Innenminister Schäuble im Interview "Alle dopen!"Seite 3/3

ZEIT ONLINE: Sie fahren selbst Hand-Bike. Findet ein Sportminister genug Zeit für seinen Sport?

Schäuble: Immer wenn ich es am Wochenende ermöglichen kann, geh’ ich raus. Manchmal muss ich mich auch zwingen. Auch, wenn ich müde bin. „Hilft jetzt nix, los!“, sage ich mir dann immer. Ich brauche das, um mich fit zu halten. Mit meinem Hand-Bike fahre ich dann zwei Stunden.

ZEIT ONLINE: Am Wochenende war in Berlin der Marathon, auch viele Hand-Biker haben teilgenommen. Ist das was für Sie?

Schäuble: Nein, einen Marathon fahre ich nicht mehr mit. Ich will mich nicht unter Druck setzen. Es ist sehr anstrengend, und wenn du Marathon fährst, willst du noch ein bisschen schneller fahren. Ich fahre viel, im Jahr etwa 3000 Kilometer. Die Ärzte sind auch zufrieden und loben mich. Aber den Wettbewerbsdruck im Sport, den brauche ich in meiner Lebenssituation und meinem Lebensalter nicht mehr.

 Das Gespräch führten Elisa Simantke und Christoph Seils.

Wolfgang Schäuble kritisiert die Leistung des deutschen Teams in Peking, benennt Fehler im deutschen Spitzensport und fordert Reformen für London 2012: Lesen Sie hier den ersten Teil des Interviews mit dem Sportminister.

 
Leser-Kommentare
    • iDog
    • 01.10.2008 um 14:40 Uhr

    eine "sympathy for the devil" tournee des innenministers , der sich seit einigen beitraegen , die ihm verstaendlicherweise von einer neo-con-nahen redaktion eingeraeumt werden, harmlos zu beilaeufigen und wenig brisanten altagsthemen aussert . soll das vielleicht wahlkampf sein?

    gnade uns - wer einemal luegt tuts immer wieder. lasst euch keinen sand in die augen streuen. CDU muss weg.

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    • Vadis
    • 01.10.2008 um 19:43 Uhr

    Ich als alter Rolling Schtone muss doch dene Schtreet Fighting Radfahr-Genosse irgendschwie bike-omme. Des ganze Doping-Egschile uff der Mainschtrasche, des müsse mir unterschtütsche und entlarve, auch wenn manche nicht um ihre 19te Nervezusammebruch herumkomme. Des isch doch kei Frage von Paint-it-black. Solang ich Ritzelminischter bin, werde under meinem Thumb die Erfahrungen mit denne Schischter Morphines nicht Loves in vainsch bleibe, sondern wie de jumping Schack Flasch aus de Gesetschgäbung nausspringe, wenn Se verschtähe, was ich meine. Mir wedde dene koi Bridsches nach Babbylon baue.
    Mir müsse also nur ebbes einische satanisch madschestätische Requeschts in de Bundestag einreische, dann kriesche mir ausreischend Schelter, um dene gehörisch braunen Schugar unterm Hintern zu gebbe. Internet, Lauschangriff, Datebank, Blutbank, da tumbeln die Würfelsche, wie mei alte Schpezis der Mick un der Kiesch immer saget, des hoischt, vor jedde Schteel Wheel Tour werde dene Biker some Girls des ganze Blut abzapfe und austausche. Und Fingerprint Files habbe mir sowieso auf der Feschtpladde. Mal sehn, wer hier der Lance isch und wie weit der Armschtrong des Gesetzes reicht. Solang der Schäuble in der Vodoo Launsch parkt, bleibe mir alle cool, calm und collected, wilde Hengschte am Reck, auf der Bahn oder an der Nadel hin oder her, denn Angie und ich sind unsch einig: Ju kän't olwäs get, wot ju wont.

    • Vadis
    • 01.10.2008 um 22:00 Uhr

    Herr Schäuble zur JUS ULRICH:

    "Aber nun sind wir immer und immer wieder angelogen worden. Inzwischen habe ich eingesehen, das es wahr ist: Alle dopen! Vermutlich hatte Jan Ulrich, als er gesagt hat “Ich habe niemanden betrogen“ subjektiv recht. Er hatte ja nur gesagt, er habe das gemacht, was alle gemacht und gewusst haben."

    Wer jetzt nicht dopt, betrügt den Radsport - meine unmaßgebliche Schlussfolgerung?

    Und wie lautete der Subtext: Alle tragen gelegentlich Köfferchen... Und wie beim Hütchenspiel ist da hin und wieder 'n bißchen Papier drin. Huch.

    Herr Schäuble auf die Frage "Warum kann man Dopingsünder in Deutschland bis heute nicht strafrechtlich belangen?" zur JUS DOPING:

    "Das wäre nur der Versuch, die Verantwortung auf den Staat zu schieben.
    Die Drohung mit dem Strafrecht würde den Kampf gegen Doping nicht stärken, sondern schwächen."

    Erlaube mir, "Doping" durch "Mafia" zu ersetzen, um es besser zu verstehen:

    Die Drohung mit dem Strafrecht würde den Kampf gegen die Mafia nicht stärken, sondern schwächen.

    Ich habe doch tatsächlich gedacht, Strafrecht bedeute, dem Täter seine Verantwortung für die Tat zuzuweisen.

    • Vadis
    • 01.10.2008 um 19:43 Uhr

    Ich als alter Rolling Schtone muss doch dene Schtreet Fighting Radfahr-Genosse irgendschwie bike-omme. Des ganze Doping-Egschile uff der Mainschtrasche, des müsse mir unterschtütsche und entlarve, auch wenn manche nicht um ihre 19te Nervezusammebruch herumkomme. Des isch doch kei Frage von Paint-it-black. Solang ich Ritzelminischter bin, werde under meinem Thumb die Erfahrungen mit denne Schischter Morphines nicht Loves in vainsch bleibe, sondern wie de jumping Schack Flasch aus de Gesetschgäbung nausspringe, wenn Se verschtähe, was ich meine. Mir wedde dene koi Bridsches nach Babbylon baue.
    Mir müsse also nur ebbes einische satanisch madschestätische Requeschts in de Bundestag einreische, dann kriesche mir ausreischend Schelter, um dene gehörisch braunen Schugar unterm Hintern zu gebbe. Internet, Lauschangriff, Datebank, Blutbank, da tumbeln die Würfelsche, wie mei alte Schpezis der Mick un der Kiesch immer saget, des hoischt, vor jedde Schteel Wheel Tour werde dene Biker some Girls des ganze Blut abzapfe und austausche. Und Fingerprint Files habbe mir sowieso auf der Feschtpladde. Mal sehn, wer hier der Lance isch und wie weit der Armschtrong des Gesetzes reicht. Solang der Schäuble in der Vodoo Launsch parkt, bleibe mir alle cool, calm und collected, wilde Hengschte am Reck, auf der Bahn oder an der Nadel hin oder her, denn Angie und ich sind unsch einig: Ju kän't olwäs get, wot ju wont.

    • Vadis
    • 01.10.2008 um 22:00 Uhr

    Herr Schäuble zur JUS ULRICH:

    "Aber nun sind wir immer und immer wieder angelogen worden. Inzwischen habe ich eingesehen, das es wahr ist: Alle dopen! Vermutlich hatte Jan Ulrich, als er gesagt hat “Ich habe niemanden betrogen“ subjektiv recht. Er hatte ja nur gesagt, er habe das gemacht, was alle gemacht und gewusst haben."

    Wer jetzt nicht dopt, betrügt den Radsport - meine unmaßgebliche Schlussfolgerung?

    Und wie lautete der Subtext: Alle tragen gelegentlich Köfferchen... Und wie beim Hütchenspiel ist da hin und wieder 'n bißchen Papier drin. Huch.

    Herr Schäuble auf die Frage "Warum kann man Dopingsünder in Deutschland bis heute nicht strafrechtlich belangen?" zur JUS DOPING:

    "Das wäre nur der Versuch, die Verantwortung auf den Staat zu schieben.
    Die Drohung mit dem Strafrecht würde den Kampf gegen Doping nicht stärken, sondern schwächen."

    Erlaube mir, "Doping" durch "Mafia" zu ersetzen, um es besser zu verstehen:

    Die Drohung mit dem Strafrecht würde den Kampf gegen die Mafia nicht stärken, sondern schwächen.

    Ich habe doch tatsächlich gedacht, Strafrecht bedeute, dem Täter seine Verantwortung für die Tat zuzuweisen.

  1. "Die Drohung mit dem Strafrecht würde den Kampf gegen Doping nicht stärken, sondern schwächen."
    Glaubt eigentlich irgendwer so einen unbegründeten Schwachsinn? Ich glaube Schäuble hält uns alle für ziemlich dumm.
    Als nächstes heisst es noch man könne Wirtschaftskriminalität nicht bestrafen, dass würde sie nur verschlimmern.

    Doping ist im Kern nichts anderes als (strafbarer) Betrug und müsste dementsprechend strafrechtlich härter Bestraft werden, als wenn sich jemand, der kein Geld hat, eine Waschmaschine im Ottokatalog bestellt.
    Beim Doping geht es ja nicht nur um Peanuts. Also aus meiner Sicht braucht man für so eine Ungleichbehandlung sehr gute Argumente.

  2. Schäuble hat zweimal Recht:

    1) Strafrechtliche VErfolgung bringt nichts. Da hat er recht. Das ist einfach nicht die Aufgabe des Staates. So ein Radrennen ist eine reine Privatveranstaltung, die nach privaten Regeln stattfindet. Wenn ein Radler (= Vertragspartner) gegen den Vertrag verstößt, können die anderen ihn verklagen. Zivilrechtlich.

    2) Der Radsport (zumindest der Spitzensport) verdient einfach keine Beachtung und schon gar keine öffentliche Förderung.

    Leider bleibt er zu inkonsequent, sonst hätte er hinzugefügt:

    3) Der Spitzensport sollte künftig von Staat und Politik einfach ignoriert werden. Ob die dopen oder nicht, ist ihr Problem. Ob das nun "Betrug" ist oder nicht, müssen die unter sich ausmachen. Was hat der STeuerzahler, was haben gewählte Politiker damit zu tun?
    Das ist ja alles sowieso nur ein unseriöses, Spiel, ein Zirkusprogramm, eine Fernsehshow zur Erzielung von WErbeeinnahmen. Ganz genau so wie "Deutschland sucht den Superstar" oder "Schlag den Raab".
    Und da gibt es ja auch keine Dopingkontrollen, oder?

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    So ein Unsinn... genausowenig wie es "Privatsache" ist, wenn Bürger A Bürger B betrügt ist es Privatsache wenn ein Radsportler Preisgelder einsackt, indem er Sportveranstalter und Sponsoren betrügt.
    Es ist nichtmal "Privatsache" wie ich meinen Hund behandle!

    Natürlich kann man das alles zivilrechtlich regeln, aber wenn wirs bei den Bürgern nicht zivilrechtlich machen, dann bitte auch nicht bei den Sportlern.
    Bitte wo sind ihre Argumente für diese Ungleichbehandlung?

    Und warum bringt strafrechtliche Verfolgung nichts?

    So ein Unsinn... genausowenig wie es "Privatsache" ist, wenn Bürger A Bürger B betrügt ist es Privatsache wenn ein Radsportler Preisgelder einsackt, indem er Sportveranstalter und Sponsoren betrügt.
    Es ist nichtmal "Privatsache" wie ich meinen Hund behandle!

    Natürlich kann man das alles zivilrechtlich regeln, aber wenn wirs bei den Bürgern nicht zivilrechtlich machen, dann bitte auch nicht bei den Sportlern.
    Bitte wo sind ihre Argumente für diese Ungleichbehandlung?

    Und warum bringt strafrechtliche Verfolgung nichts?

  3. So ein Unsinn... genausowenig wie es "Privatsache" ist, wenn Bürger A Bürger B betrügt ist es Privatsache wenn ein Radsportler Preisgelder einsackt, indem er Sportveranstalter und Sponsoren betrügt.
    Es ist nichtmal "Privatsache" wie ich meinen Hund behandle!

    Natürlich kann man das alles zivilrechtlich regeln, aber wenn wirs bei den Bürgern nicht zivilrechtlich machen, dann bitte auch nicht bei den Sportlern.
    Bitte wo sind ihre Argumente für diese Ungleichbehandlung?

    Und warum bringt strafrechtliche Verfolgung nichts?

    • Vadis
    • 01.10.2008 um 19:43 Uhr

    Ich als alter Rolling Schtone muss doch dene Schtreet Fighting Radfahr-Genosse irgendschwie bike-omme. Des ganze Doping-Egschile uff der Mainschtrasche, des müsse mir unterschtütsche und entlarve, auch wenn manche nicht um ihre 19te Nervezusammebruch herumkomme. Des isch doch kei Frage von Paint-it-black. Solang ich Ritzelminischter bin, werde under meinem Thumb die Erfahrungen mit denne Schischter Morphines nicht Loves in vainsch bleibe, sondern wie de jumping Schack Flasch aus de Gesetschgäbung nausspringe, wenn Se verschtähe, was ich meine. Mir wedde dene koi Bridsches nach Babbylon baue.
    Mir müsse also nur ebbes einische satanisch madschestätische Requeschts in de Bundestag einreische, dann kriesche mir ausreischend Schelter, um dene gehörisch braunen Schugar unterm Hintern zu gebbe. Internet, Lauschangriff, Datebank, Blutbank, da tumbeln die Würfelsche, wie mei alte Schpezis der Mick un der Kiesch immer saget, des hoischt, vor jedde Schteel Wheel Tour werde dene Biker some Girls des ganze Blut abzapfe und austausche. Und Fingerprint Files habbe mir sowieso auf der Feschtpladde. Mal sehn, wer hier der Lance isch und wie weit der Armschtrong des Gesetzes reicht. Solang der Schäuble in der Vodoo Launsch parkt, bleibe mir alle cool, calm und collected, wilde Hengschte am Reck, auf der Bahn oder an der Nadel hin oder her, denn Angie und ich sind unsch einig: Ju kän't olwäs get, wot ju wont.

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    • iDog
    • 01.10.2008 um 21:13 Uhr

    ob 'exile on main' street oder 'let it bleed' ist hier die frage - vadis , selten so amusiert hier im forum. danke ;-))

    • iDog
    • 01.10.2008 um 21:13 Uhr

    ob 'exile on main' street oder 'let it bleed' ist hier die frage - vadis , selten so amusiert hier im forum. danke ;-))

    • iDog
    • 01.10.2008 um 21:13 Uhr

    ob 'exile on main' street oder 'let it bleed' ist hier die frage - vadis , selten so amusiert hier im forum. danke ;-))

    • Vadis
    • 01.10.2008 um 22:00 Uhr

    Herr Schäuble zur JUS ULRICH:

    "Aber nun sind wir immer und immer wieder angelogen worden. Inzwischen habe ich eingesehen, das es wahr ist: Alle dopen! Vermutlich hatte Jan Ulrich, als er gesagt hat “Ich habe niemanden betrogen“ subjektiv recht. Er hatte ja nur gesagt, er habe das gemacht, was alle gemacht und gewusst haben."

    Wer jetzt nicht dopt, betrügt den Radsport - meine unmaßgebliche Schlussfolgerung?

    Und wie lautete der Subtext: Alle tragen gelegentlich Köfferchen... Und wie beim Hütchenspiel ist da hin und wieder 'n bißchen Papier drin. Huch.

    Herr Schäuble auf die Frage "Warum kann man Dopingsünder in Deutschland bis heute nicht strafrechtlich belangen?" zur JUS DOPING:

    "Das wäre nur der Versuch, die Verantwortung auf den Staat zu schieben.
    Die Drohung mit dem Strafrecht würde den Kampf gegen Doping nicht stärken, sondern schwächen."

    Erlaube mir, "Doping" durch "Mafia" zu ersetzen, um es besser zu verstehen:

    Die Drohung mit dem Strafrecht würde den Kampf gegen die Mafia nicht stärken, sondern schwächen.

    Ich habe doch tatsächlich gedacht, Strafrecht bedeute, dem Täter seine Verantwortung für die Tat zuzuweisen.

    Antwort auf "was ist das?"
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    • Rahab
    • 01.10.2008 um 22:05 Uhr

    entweder sind Sie noch studienanfänger oder immer noch ;) wie kommen Sie denn auf solch einen absurden gedanken? schnell weg damit!

    • Rahab
    • 01.10.2008 um 22:05 Uhr

    entweder sind Sie noch studienanfänger oder immer noch ;) wie kommen Sie denn auf solch einen absurden gedanken? schnell weg damit!

    • Rahab
    • 01.10.2008 um 22:05 Uhr
    8. also:

    entweder sind Sie noch studienanfänger oder immer noch ;) wie kommen Sie denn auf solch einen absurden gedanken? schnell weg damit!

    Antwort auf " ... Aber mal im Ernst"

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