DFB-Pokal Überraschende Niederlagen

Frankfurt, Mönchengladbach, der 1. FC Köln und Hannover 96 - für vier Bundesligisten ist der Pokalwettbewerb beendet. Die Spielberichte der Dienstagsspiele

FSV Mainz 05 – 1. FC Köln 3:1

Im Duell der Vereine vom Rhein bot der Zweitligist vor 19.300 Zuschauern eine überzeugende Vorstellung und siegte nach Treffern von Aristide Bancé (61.), Miroslav Karhan (67., Foulelfmeter) und des eingewechselten Milorad Pekovic (79.) verdient. „Ich weiß um die Qualität meiner Mannschaft. Wir sind im Moment einfach gut drauf“, sagte Jörn Andersen, Trainer der Mainzer, mit strahlender Miene nach dem Spiel. Die Kölner, die in der Bundesliga die vergangenen beiden Spiele verloren hatten, boten über weite Strecken eine schwache Leistung. Mehr als der Anschlusstreffer durch Youssef Mohamad (73.) gelang gegen die Mainzer Abwehr nicht. Selbstkritisch ging Kölns Trainer Christoph Daum mit dem frühen Pokal-Aus um: „Das wird Druck von außen geben. Ich werde die Spieler sicher auch hart angehen, aber ich muss auch sehen, ihnen wieder Selbstvertrauen zu geben“, sagte der FC-Coach. Daum hatte erstmals in der Saison mit Milijove Novakovic und Sergiu Radu zwei Stürmer aufgestellt, doch die Offensive verstärkte diese taktische Maßnahme nicht. Müdes Ballgeschiebe und viele schnelle Ballverluste hemmten beim Erstliga-Aufsteiger jeden Spielfluss.

Die Mainzer überzeugten wie zuletzt in der Liga und spielten offensiver, ohne jedoch zu klaren Chancen zu kommen. Florian Heller (5.), Chadli Amri (32.) und Markus Feulner (34.) vergaben die wenigen Möglichkeiten. Zudem zeigte sich der Zweitligist stark in den Zweikämpfen, gab keinen Ball verloren und stand auch in der Defensive sicher gegen die harmlosen Kölner. Die Mainzer erhöhten nach dem Wechsel den Druck und wurden für das unermüdliche Engagement belohnt, als Bancé einen von Markus Feulner getretenen Eckball einköpfte. Der eingewechselte Felix Borja vergab nur drei Minuten später die Vorentscheidung, als er mit einem Kopfball knapp das Tor verfehlte (64.). Der Druck hielt gegen eine selten sichere FC-Abwehr an und Youssef Mohamad konnte Feulner nur noch unfair im Strafraum bremsen. Karhan verwandelte den fälligen Strafstoß sicher. Nach dem deutlichen Rückstand wachten auch die Kölner auf. Erst vergab Novakovic freistehend vor Dimo Wache (71.), dann bügelte Mohamad seinen Fehler wieder aus und traf zum Anschlusstreffer.

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