Das sagte ein Sprecher des sudanesischen Außenministeriums am Donnerstag dem Nachrichtensender Al-Arabija. Zu der Touristengruppe gehören fünf Deutsche, fünf Italiener, eine Rumänin und acht ägyptische Begleiter.

Am Vortag hatte das Ministerium in Khartum noch erklärt, es habe die Entführer umzingelt, um eine Flucht zu verhindern. Beobachter erklärten am Donnerstag, es sei unklar, ob die Entführer nun mit ihren Geiseln geflohen seien oder ob die Weiterreise nach Libyen möglicherweise das Ergebnis von Verhandlungen mit den Behörden sei. Die Verhandlungen werden dem Vernehmen nach von der Bundesregierung in Absprache mit den Heimatländern der anderen Entführungsopfer geführt.

Die Touristen waren am vergangenen Freitag während einer Expedition zum Gilf al-Kebir im Grenzdreieck zwischen Ägypten, dem Sudan und Libyen verschleppt worden. Die Verbindung zwischen den Entführten und der Außenwelt war zunächst durch den ebenfalls entführten Inhaber des ägyptischen Reiseveranstalters Aegyptus zustande gekommen, der seine in Kairo lebende deutsche Ehefrau mehrfach anrufen konnte. Die Entführer sollen sechs Millionen US-Dollar Lösegeld gefordert haben.