Jugendfotopreis

Seelenzustände sichtbar machen

Isabel Masri, 10, Berlin; Serie »Der Schrei aus Ketten« gewann den 1. Preis in der Kategorie bis 10 Jahre  |  © Isabel Masri

In diesem Jahr war es für die Jury besonders schwer, die Gewinner des Jugendfotopreises zu ermitteln. "Die Einsendungen waren auf einem sehr hohen Niveau", sagt Michael Biedowicz, Leiter der ZEITmagazin-Bildredaktion. Er und seine fünf Mitjuroren hatten einen gigantischen Bilderberg zu sichten. Von den 17.000 Bewerbungen gingen 3000 Bilder in die engere Auswahl.

Verteilt wurden die Preise in vier Alterskategorien: Bis 10 Jahre, bis 15 Jahre, bis 20 Jahre und bis 25 Jahre. Außerdem gab es Auszeichnungen für das Sonderthema "Ganz schön alt". Bemerkenswert fand Biedowicz, wie viele Kinder unter den Einsendern waren. "Ein siebenjähriges Mädchen hat zum Beispiel seine Urgroßmutter beim Gebissreinigen aufgenommen - das würde sich ein Erwachsener nie trauen!"

Auffällig sei auch gewesen, dass viele junge Fotografen eine Art Innenschau mit ihrer Kamera vorgenommen hätten. "Sie haben ihre eigene Erlebniswelt dokumentiert, ihre Seelenzustände", sagt Biedowicz. "Nur selten ist jemand als Entdecker herausgegangen."

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