US-Wahlkampf Obama wieder vorn
Zwei Umfragen innerhalb weniger Tage sehen den Demokraten vor seinem Gegner John McCain. Der Grund: Die Finanzkrise wird den Republikanern angelastet

© Getty Images
Wieder vorn in der Wählergunst: Barack Obama
Barack Obama profitiert von der Missstimmung der Wähler über die wirtschaftliche Lage und die Finanzkrise. ABCNews und die Washingon Post haben eine aktuelle Umfrage veröffentlicht, der zufolge Obama mit einer Zustimmung von 52 Prozent vor dem Republikaner John McCain liegt. Dieser erreicht nur noch 43 Prozent.
Kurz nach dem Nominierungsparteitag der Republikaner und der Berufung Sarah Palins zur Vize-Kandidatin hatte es noch anders ausgesehen: Damals sah eine Gallup-Umfrage McCain erstmals vor seinem Widersacher Obama. Das ist nun vorbei.
Dass die Finanzkrise dem demokratischen Präsidentschaftsbewerber Obama hilft, war eigentlich zu erwarten gewesen, wird doch der Wall-Street-Kapitalismus in der bis vor Kurzem noch gültigen Form in erster Linie mit der Reagan-Ära sowie der Regierungszeit George W. Bushs in Verbindung gebracht. Doch Obama versuchte mit dem endgültigen Ausbruch der Krise nicht, die Meinungshoheit zu übernehmen. Vielmehr wirkte er zögerlich und vorsichtig.
Womöglich aber zahlt sich seine Zurückhaltung aus, auch vor dem Hintergrund, dass sein Gegner McCain in Fragen der Finanzkrise sehr sprunghaft und ohne rechten Plan aufgetreten ist. Offenbar kostet das den Republikaner nun Wählerstimmen.
- Datum 04.05.2009 - 10:54 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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das Rennen um den Präsidenten gewinnen, steht eins auch fest:
Sie werden dann in ihrer Amtszeit das gesamte Ausmaß des Debakels zu spüren bekommen, denn das, was sich jetzt darstellt, ist lt. US Ökonom Rogoff (ehemals IWF) erst der Anfang.
Somit ist es nicht auszuschließen, das mit dem möglichen Tag des Triumphes der Demokraten zugleich deren Niederlage für den nächsten Wahlgang eingeläutet wird.
PS: George Walker hat hoffentlich keinen Sohn?
Obama liegt derzeit vorn, den es ist schwer für McCain, sich von Bush zu distanzieren, für den er noch 2004 in die Wahlkampagne zog. Was kann er schon sagen: "Die Republikaner haben die Katastrophe verursacht. Darum wählt wieder Republikaner"? Damit kann er keine Wähler anlocken. Seine einzige Hoffnung liegt im Rassismus.
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