Meeressäuger

Den Wal im Blick

Wale und Delfine faszinieren die Menschen schon seit Urzeiten. Moby Dick und Flipper sind – zugegebenermaßen recht unterschiedliche – Beispiele dafür. Auch wenn beide eng miteinander verwandte Meeressäuger sind, könnte ihr Verhältnis zum Menschen historisch betrachtet kaum unterschiedlicher sein. Delfine gelten als freundlich und neugierig, schon in der griechischen Mythologie war die Haltung ihnen gegenüber positiv.
Wale dagegen wurden traditionell wegen ihres Fleisches und Tranes gejagt, teilweise werden sie das immer noch. Während sie in den Erzählungen früherer Seefahrer eher als eine Art gefährlicher Seeungeheuer auftauchten, deren Fang mit großem Kampf verbunden war, hat sich ihr Ansehen im 20. Jahrhundert sehr geändert. Heute gelten Wale als sanfte Riesen mit ausgeprägten sozialen Fähigkeiten. Sogar singen können sie. Doch genützt hat ihnen das alles wenig, die meisten Arten müssen gegenwärtig als gefährdet eingestuft werden.
Wer Wale oder Delfine einmal aus der Nähe betrachten möchte, ohne ihnen dabei zu nahe zu treten, kann an einem professionell geleitetem Whale Watching teilnehmen. Nicht nur über den geeigneten Ort und Zeitpunkt für die Sichtung der verschiedenen Meeressäuger informiert Trevor Days Bildband Whale Watching – Wale und Delfine in freier Natur erleben sehr detailliert, auch für reiseunlustige Walfans lohnt sich die Anschaffung dieses Werks: Alle Wale werden anschaulich beschrieben und sind zudem schön fotografiert.

Leser-Kommentare
  1. Durch Jahrzehnte lang andauernden Walfang wurden viele Wal- und Delfinarten an den Rand der Ausrottung gebracht. Auch heute sind diese faszinierenden Meeressäuger immer noch der Bejagung und zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Meeresverschmutzung, durch Boote und Unterwasserbohrungen verursachter Lärm, Verlust ihres Lebensraumes, Beifang in Fischnetzen und die globale Erwärmung, die unsere Meere verändert, sind einige der vom Menschen verursachten Bedrohungen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service