorher um ihre Zustimmung gefragt werden sollten.“
Obwohl der Softwarekonzern selbst einen Teil seines Umsatzes mit Online-Werbung macht, vereinfacht die Betaversion seines neuen Internet Explorer (IE 8) nun das Blocken von Techniken, die üblicherweise die Surfaktivitäten der User registrieren. Sogenannte Tracking Pixels zum Beispiel, Cookies und Abfragen von Drittanbietern, die Informationen über das Verhalten auf der Webseite sammeln. Das können zwar auch andere Browser, allerdings macht es der IE 8 dem User besonders bequem, etwa das Akzeptieren von Cookies an- und wieder auszuschalten. Außerdem hat der IE mit Abstand den größten Marktanteil. Und hätte damit sogar das Potenzial, Google zu ärgern.
So kommentiert etwa der Analyst Trip Chowdhry von Global Equities Research das namenlose Bewegen im Web über Anonymisierungsserver so: „Wenn das zu einem Trend wird, kollabiert Googles Businessmodell.“ Googles überragender wirtschaftlicher Erfolg fußt nämlich auf der Fähigkeit, Informationen über Nutzer zu sammeln, während sie surfen, um sie mit gezielter Werbung und Suchergebnissen zu füttern.
Dabei will Google ständig Neues über seine Nutzer lernen, um noch bessere Ergebnisse zu liefern. Wer zum Beispiel erst „Geld“ und später einmal „leihen“ in den Suchschlitz eintippt, bekommt auf der rechten Seite mit höherer Wahrscheinlichkeit Kredite angeboten als bei der reinen Suche nach „leihen“. Oder wer nach Mikrofonen gesucht hat, erhält beim Suchwort „leihen“ ab sofort Hinweise auf mietbare Veranstaltungstechnik.
Mit Hilfe von Cookies kann man das Such- und Kaufverhalten eines Users theoretisch sogar über Jahre hinweg verfolgen, um ihm immer bessere und personalisierte Werbung anzubieten. Zudem hat Google insgesamt 3,2 Milliarden Dollar für den Online-Marketingdienst Double Click ausgegeben, - der größte Deal in Googles Unternehmensgeschichte überhaupt. So können Werbekunden von Google ihre Anzeigen künftig etwa mit einem sogenannten Frequency-Capping versehen, also festlegen, wie oft ein Nutzer eine Anzeige in einer bestimmten Zeit zu sehen bekommt, und dabei auf das konkrete Surfverhalten reagieren. Auch Double Click arbeitet mit Cookies.
Mit Einstellungen wie denen des neuen IE lässt sich nun aber der Zugriff Dritter auf eine Seite konsequent unterbinden. „Das blockt aber auch die Analyse-Unternehmen“, kommentierte der Online-Werbeexperte Mike Zaneis das Erscheinen des neuen IE in einem Interview mit einer amerikanischen Zeitung. “Das hat Potenzial, die Internetwirtschaft zu unterminieren”, glaubt er. Denn die Analyse-Unternehmen kontrollieren den Erfolg von Online-Anzeigen. Und Internetmedien, so die verbreitete Meinung von Werbeexperten, haben künftig nur noch eine Chance in der Vermarktung, wenn sie genug Informationen über Nutzung und Wirkung von Online-Werbung für ihre Seiten bereithalten.
- Datum 25.09.2008 - 07:26 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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> „Ich glaube ganz fest an den mündigen, selbstverantwortlichen
> Konsumenten“
Bwahahaha!!!
Ich warte bis heute auf die mündigen, selbstverantwortlichen Windows-Nutzer, die begreifen wieviel Verantwortung sie selber für Milliarden Spam-Mails, Trojaner- Phishing- und Viren-Attacken sie selber tragen.
Denn ja - werte Windows-Nutzer, die Ihr zu 80+% mit Administrator-Rechten unterwegs seid - es ist auch Eure schuld, dass ihr eben so verantwortungslos seid, immer mit vollen Admininstrator-Rechten unterwegs zu sein - aber das begreift ihr natürlich nicht.
Und genau so wenig begreift ihr bzw. habt ihr begriffen, dass Microsoft die Unsicherheit Eurer Windows-Kisten zum Geschäftsmodell gemacht hat. Denn wie kann man anders auch nur ansatzweise verstehen, dass Windows so angreifbar ist, wie es ist? Es ist das Zusatz-Geschäft! Es ist die Kohle, die man dadurch verdienen kann, dass man erst verkrüppelt unsicher Software zum Standard erhebt, hierfür schon reichlich abkassiert und dann sichere Systeme noch von teuren Beratern aufsetzen und pflegen lässt. Das dumme Volk bekommt dann seine Virenscanner und seine personal Firewall und wähnt sich in Sicherheit (LOL).
Und diese 90+% "dummen IT-Nutzer" sollen nun mit einem mal mündig und verantwortungsvoll werden? All diese Nutzer die seit Jahren wie dumme Ochsen den Karren von Firmen wie Microsoft, Oracle und SAP ziehen sollen nun mit einem mal mündig werden? Da glaubt aber jemand an den Weihnachtsmann ..
F. Mayer
„Wir von Microsoft denken auch, dass zielgerichtete Werbung eine Menge Vorteile hat. Aber wir glauben einfach, dass die Nutzer das Recht haben, zu erfahren, was passiert. Und dass sie vorher um ihre Zustimmung gefragt werden sollten.“
Ja, ja, Microsoft ist sehr besorgt darüber, dass der Kunde ständig mit Werbung zugedonnert wird. Mir scheint es naheliegener, dass Microsoft mit den Cookies die Archillesferse seines grössten Konkurrenten Google ausgemacht hat. Wenn Google dann erst einmal weg vom Fenster ist, geht der Spass unter neuem Namen weiter.
Wenn man mal seine Firewall so einstellt, das sie keine Cookies durchlässt, ist man erschrocken wie oft man Warnungen erhält, dass ein Cookie geblockt wurde.
little by little we gave you everything you ever dreamed of
Es wäre sicherlich für alle Mentschen entspannter wenn jeder genau wüste welche Geräte ich zu Hause hab um mir dann temenbezogene Werbung zuzschiken. Nur machen die Mentschen schon bei der Post einen Strich durch die Rechung in dem sie "Werbung Verboten" aufkleber an die Briefkästen kleben. Nun sagt man also im Internett soll man doch bitte die "Kekse" wieder zulassen da Kekse doch recht leker sind und nie und nimmer schädlich.
Man könnte sich auch fragen warum man nicht Betiebssysteme entwikelt in denen der Normal Benutzer mit seinen Admin-Dauer-Acconut zwar am Rechner arbeiten kann, aber man dennoch dasinternett hinterfragt und nur gefiltert zulässt. Man kann den Filter dann ja abschalten " was eh 90% nicht tun ".
Aber so werden wir es wohl noch erleben das die ersten internett Häuser einen 1% oder 1 Promill ( Das Zeichen sieht eh fast gleich aus ) Rabatt gewähren wenn man Cookies zulässt und die Siete auf Vertrauensvoll schaltet.
Und das schlimme ist: die Leute werden es machen auch für 1 Promill da sie das Zeichen en nicht ausenanderhalten können und Rabatt immer gut klingt.
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