Ehrenamt Essen für Arme
Seit 15 Jahren versorgen die "Tafeln" in Deutschland Bedürftige mit Essen. Doch mit zunehmenden Lebensmittel- und Spritpreisen brauchen die Helfer nun bald selbst Hilfe
Das Prinzip der "Tafeln" ist so einfach wie überzeugend: Wer zu viel Essen hat, gibt es denen, die zu wenig haben. Den Transfer zwischen Großküchen, Hotels, Supermärkten und den Bedürftigen übernehmen die freiwilligen Helfer der Hamburger, Berliner oder Münchner Tafel. Vor 15 Jahren wurde die erste Tafel in Berlin gegründet, inzwischen gibt es fast 800 Einzelverbände in Deutschland. Rund 32.000 Menschen arbeiten dort ehrenamtlich als Fahrer, Beifahrer, in der Küche oder der Verwaltung .
Die Essensspender haben eine große Erfolgsgeschichte hinter sich – doch ihre Zukunft sieht düster aus. "Die Zahl der bedürftigen Menschen, die von uns Lebensmittel erhalten, steigt seit Jahren stetig an. Zum Jahresende erwarten wir eine Million Kunden", sagt Gerd Häuser, Vorsitzender des Bundesverbandes. Unter den Betroffenen seien ein Viertel Kinder und Jugendliche, deren Eltern sich die Preise für die Schul- und Kinderspeisungen nicht mehr leisten können.
Ein Grund für die wachsende Zahl der Tafel-Empfänger sind die gestiegenen Lebensmittelpreise: Wirtschaftsinstitute ermittelten, dass Verbraucher heute für den Liter Vollmilch ein Drittel mehr zahlen als 2007. Roggen- und Mischbrot haben sich um sieben Prozent verteuert, die Tafel Schokolade gar um 13 Prozent.
"Besonders Hartz-IV-Empfänger, Rentner mit schmalen Bezügen und Mini-Jobber können da nicht mehr mithalten", berichtet Gerlinde Nimz, ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Tafel in Hamburg-Harburg. Das könne man an den Warteschlangen vor ihrer Einrichtung ablesen, erzählt die 72-Jährige. Waren es 2007 durchschnittlich 800 Hilfsbedürftige pro Woche, denen Nimz und ihr Team Lebensmittel reichten, so sind es jetzt 1000. Tendenz steigend. Besonders am Monatsende sei es hart, sagt Nimz. "Dann stehen 50 Leute zusätzlich vor dem Tresen."
Gegen einen Obulus von einem Euro erhalten die Tafel-Kunden einen möglichst ausgewogenen Warenkorb aus Obst, Gemüse und anderen Nahrungsmitteln. Außerdem beliefert die Tafel noch Arbeitsloseninitiativen, Drogenhilfen und Mädchentreffs.
Während die Zahl der Empfänger steigt, sinkt gleichzeitig das Angebot der Geber. Nicht nur die Verbraucher müssen beim Einkaufen auf ihr Geld achten, auch die großen Supermarkt-Ketten, von denen die Tafeln den Großteil ihrer Ware erhalten, kalkulieren knapper.
- Datum 19.09.2008 - 11:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Schon bezeichnend, dass sich eine Ministerin dazu entblödet Menschen auszuzeichnen, deren handeln das politische Scheitern der Regierung offenbart.
Immerhin steigt seit 2000 die Kinderarmut exorbitant, die Tafelnutzerzahlen offenkundig ebenso. Von der Leyen prämiert somit die eigenen Fehler, so viel Dreistigkeit muss man sich selber erstmal zutrauen.
Vielleicht prämiert von der Leyen demnächst posthum Obdachlose fürs Erfrieren im Winter, oder Krebskranke fürs frühe ableben?
Die "Tafeln" sind ein Teil der Verlogenheit der deutschen Soziallandschaft, die mehr dem Gewissen der Spender und Helfer nutzen, als denen, die diese "Hilfe" in Anspruch nehmen. Denn jeder deutsche "Arme" hat Anspruch auf Hartz 4 und gehört damit immer noch zu den 10 reichsten Prozent der Weltbevölkerung. Wer Miete, Heizung, Wohnungseinrichtung und einen Teil der Nebenkosten erstattet bekommt, hat dann immer noch rund 10 € täglich an Barmitteln zur Verfügung. Da muß man sich schon mal fragen, ob mit solchen Angeboten wie den Tafeln nicht die Arbeitsmotivation gewaltig gesenkt wird.....
Für die, die mich für hartherzig halten: Habe das ganze Studium und die Facharztausbildung auf Hartz-4-niveau gelebt, ich weiß also, wovon ich rede....
dass der knödel auch als facharzt das leben auf hatz4-niveau beibehalten hat. is schließlich ne reine gewohnheitssache... und nen bißchen ne frage der motivation... aber wir sehen ja: wenn mann weiß, wofür, dann geht alles.
Sie sind hartherzig, zynisch und zum K... .
Die Tafeln sind ein Teil der Verlogenheit der deutschen Soziallandschaft,
aber andersherum:
Sie sollten gar nicht nötig sind bei einem Staat, der sich noch Sozialstaat schimpft. Ein Armutszeugnis für einen reichen Staat !
Stattdessen beruhigt man damit sein Gewissen.
Lasst uns doch die Tafeln abschaffen, wenn dann die ersten Menschen verhungern, ändert sich vielleicht endlich etwas.
Aber wahrscheinlich selbst dann nicht.
Ich kann Ihnen nur einmal empfehlen, sich bei den Tafeln selbst ein Bild zu machen. Und als Arzt sollten Sie auch ein wenig mehr Einblick in die tatsächlichen sozialen Bedingungen hier im Lande haben - oder behandeln sie etwa nur privat? Sind Sie etwa Arzt geworden, um Leben zu retten - oder nur deshalb, weil Sie nur Kohle machen wollten? Die Haltung, die aus Ihrem Posting heraus schimmert, lässt auf letzteres schließen.
Ich - selbst Akademiker - meine, Sie sollten sich schämen, robertmk!
Nicht, solange jemand anzunehmen scheint, dass Menschen Deklassierung und Demütigung aus Spaß und Übermut auf sich nehmen. Übrigens: ein Leserbriefschreiber mokierte sich unlängst in der "Welt am Sonntag" (die ich gelegentlich kostenlos nachgeschmissen bekomme), dass seiner Ansicht nach die preisreduzierten Lebensmittel mit geringer Resthaltbarkeit zu langsam und unvollständig aus den Regalen verschwänden - von dieser Beobachtung aus war es natürlich ein kurzer Weg zur "Euch geht's noch viel zu gut"-Diagnose. Bei manchen Leuten ist die Aufklärung einfach nie angekommen...dass das heute auch für Mediziner gilt (oder war diese Selbstmarkierung nur ein geschmackloser Scherz?), wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verhältnisse, in denen wir alle leben.
sind Sie auch in den Genuss vergünstigter Konditionen wie z.B. dem Mensaessen, dem Semesterticket oder billigeren kulturellen Veranstaltungen gekommen. Sollte man nicht all dies abschaffen, weil dadurch die Lernbereitschaft der Studenten gewaltig gesenkt wird?
Solange man solche Kommentare lesen muss, sehe ich da wenig Chancen mit "Ende der Verlogenheit"
Ob man mit Hartz4 zu den 10 reichsten prozent der Weltbevölkerung gehört, lasse ich mal dahin gestellt.
Aber wir hatten die Diskussion ja schon: "Gibt es Armut in Deutschland? Bei uns muss keiner hungern" - wie ca 1 Mrd der Weltbevölkerung.
Eine ziemlich miese Gleichzeitung von "arm sein" und "Hunger leiden müssen"
Davon abgesehen, dass die Menschen in der 3. Welt "natürlich" auch alle 61 Cent für einen Liter Milch, 30, 40 cent für einen Apfel etc etc zahlen müssen..
dass der knödel auch als facharzt das leben auf hatz4-niveau beibehalten hat. is schließlich ne reine gewohnheitssache... und nen bißchen ne frage der motivation... aber wir sehen ja: wenn mann weiß, wofür, dann geht alles.
Sie sind hartherzig, zynisch und zum K... .
Die Tafeln sind ein Teil der Verlogenheit der deutschen Soziallandschaft,
aber andersherum:
Sie sollten gar nicht nötig sind bei einem Staat, der sich noch Sozialstaat schimpft. Ein Armutszeugnis für einen reichen Staat !
Stattdessen beruhigt man damit sein Gewissen.
Lasst uns doch die Tafeln abschaffen, wenn dann die ersten Menschen verhungern, ändert sich vielleicht endlich etwas.
Aber wahrscheinlich selbst dann nicht.
Ich kann Ihnen nur einmal empfehlen, sich bei den Tafeln selbst ein Bild zu machen. Und als Arzt sollten Sie auch ein wenig mehr Einblick in die tatsächlichen sozialen Bedingungen hier im Lande haben - oder behandeln sie etwa nur privat? Sind Sie etwa Arzt geworden, um Leben zu retten - oder nur deshalb, weil Sie nur Kohle machen wollten? Die Haltung, die aus Ihrem Posting heraus schimmert, lässt auf letzteres schließen.
Ich - selbst Akademiker - meine, Sie sollten sich schämen, robertmk!
Nicht, solange jemand anzunehmen scheint, dass Menschen Deklassierung und Demütigung aus Spaß und Übermut auf sich nehmen. Übrigens: ein Leserbriefschreiber mokierte sich unlängst in der "Welt am Sonntag" (die ich gelegentlich kostenlos nachgeschmissen bekomme), dass seiner Ansicht nach die preisreduzierten Lebensmittel mit geringer Resthaltbarkeit zu langsam und unvollständig aus den Regalen verschwänden - von dieser Beobachtung aus war es natürlich ein kurzer Weg zur "Euch geht's noch viel zu gut"-Diagnose. Bei manchen Leuten ist die Aufklärung einfach nie angekommen...dass das heute auch für Mediziner gilt (oder war diese Selbstmarkierung nur ein geschmackloser Scherz?), wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verhältnisse, in denen wir alle leben.
sind Sie auch in den Genuss vergünstigter Konditionen wie z.B. dem Mensaessen, dem Semesterticket oder billigeren kulturellen Veranstaltungen gekommen. Sollte man nicht all dies abschaffen, weil dadurch die Lernbereitschaft der Studenten gewaltig gesenkt wird?
Solange man solche Kommentare lesen muss, sehe ich da wenig Chancen mit "Ende der Verlogenheit"
Ob man mit Hartz4 zu den 10 reichsten prozent der Weltbevölkerung gehört, lasse ich mal dahin gestellt.
Aber wir hatten die Diskussion ja schon: "Gibt es Armut in Deutschland? Bei uns muss keiner hungern" - wie ca 1 Mrd der Weltbevölkerung.
Eine ziemlich miese Gleichzeitung von "arm sein" und "Hunger leiden müssen"
Davon abgesehen, dass die Menschen in der 3. Welt "natürlich" auch alle 61 Cent für einen Liter Milch, 30, 40 cent für einen Apfel etc etc zahlen müssen..
irgendwie muss man die leute doch bei der stange halten...
dass der knödel auch als facharzt das leben auf hatz4-niveau beibehalten hat. is schließlich ne reine gewohnheitssache... und nen bißchen ne frage der motivation... aber wir sehen ja: wenn mann weiß, wofür, dann geht alles.
Sie sind hartherzig, zynisch und zum K... .
Die Tafeln sind ein Teil der Verlogenheit der deutschen Soziallandschaft,
aber andersherum:
Sie sollten gar nicht nötig sind bei einem Staat, der sich noch Sozialstaat schimpft. Ein Armutszeugnis für einen reichen Staat !
Stattdessen beruhigt man damit sein Gewissen.
Lasst uns doch die Tafeln abschaffen, wenn dann die ersten Menschen verhungern, ändert sich vielleicht endlich etwas.
Aber wahrscheinlich selbst dann nicht.
Typisch marxistisch. Die Leute verhungern und dann kommt die Revolution. Das Leiden
des einzelnen Menschen wird verdrängt.
Paolo P.
Ich kann Ihnen nur einmal empfehlen, sich bei den Tafeln selbst ein Bild zu machen. Und als Arzt sollten Sie auch ein wenig mehr Einblick in die tatsächlichen sozialen Bedingungen hier im Lande haben - oder behandeln sie etwa nur privat? Sind Sie etwa Arzt geworden, um Leben zu retten - oder nur deshalb, weil Sie nur Kohle machen wollten? Die Haltung, die aus Ihrem Posting heraus schimmert, lässt auf letzteres schließen.
Ich - selbst Akademiker - meine, Sie sollten sich schämen, robertmk!
Nicht, solange jemand anzunehmen scheint, dass Menschen Deklassierung und Demütigung aus Spaß und Übermut auf sich nehmen. Übrigens: ein Leserbriefschreiber mokierte sich unlängst in der "Welt am Sonntag" (die ich gelegentlich kostenlos nachgeschmissen bekomme), dass seiner Ansicht nach die preisreduzierten Lebensmittel mit geringer Resthaltbarkeit zu langsam und unvollständig aus den Regalen verschwänden - von dieser Beobachtung aus war es natürlich ein kurzer Weg zur "Euch geht's noch viel zu gut"-Diagnose. Bei manchen Leuten ist die Aufklärung einfach nie angekommen...dass das heute auch für Mediziner gilt (oder war diese Selbstmarkierung nur ein geschmackloser Scherz?), wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verhältnisse, in denen wir alle leben.
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