Milchskandal 50.000 Kinder krank

Schon 13.000 erkrankte Babys liegen in China in Krankenhäusern - der Skandal um das vertuschte Milchpulver war allerdings seit August bekannt

Eine Mutter wartet mit ihrem Baby auf die Untersuchung. Die giftige Chemikalie Melamin verursacht Nierensteine

Eine Mutter wartet mit ihrem Baby auf die Untersuchung. Die giftige Chemikalie Melamin verursacht Nierensteine

Das staatliche chinesische Fernsehen berichtete am Montag, dass der hauptsächlich betroffene Betrieb Sanlu in der Provinz Hebei den intern seit Monaten bekannten Skandal am 2. August den örtlichen Behörden gemeldet habe. Diese hätten die Informationen jedoch nicht weitergegeben und auch keine Maßnahmen ergriffen. Der verantwortliche Bürgermeister wurde am Montag entlassen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Am Montag musste demnach auch der Spitzenbeamte im Bereich Qualitätskontrolle seinen Platz räumen. Außerdem habe die Behörde für Industrie und Handel eine landesweite Inspektion aller Produzenten von Milchprodukten, aller Zulieferer und Händler angekündigt.

Sanlu "hat die Verseuchung seines Baby-Milchpulvers über Monate hinweg vertuscht", zitiert Xinhua aus einem ersten offiziellen Untersuchungsbericht. Mit dem Melamin sollte ein erhöhter Eiweißgehalt des gestreckten Milchpulvers vorgetäuscht werden. Mehr als 100 Kinder zeigten momentan schwere Krankheitssymptome, teilte das Gesundheitsministerium in Peking mit. Bislang sind vier Babys an Nierensteinen gestorben, die sich durch das Gift im Milchpulver für ihre Fläschchen gebildet hatten.

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99,2 Prozent der insgesamt 53.000 erkrankten Kinder seien unter drei Jahre alt, teilte das chinesische Gesundheitsministerium mit. Bis zum Sonntag war nur von 6200 Melamin-Krankheitsfällen berichtet worden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind alle bislang untersuchten Krankheitsfälle auf Milchpulverprodukte und nicht auf flüssige Milch zurückzuführen. Die meisten Kinder, die in den Krankenhäusern behandelt werden mussten, seien mit verunreinigten Milchpulverprodukten des chinesischen Herstellers Sanlu versorgt worden.

Angesichts des sich ausweitenden Skandals ist der Chef der chinesischen Lebensmittelkontrolle zurückgetreten, berichtete Xinhua. Als Nachfolger sei Wang Yong ernannt worden, ein hochrangiger Vertreter des Kabinetts, der auch Mitglied im wichtigsten Disziplinarausschuss der Kommunistischen Partei ist.

Leser-Kommentare
  1. ...um einen Cent zu sparen. Sie nehmen in Kauf, dass kleine Kinder draufgehen. Pfui Teufel. Sofort boykottieren, dass diese Hersteller die Bude dichtmachen müssen. Die Leute, die den Arbeitsplatz dabei verlieren, sollen sich dann bei den dort Verantwortlichen beschweren, am besten in physischer Form...

  2. Wie merkt man es das kinder zu schaden komen ? es Wird wieder mal zu schärfsten Strafen aufgerufen, wenn Erachsene an Kriesen Sterben ruft man immer nur zu kleineren Strafen auf.

    Aber die Krise zeigt auch das sich China gewandelt hat und Probleme nicht mehr verschweigen und herunterspielen möchte sonder schnell reagieren. Grade die schnelle Komplett kontrolle aller Produzirenden Betribe hat ja erst das Ausmaß gezeigt, und so hoffe ich auch weiterhin das China die Kriese lösen wird.

    Wer sich bei den Verantwortlichen beschweren möchte braucht dan Nestel ja nict wit zu gehen. auch da kann man ruhig anfragen was die Cemikalie bite in ihren Michpulver verloren hätte, auch wenn der Gentzwert in nichtschädlichen bereich liegt fragt man sich doch wie das Zeug denn da rein geraten kann, auser das man es halt in kleineeren Mengenbewust beimischt um die Qualität zu erhöhen.
    Ansonsten sollte man einfch mal nachguken welche Partner die Firmen den hatten und wer in sie inwestiert hat, und so wer davon allen Profitiert hat das dort die Milch mehr gewin bringt. Und schnell wird man herausfinden das die internationale Markt alle Firmen gerne Gelt gibt die Gewinne machen und sich nicht darum schert ob die Gewinne auf die Kostern andere gemacht werden.

  3. sollte man auch nach Neuseeland schieben, da dort das Problem Monate zuvor bekannt war jedoch aus Angst vor schlechten Geschaeften mit China geschwiegen wurde. Diese Kinder die gestorben sind koennten also noch leben und in China selbst wurde fast 4 Jahre oder mehr geschwiegen, da viele Chinesen schon jahrelang Melamin gefuttert haben. Immerhin gilt Melamin als Proteinersatz , aber eben nur in China, daher wurde das Zeug auch an Tiere verfuettert. Immerhin kommt jetzt die Aussage der chinesischen Regierung das die heiligen Pandas nur importierte Milch bekommen. Zu denken geben sollte das schon, dass das Leben der Kinder (die Zukunft Chinas) nicht so wichtig ist wie das Ueberleben der degenerierten Pandas. Oh und Nestle verwendet schon seit Jahren Milchpulver aus China, da waeren unabhaengige Kontrollen dringend angebracht, denn in dem Punkt was so ein Zeug in Milchpulver verloren hat, darin sind sich die meisten Verbraucher einig, all dies ist eine der groessten Sauereien. China klettert mal wieder an die Spitze. Eigentlich ist das ganze Problem nur zu beheben wenn konsequent Nahrungsmittel aus China gemieden werden. Wenn nun westliche Firmen meinen dort ihre Produkte zu verseuchen, dann ist zwar ein kurzfristiger Gewinn da, aber langfristig bedeutet das den Verlust des Namens und damit das eigene Aus.
    Da klingen doch die Werbesprueche der Milchproduzenten wie Sanlu oder Nestle wie blanker Hohn, das Milch gesundt fuer das Kind seien.

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