Finanz KfW-Kontrolleure fordern neue Strukturen bei der Bank
Vertreter im Verwaltungsrat der staatlichen KfW-Bankengruppe haben neue Verantwortungsstrukturen bei dem Finanzinstitut gefordert
Die Millionen-Überweisung von an die insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers sei nicht nur der Fehler von Einzelnen gewesen, sagte der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Freitag im ARD-Morgenmagazin. "Man muss auch sehen, dass eine Organisationsstruktur auf so kritische, schwierige Zeiten (...) offensichtlich nicht ausgerichtet war." Koch, der Mitglied im Kontrollgremium der KfW ist, forderte ein neues Risikomanagement. Die Überweisungspanne halte er für "absolute unentschuldbar".
Die beiden KfW-Vorstände wurden vom Dienst suspendiert. Die Bank hatte der US-Investmentbank Lehman noch am Tag des Insolvenzantrags 350 Millionen Euro überwiesen. Der Gesamtschaden beläuft sich nach Angaben der KfW auf 536 Millionen Euro. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sprach von einem "Versagen des Risikomanagements" bei der staatlichen Förderbank.
Auch die Grünen-Abgeordnete und KfW-Kontrolleurin Christine Scheel betonte, die personellen Konsequenzen reichten nicht. "Es müssen natürlich auch Veränderungen im Risikomanagement herbeigeführt werden", sagte Scheel im RBB-Inforadio. Sie glaube aber, dass die Staatsbank jetzt auf dem richtigen Weg sei. Der Vorstand habe sich den Fehlern gestellt.
Nach Ansicht von Linke-Chef Oskar Lafontaine, der ebenfalls dem Verwaltungsrat angehört, wurden am Donnerstag zwar die richtigen Konsequenzen gezogen. Er zeigte sich jedoch generell unzufrieden mit der Arbeit der Bank und dem Kontrollgremium. "Die Kontrolle, die auf die KfW ausgeübt wird, ist kein gutes Beispiel für staatliche Kontrolle", kritisierte Lafontaine im Deutschlandfunk.
- Datum 19.09.2008 - 09:36 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Was ist eigentlich passiert? € 350 Mio sind überwiesen worden. Wo sind sie gelandet, sind sie noch da oder verteilt worden? Was der kleinen Firma die € 10 Tausend, sind der großen halt die Millionen. Aber trotz aller Entlassungen, Kritik, Forderung nach Ausfsicht, möglichst des Staates ist klar, die funktioniert ja immer, bleibt die Frage: Wo ist das Geld, und wer konkret hat an den offensichtlich bereits programmierten Auftrag nicht gedacht?. Bevor das nicht geklärt ist, kann ein krimineller Hintergrund nicht ausgeschlossen werden.
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