US-Rettungspaket für Banken Regierung und Kongress ringen um Kompromiss
Die US-Regierung dringt auf einen raschen Start des Banken-Hilfsfonds, doch die Demokraten stellen Bedingungen. Der Dow Jones fällt erneut deutlich, der Ölpreis explodiert
Regierung und der Kongress haben am Montag erbittert um Details des Pakets gestritten, mit dem die Regierung in Washington einen Rettungsfonds für faule Kredite bilden will. Eine rasche Einigung war nicht in Sicht. Beobachtern zufolge könnten sich die Verhandlungen noch bis zum Ende der Woche hinziehen.
Der einflussreiche Republikaner im Bankenausschuss des Senats, Richard Shelby, lehnte die jetzige Fassung ab und forderte die Prüfung von Alternativen. "Ich fürchte, dass der Vorschlag des Finanzministeriums weder durchführbar noch umfassend genug ist", teilte Shelby mit. "Meiner Meinung nach wäre es dumm, riesige Summen an Steuergeldern an einer Idee zu verschwenden, die hastig zusammengeschustert wurde. Die demokratische Senatorin von New York, Hillary Clinton, forderte zudem die Schaffung einer Einrichtung, wie sie auch zur Bekämpfung der Großen Depression eingesetzt worden war. Diese soll den amerikanischen Bürgern zunächst ihre Hypotheken abkaufen und dann später weiterverkaufen, sagte Clinton.
Die Regierung wies ihrerseits Forderungen aus dem Kongress zurück, wonach sie sich an Unternehmen beteiligen soll, denen sie faule Kredite abgekauft hat. Zugleich machte sie deutlich, dass eine schnelle Zustimmung zu ihren Vorschlägen notwendig sei. Nur so könne Schaden von der Gesamtwirtschaft abgewendet werden, teilte das Weiße Haus mit. Zuvor hieß es, die Regierung habe einige Änderungen an dem Paket akzeptiert.
Der Vorsitzende des Finanzmarktausschusses des Repräsentantenhauses, Barney Frank, sagte, das Finanzministerium stimme einer stärkeren Unterstützung von Hausbesitzern und der Einrichtung eines Überwachungsgremiums zu, das seine umfangreichen Befugnisse begrenzen soll. Die Demokraten hatten zuvor Gegenvorschläge zu dem 700 Milliarden Dollar schweren Paket der Regierung vorgelegt.
- Datum 23.09.2008 - 15:37 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, reuters
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Sie müssen hier unterschreiben und ganz schnell, die Chance besteht nur jetzt ! Schnell, schnell!
So agieren Haustürvertreter und hinterhältige Gebrauchtwagenhändler.
Warum nicht den Hauseigentümern die Hypotheken abkaufen und bei der Tilgung unterstützen ? Die Tilgungsraten werden gestreckt, der Zins auf den Eigenzinssatz der Banken reduziert.
Die Banken könnten alle Hypotheken in ihren Büchern lassen, da sie Staatsgarantien hätten, die Hausbesitzer könnten ihre Häuser behalten. Die Verslummung ganzer Stadtteile würde verhindert.
Allerdings würden die Banken mit diesen Hypotheken keine Gewinne mehr machen und ihr Kapital wäre gebunden, stünde also nicht für andere Spielchen zur Verfügung.
Logisch, dass niemand von Banken und Regierung ein Interesse daran hat, oder?
Wieso soll denn ein schwacher Dollar den Ölpreis drücken?
Ich würde doch eher das Gegenteil behaupten, das sieht man doch auch gerade, der Dollar geht wieder runter und der Ölpreis steigt.
Aber die Gefahr besteht doch darin, das man halt nichts ändert, nicht die Einstellung und auch nicht die Verfahrensweise in den Banken. Man wird den Effekt nur hinauszögern.
Das Leben auf Pump scheint doch einfach nicht zu funktionieren, jedenfalls nicht in dem Maße wie es sich die Amis erhoffen.
Um so größer dass Hilfspaket jetzt ist, um so extremer werden die Auswirkungen in einem halben oder ganzen Jahr sein.
Ich würde sagen man muß das jetzt ausbaden, egal wie schmerzhaft das wird.
"Wieso soll denn ein schwacher Dollar den Ölpreis drücken?"
Gemeint ist in der Heimatwährung des Ölkunden, da dieser bei einem schwächeren Dollar entsprechend weniger Euros, Yen etc. bezahlen muss.
Da die Dollarschwäche zu einem Grossteil auf Inflationsängsten beruht, flüchten allerdings viele Anleger in Sachwerte, um einen Wertverlust zu vermeiden. Immobilien scheiden dazu in den USA zurzeit wegen der enormen Wertverluste am Markt aus, also wird statt dessen vermehrt in Rohstoffe investiert - weswegen letzendlich die Rohstoffpreise steigen. Der explosionsartige Anstieg des Ölpreises gestern wurde ja nicht durch gestiegene Nachfrage verursacht, (so schnell kann die gar nicht wachsen, im Übrigen sinkt sie zurzeit rezessionsbedingt) sondern durch die Furcht vor der Inflation, die das Rettungspaket für die notleidenden US-Banken bewirken wird.
Hinzu kommt, dass der sinkende Binnenpreis für das Öl den Druck verringert, damit sparsam umzugehen - wodurch dann tendenziell die Nachfrage steigt, was dann wiederum den Preis steigen lässt. Da sich die aus Öl hergestellten Güter tendenziell ebenfalls verbilligen, steigt auch hier die Nachfrage und damit wiederum der Ölverbrauch.
Initial verbilligt der schwächere Dollar also tatsächlich die in Dollar abgerechneten Rohstoffe. Insbesondere aber in der derzeitigen Situation wird diese Entwicklung durch die Investoren (bzw. Spekulanten, je nach Diktion) konterkariert. Preisdruck durch steigende Nachfrage ist im derzeitigen Abschwung eine eher vernachlässigbare Größe.
"Wieso soll denn ein schwacher Dollar den Ölpreis drücken?"
Gemeint ist in der Heimatwährung des Ölkunden, da dieser bei einem schwächeren Dollar entsprechend weniger Euros, Yen etc. bezahlen muss.
Da die Dollarschwäche zu einem Grossteil auf Inflationsängsten beruht, flüchten allerdings viele Anleger in Sachwerte, um einen Wertverlust zu vermeiden. Immobilien scheiden dazu in den USA zurzeit wegen der enormen Wertverluste am Markt aus, also wird statt dessen vermehrt in Rohstoffe investiert - weswegen letzendlich die Rohstoffpreise steigen. Der explosionsartige Anstieg des Ölpreises gestern wurde ja nicht durch gestiegene Nachfrage verursacht, (so schnell kann die gar nicht wachsen, im Übrigen sinkt sie zurzeit rezessionsbedingt) sondern durch die Furcht vor der Inflation, die das Rettungspaket für die notleidenden US-Banken bewirken wird.
Hinzu kommt, dass der sinkende Binnenpreis für das Öl den Druck verringert, damit sparsam umzugehen - wodurch dann tendenziell die Nachfrage steigt, was dann wiederum den Preis steigen lässt. Da sich die aus Öl hergestellten Güter tendenziell ebenfalls verbilligen, steigt auch hier die Nachfrage und damit wiederum der Ölverbrauch.
Initial verbilligt der schwächere Dollar also tatsächlich die in Dollar abgerechneten Rohstoffe. Insbesondere aber in der derzeitigen Situation wird diese Entwicklung durch die Investoren (bzw. Spekulanten, je nach Diktion) konterkariert. Preisdruck durch steigende Nachfrage ist im derzeitigen Abschwung eine eher vernachlässigbare Größe.
"Wieso soll denn ein schwacher Dollar den Ölpreis drücken?"
Gemeint ist in der Heimatwährung des Ölkunden, da dieser bei einem schwächeren Dollar entsprechend weniger Euros, Yen etc. bezahlen muss.
Da die Dollarschwäche zu einem Grossteil auf Inflationsängsten beruht, flüchten allerdings viele Anleger in Sachwerte, um einen Wertverlust zu vermeiden. Immobilien scheiden dazu in den USA zurzeit wegen der enormen Wertverluste am Markt aus, also wird statt dessen vermehrt in Rohstoffe investiert - weswegen letzendlich die Rohstoffpreise steigen. Der explosionsartige Anstieg des Ölpreises gestern wurde ja nicht durch gestiegene Nachfrage verursacht, (so schnell kann die gar nicht wachsen, im Übrigen sinkt sie zurzeit rezessionsbedingt) sondern durch die Furcht vor der Inflation, die das Rettungspaket für die notleidenden US-Banken bewirken wird.
Hinzu kommt, dass der sinkende Binnenpreis für das Öl den Druck verringert, damit sparsam umzugehen - wodurch dann tendenziell die Nachfrage steigt, was dann wiederum den Preis steigen lässt. Da sich die aus Öl hergestellten Güter tendenziell ebenfalls verbilligen, steigt auch hier die Nachfrage und damit wiederum der Ölverbrauch.
Initial verbilligt der schwächere Dollar also tatsächlich die in Dollar abgerechneten Rohstoffe. Insbesondere aber in der derzeitigen Situation wird diese Entwicklung durch die Investoren (bzw. Spekulanten, je nach Diktion) konterkariert. Preisdruck durch steigende Nachfrage ist im derzeitigen Abschwung eine eher vernachlässigbare Größe.
Ich denke, von dieser Woche an wird es für Europäische Unternehmen, die hauptsächlich oder gar ausschliesslich mit den USA Handel betreiben, richtig schwer werden - ich denke der Dollar ist am "end of life" als Weltreservewährung ..
Jetzt sollten die Europäer schleunigst zusehen, wie sie sich am "schmerzfreiesten" aus den bestehenden Abhängigkeiten den USA gegenüber lösen können. Denn es reicht ja, wenn die USA alleine absaufen und das "alte Europa" zwar Wasser schlucken werden muss, aber insgesamt (vielleicht mit Schlagseite) noch manövrierfähig bleibt. Wenn sich aber Europa - und hier insbesondere das "alte Europa" - aus falsch verstandener Solidarität Gefangener der US-Ökonomie bleibt, dann saufen wir mit ab und dann mag man nicht wirklich weiter denken ..
F. Mayer
"Ich denke der Dollar ist am "end of life" als Weltreservewährung"
Solange die Chinesen weiter wie die Irren US-Schatzanleihen kaufen, wird das wohl ein frommer Wunsch bleiben.
Nicht zuletzt würde das auch voraus setzen, dass die USA das einfach so ohne Gegenwehr hinnehmen würden. Als der Irak die Abrechnung seiner Ölverkäufe 2001 von Dollar auf Euro umgestellt hat, wurde er zwei Jahre später platt gemacht. Natürlich war das nicht der Hauptgrund für den Einmarsch (z. B. konnte man dabei gleich die bestehenden Förderverträge mit französischen und russischen Firmen auf Kontrakte mit US-Firmen umstellen). Wer aber denkt, die USA würden auf eine solche Entwicklung nicht reagieren, ist wohl reichlich naiv. Ich befürchte, sie werden dann leider wie üblich mit Gewalt reagieren...
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