Klimawandel GAU im Treibhaus Erde
Erstmals ist es Forschern gelungen, ein reales Ökosystem samt Klimakollaps nachzustellen - und zu zeigen, wie sich die Erwärmung der Erde selbst beschleunigt
Für den Menschen ist CO 2 bekanntlich ein Problem, denn je mehr vom Treibhausgas Nr. 1 er in die Atmosphäre pustet, umso wärmer wird es auf der Erde. Pflanzen dagegen sind auf das verruchte Gas sogar angewiesen: Sie wandeln das Treibhausgas in Biomasse um und sichern so nicht nur ihr eigenes Überleben. Nebenbei tut das Grün dieser Welt uns noch den riesigen Gefallen, etwa zwei Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus der Luft zu saugen - Pflanzen bremsen also den Klimawandel, den der Mensch mit seinen enormen CO 2 -Emissionen verursacht. Noch, zumindest.
Denn etwa so, wie man in einer aufgeheizten Frittenbude irgendwann die Lust auf Pommes verliert, verdirbt die zunehmende Wärme auf Erden den Pflanzen leider auch den Appetit aufs CO 2 . Forscher nehmen aufgrund von Modellrechnungen schon lange an, dass Hitzeperioden infolge des Klimawandels die Aufnahmekapazität vieler Ökosysteme für CO 2 deutlich reduzieren. Und wie US-Wissenschaftler nun erstmals im Wissenschaftsmagazin Nature berichten, ist dieser Effekt nicht nur in realen Ökosystemen nachweisbar. Die Pflanzen verlieren ihren Appetit nach einer heißen Zeit sogar nachhaltig. Selbst wenn auf Phasen der Hitze wieder normale Temperaturen folgen, das Ökosystem als Bremse des Klimawandels bleibt dauerhaft beschädigt. Bisherige Klimawandel-Szenarien haben diese Wirkung noch nicht berücksichtigt.
Gezeigt haben das John Arnone und sein Team vom Desert Research Institute in Reno ausgerechnet an saftigen Grünflächen inmitten in der staubtrockenen Wüste Nevadas. Insgesamt 12 Tonnen Grasland gruben sie dafür in der Prärie aus, komplett mit Erdreich und den darin lebenden Tierchen und Mikroorganismen. Anschließend teilten sie das kleine Ökosystem in vier Modellsysteme auf und schlossen diese in etwa 40 Quadratmeter große Glaskammern ein.
In diesen Kammern haben die Forscher nun über mehrere Jahre Wetter und Jahreszeiten simuliert. Der CO 2 -Gehalt in den Kammern wurde dabei kontinuierlich gemessen. Im zweiten Jahr ahmte Arnone in zweien der Klimaräume ein besonders heißes Jahr nach. Die anderen beiden Systeme durften unter normalen Wetterverhältnissen vor sich hin vegetieren.

Wie erwartet, machte die Hitzewelle dem Grün richtig schwer zu schaffen. "Schon ein außergewöhnlich warmes Jahr senkt die CO 2 -Aufnahme eines Ökosystems nicht nur in dieser extremen Zeitspanne, sondern auch für die nächsten zwei Jahre", sagt Arnone. So speicherten die hitzegeplagten Pflanzen innerhalb von drei Jahren insgesamt dreimal weniger CO 2 als im Jahr zuvor. Die physiologische Ursache kennen die Forscher: In extremen heißen Perioden versuchen Pflanzen und Gräser nicht auszutrocknen. Um dem Mangel an Wasser standzuhalten, kann keine Energie darauf verschwendet werden, weiter zu wachsen. Erst wenn genug Wasser vorhanden ist und die Temperaturen sinken, kann sich das Ökosystem wieder erholen.
Unklar war bisher aber, ob die Pflanzen sich tatsächlich auch langfristig auf wärmere Zeiten einstellen würden. "Die Studie beweist erstmals experimentell, dass es in der Realität so abläuft, wie unsere Modelle es schon zeigen", sagt Wolfgang Lucht vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Allerdings sieht die Realität noch viel dramatischer aus als die Vorhersage aus dem Computer. "Steigt die Anzahl extrem heißer Jahre weiter an, dann wird immer weniger Kohlendioxid auf natürliche Art aufgenommen", sagt Arnone. Die Folge wäre eine unerwartet rasche Beschleunigung des Klimawandels. "Jede Erwärmung führt unaufhaltsam zu einer weiteren Erwärmung", konstatiert Biospährenforscher Lucht.
Irgendwann könnte das System Erde daher kippen. Natürlicherweise speichern Pflanzen so viel CO 2 , wie sie später in die Luft entlassen - sobald sie sterben, zerlegen Mikroorganismen das Grün in seine molekularen Bestandteile und setzen das Treibhausgas wieder frei. Noch hat der Mensch dieses Gleichgewicht mit seinen CO 2 -Emissionen nur gestört, aber nicht zum Kollaps gebracht. "Derzeit wächst mehr Biomasse, als zersetzt wird", sagt Lucht, weil Pflanzen einen Teil des zusätzlichen CO 2 aufnehmen, welches der Mensch in die Luft pustet. Weil es meist viele Jahre dauert, bis die Pflanzen sterben und zersetzt werden, profitieren die Umweltverschmutzer im Moment noch vom Hunger der Ökosysteme.

Veränderung der Kohlenstoff-Speicherung von 2000 bis 2100: Je blauer desto mehr Kohlenstoff (C) nehmen Böden und Pflanzen pro Quadratmeter auf, je röter desto mehr wird in Form von CO2 frei. Ab 2050 zersetzen sich mehr Pflanzen und entlassen so auch mehr CO2 in die Luft als gespeichert wird. Besonders deutlich wird das für den tropischen Regenwald im Nordosten Südamerikas. Hier wird so viel CO2 frei werden, dass selbst die Zunahme der Speicherung in den nördlichen Breitengeraden eine zusätzliche Ankurbelung des Treibhauseffektes nicht verhindern kann. Die Berechnung wurde am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung gemacht und ist Teil des 4. Sachstandsberichtes des UN-Weltklimarates
"Spätestens 2050 kehrt sich das Ganze um", sagt Lucht (siehe auch die oben stehende Grafik). Dann wird mehr CO 2 durch die Zersetzung von Pflanzen frei, als wachsende, von der Wärme beeinträchtigte Ökosysteme aufnehmen können. "Der Dienst, den uns die Pflanzen derzeit leisten, wird auslaufen", sagt Lucht. Zum Kohlendioxid-Ausstoß der Menschen kommt dann künftig noch ein großer Beitrag aus der Natur hinzu. Die Folge: Es wird immer schneller immer wärmer.
Das Experiment in der Wüste Nevadas weist nun sogar darauf hin, dass der Klima-GAU schon früher eintritt, als Lucht befürchtet. In ihren Computermodellen haben die Klimaforscher die lange Erholungsphase, die Pflanzen offenbar nach einer Hitzewelle benötigen, noch nicht mit eingerechnet. Die messbaren Veränderungen in realen Ökosystemen seien weitaus komplexer, als es die Beobachtungsstudien der Vergangenheit vermuten lassen, schreiben Arnone und sein Team in ihrer Studie. "Die Zukunft können wir nicht beobachten", sagt auch Wolfgang Lucht, doch eins sei nun klar: "Den Modellen können wir glauben."
- Datum 30.07.2009 - 16:02 Uhr
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- Serie Klima
- Quelle ZEIT ONLINE, 1.4.2009 - 17:31 Uhr
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Man könnte einwenden, dass Pflanzen, die in tropischen oder subtropischen Gefilden jetzt schon bei höheren Temperaturen wachsen und CO2 speichern, in die gemäßigten Zonen eingeschleppt werden und dort die erlahmten heimischen Pflanzen ersetzen. Aber das braucht Zeit und bringt andere ökologische Probleme, wie wir sie bei vielen Neophyten jetzt bereits haben.
Auch eine verstärkte Vegetation in Gebieten, wo jetzt noch die Böden gefroren sind, braucht Zeit, und vorher wird ja dort noch das Klimagas Methan (CH4) freigesetzt.
Es gibt also zwei Möglichkeiten: 1. Bremse rein und zurück. Dafür scheint es aber zu spät zu sein. 2. Konzertierte Aktion. Maßvolles Geo-Engineering. Bewässerung der Sahara durch Kanäle von der Sahelzone her mit Berücksichtigung der Passatwinde. Ansiedlung von Klimaflüchtlingen z.B. aus Bangladesh als Klima- und Energiefarmer. Herstellung von Algentanks zur Treibstoffgewinnung, aber nicht als Monokulturen, sondern in Familienbetrieben.
Fazit: Die unvermeidlichen 9 bis 10 Milliarden Menschen dürfen nicht in Städten zusammengepfercht werden, sondern müssen nach dem Schrebergartenprinzip Biomasse erzeugen. DIE (unvermeidliche) ÜBERBEVÖLKERUNG ALS CHANCE.
TiSe
Die Idee, die Überbevölkerung als Chance zu sehen, schein ganz nett zu sein, aber fehlt ihr auch die Logik. Denn Mehr Menschen bedeuten auch mehr CO2-Produzenten. Verstärkte Bewässerung bedeutet auch, die Veränderung von Flusssystemen. Flüsse versorgen ein großes Gebiet, das sich an ihrem Verlauf erstreckt. Zweigen wir dem Fluss Wasser ab, dann leiden darunter die Nachfolgegebiete, weil sie plötzlich weniger Wasser zur Verfügung haben. Verseuchung durch Düngemittel spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Das Ergebnis dabei ist dann, dass man zwar einem Gebiet hilft und es vielleicht optimal bepflanzt, aber man erzeugt auch ein neues Gebiet, das plötzlich der Dürre ausgesetzt ist. Was haben wir dann gewonnen? Ein Areal das dauerhaft bewässert werden muss, weil es lange braucht um "auf eigenen Beinen zu stehen" bzw. es gar nicht schaffen wird und eine neue Dürrelandschaft.
TiSe
Die Idee, die Überbevölkerung als Chance zu sehen, schein ganz nett zu sein, aber fehlt ihr auch die Logik. Denn Mehr Menschen bedeuten auch mehr CO2-Produzenten. Verstärkte Bewässerung bedeutet auch, die Veränderung von Flusssystemen. Flüsse versorgen ein großes Gebiet, das sich an ihrem Verlauf erstreckt. Zweigen wir dem Fluss Wasser ab, dann leiden darunter die Nachfolgegebiete, weil sie plötzlich weniger Wasser zur Verfügung haben. Verseuchung durch Düngemittel spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Das Ergebnis dabei ist dann, dass man zwar einem Gebiet hilft und es vielleicht optimal bepflanzt, aber man erzeugt auch ein neues Gebiet, das plötzlich der Dürre ausgesetzt ist. Was haben wir dann gewonnen? Ein Areal das dauerhaft bewässert werden muss, weil es lange braucht um "auf eigenen Beinen zu stehen" bzw. es gar nicht schaffen wird und eine neue Dürrelandschaft.
...der Erdtemperatur besteht doch schon seit mehreren Millionen Jahren. Vor ca 300 mio Jahren herrschte eine ca 4 mal höhere Co2 Konzentration in der Atmosphäre als heute. Auch wenn der CO2 gehalt immer weiter steigt in nächster Zeit, und das wird er, fürt das "nur" zu einer drastischen Veränderung unseres Ökosystems aber nicht zum Kollaps. Wie im Krieg und im Klimawandel wird aber nur die Zivilbevölkerung leiden und die Konsequenzen tragen müssen.
doch ein anpassungsfähiges tier. mit seinem technologischen können, wird er die letzte art sein, die von der erde verschwindet (von irgendwelchen mikroben mal abgesehen), weil er sich sowohl an die wüste, wie ans ewige eis anpassen kann, solange er noch irgendwo ein bischen sauerstoff zum atmen herkriegt und mehr als einen monat für den "change" zeit hat. natürlich wuerde die zahl der menschen sinken, wie es tierarten auch alle nas lang passiert, aber menschen wuerden die erde noch bewohnen, wenn sie von einem 10 meter dicken eispanzer bedeckt wäre - oder zum großteil unter wasser stünde oder 50 grad Celsius die mittlere oberflächentemperatur wäre. Katastrophe und Kollaps ist eben immer ein relativer Begriff, der in unseren Tagen ziemlich inflationär verwendet wird.
doch ein anpassungsfähiges tier. mit seinem technologischen können, wird er die letzte art sein, die von der erde verschwindet (von irgendwelchen mikroben mal abgesehen), weil er sich sowohl an die wüste, wie ans ewige eis anpassen kann, solange er noch irgendwo ein bischen sauerstoff zum atmen herkriegt und mehr als einen monat für den "change" zeit hat. natürlich wuerde die zahl der menschen sinken, wie es tierarten auch alle nas lang passiert, aber menschen wuerden die erde noch bewohnen, wenn sie von einem 10 meter dicken eispanzer bedeckt wäre - oder zum großteil unter wasser stünde oder 50 grad Celsius die mittlere oberflächentemperatur wäre. Katastrophe und Kollaps ist eben immer ein relativer Begriff, der in unseren Tagen ziemlich inflationär verwendet wird.
Ich hab mich schon immer gewundert, warum ich im tropischen Regenwald so kurzatmig bin: CO2! Wegen der Hitze stirbt der Wald ja seit Jahrtausenden schneller, als er nachwächst. Hätte man ja schon früher drauf kommen müssen. Tja, der IPCC -Report ist auch nicht das, was er vorgab. Hat er das doch glatt übersehen.
Aber wenn Wolfgang Lucht vom Potsdam Institut für KlimaWANDEL (wenn es keinen Wandel gibt, sind die ja pleite - oder?) an die Modelle glaubt, müssen sie ja stimmen. Komisch - ich hatte immer das Gefühl, dass Klimatologie etwa zu den Naturwissenschaften einzuordnen ist, mit Messungen, Beweisen, Logik. Aber glauben ist doch eher Theologie, mit Papst, Palin, Allah, oder?
sei auch nur glauben, hab ich mich heute auf wdr 5 belehren lassen.
und physiker und mathematiker berichten auch davon, daß ihre wissenschaften nahtlos in den glauben übergehen.
ich bin allerdings zu dumm, um solche einsichten auch nur nachvollziehen zu können.
Moin,
das Potsdamer Institut heisst Potsdam-Institut fuer Klimafolgenforschung...nicht fuer Klimawandel...so schnell gehen die nicht pleite..
Gruesse
sei auch nur glauben, hab ich mich heute auf wdr 5 belehren lassen.
und physiker und mathematiker berichten auch davon, daß ihre wissenschaften nahtlos in den glauben übergehen.
ich bin allerdings zu dumm, um solche einsichten auch nur nachvollziehen zu können.
Moin,
das Potsdamer Institut heisst Potsdam-Institut fuer Klimafolgenforschung...nicht fuer Klimawandel...so schnell gehen die nicht pleite..
Gruesse
doch ein anpassungsfähiges tier. mit seinem technologischen können, wird er die letzte art sein, die von der erde verschwindet (von irgendwelchen mikroben mal abgesehen), weil er sich sowohl an die wüste, wie ans ewige eis anpassen kann, solange er noch irgendwo ein bischen sauerstoff zum atmen herkriegt und mehr als einen monat für den "change" zeit hat. natürlich wuerde die zahl der menschen sinken, wie es tierarten auch alle nas lang passiert, aber menschen wuerden die erde noch bewohnen, wenn sie von einem 10 meter dicken eispanzer bedeckt wäre - oder zum großteil unter wasser stünde oder 50 grad Celsius die mittlere oberflächentemperatur wäre. Katastrophe und Kollaps ist eben immer ein relativer Begriff, der in unseren Tagen ziemlich inflationär verwendet wird.
Unkraut vergeht nie, heißt es. Und wie Sie das hier beschreiben, könnte man meinen, der Mensch sei in diesem Sinne zu sehen, also kein wirklich vernunftbegabtes wesen, sondern nur ein Tier, welches sich mit der Vernunft soweit möglich vermehrt, und ein bisschen Vermehrung wird, rein biologisch besehen, wohl noch sehr lange möglich sein.
Dagegen sprechen die Aussagen die unsere Vorgänger sich in den Religionen gemacht haben, vielleicht - bei manchen oder vielen - auch eigene Empfindungen und Ansichten. Würde man sich selbst vermehren, wenn die Welt um einen herum quasi in einer Art selbstbewirktem Halbchaos versinkt? Warum soll ich mich vermehren können oder dürfen, wo viele andere dies nicht können oder meinen zu können?
Ich denke der Mensch ist doch etwas anders, er ist doch eher so, wie er in den diversen (Endzeit-) Religionen beschrieben wird bzw. sich beschreibt, oder auch wie er sich in manchen Kriegen und Revolutionen zeigt. Die meisten Mönche könnten sich eigentlich wohl schon erfolgreich vermehren, tun und taten sie aber nicht. Selbstmordattentäter könnten durchaus auch ganz gut leben, tun sie aber nicht. Überlebende des Holocaust haben sich -vorwurfsvoll - ein Leben lang gefragt, warum sie denn nun überlebt haben, als einer der wenigen. Andererseits gibt auch Leute, die sich in den bedenklichsten Situationen noch fleißig oder überhaupt vermehren, z.B. Leute die auf Müllkippen leben und arbeiten, oder auch Leute in ärmlichsten sozialen Milleus, das könnte die Tier-Hypothese stützen. Sollte und kann dies wirklich die Zukunft der Menschheit sein...?
Moin,
ja, wunderbar...dann sterben halt 4 oder 5 Mrd Menschen, aber wir, die Geld und Technologie haben koennen uns ja eine Ökosphäre (ob Bunker oder klimatisiertes Wuestenzelt sei mal dahingestellt) leisten...vorher muessen wir nur noch den Abwehrkampf der Festung Europa+Nordamerika gegen die Klima- (und Ökonomie-)fluechtlinge aus dem Sueden gewinnen...aber wozu haben wir denn Technologie?
Mehr Zynismus als in diesem Kommentar hab ich selten gelesen...wissenschaftlich und rational mag das ja alles richtig sein, aber die moralischen Folgen???
Gruesse
Unkraut vergeht nie, heißt es. Und wie Sie das hier beschreiben, könnte man meinen, der Mensch sei in diesem Sinne zu sehen, also kein wirklich vernunftbegabtes wesen, sondern nur ein Tier, welches sich mit der Vernunft soweit möglich vermehrt, und ein bisschen Vermehrung wird, rein biologisch besehen, wohl noch sehr lange möglich sein.
Dagegen sprechen die Aussagen die unsere Vorgänger sich in den Religionen gemacht haben, vielleicht - bei manchen oder vielen - auch eigene Empfindungen und Ansichten. Würde man sich selbst vermehren, wenn die Welt um einen herum quasi in einer Art selbstbewirktem Halbchaos versinkt? Warum soll ich mich vermehren können oder dürfen, wo viele andere dies nicht können oder meinen zu können?
Ich denke der Mensch ist doch etwas anders, er ist doch eher so, wie er in den diversen (Endzeit-) Religionen beschrieben wird bzw. sich beschreibt, oder auch wie er sich in manchen Kriegen und Revolutionen zeigt. Die meisten Mönche könnten sich eigentlich wohl schon erfolgreich vermehren, tun und taten sie aber nicht. Selbstmordattentäter könnten durchaus auch ganz gut leben, tun sie aber nicht. Überlebende des Holocaust haben sich -vorwurfsvoll - ein Leben lang gefragt, warum sie denn nun überlebt haben, als einer der wenigen. Andererseits gibt auch Leute, die sich in den bedenklichsten Situationen noch fleißig oder überhaupt vermehren, z.B. Leute die auf Müllkippen leben und arbeiten, oder auch Leute in ärmlichsten sozialen Milleus, das könnte die Tier-Hypothese stützen. Sollte und kann dies wirklich die Zukunft der Menschheit sein...?
Moin,
ja, wunderbar...dann sterben halt 4 oder 5 Mrd Menschen, aber wir, die Geld und Technologie haben koennen uns ja eine Ökosphäre (ob Bunker oder klimatisiertes Wuestenzelt sei mal dahingestellt) leisten...vorher muessen wir nur noch den Abwehrkampf der Festung Europa+Nordamerika gegen die Klima- (und Ökonomie-)fluechtlinge aus dem Sueden gewinnen...aber wozu haben wir denn Technologie?
Mehr Zynismus als in diesem Kommentar hab ich selten gelesen...wissenschaftlich und rational mag das ja alles richtig sein, aber die moralischen Folgen???
Gruesse
sei auch nur glauben, hab ich mich heute auf wdr 5 belehren lassen.
und physiker und mathematiker berichten auch davon, daß ihre wissenschaften nahtlos in den glauben übergehen.
ich bin allerdings zu dumm, um solche einsichten auch nur nachvollziehen zu können.
sagt man ja auch manchmal: der Laie staunt, der Fachmann wundert sich. Es wird auch in der Wissenschaft vieles aus einer verengten Perspektive gesehen, und das drumherum völlig vergessen (oder man will es nicht wahrhaben).
Im Falle des globalen Klimas hat man es mit dem Ineinandergreifen tausender Regelkreisläufe zu tun, und da kommt ein Forscher daher und "beweist", dass einer dieser Kreisläufe zum Kollaps führt. Die Frage stellt sich dann, ob er die anderen Regelkreisläufe (deren Beschreibung teilweise sicher auf ebenso wackligen Füßen steht, wie vormals der Zusammenhang, der im Artikel beschrieben ist) hinreichend berücksichtigt hat, bzw. ob diese überhaupt jemals zum Zwecke einer Computersimulation genau genug beschrieben werden können.
Aber über eines darf man sich ganz besonders wundern: da werden einem (vorwiegend von den Massenmedien) jahrelang die Kausalzusammenhänge zwischen atmosphärischem CO2 und der (empirisch evidenten) globalen Erwärmung als blanke Tatsache verkauft, und irgendwann kommt dann ein Forscher, wischt sich den Schweiß von der Stirn, und sagt mit bebender Stimme, dass man das, was man bei den Modellen die ganze Zeit vorausgesetzt hatte, nun endlich auch an der Wirklichkeit nachgewiesen werden konnte. Gut gepokert sage ich da.
sagt man ja auch manchmal: der Laie staunt, der Fachmann wundert sich. Es wird auch in der Wissenschaft vieles aus einer verengten Perspektive gesehen, und das drumherum völlig vergessen (oder man will es nicht wahrhaben).
Im Falle des globalen Klimas hat man es mit dem Ineinandergreifen tausender Regelkreisläufe zu tun, und da kommt ein Forscher daher und "beweist", dass einer dieser Kreisläufe zum Kollaps führt. Die Frage stellt sich dann, ob er die anderen Regelkreisläufe (deren Beschreibung teilweise sicher auf ebenso wackligen Füßen steht, wie vormals der Zusammenhang, der im Artikel beschrieben ist) hinreichend berücksichtigt hat, bzw. ob diese überhaupt jemals zum Zwecke einer Computersimulation genau genug beschrieben werden können.
Aber über eines darf man sich ganz besonders wundern: da werden einem (vorwiegend von den Massenmedien) jahrelang die Kausalzusammenhänge zwischen atmosphärischem CO2 und der (empirisch evidenten) globalen Erwärmung als blanke Tatsache verkauft, und irgendwann kommt dann ein Forscher, wischt sich den Schweiß von der Stirn, und sagt mit bebender Stimme, dass man das, was man bei den Modellen die ganze Zeit vorausgesetzt hatte, nun endlich auch an der Wirklichkeit nachgewiesen werden konnte. Gut gepokert sage ich da.
Unkraut vergeht nie, heißt es. Und wie Sie das hier beschreiben, könnte man meinen, der Mensch sei in diesem Sinne zu sehen, also kein wirklich vernunftbegabtes wesen, sondern nur ein Tier, welches sich mit der Vernunft soweit möglich vermehrt, und ein bisschen Vermehrung wird, rein biologisch besehen, wohl noch sehr lange möglich sein.
Dagegen sprechen die Aussagen die unsere Vorgänger sich in den Religionen gemacht haben, vielleicht - bei manchen oder vielen - auch eigene Empfindungen und Ansichten. Würde man sich selbst vermehren, wenn die Welt um einen herum quasi in einer Art selbstbewirktem Halbchaos versinkt? Warum soll ich mich vermehren können oder dürfen, wo viele andere dies nicht können oder meinen zu können?
Ich denke der Mensch ist doch etwas anders, er ist doch eher so, wie er in den diversen (Endzeit-) Religionen beschrieben wird bzw. sich beschreibt, oder auch wie er sich in manchen Kriegen und Revolutionen zeigt. Die meisten Mönche könnten sich eigentlich wohl schon erfolgreich vermehren, tun und taten sie aber nicht. Selbstmordattentäter könnten durchaus auch ganz gut leben, tun sie aber nicht. Überlebende des Holocaust haben sich -vorwurfsvoll - ein Leben lang gefragt, warum sie denn nun überlebt haben, als einer der wenigen. Andererseits gibt auch Leute, die sich in den bedenklichsten Situationen noch fleißig oder überhaupt vermehren, z.B. Leute die auf Müllkippen leben und arbeiten, oder auch Leute in ärmlichsten sozialen Milleus, das könnte die Tier-Hypothese stützen. Sollte und kann dies wirklich die Zukunft der Menschheit sein...?
Moin,
das Potsdamer Institut heisst Potsdam-Institut fuer Klimafolgenforschung...nicht fuer Klimawandel...so schnell gehen die nicht pleite..
Gruesse
Natürlich war das eine Verballhornung, wie ja der ganze Post nicht der Ironie und Überspitzung entbehrte.
Nun schauen wir mal auf den Begriff Klimafolgeforschung. Die Klimafolgeforschung macht nur Sinn, wenn Klimafolgen zu erwarten sind. Damit ist nach generellem Verständnis ein Klimawandel impliziert. Und so steht auch in einem .pdf Dokument, in dem sich das PIK vorstellt: "Im PIK arbeiten Forscher .... um globale Umweltveränderungen..." und dann "Die Begrenzung der weltweiten Klimaerwärmung und die Anpassung an den Klimawandel spielen dabei eine zentrale Rolle." Alles klar? Hier werden die Ergebnisse von Forschung schon vor der Forschung als Tatsachen vorausgesetzt. Und wenn Sie Herrn Rahmstorf hören und lesen, wird der stark politisch bestimmte Geist dieses Instituts deutlich.
Um die eigene Existenzberechtigung zu untermauern und um die nötigen Staatsgelder (Grundfinanzierung+Drittmittel) zu behalten, muß im entsprechenden Sinne publiziert werden. Wenn nun die vom PIK (Rahmstorf!) vorhergesagte (Modelle) menschengemachte-CO2-Klimaerwärmung nicht stattfindet, da stärkere klimabestimmende Kräfte am Werk sind, schwindet die Basis des PIK. Immerhin ist es trotz weiteren CO2 Anstiegs seit 10 Jahren nicht wärmer geworden und immerhin sind das Messungenen und keine Modellprophezeihungen. Deswegen müssen unsere "Modellbauer" jetzt glauben statt messen und übersehen mit Absicht das GIGO-Prinzip: Garbage in, garbage out. Und deswegen ist die Äußerung von Herrn Lucht "Den Modellen .... glauben" und damit die Aufforderung, den Bereich der Wissenschaft zu verlassen, kein lapsus linguae.
Da ich jetzt etwas ernsthafter bin, möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen, dass nicht nur Klimasysteme, sondern auch andere Systeme Gegenstand der PIK-Bemühungen sind. Aber wie gesagt:"Die Begrenzung der weltweiten Klimaerwärmung und die Anpassung an den Klimawandel spielen dabei eine zentrale Rolle." Aber wenn diese zentrale Rolle wegfällt, wenn es trotz CO2 Anstiegs weiterhin nicht wärmer wird, dann ..... droht vielleicht nicht die Pleite (war natürlich auch überspitzt formuliert), sondern man wird dann wohl erheblich bescheidener sein müssen und auf Panikmache (s. Artikel) freiwillig verzichten.
Natürlich war das eine Verballhornung, wie ja der ganze Post nicht der Ironie und Überspitzung entbehrte.
Nun schauen wir mal auf den Begriff Klimafolgeforschung. Die Klimafolgeforschung macht nur Sinn, wenn Klimafolgen zu erwarten sind. Damit ist nach generellem Verständnis ein Klimawandel impliziert. Und so steht auch in einem .pdf Dokument, in dem sich das PIK vorstellt: "Im PIK arbeiten Forscher .... um globale Umweltveränderungen..." und dann "Die Begrenzung der weltweiten Klimaerwärmung und die Anpassung an den Klimawandel spielen dabei eine zentrale Rolle." Alles klar? Hier werden die Ergebnisse von Forschung schon vor der Forschung als Tatsachen vorausgesetzt. Und wenn Sie Herrn Rahmstorf hören und lesen, wird der stark politisch bestimmte Geist dieses Instituts deutlich.
Um die eigene Existenzberechtigung zu untermauern und um die nötigen Staatsgelder (Grundfinanzierung+Drittmittel) zu behalten, muß im entsprechenden Sinne publiziert werden. Wenn nun die vom PIK (Rahmstorf!) vorhergesagte (Modelle) menschengemachte-CO2-Klimaerwärmung nicht stattfindet, da stärkere klimabestimmende Kräfte am Werk sind, schwindet die Basis des PIK. Immerhin ist es trotz weiteren CO2 Anstiegs seit 10 Jahren nicht wärmer geworden und immerhin sind das Messungenen und keine Modellprophezeihungen. Deswegen müssen unsere "Modellbauer" jetzt glauben statt messen und übersehen mit Absicht das GIGO-Prinzip: Garbage in, garbage out. Und deswegen ist die Äußerung von Herrn Lucht "Den Modellen .... glauben" und damit die Aufforderung, den Bereich der Wissenschaft zu verlassen, kein lapsus linguae.
Da ich jetzt etwas ernsthafter bin, möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen, dass nicht nur Klimasysteme, sondern auch andere Systeme Gegenstand der PIK-Bemühungen sind. Aber wie gesagt:"Die Begrenzung der weltweiten Klimaerwärmung und die Anpassung an den Klimawandel spielen dabei eine zentrale Rolle." Aber wenn diese zentrale Rolle wegfällt, wenn es trotz CO2 Anstiegs weiterhin nicht wärmer wird, dann ..... droht vielleicht nicht die Pleite (war natürlich auch überspitzt formuliert), sondern man wird dann wohl erheblich bescheidener sein müssen und auf Panikmache (s. Artikel) freiwillig verzichten.
Moin,
ja, wunderbar...dann sterben halt 4 oder 5 Mrd Menschen, aber wir, die Geld und Technologie haben koennen uns ja eine Ökosphäre (ob Bunker oder klimatisiertes Wuestenzelt sei mal dahingestellt) leisten...vorher muessen wir nur noch den Abwehrkampf der Festung Europa+Nordamerika gegen die Klima- (und Ökonomie-)fluechtlinge aus dem Sueden gewinnen...aber wozu haben wir denn Technologie?
Mehr Zynismus als in diesem Kommentar hab ich selten gelesen...wissenschaftlich und rational mag das ja alles richtig sein, aber die moralischen Folgen???
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