Finanzkrise Bundesregierung will Warnsysteme schärfen

Die Bundesregierung wirbt angesichts der anhaltenden Marktturbulenzen international für einen Ausbau der Kapazitäten für die Früherkennung von Finanzkrisen

In einem Brief des Bundesfinanzministeriums an die Vertreter der sieben führenden Industrienationen (G7), der der ZEIT vorliegt, fordert die Bundesregierung die Einrichtung einer beim Forum für Finanzstabilität angesiedelten Arbeitsgruppe, die einmal jährlich in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds einen Bericht über Risiken und mögliche politische Gegenmaßnahmen erarbeitet.

Die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe soll sich dem Vorschlag zufolge an einer bereits bestehenden Gruppe orientieren, die mit der Ausarbeitung von Vorschlägen für die Stabilisierung der Finanzmärkte betraut ist. Ziel sei es, diesen gemeinsamen "internationalen Finanzstabilitätsbericht zu veröffentlichen", heißt es in dem Schreiben, das mit der Bundesbank abgestimmt ist und von Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen an die Partnerländer übermittelt wurde. Der Inhalt solle auf dem Herbsttreffen der Finanzminister und Notenbankchefs der G7 diskutiert werden. Das Forum für Finanzstabilität würde durch die Umsetzung des Vorschlags gestärkt.

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Das Forum wurde nach der Asienkrise gegründet und hat sich in der aktuellen Krise zum zentralen Gremium für die Koordinierung der politischen Reaktion auf die Marktturbulenzen entwickelt. Insbesondere bei den Europäern ist es beliebt, weil die großen Industriestaaten darin gleichberechtigt vertreten sind, während etwa der Internationale Währungsfonds von den Amerikanern dominiert wird.

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