KfW-Krise Finanzministerium will Untersuchungsausschuss verhindern

Stattdessen soll eine Arbeitsgruppe die umstrittene Millionenüberweisung der KfW an die insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers prüfen

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück

Mit einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe aus Parlamentariern, Finanzaufsehern und Ministerialbeamten will das Bundesfinanzministerium die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschuss abwenden.

In Ministeriumskreisen heißt es, die Arbeitsgruppe könnte unter anderem folgende Agenda bearbeiten: Die Verkleinerung des KfW-Verwaltungsrats, die bessere Kontrolle der Landesbanken und eine Reform der Finanzaufsicht, die es ermöglicht, die Bankenprüfer nicht mehr nach Beamtenrecht zu bezahlen und so für mehr Geld an bessere Mitarbeiter zu kommen.

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Am Dienstag dieser Woche hatte die Grünen-Fraktion im Bundestag einstimmig beschlossen, einen Untersuchungsausschuss zur Bankenkrise zur beantragen. Ein entsprechender Beschluss der Linkspartei gilt als sicher. Die FDP will sich entscheiden, sobald der Bericht des Bundesrechnungshofs zu den Geschäften der Staatsbank KfW und deren Beteiligung bei der Mittelstandsbank IKB offiziell vorliegt.

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Leser-Kommentare
  1. Als Finanzminister würde ich das auch zu verhindern suchen. Bei der Gelegenheit könnte ja herauskommen, dass nicht nur die Oberdeppen der KfW die Nieten im Nadelstreifen sind, sondern daß sich da noch ganz andere die Meriten an die Brust heften können.

    Übrigens, wo kann man sich für den Verwaltungsratsvorsitz der KfW bewerben? So viel Schei... wie die gebacken haben, das bekomme ich spielend für auch wesentlich geringere Bezüge hin, dazu bedarf es nicht eines ganzen Haufen Unterbelichteter.

  2. Es ging bei dem Deal um einen so genannten Devisen-Swap, bestehend aus zwei Vorgängen, einem Kassen- und einem Termingeschäft.

    Als erstes wird irgendwann vorher das Kassegeschäft geschlossen und dann wird der Terminteil abgewickelt (Kassegeschäft Euros gegen Dollar gekauft, im Termingeschäft verkauft KFW), die Abwicklungskurse werden allerdings bei Abschluss des Geschäftes festgelegt.

    Man hat aber überall offiziell verlauten lassen, das der Transfer abhängig vom aktuellen Tageskurs gewesen sei, aber die Abwicklung eines solchen Termingeschäftes ist unabhängig von dem Dollarkurs des Abwicklungstages (s. vorher).

    Denn das könnte ein Hinweis auf eine offene, sprich spekulative Position sein.
    Kommt jetzt ans Tageslicht, das die KfW Geschäfte getätigt hat, die sie nicht tätigen durfte?
    Da passt ein Untersuchungsausschuss doch nicht in den Kram, Herr Finanzminister, gut gemacht!

  3. Öffentlichkeit ist herzustellen. Das heißt, der Untersuchungsausschuss soll öffentlich tagen und diese Tagungen sollen im Fernsehen ungeschnitten übertragen werden.

    In diesem Zusammenhang ist auch zu fordern, zu welchen Bedingungen die entlassenen Mitarbeiter ihren Hut nehmen mussten. Gehalt- wie lange, Abfindung - wie viel – Altersversorgung wie hoch und ab wann?

    Die Herren haben Geld des Steuerzahlers verwaltet, also nicht zu schüchtern – hat doch alles seine Ordnung – oder?

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    so lange es Hartz IV gibt, nur Hartz IV oder 1-Euro-Jobs.

    Natürlich erst, nachdem sie alle Ersparnisse aufgebraucht haben.

    ________________________________________________________________

    Bürger, sei wachsam!

    so lange es Hartz IV gibt, nur Hartz IV oder 1-Euro-Jobs.

    Natürlich erst, nachdem sie alle Ersparnisse aufgebraucht haben.

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    Bürger, sei wachsam!

  4. so lange es Hartz IV gibt, nur Hartz IV oder 1-Euro-Jobs.

    Natürlich erst, nachdem sie alle Ersparnisse aufgebraucht haben.

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    Bürger, sei wachsam!

  5. Auch hier wird es so ablaufen wie üblich - Teppich hoch und Dreck darunter. Es wird keine Konsequenzen geben und auch keine Veröffentlichung der tatsächlichen Abläufe und auch keine Verurteilungen mit entsprechenden Strafen. Solange der Rechnungshof als Alibi-Instanz des Staates keine Weisungs- und Handlungsbefugnis hat wird sich daran auch nichts ändern. Außerdem ist klar, dass hochgestellte Persönlichkeiten außer Geld- und Bewährungsstrafen nichts zu befürchten haben. Die Geldstrafe ist Portokasse und die Bewährungsstrafe eine Auszeichnung (Zumwinkel und Hartz). Daran wird sich auch nichts ändern wenn statt CDU und SPD andere Parteien an der Regierung sind. Genauso wird es in den USA ablaufen.

  6. Das einzig Interessante an dieser Steinbrück´schen Schmierenkomödie wird das Verhalten der FDP sein. Stimmt sie einem Untersuchungsausschuß nicht zu, sollte auch dem letzten klar werden, welche Klientel da geschützt werden soll.

    • pzjgkp
    • 25.09.2008 um 18:07 Uhr

    Hey!

    Die Politiker haben den Bezug zum Geld verloren, oder besser gesagt,nie gehabt.

    Und wenn dann die verantwortlichen Leute Mist gemacht haben, ist keiner dafuer

    verantwortlich. Verursacherprinzip gillt dann nicht. Fuer mich sind solche Leute

    Wirtschaftsverbrecher. Aber so lange das Volk nicht auf die Straße geht, bleibt alles

    beim alten.

    Tach auch!

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