Terror in Pakistan Jederzeit und überallSeite 2/2
Der Rauch, der von dem Schlachtfeld Pakistan aufsteigt, verbirgt allerdings, dass es im Feld des Gegners große Unterschiede gibt. Der wichtigste davon ist: Al-Qaida ist nicht gleich Taliban. Jetzt, da in den Stammesgebieten ein regelrechter Krieg ausgefochten wird, vergisst man das leicht. Doch ist es immer noch so, dass al-Qaida im Gegensatz zu den Taliban ein internationales Ziel verfolgt. Al-Qaida will Chaos und Destabilisierung, sie will Amerika eine empfindliche Niederlage zufügen, die gottlosen Regierungen in Saudi-Arabien und andern arabischen Ländern stürzen und schließlich eine Kalifat errichten.
Al-Qaida ist für einen globalen Jihad. Die Taliban dagegen haben in ihrer Mehrheit nur nationale Ziele. Ihr Jihad richtet sich gegen die westlichen Truppen in Afghanistan und gegen die pakistanische Armee in den Stammesgebieten. Sie wollen den Abzug dieser Truppen erreichen. Und sie wollen auch, dass die Stammesgebiete Pakistans wieder so leben können, wie sie vor den Attentaten vom 11. September 2001 einst lebten. In Autonomie und tiefer Rückständigkeit. Das ist hässlich, aber es stellt zunächst mal keine strategische Herausforderung für den Westen dar. Dazu wird es erst, wenn sich beide - Taliban und al-Qaida - verbinden. Genau das ist vor dem 11. September geschehen – al-Qaida plante die Attentate, die Taliban boten ihnen dafür den Rückzugsraum.
Diese Verbindung muss unterbrochen werden. Das bedeutet, dass auf die Taliban anders reagiert werden muss als auf al-Qaida. Man muss ihnen Angebote machen und versuchen, sie einzubinden. Mit al-Qaida geht das nicht. Freilich, je öfter Bomben fallen, desto mehr werden die beiden Gruppierungen zusammengeschweißt – und irgendwann, in gar nicht so ferner Zeit, wird der Unterschied zwischen den beiden verschwunden sein. Mit kräftiger Mithilfe des Westens wird aus einer Gruppe Aufständischer mit einer lokalen Agenda ein internationaler Akteur geformt. Das wäre ein bedeutender Sieg für al-Qaida.
- Datum 16.03.2009 - 08:18 Uhr
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- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE
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Ob das alles stimmt, kann niemand wissen. Auch die Geheimdienste des Westens , auch Think-thanks haben unsere öffentliche Meinung und die öffentliche Meinung des amerikanischen Volkes manipuliert (nicht nur 11.9.01), Unwahrheiten erfunden und in die hörigen Massenmedien gebracht , um im Volk Angst zu erzeugen und einen neuen Krieg wiederstandslos beginnen zu können.
Es war sicher der CİA mit unterstützung der Israelis ! Danke für diesen hilfreichen Hinweis!
Es war sicher der CİA mit unterstützung der Israelis ! Danke für diesen hilfreichen Hinweis!
die Herr Ladurner da vorschlägt - besser - er betätigt sich hier einmal mehr als Mahner in der pakistanisch-afghanischen Wüste. Doch - wird die Paranoia des Kulturkampfes und seiner Epigonen in Washington und sonstwo im Westen auch diesem klugen Wort wohl kaum in naher Zukunft Gehör schenken. Al Qaida und Taliban - lokale und globale Interessen - für die meisten hier wird dies eins bleiben. Der erforderliche Strategiewechsel - sollte er irgendwann kommen - er wird wohl in Anbetracht der allgemeinen Angst untergehen - auch wenn es zu hoffen wäre, dass dem nicht so sei.
@shaef: Waren Sie denn am 11.9.01 in New York City ?
Ich finde ist sehr gut, dass Herr Laduner sich die Mühe gemacht hat, die Unterschiede zwischen den Taliban und al-Qaida zu verdeutlichen. Obwohl Krieg bleibt Krieg, gleichwohl von wem auch immer, er gegen das afghanische Volk durchgeführt wird. Dennoch finde ich wichtig festzustellen, dass die Afghanen nicht die gleichen Interessen in der Region verfolgen, wie die Alliierten und das al-Qaida.
Doch jetzt zurück zu den Militäroperationen der Alliierten und der afghanischen Armee im Kernland der Paschtunen in Afghanistan und Pakistan: Nicht nur Taliban, sondern fast alle Paschtunen sehen in diesen Militärischenoperationen ein Komplott gegen die Paschtunen insgesamt. Eine weitere gefährliche Komponente stellt in diesem Krieg der Iran dar, der alle darisprechenden Afghanen gegen die Paschtunen ideologisch aufrüsten. Es gibt in den großen Städten fast kaum Schulen mehr, wo paschtunischen Kinder in ihrer Muttersprache unterrichtet werden können. International wird argumentiert, dass der Staatspräsident einen Paschtune sei, doch das genügt den Paschtunen nicht. Sie wollen nach den Regeln der Demokratie überall im Land an Medien, Schulen, Universitäten, Entwicklungshilfe etc. nach ihren Anteil an der Bevölkerung beteiligt werden. Iran importiert nach Afghanistan millionenfach Bücher Magazine, Zeitungen und etc. Dadurch haben die Paschtunen Angst, dass sie mit Hilfe der Alliierten und Pakistan nicht nur ihre Sprache und Kultur verlieren, sondern jetzt auch ihr Kernland.
Heute kämpfen in Afghanistan nicht nur Taliban, sondern heute ist der Krieg in Afghanistan schon längst paschtuniesiert und darin haben die westliche Politiker und Medien ihren Anteil. Weil sie alle Paschtunen als al-Qaida und Taliban bezeichnen.
Es war sicher der CİA mit unterstützung der Israelis ! Danke für diesen hilfreichen Hinweis!
Wollen Sie behaupten, dass die CIA und dieIsraelis fuer 9/11 verantwortlich sind?
Oder das sie 9/11 erfunden haben?
Oder was sonst?
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