US-Wahl TV-Duell zwischen Obama und McCain ohne Sieger

Die erste Fernsehdebatte hat keiner der beiden Präsidentschaftskandidaten für sich entscheiden können. Vor allem die Antworten auf die alles beherrschende Finanzkrise blieben vage

Einer schaut hin, einer weg: Die Kandidaten McCain und Obama während des TV-Duells

Einer schaut hin, einer weg: Die Kandidaten McCain und Obama während des TV-Duells

Die Umstände dieser Fernsehdebatte - im Schatten der schweren Finanzkrise und der verzweifelten Lösungssuche in Washington - waren einmalig. Zeitweise wollte einer der Kontrahenten erst gar nicht zum Duell erscheinen . So etwas hatte es in den USA noch nicht gegeben.

Selbst am Abend, als Barack Obama und John McCain in der Universität von Mississippi ans Podium traten ( hier zu sehen im Video des Nachrichtensenders CNN ), saßen Republikaner und Demokraten in Washington noch zusammen, um einen Weg aus der Misere zu suchen – und sie werden es heute und am Sonntag wohl weiter tun.

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Die Ratlosigkeit in Washington nimmt mit jedem Tag zu. Wie sollten da die beiden Kontrahenten mit klaren Rezepten und Optimismus glänzen?

„Wall Street hat die erste Präsidentschaftsdebatte entführt“, metapherte der Fernsehsender MSNBC. Vorsicht und Zurückhaltung waren für die Kontrahenten das Gebot der Stunde, keiner wollte sich eine Blöße geben.

„Wir haben den genauen Wortlaut noch nicht gesehen“, sagte Obama, als er zu seiner Meinung zum vorliegenden Rettungspaket von 700 Milliarden Dollar für gefährdete Banken und Finanzinstitute gefragt wurde. „Das waren nicht die Antworten, die die Amerikaner erwarten“, meinte ein Kommentator beim TV-Sender CNN.

Auch McCains Antwort klang nicht viel besser, sein finanzpolitisches Credo erinnerte stark an das alte Patentrezept der Neo-Konservativen: „Wir müssen die (staatlichen) Ausgaben begrenzen... Wir müssen das System verändern.“ Gut ein halbes Dutzend Mal griff der Kandidat der Republikaner zu dieser Formel.

Leser-Kommentare
    • awaler
    • 27.09.2008 um 8:42 Uhr

    Warum: Er hat nicht versagt. Er hat seine (wenn auch inhaltlich oftmals befremdlichen) Aussagen klar vorgebracht. Obama kam nie wirklich in die Offensive. Weder im Bereich der Wirtschaftspolitik noch im Bereich der Sicherheit konnte er McCains Platitüden markant genug entlarven.
    Seine eigenen Trümpfe verstach er in einem nutzlosen Redeschwall, der nicht im Gedächtnis haftet. Die zwei kennzeichnenden Sätze:
    Obama: I agree with John McCain that ...
    McCain: Obama does not understand that ...

    Nur wenn McCain völlig versagt hätte, hätte dies seine Wahlchancen beschädigen können.
    Die Wähler machen ihr Kreuz in der Kabine, nicht bei Umfragen.
    Verschieben Sie alle Umfragewerte um mindestens fünf Prozentpunkte zugunsten von McCain, dann bekommen Sie das Wahlergebnis.
    Das ist nicht schön, anders wäre es mir lieber - aber das hilft nichts.

  1. NEW YORK. (bloomberg)
    Ob die mit banger Spannung erwartete Pressekonferenz wie geplant heute um 12.00 pm ET stattfinden wird, scheint inzwischen unklar. "Es gibt da verschiedene Unstimmigkeiten in Helges Plan, für die wir noch keine Lösung haben", so Goldfart L. Dow, der fedederal chief uf stuff consuming officer, heute nacht gegenüber der Presse. Demnach werde Helge erst am Sonntag, dem 28. September, vor die Presse treten. Eine offizielle Bestätigung der Terminverschiebung steht indessen noch aus.

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    ... und was hat das mit der TV-Debatte Obama/McCain zu tun? Soll das witzig sein? Ich finde es erstaunlich und schade, dass eine so großartige Zeitung bei ihren Online-Leserkommentaren so trollige Gestalten anzieht.

    ... und was hat das mit der TV-Debatte Obama/McCain zu tun? Soll das witzig sein? Ich finde es erstaunlich und schade, dass eine so großartige Zeitung bei ihren Online-Leserkommentaren so trollige Gestalten anzieht.

  2. 3. Egal

    welchen dieser beiden Kasper die Amerikaner waehlen werden - einen Weg aus der Krise wissen beide nicht! Fakt ist das die USA ein halbes Jahrhundert über die Verhaeltnisse gelebt hat und von jetzt an geht es abwaerts! Soll das ein Praesidentschaftskandidat den Waehlern erzaehlen? Hahaha!
    Die beiden sind Schauspieler und keine Wirtschaftsfachleute , warum ? Weil die Amerikaner einen Schauspieler als Praesidenten wollen !
    Sehr interessant allerdings diese Feststellung : '
    Kenner in Sachen Wahlkampf und Wählerverhalten meinten, damit sei McCain ein großes Risiko eingegangen. „Amerikaner mögen keine Arroganz.“'
    Dabei kenne ich kein Volk das annaehernd so arrogant ist wie die Amerikaner ausser vielleicht den Israelis !

  3. Kommentatoren in den USA und in Deutschland halten das Duell überwiegend für unentschieden - mag sein. Die amerikanischen Zuschauer, für die dieses Schauspiel ja hauptsächlich gedacht war, sind mal wieder anderer Meinung: Alle derzeitigen Umfragen ergeben, dass Obama die Debatte deutlich (!) für sich gewonnen hat. Inhaltlich mag es unentschieden stehen, aber Obama konnte mit seinem Auftreten offenbar viele Unentschiedene für sich gewinnen, die McCain eher abschreckte mit seinen Angriffen auf Obama und seiner herablassenden Art. Die Zuschauer mochten es wenig, dass er Obama fast nie direkt ansah und immer auf der Pointe "Obama versteht nicht, dass..." herumritt, auch wenn Obama gerade Sinnvolles gesagt hatte. Arroganz kommt in den Staaten noch weniger gut an als bei uns.

    Wenn es bei einer TV-Debatte darum geht, neue Wähler für sich zu gewinnen und einen guten Eindruck zu hinterlassen, hat nach dem derzeitigen Stand der Dinge Obama klar gewonnen. Das "McCain hat Obama nie angeguckt"-Thema wird auch in den Kommentaren der Medien noch Gewicht gewinnen.

  4. ... und was hat das mit der TV-Debatte Obama/McCain zu tun? Soll das witzig sein? Ich finde es erstaunlich und schade, dass eine so großartige Zeitung bei ihren Online-Leserkommentaren so trollige Gestalten anzieht.

  5. # Silberschnur. Das Boulevardblatt "Der Blick" - eine schweizerische Tageszeitung nach dem Format der deutschen BILD-Zeitung -, das sich überdies auch mit Kommunikationsproblemen zwischen Schweizern und (eingewanderten) Deutschen bechäftigt, gab 5 : 1 Punkte für Herrn Obama.

    Auf der Höhe bleibt, wen die Wellen der ZEIT erreichen.

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