US-Wahlkampf Kann Obama von der Finanzkrise profitieren?
Wie der Wall-Street-Kollaps das Drehbuch der Präsidentschaftskandidaten neu schreibt – theoretisch zum Vorteil der Demokraten

© Emmanuel Dunand/AFP/Getty Images
Barack Obama in Colorado, vor seiner Rede über die Wirtschaftspolitik, 16. September 2008
Die Geschichte amerikanischer Wahlkämpfe kennt den Begriff der “September Überraschung”. Das ist irgendein Ereignis, das in den Wochen vor dem Urnengang dem Rennen eine völlig neue Dynamik verleiht. Es kann ein Krieg sein, ein Terroranschlag, eine Naturkatastrophe. Diesmal ist es die Krise an der Wall Street. Ton, Thema und Momentum im Wahlkampf scheinen sich seit dem Wochenende im Bann stürzender Aktienkurse und kollabierender Finanzriesen dramatisch zu verändern. Beide Kandidaten können theoretisch Krisengewinnler sein. Doch Barack Obama genießt plötzlich einen erheblichen Startvorteil. “Wenn er diese Wirtschaftskrise nicht für sich zu nutzen vermag”, schreibt der Blogger Dick Polman, “verdient er nicht zu gewinnen.” Und die Demokraten sollten einfach “wie Lehman Brothers den Geschäftsbetrieb einstellen”.
In den vergangenen Wochen hat Obama die Initiative und den Vorsprung in den Umfragen verloren. Es schien, als ginge es nur noch bergab für ihn. Alles begann, als Russland in Georgien einmarschierte. Obamas Botschaft von Wandel und nationaler Einheit wurde unter dem Gerassel russischer Panzerketten begraben. Plötzlich stand der erfahrene Außenpolitiker John McCain im Rampenlicht. Dann kam die Sache mit dem Öl-Bohren. Während die Amerikaner an den Zapfsäulen jeden Tag mehr zahlen mussten, weigerten sich die Demokraten, endlich auch vor den eigenen Küsten bohren zu lassen. So stand Obama wie ein naiver Windrad-Feteschist da. Ein Wunder geschah: Nach 8 Jahren republikanischer Tu-Nix-Energiepolitik gelang es denselben Republikanern, das Reform-Thema Energie zu besetzen.
Schließlich die Nominierung von Sarah Palin zur Vizepräsidentschafts-Kandidatin. Nunmehr hatte McCain die anfänglich zweifelnde Parteibasis hinter sich, konnte Frauen und junge Leute umwerben und hatte vor allem den Tenor seiner Wahlkampagne verändert: Während zuvor Wandel und Status quo gegeneinander standen, konnte jetzt McCain behaupten, zwei unterschiedliche Vorstellungen gesellschaftlicher Reform stünden den Amerikanern zur Auswahl. Denn McCain kann nur gewinnen, wenn er sich in den Augen der Wähler glaubwürdig von George W. Bush distanziert. Acht Wochen lang hatte McCain dieses Narrativ zunehmend erfolgreich an den Wähler gebracht.
Bis zum Zusammenbruch der Finanzriesen. Nun brennt die Wall Street lichterloh, und John McCain hat Mühe, sich dem Land als Feuerwehrmann anzudienen. Er selbst war es, der in seinen Jahren im Senat jene Lockerung der Finanzaufsicht durchsetzen half, die nun den Urgrund der Krise bildet. In keinem Feld der Politik ist der unorthodoxe John McCain so republikanisch orthodox wie in Sachen Finanzpolitik. “Ich bin ein Deregulierer”, lautet sein Credo. Es ist dieselbe Philosophie, die Bush acht Jahre lang vertreten hat, und die in Zeiten staatlicher Notinterventionen so gar nicht ankommen will beim Wähler.
Kaum stürzten die Kurse, redete John McCain sich ins Verderben. “Die Fundamente der Wirtschaft” seien “stark”, suchte McCain die Wähler zu beruhigen. Hatte der Kandidat übersehen, dass Giganten der Wirtschaft zusammenbrachen und Zehntausende ihre Jobs verloren? Hatte er übersehen, dass die Aktienersparnisse der Bürger plötzlich drastisch an Wert verloren? Einen ganzen Tag verwandte McCain darauf, den selbst angerichteten Schaden wieder zu reparieren. Das “Fundament der Wirtschaft” seien eben die amerikanischen Arbeitnehmer und die seien exzellent. O je! Das klang gequält. Und erinnerte an seinen wirtschaftspolitischen Berater Phil Gramm, der vor Wochen für Aufruhr gesorgt hatte, weil er die Amerikaner der “Heulerei” bezichtigte. Es handele sich um eine “gefühlte Wirtschaftskrise”. Verstehen die Republikaner eigentlich die Lebensbedingungen normaler Arbeitnehmer? Diese Frage, einmal beim Wähler angekommen, kann tödlich sein.
- Datum 04.05.2009 - 10:54 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Jetzt ist deine Chance Obama, hau den Lukas und erzähl den Wählern mal für welche Wirtschaftspolitik mcCain stand. Wähle möglichst einfache Worte, damit auch jeder Provinzwähler versteht was du sagst und klär die Leute auf was Sache ist.
McCain wollte keineKontrolle der Finanzaufsicht in der Vergangenheit, dass ist sehr, sehr verdächtig. Bitte, urteilen sie selbst über den Enron-Skandal.
Die Warnglocken schrillten schon vor Jahren.
Enron verdiente seinerzeit mit seinen legalen Aktivitäten Milliarden von Dollar. Aber das war nicht genug. Die Manager gaben sich nicht damit zufrieden, den höchstmöglichen Preis aus dem amerikanischen Energiemarkt zu pressen. Sie erfanden Hunderte fiktiver Geschäfte an Orten, die nicht der Bankenaufsicht unterliegen. Mit den Umsätzen aus diesen nichtexistenten Deals verschleierten sie ihre ganz realen Schulden in der Bilanz und hievten die Gewinne entsprechend nach oben. Und auch damit waren sie noch nicht zufrieden' Zu den schlimmsten Verbrechen der Enron-Clique gehörte es zweifelsohne, dass das Unternehmen auch seine Wirtschaftsprüfer in die Betrügereien verwickelte; Was einst als Bastion gegen Bilanzfälschung gedacht war, wurde nun zum Teil des korrumpierten Systems. Enrons Buchhalter und Wirtschaftsprüfer fälschten ihre Prüfberichte und attestierten der Firma Gewinne, die diese nie gesehen hatte. Sie verschleierten Verluste und deckten kriminelle Machenschaften.
Früher nahmen die großen Buchprüfungsfirmen in der amerikanischen Wirtschaft einen besonderen Platz ein, galten sie doch als vertrauenswürdige Wachhunde des Marktes. Doch sobald bekannt wurde, dass die Wirtschaftsprüfer von Arthur Andersen den Verantwortlichen bei Enron geholfen hatten, die Rücklagen für die Betriebsrente der eigenen Angestellten zu stehlen und den Pensionsfonds abzuräumen, war klar, dass man keiner Aussage über die Finanzen dieses Unternehmens, nicht mehr vertrauen konnte, gleichgültig, von wem sie kam. Der Öffentlichkeit blieb somit keine objektive Möglichkeit mehr, sich über die Einkünfte, Schulden und Gewinne eines Unternehmens, über seine fundamentalen Daten also, zu informieren. Die Buchführung, einer der Grundpfeiler des kapitalistischen Systems, hatte damit ihren Vertrauensstatus eingebüßt. Das was Enron machte wurde weitergeführt bis heute - unglaublich!!!!
So gesehen müsste Obama gewinnen aber die Hautfarbe stört wohl?
Quellennachweis: Theodore Roszak
Ich frage mich, ob dieses deutsche Obama-Gejubel ernst gemeint ist. Oder handelt es sich nur um Heuchelei? Könnten sich die Deutschen in Mehrheit einen Kanzlerkandidaten vorstellen, der einen türkischen Migrationshintergrund hat? Und wenn: Wo existiert dieser jemand in der Politik? Wir schaffen es ja nicht einmal genügend Frauen in die Politik zu bringen.
Aber trotzdem hoffe natürlich auch ich, dass Obama es schafft. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die Welt nach McCain eine besser wäre als die heutige. Bei Obama hat man zumindest die Hoffnung.
Laut Herrn Joffe müsste Frau Palin ja die Krise gerade recht kommen, da sie ja so viel Erfahrung hat und bestimmt als Vize-Präsidentin ihren Beitrag zur Verbesserung der Situation auf den Finanzmärkten beitragen kann. Immerhin war sie für den Haushalt einer Stadt und dann von ganz Alaska zuständig. Keine Chance für Obama...
nun ich glaube grade auf diesen Haushalt von IHR möchten die Republikaner ebend nicht zurükkommen, dammit die Demokraten da nicht zu viel dran rumrechnen und rausfinden.
Aber das Problem des Obama's bleibt bestehen es sind die Demokraten die nur all zu gerne die politik so hinnehgmen wie sie ist und auch keine schlüssigen Lösungen vorbereitet haben, auch hab sie oft genug die Gesetzt des Herrn Bush mitgetragen o das sie auch da recht verwundbar sind.
Chansen hätte nun ein kandidat der mit Lösungen daherkommt, aber der würde wohl danach im nächsten Belibtheitswettbewerbsfeld was noch kommen wir verlieren da es bend nun mal eine Personsnwahl ist.
die Republikaner haben doch schon gezeigt das sie exelente Strategen haben, so konnte auch MC Cain zustimmung zu Bush's Gesetzen imer noch recht geheim gehalten werden, so wird man gucken müsen ob ihnen uch diesmal etwas einfällt wie sie die Dinge zu ihren Gunster drehen können. Die Vergangenheit von IHR die sie ja schon Korruption aufgedekt hat könnte man auch dahin benutzen den Wählern zu erklären das sie das auch auf Nationaler ebende tun wird.
Wenn auf der einen Seite derartige Mega-Verluste entstehen, müsste ja auf der anderen Seite ein entsprechender Ausschlag an Profiten stehen.
Man könnte es sich einfach machen: die einen, die sich verspekuliert haben und/oder betrogen wurden, die verlieren ohne Ende. Die anderen, die irgendwelche "minderwertigen" Papiere zu teuerem Geld an den Mann, die Frau / Bank / Versicherung brachten, müssten eigentlich Gewinne machen.
Hinzu kommen die Notenbanken, die den Geldumlauf immens erhöhen, was ja dazu führt, dass es noch mehr zu inflatorischen Tendenzen ( auch Flucht in die Sachwerte) kommen wird.
Nun zur Präsidentenwahl in den USA:
Eigentlich ist das Land furchbar kaputt, eigentlich ein Abgrund an Inkompetenz und ein Eldorado für Kriminalität jeder Schattierung. Man beachte einmal, wieviele Bürger von 10.000 EW sitzen im Knast in den USA und bei uns, in D. oder Europa. Ergebnis: es gibt in den Staaten, las es kürzlich, sieben mal soviele Knastis in Relation zur Gesamtbevölkerung. Und das gesamte Justizsystem ist hochgradig fragwürdig und korrupt.
Was sind die Ergebnisse der Republikaner in der Politik??
Riesen-Staatsdefizit, Riesen-Handelsdifizit, Kriegs- und Aggressionspolitik im Äußeren, eine Politik ohne Anstand und Ehre.
Frau Palin mag noch soviel beten in ihrer Sektenkirche: Sie betreibt Ämterpatronage, sie kann zwischen Amt und privat nicht unterscheiden und ihr Verhalten gleicht fragwürdigen Machenschaften.
Die Bevölkerung sollte sich von solchem Personal fernhalten. Gewogen und zu leicht befunden. Wer Christ sein will, muss es vorleben. Muss Vorbild sein. Irgendwelches inhaltsleeres Gequatsche, wo nichts Inhaltliches folgt, ist bedeutungslos.
Ich wünsche Obama und den Demokraten einen Erfolg landslide. Habe meinen US-relatives gesagt: Ihr werdet doch nicht diese Gauner, Versager, Nichtskönner von Republikanern wählen! Man erinnere sich: Der größte Verbrecher als Präsident war Nixon. Ein Republikaner. Eine Partei, die solches Personal ins Amt bringt, ist nichts wert.
Und um auf die Finanzkrise zu kommen: Die bedeutendsten Ökonomen, Unternehmer, Banker, Intellektuelle, Wissenschaftler in den USA sind ganz überwiegend auf Seiten der Demokraten; denn die Trickser, Ausgebufften, System-Günstlinge, Berechnenden, und diejenigen, die die Normalbürger abzocken bis aufs Blut, sind meist Republikaner.
Demokraten sind besser in Zeiten von großen Krisen. Man denke an New Deal u. a.. Ich denke gern an die Roosevelts, Harry S. Truman, Kennedy, L. B. Johnson, in mancher Hinsicht auch D. Eisenhower (Rep.) sowie R. Reagan ( Rep.) und B. Clinton zurück.
Mögen die wirklichen Christen, aber auch die mehr säkularen Bürger für eine Führung sorgen, die die USA voranbringt. Für politische Leimsieder ist in der heutigen sehr komplizierten Zeit kein Platz. Frau Palin sei ihr Spiéßbürger-Milieu gegönnt. Die 250 Mio. Amerikaner möge sie mit ihrem dummen Zeug, ihren fragwürdigen Ansichten, besser verschonen.
Aber Leute wie die beiden Bushs, Nixon, Wilson, Taft bewerte ich als sehr übel. Carter und Ford waren mega-schwach.
Meine einzige Sorge gilt dem Wähler. Wahrscheinlich meinen jetzt all jene, die Obama in den vergangenen Monaten auf den Titelseiten der Zeitungen gesehen haben, dass er schuld an der Finanzkrise sei. Was soll man bei einem Afrikaner, noch dazu einem Schwarzen, auch erwarten? Die sind ja meisstens arm und könnens halt nicht so mit dem Geld.
Amerikaner kapieren es sicher nicht !
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