Somalia Deutscher wieder frei

Der Mann und seine somalische Frau wurden nach Behördenangaben von der Polizei befreit. Sie waren im Norden von Somalia von bewaffneten Männern verschleppt worden

Die Polizei habe heute kurz vor Morgengrauen das Versteck der Entführer angegriffen, um die Geiseln zu befreien, teilten die somalischen Behörden mit. Bei der Befreiungsaktion wurden zwei Entführer schwer verletzt, berichtete Andrew Mwangura vom Ostafrikanischen Seefahrerprogramm. "Die Geiseln sind sicher und in der Hand der Rettungstruppe und von Mitgliedern des Clans der Frau", sagte Mwangura.

Das Seefahrerprogramm - eine Organisation ähnlich der Seefahrermission - hatte sich bereits in der Vergangenheit immer wieder in Verhandlungen um die Befreiung von in Somalia verschleppten Menschen gekümmert.

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Das Paar war am Samstagabend auf dem Weg zu Verwandten der Frau in der Region Bossaso ins Bergland verschleppt worden. "Der Deutsche und seine Frau wurden mit Waffen bedroht und entführt", sagte Jussuf Achmed Jama, Leiter einer Organisation gegen Menschenhandel. Sie hatten mehrere Wochen bei der Familie der Frau verbracht, teilten Behördensprecher mit.

Somalia ist seit 1991 ohne eine funktionierende Regierung und geprägt von Gewalt und Bürgerkrieg. Während sich im Süden und Zentrum des Landes Regierungssoldaten und islamische Rebellen bekämpfen, gilt der Norden des Landes am Horn von Afrika als relativ stabil. Dort häufen sich allerdings in den Küstenregionen Piratenüberfälle. Derzeit halten Seeräuber fast ein Dutzend Schiffe und ihre Besatzungen gefangen. Auch an Land wurden in der Vergangenheit wiederholt Ausländer entführt.

 
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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, reuters
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    • Schlagworte Somalia | Ausländer | Menschenhandel | Besatzung | Afrika
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