Zukunft der Krankenhäuser Stationäre Netzwelten

Vier Kliniken, ein Krankenhaus: Rund um Solingen hat sich ein Netzwerk kleiner Hospitäler gebildet. Jedes ist spezialisiert, doch gemeinsam bilden sie einen Maximalversorger. Teil 2 unserer Serie

Das Krankenhaus in Solingen ist eines von vier K-Plus-Häusern

Das Krankenhaus in Solingen ist eines von vier K-Plus-Häusern

Wer in Hilden ins Krankenhaus muss, geht zu Jupp. Der heißt mit bürgerlichem Namen „St. Josefs Krankenhaus“ und ist älter als alle seine Patienten.

Jupp wird bald 125.

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„Unsere Häuser sind tief verwurzelt im Bewusstsein der Menschen“, sagt Klaus-Peter Fiege. Er ist Hauptgeschäftsführer und managt Jupps Familie, einen Verbund von vier katholischen Kliniken zwischen Wuppertal, Düsseldorf und Köln.

Aus wirtschaftlicher Notwendigkeit hatten sich 1997 zwei Häuser zum Verbund K-Plus zusammengeschlossen, zwei weitere folgten in den Jahren danach. Denn alleine hätten sie nicht überlebt.

Und sie standen in einem ruinösen Wettbewerb. Denn von Jupp zur St. Lukas Klinik in Solingen, dem Hauptsitz von K-Plus, sind es kaum mehr als drei Kilometer. Und fünf Kilometer weiter, in Haan, steht das nächste Krankenhaus. Viel zu nah liegen die Hospitäler beieinander, um einander bei der Patientenwerbung aus dem Weg zu gehen. Und viel zu klein waren sie auch: Insgesamt haben die vier Kliniken nicht einmal 1000 Betten.

Heute sind die vier K-Plus-Häuser eine Art großes Krankenhaus mit vier Standorten. Die Grundausstattung ist überall gleich: Notaufnahme, Innere, Chirurgie. Ansonsten haben sich alle auf einzelne Gebiete spezialisiert. In Haan zum Beispiel auf Diabetes und Lungenkrankheiten. „Zusammen aber sind wir Maximalversorger“, sagt Justus de Zeeuw, Chefarzt für Lungen- und Bronchialheilkunde in Haan, „wir bieten die gleichen Leistungen wie ein Großkrankenhaus.“

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