Finanzkrise USA suchen Unterstützung für 700-Milliarden-Programm
Washington hat andere Industriestaaten dazu aufgefordert, sich am Rettungspaket für die Finanzbranche zu beteiligen. Doch Berlin lehnt vorerst ab

© Mario Tama/Getty Images
New York erstrahlt wieder im Licht - liegt's am Rettungspaket aus Washington?
Zur Überwindung der Finanzkrise will die amerikanische Regierung auch andere Staaten in ihr 700 Milliarden Dollar schweres Rettungspaket einbeziehen. Einige Länder hätten schon Bereitschaft signalisiert, sagte US-Finanzminister Henry Paulson. Zusagen gebe es aber noch nicht.
Deutsche Politiker lehnten eine Beteiligung ab. Ähnliches war aus London zu hören.
Unterdessen wurde in Washington weiter mit Hochdruck an der gesetzlichen Grundlage für das Rettungspaket gearbeitet, das die Regierung zur Übernahme fauler Kredite der angeschlagenen Finanzhäuser ermächtigen soll.
Die Demokraten sagten der Bush-Administration zwar grundsätzlich ihre Unterstützung zu, forderten aber zugleich Maßnahmen zum Schutz der Steuerzahler und Entlastungen für die von Zwangsvollstreckung bedrohten Hausbesitzer.
Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Barack Obama, übte scharfe Kritik an dem Regierungsvorhaben. Bisher habe die Regierung nur ein Konzept mit einem „erschütternden Preisschild“ vorgelegt „und keinen Plan“, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung des Senators aus Illinois. Es dürfe für die Regierung keinen „Blankoscheck“ geben.
Dennoch sprach sich Obama im Grundsatz abermals für eine rasche überparteiliche Vereinbarung zur Lösung der Krise aus.
Das Finanzministerium verhandelt mit dem Kongress über ein Rettungspaket im Umfang von 700 Milliarden Dollar. Zusammen mit schon erfolgten Firmenübernahmen und Sicherheitsgarantien würde die Aktion zur Wiederbelebung des Kreditflusses etwa 1,3 Billionen Dollar kosten.
- Datum 04.05.2009 - 10:55 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Auch wenn sich im Vergleich zu 700 000 000 000 $ die 350 000 000 € der KfW Bank gering anhören, fehlen Sie doch in der aufgeführten Liste des rührigen Herrn Schneider.
Nett auch, wenn er den "Wertverlust" der KFW-Bank im "einstelligen Milliardenbereich" ansiedelt.
Dem Steuerzahler hat Supprime-Krise amerikanischer Banken in der Summe bereits einen mehrstelligen Milliardenbetrag aus Steuermitteln gekostet. Wie sich die frischgedruckten und nur durch Schulden gegenfinanzierten Euros auf die Inflation und damit direkt auf unseren Geldbeutel auswirken, mag ich gar nicht bewerten.
Amerika wird das Rettungspaket vermutlich alleine schnüren müßen, da jede betroffene
Nation (ähh, von Österreich hört man ja nix-ein Schurkenstaat?) sich mit den Schulden seiner eigenen, gierigen Banken auseinander setzen muß. Da wird jeder frei verfügbare Euro knapp.
Die Volkswirtschaft Amerikas wird diese 700 Milliarden, bzw 1,4 Billionen $ zusätzlich verdienen müßen und das geht nur, wenn der Export brummt-oder irgendwelche Ölquellen überfallen werden.
Wir gehen richtig interessanten Zeiten entgegen.
Zetti
Die ungezügelt kontinuierliche Kriegslust der Amerikaner, gestärkt durch die Bush-Regierung, hat bereits 2 Billionen Dollar gekostet.
Dieses Geld, auch in Europa geliehen, fehlt jetzt natürlich.
Aber der trottlige Steuerzahler wird wie immer die auswüchsigen Fehlentscheidungen seiner Volksvertreter schultern - bravo !
Die ungezügelt kontinuierliche Kriegslust der Amerikaner, gestärkt durch die Bush-Regierung, hat bereits 2 Billionen Dollar gekostet.
Dieses Geld, auch in Europa geliehen, fehlt jetzt natürlich.
Aber der trottlige Steuerzahler wird wie immer die auswüchsigen Fehlentscheidungen seiner Volksvertreter schultern - bravo !
Wer jetzt immer noch an die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft glaubt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren, immer die gleiche Masche der Neoliberalen!!!!!!!
Und die Zeit mit dabei, frei nach Olli Kahn: immer weiter, immer weiter.....
bis in den Abgrund!!!!!
Die dreiste Geldsammelaktion unter falschem Etikett (auch ausländische Banken würden von dem US-Paket profitieren!) zeigt endgültig, dass die ganze bisherige Globalisierung asymmetrisch verlaufen ist, wie Emmanuel Todd in seinem Buch von 1999 dargestellt hat: Das "neoliberale" System, das die USA der ganzen Welt aufgezwungen hat, war nichts anderes als eine riesige Geldpumpe, bei der die produzierenden Staaten in Europa und Asien den US-Konsum auf Kosten ihrer eigenen Gesellschaften finanziert haben. Profitiert haben die Eliten hier wie dort. Die anderen wurden schlicht als "Verlierer" abgestempelt und fallengelassen.
Jetzt, da das System zusammengebrochen ist und die Pumpe ihren Dienst einzustellen droht, werden zuerst neue Lügen aufgetischt (s. o.) wenn die nicht ziehen, folgt die brutale Gewalt.
die Deutsche Politik auch nur einen cent diesem maroden System in den USA in den Rachen schmeißen werde ich augenblicklich den Verstand verlieren.... Bereits jetzt haben viele Volkswirtschaften stark für den uferlosen Konsum der USA geblutet. Gut wir haben auch davon Profitiert dennoch denke ich das wir unseren Beitrag zur Rechnung bereits Zahlen. Dreister gehts nimmer.......
Was bleibt den Industriestaaten anderes übrig gemeinsam aus diesem Desaster herauszukommen? Die USA ist ein Absatzmarkt für viele asiatische und europäische Produkte. Besonders die Deutsche braucht diesen Markt. Die Chinesen werden dann große Probleme bekommen, wenn der Markt in den USA schrumpft. Das lassen sie sicherlich nicht zu. Nur frage ich mich, die Vereinigten Staaten sind dermaßen hoch verschuldet, woher soll das nötige Kapital kommen. Es kann doch nur von außen kommen. Das Ausland bezahlt dann natürlich die die riesige US Militärmaschinerie mit. Warum wird das Vermögen der Superreichen- in den USA und weltweit nicht kräftig versteuert? Man käme dann rasch zu riesige Milliarden Summen.
Wir in Deutschland beispielsweise müssen den deutschen Absatzmarkt stärken. Leider setzt undere Junta nur auf den Export und lässt den Binnenmarkt immer mehr schrumpfen. Die USA sollen gefälligst selber sehen, wie sie mit iherer hausgemachten Krise fertig werden. Es ist nicht die Aufgabe der restlichen Welt, deren Konsum zu finanzieren.
Wir in Deutschland beispielsweise müssen den deutschen Absatzmarkt stärken. Leider setzt undere Junta nur auf den Export und lässt den Binnenmarkt immer mehr schrumpfen. Die USA sollen gefälligst selber sehen, wie sie mit iherer hausgemachten Krise fertig werden. Es ist nicht die Aufgabe der restlichen Welt, deren Konsum zu finanzieren.
Es ist ausschließlich pessimistisch (Kommentare 2,3,4), wie teilweise hier argumentiert wird. Schade. Eine Selbstbestätigung der Fakten - wofür?
Ganz sicher bin ich kein Freund des Kapitalismus und ja, auch mich würde der Wahnsinn packen, wenn der Kapitalismus noch einen Cent mehr schluckt, als er es bereits tut. Aber wie lange tut er das nicht schon? Und bin ich deshalb wahnsinnig geworden? Das Problem ist, wir hängen mit drin. Und wer bitte nicht? Wer profitiert nicht vom Wohlstand? Außer er lebt in Nicaragua, in Chile, Brasilien, Afrika, Afghanistan oder ist palästinensicher Flüchtling? Und die Leute in China auf dem Land. Wir sitzen auf einem Haufen Armer von über 1ner Billiarde Menschen, die als Wohlstandskrüppel zurückbleiben. Kolonialisiserung mal anders.
Und deshalb ist diese Denkart zynisch, pessimistisch und sogar verantwortungslos. Wir sollten vielmehr darüber nachdenken - wenn wir schon globalisiert sind - wie wir gemeinsam eine Lösung finden; oder nach nationalen Lösungen suchen. Wir sollten uns entscheiden. Denn die Krise wird sich auf uns auswirken - und was dann? Weiter mit dem Finger auf andere zeigen? Und reden, wir haben das ja alles nicht gewollt, außer den Wohlstand?
So funktioniert es sicher nicht, so funktioniert gar nichts. Pessimistisch gesehen.
Ergänzend: Bitte ich auch den Videokommentar von Jens Jessen zu beachten!
Anders als bei anderen Defizitländern erfolgt die damit einhergehende Verschuldung der USA gegenüber dem Ausland in der eigenen Währung. Wenn der Dollarkurs sinkt, ist das ein zusätzlicher Vorteil. Automatisch verringert sich die Verschuldung im Verhältnis zu allen anderen Währungen – ein „exorbitantes Privileg“, wie sich einst schon Frankreichs Nachkriegspräsident Charles de Gaulle empörte.
Getragen von dieser Mechanik konnten Amerikas Geldpolitiker darum stets jener Prämisse folgen, die John Connally, der Finanzminister des Skandalpräsidenten Richard Nixon, im Jahr 1971 seinen europäischen Kollegen entgegenhielt: „Der Dollar ist zwar unsere Währung, aber euer Problem.“
So richteten die Fed-Direktoren ihre Politik ausschließlich an der Lage der amerikanischen Binnenwirtschaft aus. Kippte die Konjunktur, warfen sie die Notenpresse an und nahmen eine Dollarabwertung in Kauf, auch wenn das für ihre Lieferanten aus aller Welt gravierende Einbußen brachte. Drohte Inflation, trieben sie Zinsen und Dollarkurs nach oben, auch wenn das viele Entwicklungsländer mit Auslandsschulden in den Ruin trieb. Am Status des Dollars als Leitwährung änderte sich nichts. Im Gegenteil, jede Krise trieb noch mehr Anleger in den als „sicheren Hafen“ angesehenen US-Kapitalmarkt.
Wall Street Zitat: „Die Ausländer liefern uns ihre Waren, und dafür kriegen sie von uns Papier mit den Bildern unserer toten Präsidenten.“
Die deutsche Regierung wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie dieses Prinzip der Abhängigkeit von den Launen irgendwelcher Fed-Direktoren weiterhin aufrechterhalten würde.
Der Dollar als Leitwährung muss weg! Das ist das Gebot der Stunde!
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