Vereint, doch nicht eins
Die schwarze Linie, die sich hier von Norden nach Süden schlängelt - gelegen zwischen Schwerin und Hamburg, Magdeburg und Hannover, westlich von Erfurt - markiert die ehemalige innerdeutsche Grenze. Seit 18 Jahren stellt sie nur noch eine unter mehreren Landesgrenzen dar. Zumindest formal ist das so. Dennoch ist die alte Grenze auch heute noch auf manchen Karten, die die wirtschaftlichen Verhältnisse innerhalb Deutschlands abbilden, deutlich sichtbar.
Wir zeigen einige dieser Karten. Sie sind dem interaktiven Atlas zur Regionalstatistik entnommen, den die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder im Internet zur Verfügung stellen. Weil die neuesten relevanten Kennzahlen in diesem Atlas aus dem Jahr 2006 stammen, geben sie zwar nicht den aktuellsten Stand der Einheit wieder. Aber sie zeigen zumindest, in welche Richtung die Entwicklung der vergangenen Jahre ging.
- Datum 09.11.2008 - 15:25 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite





Die Geburtenrate auf Gesamteinwohner gibt nicht das ganze Bild wieder. Da die Alterspyramide in Ostdeutschland aufgrund der Abwanderung vor allem junger Menschen eine katastrophale Struktur aufweist, sollte hier ein Blick auf die Zahl der Kinder je Frau das Bild ergänzen. Die Geburtenrate aus diesem Blickwinkel ist vor allem in den letzten Jahren deutlich gestiegen, und erreicht (die Abwanderung ausgeklammert) nicht zufriedenstellende, aber bessere Werte. Das negative Gesamtergebnis (nach Abwanderung) wird durch die obige Darstellung natürlich besser wiedergegeben. Neben den wirtschaftlichen Gegebenheiten sind als weitere Hauptgründe für die Abwanderung auch der behördliche Zwang und gesellschaftlicher Druck aufgrund kurzsichtiger Erwägungen zu nennen. Es ist vor allem von den Politikern her mehr als scheinheilig, die Jugend zum Verbleib in der Region aufzurufen, und gleichzeitig diese über das Arbeitsamt regelrecht zu vertreiben.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren