Bayernwahl Duo am Abgrund
Bayerns Ministerpräsident Beckstein und CSU-Chef Huber kämpfen gegen das Unsagbare: den Verlust der absoluten Mehrheit am Sonntag. Und um ihr politisches Überleben. Ein Doppelporträt
Das frisch gezapfte Weißbier, das so einladend neben dem Redner steht, bleibt an diesem Abend unangetastet. Günther Beckstein trinkt Wasser. Es mag an dem kalten Wind liegen, der über den Martin-Luther-Platz in Ansbach weht, aber womöglich auch an den Schlagzeilen, die der bayerische Ministerpräsident zuletzt gemacht hat. Tage lang diskutieren die Menschen im Land über einen misslungenen Scherz des Wahlkämpfers Beckstein. In einem Bierzelt hatte er verkündet, gestandene Bayern könnten auch mit zwei Maß Bier noch Auto fahren. Für den CSU-Regenten und früheren Innenminister ein peinlicher Ausrutscher. Denn plötzlich hatte er eine bierernste Debatte über bayerische Lebensart, Promillegrenzen und Gesundheitsschutz am Hals.
Die Diskussion kam zur Unzeit. Denn am kommenden Sonntag wird im Freistaat ein neuer Landtag gewählt, aber so richtig kommt die CSU nicht auf Touren. In Umfragen ist die bayerische Staatspartei, die das Land seit fünf Jahrzehnten ununterbrochen regiert, unter die heilige 50-Prozent-Marke gerutscht. Das christsoziale Führungsduo aus Beckstein und Parteichef Erwin Huber, das vor einem Jahr nach monatelangen innerparteilichen Querelen Edmund Stoiber abgelöst hat, steht mit dem Rücken zur Wand. Die Partei ist nervös.
Natürlich verbreitet Beckstein auch in Ansbach Zuversicht, was soll er auch anderes tun. Er spricht von der „exzellenten Stimmung“ und dem „außerordentlich guten Lauf“ seiner Partei, er lobt Bayern als „Marktführer in Sachen Innere Sicherheit“ und stellt den Wählern „Vollbeschäftigung“ in Aussicht.
Aber so richtig will der Funke nicht überspringen. Nur etwa 400 Zuhörer verlieren sich auf dem langgezogenen Platz zwischen zwei Kirchen. Die Stimmung ist eher kühl, was nicht nur am Wetter liegt. An der Basis teilen längst nicht alle den von der Wahlkampfleitung verordneten Optimismus. „Es wird spannend“, prophezeit der Landtagsabgeordnete Klaus Dieter Breitschwert. „Die Wahl ist längst noch nicht entschieden“, schwant auch dem ehemaligen bayerischen Justizminister Manfred Weiß. „Die Zeit ist nicht einfacher geworden“, klagt Lokalmatador Ernst Schuster. Töne sind dies, die in der CSU lange nicht zu hören waren.
Beckstein kämpft, er trägt eine Trachtenjacke. Allein das signalisiert, die Lage ist ernst. Denn bisher kannten seine Wähler den Franken Beckstein nur in feinen Zwirn, nun schlüpft er regelmäßig in den urbayerischen Loden. Schließlich bemüht sich die CSU auch in diesem Wahlkampf einmal mehr um die Symbiose mit dem Bayerntum.
Beckstein müht sich, nur: Ein begnadeter Redner ist er nicht. Eher geschäftsmäßig referiert er die Erfolge der Staatsregierung, und wenn er etwa die Linke oder zumindest Teile der Partei als „kommunistisches Pack“ beschimpft oder vor der „marktradikalen“ FDP warnt, dann verschluckt er die Pointen gerne.
Die christsozialen Strategen kennen das Problem. Ihr Ministerpräsident ist anders als sein Vorgänger kein Mann, der auf großen Bühnen Stimmung machen kann, keiner, der seine Zuhörer mitreißt. „Beckstein ist im persönlichen Gespräch absolut überzeugend“, sagt einer seiner Wahlkampfhelfer, Stoiber hingegen „war im Bierzelt unschlagbar“.
- Datum 13.10.2008 - 17:32 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Schuhe so sagt man, sagen vieles über den Menschen aus, der sie trägt.
So legen Schuhe Zeugnis ab vom sozialen und kulturellen Selbstverständnis des Menschen. Sie erzählen vom Status des Trägers und erklären sein Verhältnis zum eigenen Geschlecht. Die Gepflegtheit des Schuhs selbst zeigt, wie achtsam der Mensch mit seiner Ware umgeht.
Nun, was hat das alles mit unserem bayerischen Ministerpräsidenten zu tun? Wer einmal die Möglichkeit hat, Günther Beckstein auf die Füße zu schauen sollte dies unbedingt tun - ungeputzte Schuhe - was will uns das sagen?!
Das will uns sagen, dass er kein Schnösel ist.
AJ
nun, die schmutzigen Schuhe machen diesen Mann doch sympatisch (umweltfreundlich,keine Schuhkreme) in unserer Welt des "Meister Proppers Saubermann." Aber irgendwie ist da etwas was wir an seiner Person vermissen, duerfen wir es Charisma nennen. Mal ehrlich, wie ist das mit uns selber? Ist Charisma nicht wie frisch gebohnerter Fussboden. Es hiess doch frueher, "Achtung frisch gebohnert, Rutschgefahr!" Und bei blitzsauberen Schuhen?
Das will uns sagen, dass er kein Schnösel ist.
AJ
nun, die schmutzigen Schuhe machen diesen Mann doch sympatisch (umweltfreundlich,keine Schuhkreme) in unserer Welt des "Meister Proppers Saubermann." Aber irgendwie ist da etwas was wir an seiner Person vermissen, duerfen wir es Charisma nennen. Mal ehrlich, wie ist das mit uns selber? Ist Charisma nicht wie frisch gebohnerter Fussboden. Es hiess doch frueher, "Achtung frisch gebohnert, Rutschgefahr!" Und bei blitzsauberen Schuhen?
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...hat noch gebietsansprüche auf teile tadschikistans, afghanistans, pakistans, indiens, auf verschiedene inseln im fluss amur, auf einen landstrich zwischen russland und der mongolei, auf die östliche hälfte von bhutan, sowie große teile des nördlichen burmas...
...ist aber selber nicht international anerkannt.
soviel jedenfalls zur wirksamkeit der kategorie 'recht' in fragen der territorialen zugehörigkeit.
abgesehen davon hat ihre ansage, so skurril sie auch sein mag, mit dem thema des artikels nicht wirklich zu tun. außer, dass es bei ihnen vielleicht auch um bayern geht, oder halt eben nicht.
egal.
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soviel jedenfalls zur wirksamkeit der kategorie 'recht' in fragen der territorialen zugehörigkeit.
abgesehen davon hat ihre ansage, so skurril sie auch sein mag, mit dem thema des artikels nicht wirklich zu tun. außer, dass es bei ihnen vielleicht auch um bayern geht, oder halt eben nicht.
egal.
...hat noch gebietsansprüche auf teile tadschikistans, afghanistans, pakistans, indiens, auf verschiedene inseln im fluss amur, auf einen landstrich zwischen russland und der mongolei, auf die östliche hälfte von bhutan, sowie große teile des nördlichen burmas...
...ist aber selber nicht international anerkannt.
soviel jedenfalls zur wirksamkeit der kategorie 'recht' in fragen der territorialen zugehörigkeit.
abgesehen davon hat ihre ansage, so skurril sie auch sein mag, mit dem thema des artikels nicht wirklich zu tun. außer, dass es bei ihnen vielleicht auch um bayern geht, oder halt eben nicht.
egal.
Die CSU ist gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, sie weiss auch schon warum. Wäre sie dafür, wäre das ihr Ende
Ich wünsche vom ganzen Herzen jedem Land der Welt - von Russland bis nach Somalien - die gleichen Probleme, die Bayern hat. Diese katastrophalen Probleme, die das Land in den Abgrund ziehen, sind, laut der deutschen Presse und der von dieser Pressen künstlich gemachten "öffentlichen Meinung":
1 Eine regierende Partei, die - o Horror!!! - bei den nächsten Wahlen LEDIGLICH 47% der Stimmen bekommen soll.
2 Eine alternative Partei (Freie Wähler), die die Politik der regierenden Partei ziemlich genau fortsetzen wird
3 Der Chef der regierenden Partei, der laut dem Kommentar N.1 - o Weltkatastrophe! - schlechte Schuhe trägt!
4 Das Bruttosozialprodukt, das zu den 10 höchsten in der Welt gehört
5 Das Einkommen der Mittelschicht, 10mal höher als in 98% Länder der Welt
6 Die Arbeitslosigkeit, so niedrig wie niergendwo sonst
usw., usf.
7 Und schließlich die steigenden Bierpreise!
Armes Land, ein Land im Abgrund!
Einwohner, die mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß stehen.
Einwohner, die mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß stehen.
Einwohner, die mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß stehen.
... nicht ganz unähnlich.
Das will uns sagen, dass er kein Schnösel ist.
AJ
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