Bayernwahl Beckstein klammert sich trotz Wahldebakels ans Amt
Die Alleinherrschaft der CSU in Bayern ist zu Ende: Bei des Landtagswahl bricht sie auf 43 Prozent ein, Gewinner sind die kleinen Parteien. Beckstein will dennoch Regierungschef bleiben
Die CSU musste bei den Landtagswahlen in Bayern am Sonntag dramatische Verluste hinnehmen. Erstmals seit 1970 verfehlte sie die 50 Prozent-Marke. Im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2003 verlor sie rund 17 Prozentpunkte. Die Sozialdemokraten konnten von diesem Absturz allerdings nicht profitieren. Auch für sie endete die Wahl mit einem neuen Rekordtief von knapp 19 Prozent.
Gewinner der Wahl waren dagegen die kleinen Parteien. Die FDP schaffte mit acht Prozent nach 14 Jahren den Wiedereinzug in den Landtag. Erstmals vertreten sind außerdem die Freien Wähler mit rund 10 Prozent. Die Linkspartei blieb laut Hochrechnungen knapp unter fünf Prozent und verfehlte damit voraussichtlich den Einzug in den Landtag. Die Grünen, die bereits bisher im Landtag saßen, erhielten neun Prozent. Sie konnten sich damit um etwa zwei Prozentpunkte verbessern. Die anderen Parteien kamen auf etwa sechs Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 57 Prozent und damit ähnlich niedrig wie vor fünf Jahren.
Für die CSU kommt dieses Ergebnis einer Zeitenwende gleich. Erstmals seit 1962 wird sie nun auf einen Koalitionspartner angewiesen sein. CSU-Chef Erwin Huber sagte in München, er wolle nichts beschönigen. "Wir haben unser Wahlziel nicht erreicht. Wir werden in den Gremien die Folgen beraten. Es wäre aber falsch, heute schon Schlussfolgerungen zu ziehen". Er sprach Ministerpräsident Günther Beckstein weiter das Vertrauen aus.
Beckstein, der gemeinsam mit Huber vor die Presse trat, sagte, in dem Ergebnis drücke sich aus, dass die Wähler eine Koalitionsregierung gewollt hätten. «Wir haben offensichtlich es nicht geschafft, den Menschen deutlich zu machen, dass wir einen alleinigen Regierungsauftrag zum Wohle Bayerns brauchen", so Beckstein. Er kündigte zugleich an, dass er selbst trotz des schlechten Ergebnisses weiter Verantwortung übernehmen wolle. Ziel sei nun, eine bürgerliche Koalition zu bilden. «Ich stehe für eine Koalitionsregierung zur Verfügung.» FDP-Spitzenkandidat Martin Zeil hatte der CSU unmittelbar nach der Wahl bereits Gespräche angeboten. Eine Koalition zwischen FDP und CSU gilt als wahrscheinlichste Variante, da auch die Christsozialen bereits ihre Vorliebe für eine solche Konstellation erkennen ließen.
Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer, der bereits vor der Wahl als möglicher Nachfolger von Huber gehandelt wurde, wollte sich in der ARD nicht zu Personalspekulationen äußern. "Es gibt Dinge, die verändert werden müssen", sagte er. Darüber werde man in den Gremien diskutieren.
- Datum 13.10.2008 - 17:32 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das die CSU drastische Verluste erlitten hat ist kein Wunder. Ihre Fuehrungspersoenlichkeiten fehlen das gewisse etwas und Bayern verliert allmaehlich seine Eigenart.
Die CSU verliert fast 18 Prozentpunkte und was ist bei der SPD los? Die stürzt - als einzige andere Partei neben der CSU - noch weiter ab. Die SPD hat nicht mehr Stimmanteil als die CSU Verluste hat.
Die CSU gibt diese Niederlage ja wenigstens zu, die SPD faselt von Stimmen die bei den Freien Wählern geparkt sein und die ihnen eigentlich zustehen würden. Tja schlechte Nachrichten Genossen, während ihr weiter als aussterbende Randgruppe im Landtag dahinvegetiert, werden die Freien Wähler wohl schon bald in der Regierung sitzen.
das sind eben die ersten Vorläufer des Projektes 18 :-)
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Bürger, sei wachsam!
das sind eben die ersten Vorläufer des Projektes 18 :-)
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Bürger, sei wachsam!
weiß das jemand?
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Bürger, sei wachsam!
das sind eben die ersten Vorläufer des Projektes 18 :-)
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Bürger, sei wachsam!
Ohne dass man eigentlich sehen koennte, was das Elektorat denn eigentlich anders gemacht sehen moechte. Ich sehe eigentlich kein Unterschied zu dem letzten Wahlergebnis. Die "Freien Waehler" (interessanter Parteienname) sind unzufriedene CSUler, weiter nichts. Einzige Verlierer der Wahl: SPD und Linke. Es geht den Leuten in Bayern eben noch nicht schlecht genug.
sind Gewinner +4,7%
sind Gewinner +4,7%
blog.freigeldpraktiker.de
Finden sie doch einmal heraus wer die "Anderen" Parteien sind?
Über 6% ist nun keine Zahl wie 0,6 %.
Die Medien scheinen eine art Stillhalteabkommen zu haben und alle Parteien die unter "Andere" fallen zu ignorieren.
Die Presse hat die verdammte Aufgabe auch die Kleinstparteien an zu zeigen!
Mag es für die Leute unwichtig sein aber es gibt eine politische Unkultur, kleine Parteien auszublenden!
Also ich sehe die Sache vielleicht weniger dramatisch, denn irgendwo lässt sich das für den neugierigen schon auch recherchieren, wieviel die kleinen Parteien bekommen haben. Aber dass dieses Ausklammern eine politische Unkultur ist stimmt dennoch und allein dieser Ausdruck dafür trifft schon den Nagel empfindlich auf den Kopf. Vor allem zählen zu diesen kleinen Parteien ja die Rechten, und das wäre schon interessant, zu sehen wie die abgeschnitten haben. Auch interessant wäre vielleicht die ÖDP, eine Partei die vom Prinzip her sehr ähnlich wie die Grünen agiert, allerdings näher am Zentrum steht, sich bürgerlicher gibt. Wieviel Stimmen hätten die Grünen denn eventuell mehr machen können, wenn sie nicht einige an die ÖDP verloren hätten? Weil das halt ich durchaus für möglich, dass sie da Stimmen verloren haben, obwohl sie eigentlich ein super Wahlergebnis haben, hätte es vielleicht sogar noch besser sein können.
Also ich sehe die Sache vielleicht weniger dramatisch, denn irgendwo lässt sich das für den neugierigen schon auch recherchieren, wieviel die kleinen Parteien bekommen haben. Aber dass dieses Ausklammern eine politische Unkultur ist stimmt dennoch und allein dieser Ausdruck dafür trifft schon den Nagel empfindlich auf den Kopf. Vor allem zählen zu diesen kleinen Parteien ja die Rechten, und das wäre schon interessant, zu sehen wie die abgeschnitten haben. Auch interessant wäre vielleicht die ÖDP, eine Partei die vom Prinzip her sehr ähnlich wie die Grünen agiert, allerdings näher am Zentrum steht, sich bürgerlicher gibt. Wieviel Stimmen hätten die Grünen denn eventuell mehr machen können, wenn sie nicht einige an die ÖDP verloren hätten? Weil das halt ich durchaus für möglich, dass sie da Stimmen verloren haben, obwohl sie eigentlich ein super Wahlergebnis haben, hätte es vielleicht sogar noch besser sein können.
sind Gewinner +4,7%
4.7 % sind zwar recht ordentlich, aber nicht sehr ueberzeugend. Ausserdem bleibt uns durch den Nichteinzug der linken Herr Koehler erhalten. Wo liegt denn da der "Gewinn"?
4.7 % sind zwar recht ordentlich, aber nicht sehr ueberzeugend. Ausserdem bleibt uns durch den Nichteinzug der linken Herr Koehler erhalten. Wo liegt denn da der "Gewinn"?
4.7 % sind zwar recht ordentlich, aber nicht sehr ueberzeugend. Ausserdem bleibt uns durch den Nichteinzug der linken Herr Koehler erhalten. Wo liegt denn da der "Gewinn"?
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