Ein ägyptischer Regierungsbeamter sagte der arabischen Zeitung Al-Sharq al-Awsat : "Wir haben Sorge, dass es das Ziel der Entführer ist, den Tschad zu erreichen." Der letzte Kontakt zu der Gruppe, der fünf Deutsche, fünf Italiener, acht Ägypter und eine Rumänin angehören, sei am Donnerstagmorgen per Satellitentelefon zustande gekommen.

Nach Informationen der Zeitung werden die 19 Geiseln von 20 Entführern in Schach gehalten. Sie sollen sechs Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Zuerst war von sechs Millionen US-Dollar (4,09 Millionen Euro) die Rede gewesen. Zur Identität der Entführer liegen keine gesicherten Angaben vor.

Die Entführer, die ihre Opfer am vergangenen Freitag in der Wüste im Südwesten Ägyptens überfallen hatten, waren mit den Touristen und ihren Begleitern erst in den Sudan gefahren. Am Donnerstag überquerten sie dann mit ihren Geländewagen nach Angaben der sudanesischen Regierung die Grenze zu Libyen. Die libysche Regierung hat sich bislang noch nicht offiziell dazu geäußert. In der Region, in der sich die Gruppe jetzt aufhalten soll, gibt es kein Wasser.